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eines Landgutes in der engliſchen Grafſchaft Eſſex, eines Vermögens, das jährlich mindeſtens zweitauſend Pfund Reuten abwarf,— das war Miß Sarah. Und dieſes Mädchen hatte den dicken und keineswegs häßlichen Doc⸗ tor mit Augen augeblickt, in denen ein ganzer Himmel lag, ſie hatte in ihrer dankbaren Erregung ſeine Hand in die ihrige genommen und geſagt, ſie werde es ihm nie vergeſſen, daß er ihr die Mutter erhalten habe. Von dieſem Augenblicke war dem Doctor der Kopf verwirrt und ſchwer, ſeine ganze Figur hatte aber eine gewiſſe Schwung⸗ kraft erlangt, als trage er ſtatt einiger vierzig nur die Hälfte von Jahren auf dem Nacken; er hatte ſich ein Pferd gekauft und ritt an jedem Nachmittage nach dem Landgute, wo er immer ein lieber Gaſt war; ſeinen Dienſt verrich⸗ tete er vur mechaniſch, und man behauptet, er habe mehr als einmal die Pulver für die Kranken auf bedenkliche Weiſe verwechſelt, ſeine Cameraden und den Tiſch der Of⸗ ficiersmeſſe hatte er ganz vergeſſen und noch mehr den da⸗ mals ſo bitter verwünſchten Schafbock.
Daß er bald einmal auf den Gedanken kam, die ver⸗ ehrte Familie zu einem Beſuche des Lagers einzuladen, wenn eines der Nachmittagsconcerte ſtattfand, ihr die Ent⸗ faltung des ganzen militäriſchen Glanzes, zu dem er ja in ſeiner hochrothen, goldbetreßten Uniform auch einey kleinen Theil beitrug, und das ſo ſaubere Lazareth, ſein kleines Königreich, zu zeigen, war natürlich; ſeine Eitelkeit ſchmeichelte ſich auch nicht wenig mit dem Triumphe, den er am Arme der ſchönen Sarah,— denn der Vater mußte doch jedenfalls die Mutter führen,— vor den übrigen Officieren feiern würde. Man ſagte ihm bereitwilligſt zu, und er ſchwamm in einem Meere von Wonne.
An dem beſtimmten Tage, als unſere Muſik, von den Officieren, Mannſchaften und Hunderten geputzter Zuhö⸗ rer aus der Stadt eben ihr Spiel auf dem Waffenplatze begonnen hatte, ſahen wir zu unſerer Verwunderung den Doctor im Waffenrock, den unvermeidlichen Weißen und
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dem großen Hute mit ſchwarzer Feder eilig dem Portale zuſchreiten, das nach der Stadtſeite zu in der das Lager umgebenden Mauer augebracht war. Ein Paar von uns eilten ihm nach und fragten, was ſein Galaauzug bedeute, aber er verſicherte, daß er keine Zeit zu langen Antworteu habe, daß er ein Cabriolet mit ſehr vornehmen Gäſten vom Lande erwarte,—„wir würden ſchon ſehn,— er bäte um Entſchuldigung,— aber Adieu einſtweilen!“
Sein volles Geſicht ſtrahlte dabei von innerer Glück⸗ ſeligkeit, ſeine kleinen Augen funkelten.
Eine Viertelſtunde ſpäter bekamen wir ihn wieder zu Geſicht, und in der That waren wir erſtaunt, wo er das ſchöne Mädchen in der eleganten Toilette aufgegabelt habe, das an ſeinem Arme mit einem ſo naiven Zutrauen und mit ſo unvergleichlicher Anmuth hing; das Elternpaar kam weniger in Betracht, obgleich es in ihrem ganzen Aeußern nicht zu verkennen war, daß ſie ſich einer gediegenen Wohl⸗ habenheit erfreuten. Der Doctor warf uns verſtohlener Weiſe ein Paar triumphirende Blicke zu, grüßte einen Jeden von uns noch einmal ſo artig als ſonſt, damit wir ſeiner Dame den Gruß noch ehrfurchtsvoller erwiderten, blickte ſich dann aber doch immer etwas ſcheu um, woraus deut⸗ lich hervorging, daß ihm nichts unangenehmer geweſen wäre, als hätte man ſich im Vertrauen auf die genaue Bekanntſchaft an ihn und ſeine Begleiterin gedrängt.
Wir hatten einen Cameraden, einen Lieutenant, der immer voll toller Streiche ſteckte und deſſen Hauptver⸗ gnügen es war, ſeinen Freunden einen unſchuldigen Schabernack zu ſpielen, wo er nur konnte; er war ein hoher und ſehr hübſcher Jüngliug, den die ſchwarze Offi⸗ ciersuniform der Jäger vortrefflich kleidete. Leicht erreg⸗ bar, wie gewöhnlich, entzündete ſich auch ſein Herz ſofort an der ſtrahlenden Schönheit der jungen Dame, die den dicken Doctor ſo auffallend begünſtigte, und trotz unſerer Abmahnungen entſchloß er ſich, den Letzteren anzureden
Er fand ſich faſt immer in Geldverlegenheit und dennoch mußte er immer in Wien eine große Wohnung haben, um gleich den Pariſer Schriftſtellern glänzende Soiréen zu geben. Nebenbei be⸗
zog er im Sommer in Baden eine ſchöne Wohnung und ließ oft
beide leer, weil er auf Reiſen ging. Kurz, das Geld brannte ihm in der Börſe. Er wußte wohl immer Mittel und Wege ſich ſolches zu verſchaffen, er brauchte nur mehrere ſeiner humoriſtiſchen Aufſätze zu ſammeln und ſie einem Buchhändler zu übergeben. Jeder nahm ſie gern und bezahlte ſie gut. Auch an den reichen Banquiers Rothſchild und Sina hatte er Freunde, die ihn oft mit bedeutenden Summen unterſtützten; allein das Geld ging ſchnell fort, wie es kam, und die alten Schulden blieben unbezahlt, oder es wurde nur jener Theil davon berichtigt, wo ihm der Gläubiger mit Pfändung drohte.
Alrs ein Beiſpiel von ſeiner Verſchwendung mag Folgendes dienen. Er hatte in ſeinem„Humoriſten“ einen Zuckerbäcker ſehr gelobt, und dieſer ſandte ihm dafür eine ſchöne große Torte. Da er nun dieſe allein zu verzehren nicht im Stande war, ſo gab er am nächſten Abend ohne allen andern Anlaß, bloß dieſer Torte wegen eine Soirée, die ihm wenigſtens 50 Gulden koſtete.
Ich will noch zum Schluß einige von den weniger bekannten momentan ſchlagenden Witzen hier folgen laſſen, welche Saphir zuweilen ausſprach.
Es war hier in Wien eine hübſche Schauſpielerin, welche
ſchon ein paar ihrer Liebhaber zu Grunde gerichtet hatte. In unſerer Localſprache heißt„ausziehen“ Jemand an den Bettel⸗ ſtab bringen und es heißt auch die Wohnung verändern. Saphir begegnete einſt dieſer Schauſpielerin und fragte ſie, warum ſie ſo niedergeſchlagen ſei.
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ziehn,“ antwortete ſie. Und Saphir fragte darauf nicht: wohin? ſonder:„Wen denn?“
Baron Rothſchild begegnete einſt Saphir und fragte ihn, wie es ihm gehe? Dieſer klagte ihm ſeine Noth und Rothſchild er⸗ widerte:„Kommen Sie morgen zu mir und holen Sie ſich 300 fl. Baron Rothſchild unterſtützt Künſtler gerne.“ Saphir kam am folgenden Tage, und Rothſchild empfing ihn mit den Worten:
»Aha, Saphir, Sie kommen um Ihr Geld?“„Nein,“ antwortete
Saphir,„Sie, Herr Baron, kommen um Ihr Geld.“
Solcher Witze könnte man Tauſende anführen. Saphir hatte in ſeiner Jugend nur wenig Studien gemacht, dennoch hatte er ſpäter durch ſeinen Fleiß eine bedeutende literariſche Bildung erlangt. Da er ein geborner Jude war, ſpäter aber zur prote⸗ ſtantiſchen Religion überging, ſo hatte er die Eigenthümlichkeit, ſich alle ſeine Witze in hebräiſcher Schrift aufzumerken. Seine Handſchrift war übrigens kaum zu enträthſeln. 5.
Aus der Natur.
Die Anveränderlichkeit des Rlima's und Wetters.
Man hört alte Leute oft ſagen: In meiner Jugend waren die Sommer viel heißer und die Winter viel kälter. Zuweilen be⸗ haupten ſie auch das Umgekehrte zzes iſt eben eine allgemeine Mei⸗ nung, daß die Welt ſchlechter werde. Die Schwärmer für das, was man„Cultur“ nennt, glaubenzumgekehrt, daß Alles mit Rie⸗ ſenſchritten einer überſchwenglichen Vollkommenheit entgegengehe. Der geiſtvolle Oerſted hat dagegen in einem kleinem Kalenderar⸗
„Ach Gott! ich muß ſchon wieder aus⸗ tikel nachgewieſen, daß die Klagen über zunehmende Kränklichkeit


