Jahrgang 
01-14 (1862)
Seite
93
Einzelbild herunterladen

n ganzes nung ge⸗

n Albert und in 3 hatte, Autori⸗ 8s einen titution ier als un⸗ Köuig, Fragen, en unter⸗ zu Rathe t ein zu tte haben das vecht befanden auf den ar. Der aus deu er gewor- e Vater⸗

ne eignen nniß und Patrioten en Män⸗ len Par⸗ ig, noch großen R d⸗ derſöyne ſchieden⸗ uazulaſſen , zu ver⸗ In hiſto⸗ aſtudien. O. B. Julius

rgenthein h in dem m dreißig⸗ Hauptpel⸗ mit einer che Erfin⸗ ungt, ſo it Art ſchein⸗ . Eine und ihrer len nicht O. B.

veig von Beck und

en uig empfehlen. nüändicen g Duulſc⸗ ilniſſe des Wilhelm und Herzog

Nr. 6.]

einigen, und es ließen ſich zahlreiche Fälle anführen, wo er dieſe große und ſchwierige Rolle zur Zufriedenheit ſelbſt derer erfüllt hat, die ſich apfangs am ſchwierigſten und ſtörrigſten gezeigt hatten. Das Alles that der Prinz ohne Geräuſch mit einer Einfachheit und Selbſtverleugnung, die den Werth ſeiner Handlungsweiſe noch erhöhte. Da er für ſeine Gemahlin die größte Aufmerkſamkeit hatte, ſo trug er ſtets große Sorge, daß das Verdienſt des Guten, das er verrichtete, ihr zugeſchrieben wurde.

Die Vorſehung ſchien die Königin und ihren Gemahl für einander erſchaffen zu haben; ſie ergänzten einander, ſo zu ſagen, durch ihre Eigenſchaften und durch ihre Mängel ſo gut, daß, wenn die ſich unwohl oder ermüdet fühlende Königin einige Tage in der Zurückgezogenheit auszuruhen wünſchte, Niemand ihre Abweſenheit gewahr wurde. Je⸗ deyfalls wird der Tod des Prinz⸗Gemahls im Staate eine große Lücke machen, und es iſt gar ſehr zu fürchten, daß England das bald ſchmerzlich empfinden wird.

Schließlich erlauben wir uns, dem Vorhergehenden fol⸗ gende beſonders bemerkenswerthe Stellen aus Reden hin⸗ zuzufügen, die der Prinz, welcher Deutſchland ſo würdig in dem ſtolzen Albion vertrat und den wir mit Stolz den Unſeru nennen durften, bei öffentlichen Gelegenheiten hielt, da ſich daraus theils der Umfang ſeines Wiſſens, theils ſein Streben, für die Erreichung edler und nützlicher Zwecke zu wirken, am beſten erkennen läßt.

Bei einem Meeting der Geſellſchaft für die Verbeſſe⸗ rung der Lage der arbeitenden Claſſen am 18. Mai 1848.

Sein Sie feſt überzeugt, die Intereſſen der Claſſen, die nur allzuoft einen großen Contraſt gegen einander bil⸗ den, ſind identiſch, und nur die Unwiſſenheit verhindert ſie, ſich für ihren gegenſeitigen Vortheil mit einander zu ver⸗ einigen. Dieſe Unwiſſenheit zu zerſtreuen, zu zeigen, wie ein Menſch, trotz des complicirten Zuſtandes der menſch⸗ lichen Geſellſchaft, einem Audern helfen kann, ſollte das Ziel jedes Menſcheufreundes ſein; ganz beſonders iſt es

Dritte Folge.

aber die Pflicht derer, die ſich unter dem Segen der gött⸗ lichen Vorſehung eines hohen Ranges, Reichthums und einer guten Erziehung erfreuen.

Bei einem Meeting der Royal Agricultural Society in York am 13. Juli 1848.

Der Ackerbau, welcher einſt die Hauptbeſchäftigung unſrer wie jeder andern Nation war, nimmt ſelbſt jetzt noch, trotz der Entwicklung des Handels und der Induſtrie, eine Fundamental⸗Stellung in dem Königreich ein. Und obwohl die Zeit die Stellung veräudert hat, welche der Grundbeſitzer ſeinen Pächtern gegenüber in dem Reiche einnahm, ſo bilden der Gutsbeſitzer mit ſeiner Gattin und ſeinen Kindern, der Dorfgeiſtliche, der Pächter und der Arbeiter doch noch eine große und, wie ich hoffe, einige Fa⸗ milie, in der wir die Grundlage unſres geſelligen Zu ſtandes freudig anerkennen. Wiſſenſchaft und mechaniſche Verbeſſerungen haben in unſern Tagen die bloße Praxis, den Boden zu bebauen, in ein induſtrielles Studium uinge⸗ wandelt, welches Capital, Maſchiuen, Fleiß, Geſchicklichkeit und Beharrlichkeit in dem Kampfe der Mitbewerbung er⸗ fordert. Das iſt eine zweite große Veränderung, die wir aber als einen großen Fortſchritt zu betrachten haben, da ſie größere Anſtrengungen und eine höhere Einſicht bedingt.

Bei dem Lord⸗Mayors⸗Banquet am 21. März 1851 in Bezug auf die bevorſtehende große Ausſtellung.

Meine Herren! Ich halte es für die Pflicht eines Jeden, der ſich einer guten Erziehung erfreut hat, die Zeit, worin er lebt, genau zu überwachen und zu ſtudiren, und ſo viel es ihm möglich iſt, ſein beſcheidenes Scherflein von in⸗ dividueller Anſtrengung hinzuzufügen, um die Ausführung deſſen zu befördern, was er von der Vorſehung für ange⸗ ordnet hält. Niemand indeſſen, der den beſondern Sym⸗ ptomen der jetzigen Aera eiaige Aufmerkſamkeit geſchenkt hat, wird nur einen Augenblick darüber in Zweifel ſein, daß wir in einer Periode des wunderbarſten Uebergangs leben, welche das große Ziel, auf das in der That die ganze Ge⸗

Mit vieler Gewiſſenhaftigkeit und Klarheit hat der Ver⸗ faſſer die hiſtoriſchen Acten dargelegt und alle diejenigen europä⸗ iſchen Verhältniſſe berückſichtigt, die von außen her einen Ein⸗ fluß auf den ſtürmevollen politiſchen Gang in Braunſchweig hatten. Seine Arbeit iſt liebevoll und ohne diplomatiſche

Verwirrung der einfachen Rechtsbegriffe geſchrieben. Man wird

dies Buch zu den beſſern nöthigen Werken der Specialgeſchichte regiſtriren müſſen. O. B. Was ſich der Wein erzählt. Von Arnold Schloen⸗ bach. München, Verlag von Fleiſchmann(A. Rohſold). 1862. Was ſich der Wald erzählt, hat Putlitz, dem er es mitge⸗ tbeilt hat, ſo indiscret und für das Publicum angenehm ausge⸗ plaudert, daß es als allgemein bekannt vorauszuſetzen iſt. Wenn nun ſchon der Wald, der doch aus Holz und Blättern be⸗ ſteht, ſo redſelig ſein kann, ſo läßt ſich gar nicht abſehn, was erſt der Wein für Geſchichten vorzutragen hat, deſſen Natur durch und durch Phantaſie und heitere Angeregtbeit iſt.. Gerade im Gegenſatz dazu hat ſich der Verfaſſer ſehr mäßig in ſeiner Einbildungskraft gehalten, die außerdem in Verſen ein⸗ herſchreitet, und zwar in ſolchen, die ſich ſelbſt übertreffen. Es werden im Keller verſchiedene Fäſſer aufgeſchlagen, aus deren

Spundloch dann die Weinblume heraufſteigt und in ihrem nar⸗

kotiſchen Nebelhauch eine ſchwebende Geſtalt zeigt, die als Geiſt des Weines dem Verfaſſer in jenen merkwürdigen Verſen etwas erzählt. Wo es bei ſolchen Gelegenheiten auf den ausdrücklichen

Willen nach Komik abgeſebn iſt, da darf eine geringe Erſcheinung derſelben nicht Wunder nehmen. O. B.

Liebesgrüße. Album für Deutſchlands Frauen und Töchter, aufs Neue herausgegeben von Guſtav Ritterhaus. Meppen, Müller's Verlag.

Dieſer Herausgeber des vorliegenden harmloſen Büchelchens iſt nicht mit Emil Rittershaus zu verwechſeln; wohl aber befindet ſich von letzterem ein ſehr hübſches natürlich im Volkston gehal⸗ tenes Lied in der kleinen Sammlung:

Vor dem Spiegel.

Wenn die Andern zum Tanze gehn, Sitz' ich einſam zu Haus,

Bringt mir Keiner den Kranz mehr, Reicht mir Keiner den Strauß.

Komm ich hin zu Geſpielen, Dann iſt Alles ſtumm, 1 Und ſie raunen und munkeln, Und ich weiß wohl warum!

Keiner tröſtet mich Arme, Und mir iſt doch ſo bang! Ach! der eine der Böſen, Er vergaß mich ſchon lang!

Tret' ich jetzt vor den Spiegel, O, es macht mir nur Schmerz! Hohle Wangen und Augen

Und ein elendes Herz!