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Nr. 7.]
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ſolle. von zu ſagen, daß ſie ihn geſehen habe,
Er empfahl ihr noch, den andern Negern nichts da⸗ und kehrte nach
Dritte
Solg lern in den Darſtellungen ihrer Madonna ſo wohl ge⸗ lungen iſt. Seit der Stunde ſeiner Geburt ſchon war er
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Hauſe zurück, es Judith überlaſſend, die frohe Nachricht ihr wegen ſeiner helleren Hautfarbe als ein ihr ſelbſt über⸗
von der freundlichen Aufnahme ihres Kindleins Cora zu überbringen.
Die arme Mutter harrte der Rückkehr ihres Kindes mit ſeelenmarternden Zweifeln. Kaum hatte ſie die alte Frau aus dem Geſichte verloren, als ihr Muth ſie ver⸗ ließ; ſie tadelte den unklugen Schritt, den ſie gethan; ſie glaubte, ihr Herr könne ſich durch ihre Keckheit beleidigt
fühlen; ſie fürchtete, ihr Betragen könne ihm wie ein
frecher Vorwurf erſcheinen. Cora hatte in Folge ihrer Ver⸗ bannung aus ſeiner Nähe viel gelitten; aber der Gedanke, ihm mißfallen zu haben, war ihr tauſendmal ſchmerzlicher als Alles, was ſie bisher erlitten hatte. Wie lang erſchien ihrer Beſorgniß die Zeit von Judith's Abweſenheit! Was konute ſie abhalten? Mit klopfendem Herzen harrte ſie auf ihre Wiederkehr, und als ſie ſie zuletzt über’'s Feld kommen ſah, zitterten ihre Glieder ſo heftig, daß ſie ihr nicht ent⸗ gegen kommen konnte.
„Gute Nachrichten, Cora, Kind!“ rief Judith aus, ſobald ſie ſich auf Gehörweite genähert hatte; der Knabe ſtreckte ihr ſeine Hände entgegen und ſtieß ein kindliches Freudengeſchrei aus. Dieſes bereitete Cora auf die Er⸗
zählung der Alten vor, der ſie mit einem an Raſerei gren⸗
zenden Entzücken zuhörte. Kaum konnte ſie den vernom⸗ menen Worten Glauben ſchenken. Sie ließ Judith die Geſchichte wieder und wieder erzählen; er hatte den Knaben in ſeine Arme genommen, er hatte ihn„ſein Kind“ ge⸗ nannt! Er hatte ihn zärtlich geküßt! Cora nahm das Kind und prüfte⸗ſeine Züge, gleichſam als ſähe ſie dieſe zum erſten Male; es ſchien in ihren Augen verändert, es hatte des Vaters Kuß und Segen erhalten. Mit einem neuen Gefühl von Bewunderung und Achtung blickte ſie auf den Knaben; ihr Ausdruck enthielt jene Miſchung von Anbe⸗ tung und mütterlicher Liebe, welche den italieniſchen Ma⸗
legenes Weſen vorgekommen; jetzt hatte ihn ſein Vater an⸗
erkannt, und dies erhob ihn weit, weit über das arme Negermädchen, welches ſeine Mutter war.
Je mehr Devereux von ſeinem Kinde ſah, deſto zärt⸗ licher hing ſein Herz an ihm; es war ſein erſtes, ſein ein⸗ ziges Kind; ſeiner Gattin war das Glück, Mutter zu wer⸗ den, nicht beſchieden, und mit jedem Male, daß er das Kind ſah, ſchien es ihm ſchöner und geiſtvoller. Wie glücklich war die arme Cora, ihren Knaben für dieſe Beſuche bei V ſeinem Vater herauszuputzen! Ach, ſie ahnte das Elend nicht, das ſie eines Tages über ſie bringen ſollten! (Fortſetzung folgt.)
Schiller's Verhältniß zur Frau v. Kalb.
Au Neigungen der Liebe iſt Schiller's Leben bedeutend ärmer, als das ſeines Freundes Goethe; doch gab es einige, die bedeutender, leidenſchaftlicher waren, als ſie gewöhnlich dargeſtellt werden. Die lebhafteſte war vielleicht die zwi⸗ ſchen ihm und Frau von Kalb, und um ſo mehr glauben wir, daß unſere Leſer ſich dafür intereſſiren werden. Dieſes Bündniß der Herzen hatte einen Einfluß auf die geiſtige Entwickelung unſeres Dichters, die nicht unterſchätzt wer⸗ den darf. 4 3 Zugleich iſt es ſchmerzlich tragiſch und ſehr bewegt. Schiller verließ die unglückliche Frau, deren Verhalten allerdings nicht zu rechtfertigen iſt, nicht eben offen und
lich freundlich mit ihnen, der war ihnen viel zu ordinär, faſt komiſch, über den zuckten ſie die Achſeln.“ Ich höre das allent⸗ halben, Victor Emanuel habe mit ſeinem franken ſoldatiſchen Weſen„kein Glück in Neapel gemacht,“ es ſei der Maſſe ſchlechter⸗ dings unmöglich, in dem„erſten Zuaven“ von Paleſtro das myſteriöſe Element der göttlichen Gnade anzuſtarren.
Bei aller heiligen Liebe zur Freiheit will ich kühn behaupten,
daß hier vorläufig nur mit der Fuchtel, mit der Zuchtruthe des Herrn regiert werden kann, daß die Doſen von Freiheit der gegenwärtigen Generation ſehr knapp zugemeſſen ſind. Dieſer Suden hat gar nichts gemein mit dem lichten, geſitleten Norden, mit der germaniſchen Ruhe und Folgſamkeit in Piemont, dem gelehrigen Trotz des Lombarden, dem aufgeklärten Auge des Toscaners, nicht einmal mit der ſelbſtgefälligen Bürgerlich⸗ keit in Rom, mit der handfeſten Arbeitſamkeit und ſchlummern⸗ den Charakterſtärke von Trastevere. Auch aus dem Sprach⸗ paradieſe ſtürzt man zu Neapel garſtig herab; es iſt aus und vor⸗ bei mit der genialen Wortbildung in Florenz, die nur durch Gutturalhauche beſtändig umflort wird, aus und vorbei mit der durchſichtigen, klarweichen Rede des Römers; ein Jargon tobt durch Straßen und Märkte, ein älteres, fremdes Skelet richtet ſich empor im Reigentanze der claſſiſchen lateiniſchen Formen. Hätten die Piemonteſen Rom und dann 100,000 Mann in Neapel und Sicilien, ſo möchten ſie zehn Jahre lang Ruhe hier halten und eine neue Generation heraufzubilden verſuchen; viel⸗ leicht gelänge es ihnen mit der Zeit, die Neapolitaner zu Gens⸗ d'armen ihrer ſelbſt zu machen. Aber ſie haben Rom nicht, und 60,000 Mann bilden ihr ganzes Präſidium in der Colonie, die ſich ſelbſt eine eroberte nennt. Dieſe 60,000 Mann müſſen Alles
verrichten, Alles behaupten, dem innern wie dem äußern Feinde ſteben. Sie ſind Garniſon in Gaeta, Capua und Neapel, in Meſſina, Palermo, Syracus und Catania; ſie müſſen Wache halten am ganzen Meere und in den langen Abruzzen, wider die Empörung in Apulien und die Einfälle aus dem Kirchen⸗ ſtaate. Und dabei bleiben ſie immer die„Fremden“ die„Piemon⸗ teſen“; fremd ſind hier die nördlichen Geſchlechter der Berſaglieri, fremd die ſchmucken anſtändigen Carabinieri, fremd marſchiren die Regimenter durch die Straßen, fremd ziehen Hauptwachen auf und Patrouillen einher.
Die öffentliche Sicherheit in Neapel hat niemals geblüht; von jeher fanden Abends Angriffe auf Uhren und Börſen ſtatt, denn wenn der Bettel am Tage fruchtlos bleibt, wenn die„äͤſthe⸗ tiſche Ehrlichkeit“ bei Sonnenuntergang keine Gewinnſte zu buchen hat, ſo muß der Dolch allerdings aushelfen, die Bilanz in Ordnung zu bringen. Von jeber waren ſolche Attentäter keine Lazzaroni, keine menſchlichen Packeſel und Drangſalscrea⸗ turen. Hier wie in Rom geſchieht die courtoiſe Erleichterung gedankenvoll Hinwandelnder von halbſchlächtigen Signori in Hut und Rock, von abgeſchabten Gentlemen, die nicht nur leben, ſoadern auch gut leben wollen. Ich treffe hier die Sache jetzt allerdings etwas bunt, ob wegen revolutionärer Verdienſtſtockung, ob wegen mangelnder Energie oder wegen der Localunkenntniß der neuen Polizei? Genug, vier deutſche Landsleute wurden raſch hintereinander augefallen und ausgeplündert. Der Modus iſt aber folgender. Vier, fünf Kerle umſtellen im Nu den einzeln Kommenden, oft in gangbaren Straßen, nicht ſelten zwiſchen Vorübergehenden. Dolche und Piſtolen richten ſich auf ſeine Bruſt, und mit der größten Höllichkeit wird ihm bedeutet, er
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