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Dritte
gerade nicht zartfühlend, tönte über den ganzen Platz; Hans machte Kehrt und trabte gemächlich, als habe er durchaus nichts Böſes gethan, davon und in den dichteſten Haufen der Jäger hinein. Die Dame ſtand mit flam⸗ mendem Antlitze ſchon hoch aufgerichtet da, als der Doctor ſich keuchend erhob; Blitze des Zornes ſchoſſen aus den ſonſt ſo milden Augen nicht auf den ungalanten Bock, ſen⸗ dern auf ihren unglückſeligen Führer.
„Das iſt abſcheulich!“ ſtotterte ſie mit zitternden Lip⸗
„Das kommt von Ihrem häßlichen Thiere!“
Die Hand des Doctors lag bereits am Säbelgefäße, und ſeine Augen folgten rollend dem davoneilenden Uebel⸗ thäter; durch eine Verfolgung deſſelben hätte er ſich aber noch lächerlicher gemacht, denn die Jäger hätten zweifellos ihren Liebling nicht ſeinem gerechten Zorne geopfert; auch fühlte er die Nothwendigkeit einer Entſchuldigung bei der tiefverletzten Miß Sarah, die er ſo ungeſchickt in ſeinen Fall verwickelt hatte, doch erſtarben ihm die Worte auf der gelähmten Zunge.
Die Dame ließ ihm nicht Zeit, ſich lange zu faſſen; da ſie alle Blicke auf ſich gerichtet ſah und das uur halb unterdrückte ſchadenfrohe Lachen gewahren mußte, hielt ſie es für das Beſte, ſich ſchnell von dem Platz ihrer Nieder⸗ lage zurückzuziehn, und nahm heftig den Arm ihrer ganz bleich gewordenen Mutter, mit der ſie ſich raſch entfernte; der Vater zeigte mehr Mitgefühl, denn er zögerte noch eine kleine Weile und ſagte dem Doctor ein paar Troſtesworte, dann ging auch er.
„Sein Sie froh, Doctor, daß es ſo gekommen iſt, denn ſonſt wären wir— auf Ehre!— Nebenbuhler ge⸗ worden,“ meinte der Lieutenant, noch zwiſchen Beſtürzung und Heiterkeit getheilt.
„O Gott, mein häßliches Thier!“ ſeufzte der Doctor ſchmerzlich.„Aber mein Wort darauf,“ fügte er in auf⸗ wallender Heftigkeit hinzu,—„die Beſtie ſoll geſchlachtet werden!“—
pen.
Folge. 59
Aber Hans wurde nicht geſchlachtet, obgleich der Doc⸗ tor ſich zu ſeiner Verzweiflung und ſtillen Wuth bald über⸗ zeugen mußte, daß Hans ihn um allen ſeinen guten Credit bei Miß Sarah und ihrer Familie gebracht hatte, ſo daß er von da ab dieſes Haus gänzlich zu meiden genöthigt war.
Hätte man den Jägern den Bock mit Gewalt entreißen wollen, ſo würde es eine Meuterei unter ihnen gegeben haben, denn eigentlich war er ihnen nach dieſem Vorfalle noch lieber geworden. Der Doctor raiſonnirte über den Unfug, der von einer regulären Truppe mit einem ſolchen Thiere getrieben werde, und hielt lange Reden darüber am Officierstiſche, den er nach dem Fehlſchlagen ſeiner Hei⸗ rathsſpeculation wieder eifrig in Anſpruch nahm, aber das Ergebniß war nur lautes Gelächter und Spottereien auf ſeine eigenen Koſten. Da er auf dieſe Weiſe nichts gegen Hans bewirken konnte, hielt er es endlich für das Beſte, zu ſchweigen, und mußte auch dem Anſcheine nach ſeine Rachegedanken aufgegeben haben, denn er ging dem Bocke von da ab ſchon auf hundert Schritte aus deim Wege und wurde jedesmal blaß, wenn von ihm geſprochen wurde.—
Die deutſche Legion wurde im Herbſte deſſelben Jah⸗ res aufgelöſt und zerſtreute ſich in alle Winde; ein Theil ging nach Amerika, ein auderer nach dem Cap der guten Hoffnung auf Veranlaſſung der Regierung, die von Neuem für dieſen Zweck warb, und der kleinſte nach der Heimath zurück. Was ſollte nun aus dem armen Hans werden, der nothwendig verwaiſen mußte?—.
Ein Paar rohe Leute ſchlugen vor, ihn zu ſchlachten und ſich von ihm ein leckeres Trennungsmahl zu bereiten, aber allgemeiner Unwille trat dieſem Vorſchlage entgegen. Keiner konnte Hans mit ſich fortnehmen, um ihm ein ſor⸗ genfreies Alter zu bereiten, deun Wenige waren, die da wußten, wo ſie in nächſter Zeit ihr eigenes Haupt nieder⸗ legen ſollten; ſelbſt die Officiere waren nicht ſo geſtellt, daß ſie irgend eine überflüſſige Ausgabe machen konnten.
Ein paar Jäger hatten einen kleinen Landbeſitzer unfern
Carmel reicht, trägt in den ſüdlichſten Gegenden die Dattelpalme;
noch reife Früchte. Weiter nordwärts kommen Südfrüchte und Getreide. Auf den Bergterraſſen wird der Weinſtock gepflegt; in Judäaa ſind Wein und Oel die Hauptproducte, und die Trauben, die im Garten des Sinaikloſters gezogen werden, ſetzen den Rei⸗ ſenden durch ihre Größe und Schönheit in Erſtaunen.
Aus alle dem erkennen wir, daß das Klima Paläſtina's ſeit 3300 Jahren keine merkliche allgemeine Aenderung erfahren hat, und daß die mittlere Jahreswärme für früher, wie für jetzt auf 17— 18° R. unbedenklich angenommen werden kann. Die Bal⸗ ſambäume des Tiefthales am todten Meere und der Anbau von Dattelpalmen, Zuckerrohr und Bananen zeigen, daß die Wärme nicht darunter ſinken, der Getreidebau wiederum deutet an, daß ſie nicht viel darüber ſteigen kann. Doch iſt das Getreide zu Grenz⸗ beſtimmungen nicht ſehr tauglich, und wir bedürfen es hier auch nicht dazu.
Sicherer lehrt uns die Erntezeit das allgemeine Klima. Die Juden feierten ehemals das Laubhüttenfeſt oder die Weinleſe An⸗ fangs October. Heut zu Tage werden die Trauben in der Um⸗ gegend von Jeruſalem ebenfalls Ende September oder zu Anfang October abgenommen. Vor Alters fiel die Schnittzeit in Palä⸗ ſtina zwiſchen April und Ende Mai. Neuere Reiſende haben in dem mittäglichen Theile dieſes Landes die Gerſte um den halben April ſchon ganz gelb angetroffen. Um Acre war ſie erſt den 13. Mai reif. Zur Vergleichung diene, daß in Aegypten, wo die Tem⸗ peratur viel höher ſteht, die Gerſte Ende April oder zu Anfang Mai geſchnitten wird.
Wir kehren nach Europa zurück. Hier haben die Nachrichten über ſtrenge Winter, welche uns in Chroniken ꝛc häufig überlie⸗
fert ſind, die Meinung hervorgebracht, es ſei ehemals auffallend kälter geweſen. Aber man darf nicht vergeſſen, daß unſere Vor⸗ fahren eben nur das Auffallende erzählen und daß ſtrenge Winter auch in neueſter Zeit vorgekommen ſind, wobei man nur an 1812 und 1855 erinnern darf. Die Donau, der Rhein, die Flüſſe in Gallien waren in römiſchen Zeiten zuweilen feſt gefroren; Hero⸗ dian ſagt uns von Soldaten, welche, anſtatt mit Krügen zum Waſſerholen an die Ufer des Rheins zu gehen, ſich mit Hauen be⸗ waffneten und die Stücke Eis abhackten, welche ſie in's Lager tru⸗ gen. Das hätte aber auch in allen folgenden Jahrhunderten ge⸗ ſchehen können; und daß ein italieniſcher Autor die nordiſchen Gegenden recht kalt ſchilderte, verſteht ſich von ſelbſt; wir machen es im Grunde mit unſern Uebertreibungen von der Hitze der Tro⸗ pengegenden und der Kälte des europäiſchen Nordens nicht viel beſſer. Arago hat ein Verzeichniß geliefert von Beiſpielen aus ſpäterer Zeit über das Gefrieren der Donau, des Rheins, der Rho⸗ ne, des Po, des adriatiſchen und ſelbſt des mittelländiſchen Mee⸗ res. 860 gefroren das adriatiſche Meer und die Rhone.
Das vollſtändige Zufrieren der Rhone in der Provence ſcheint aber mindeſtens eine Kalte von 15⁰ R. zu erfordern. Im Golf von Venedig entſtand in dem kalten Jahre 1709 eine Eisdecke, als das Thermometer in der Stadt auf— 160 R. gefallen war. Das Frieren der Rhone kehrt 1133, 1216, 1234, 1302, 1305, 1323, 1334, 1364, 1460, 1565, 1568, 1570— 71, 1603, ebenſo in neu⸗ eren Zeiten wieder. Der Po war 1133, 1216, 1234, 1594, 1709 und in andern Jahren gefroren. Bei der Donau iſt ein vollſtän⸗ diges Gefrieren eben ſo wenig ſelten; 1408, in dem Jahre, da das Eis ohne Unterbrechung von Norwegen bis Dänemark reichte, war ſie in ihrer ganzen Länge gefroren. Für den obern Theil derſelben


