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dort zu Lande die meiſten ſeiner Brüder verfallen, nämlich geſchlachtet zu werden, wofür der Beſitzer nach altem Her⸗ kommen, damit doch die Race der Böcke auf der Inſel nicht ganz ausſterbe, nur ſechs Schillinge Hamburger Geldes zu zahlen hat. Unſer Held wuchs alſo bis zug ſeiner ſtatt⸗ lichen Höhe heran, ſpielte mit den weißen Lämmern auf dem grünen Raſen der Felſenklippe und benahm ſich oft ſo unbändig, daß man auf der ganzen Inſel mißbilligend von ihm ſprach und ihn weit fort wünſchte; indeſſen wollte ſein Herr, ein luſtiger Kauz mit dem Grundſatze„Leben und leben laſſen“ ſich doch nicht entſchließen, ihn zu ſchlachten.
Wie er nun eigentlich ein Liebling mehrerer deutſcher Jäger geworden war, wiſſen wir nicht, doch konnte ſich eine Bekanntſchaft leicht anknüpfen, da er ſich Tag und Nacht im Freien umhertrieb, ſehr zutraulich gegen Menſchen war und Helgoland ſo klein iſt, daß jedes Auge auf ihn fallen mußte. Soldaten ſchaffen ſich gern ein Spielzeug, da ſie im Ganzen viel von der Laugeweile geplagt werden, und die Neigung ganzer Corps hat ſich ſchon oft Thieren zu⸗ gewandt; man findet oft Hunde, die einem ganzen Batail⸗ lon augehören, von ihm verpflegt werden und jeden ein⸗ zelnen Mann deſſelben, aber gewiß keinen andern, als ihren Herrn betrachten; die Zuaven haben ihre Katzen, unſer Lager in der Türkei wimmelte von denſelben Thieren und obenein einer Unzahl von Schildkröten, die ganz zahm umherliefen, und die Jäger auf Helgoland ſchenkten ihre Neigung dem ſchwarzen Schafbocke. Endlich mußte aber geſchieden werden, und die zur Einſchiffung beſtimmten Compagnien ſtanden bereits am Strande und warteten des Signals, in die Boote zu ſteigen, als ſich ein lautes Jauch⸗ zen der lieben Jugend vernehmen ließ und ſcharfen Trabes, von lautem Schreien und Würfen mit Mützen und kleinen Steinen verfolgt, der ſchwarze Bock ſich eine Bahn durch das Gedränge der Zuſchauer in die Reihen der Soldaten brach. Ob ihn allein der Trennungsſchmerz von ſeinen
Dritte
Folge. 5³ Freunden oder die Begierde, die Welt zu ſehn, oder gar heldenmüthige Begeiſterung, zum Kampfe mit auszuziehn, hierher getrieben hatte, läßt ſich ſchwer entſcheiden, die Soldaten legten ſeinem Erſcheinen aber die edelſten Be⸗ weggründe unter und empfingen ihn mit lebhafter Freude und lautem Gelächter.
„Laßt uns den Bock mitnehmen!“ hieß es überall, und ſein bisheriger Herr, ebenfalls ein Freund der Scheiden⸗ den, hatte um ſo weniger etwas dagegen, als er auf dieſe Weiſe den Störenfried auf den Weiden am beſten los wurde.
Eine große Laufbahn war unſerm Helden eröffnet. In der Eile umwanden ein Paar luſtige Frauen ſeine Hörner mit Laub und ſteckten flatternde bunte Bänder daran, geduldig ließ er ſich in das Boot führen, blickte ſeine heimathlichen Felſen noch einmal wehmüthig an und blökte dabei, und dann ſchiffte er hinaus auf die See fremden Ländern, vorausſichtlich Kampf und Ruhm ent⸗ gegen.
Hans— ſo nannte man ihn kurzweg,— befreundete ſich ſchnell mit dem Militärleben und war in Kurzem der Liebling von Officieren und Mannſchaft; er hatte in jede Baracke, in jedes Zelt Zutritt, und nicht allein die Leute des Jägercorps, ſondern auch die aller übrigen Regimen⸗ ter, mit denen daſſelbe zuſammenlag, intereſſirten ſich für ihn und ſteckten ihm ſo viel Brod zu, daß er ein noch viel behäbigeres Ausſehen als früher bekam. Wenn ich nicht irre, erzählt Capitain Marryat in einem ſeiner See⸗ romane, daß ſich au Bord eines Kriegsſchiffes ein Ziegen⸗ bock befunden habe, der eine wahre Leidenſchaft für den Rum gefaßt hatte und ſich bei jedesmaliger Austheilung deſſelben ſeine Portion holte; ſo ausſchweifend war der Bock von Helgoland nun freilich nicht, indeſſen nahm er den Thee der Soldaten, beſonders wenn derſelbe mit Milch vermiſcht war, ſehr gern, und es mag auch wohl vorge⸗ kommen ſein, daß dabei ein kleiner Zuſatz von Rum mit
Früchte; vielfach feiert man ſogenannte Kirſchfeſte, in Schwaben gibt das Kochen von Pflaumenmus Veranlaſſung zu allerlei Volksbeluſtigungen und ſelbſt bei der ernſten puritaniſchen Bevöl⸗ kerung Neuenglands wird das Aepfelſchälen und Anreihen der Aepfelſtückchen zum Trocknen Urſache heiterer Feſtlichkeiten.
Die Europäer haben verurſacht, die daheim geſchätzten Obſt⸗ arten auch nach den Colonien zu überſiedeln, welche ſie in andern Erdtheilen anlegten; es hat ſich aber nur in der gemäßigten Zone der hierauf gewendete Fleiß belohnt. Schon an der Küſte des Mittelmeeres in Nordafrika ſcheint es unſerm Kern⸗ und Stein⸗ obſt zu heiß zu ſein, obſchon in Kleinaſien und in der Umgebung des Kaspi⸗Sees dieſelben Bäume herrlich gedeihen, ja die meiſten ihre Heimath haben mögen. Bei Tiflis ſind Apfel⸗, Kirſch⸗, Aprikoſen⸗, Pfirſich⸗ und Wallnußbäume in größter Schönheit. Die Aprikoſe ſoll aus Armenien, die Pfirſiche aus Perſien ſtammen; da letztere aber bereits in den älteſten Sagen der Chineſen eine Rolle ſpielt, dürfte ſie vielleicht einen weitern Verbreitungsbezirk haben. Sie hält ſich vorzugsweiſe mit dem Weinſtock in ihrer Verbreitung zuſammen und mag in der eigentlichen heißen Zone eben ſo wenig gut fortkommen wie dieſer, wenigſtens keine ſchöne Frucht erzeugen. Wie bedeutend auch die Pfirſiche in einzelnen Landſchaften wird, ergibt ſich, wenn man erfährt, daß z. B. in der Gemeinde Montreuſe in Frankreich ſich 500 Familien befinden, die ſich ausſchließlich von der Cultur dieſer Frucht erhalten. Jede derſelben verkauft während ſechs Wochen im Jahre täglich 1000 Stück der ſchönſten Pfirſichen. 2
Schon auf Madeira werden Aepfel und Birnen ungenießbar, ſauer, die Pfirſiche holzig. Die Aprikoſe gedeiht noch am ſchönſten. Es ſcheint, als ob bei der geſteigerten Hitze die Früchte
reiften, ehe ſie Zeit gewinnen, hinlänglich Zucker zu bilden. Daſſelbe gilt für das tropiſche Amerika, Braſilien und Mexico. Auch die Weinbeeren bleiben in letztgenannten beiden Ländern ſauer.
Ein ſehr günſtiges Gebiet dagegen haben unſere Obſtſorten in den mit verwandtem Klima begabten Vereinigten Staaten Nordamerika's gefunden. Im Staate New⸗York gewinnt man Pfirſichen, die ſich durch ihre Größe ſowohl als durch ihre Süßig⸗ keit auszeichnen. Einzelne Sorten von Birnen ſtehen in Geſchmack und Schönheit den beſten franzöſiſchen nicht nach; nur Pflaumen und Zwetſchen ſind ſchlecht. Von Aepfeln hatte man 1854 ſo viel geerntet, daß ſie wohlfeiler waren als Kartoffeln. In Rocheſter, einer Stadt jenes Staates, dürfte wohl die größte Baumſchule und Handelsgärtnerei ſein, welche überhaupt exiſtirt. Sie gehört den Herren Ellwanger und Baroy, umfaßt 1200 Acker und be⸗ ſchäftigt 300 Perſonen. In den geeigneten Zeiten werden täglich 35,000 Augen eingeſetzt. In einem Jahre wurde unter andern ein Stück mit 90,000 Kirſchbäumen veredelt. Ee halber Acker Birnenſämlinge enthielt mindeſtens eine Million Bäumchen. In den Rebhäuſern werden 10,000 Stück Reben gezogen. Die fruchttra⸗ genden Gewächſe ſind über 225 Acker vertheilt, das übrige Areal kommt auf die Cultur von Roſen, Georginen, Wellingtonien ꝛc.
Wahrhafte Wunderdinge erzählt man von den Ergebniſſen, welche man bereits in wenigen Jahren in Californien in der Obſtcultur hervorgebracht hat. Birnbäume trugen bereits 28 Monate nach der erſten Pflanzung Früchte à 14 bis 17 Loth ſchwer und 9 Zoll im Umfange. Ein Birnbaum in San Joſé trug ein Jahr nach dem Veredeln Früchte von 13 bis 14 Zoll im Umfang. Von 4 alten Birnbäumen verkaufte ein Obſtzüchter


