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haben, konnte ich vicht genau erfahren, ich habe viel von Spionage und Landesverrath munkeln gehört, will aber nichts darüber geſagt haben.“
Mit dieſen Worten erhob ſich der Doctor und verließ unter dem Vorwande, daß er noch mehrere Patienten be⸗ ſuchen müſſe, die Schenke.
Auch die übrigen Gäſte hatten nicht Luſt, länger zu bleiben, das wichtige, unerhörte Ereigniß des Tages nußte ja in weiteren Kreiſen beſprochen werden, und ſo ſah ſich denn Marie bald allein in dem kleinen kühlen Stübchen. Auch auf ſie hatte die Botſchaft des Doctors tiefen Eindruck gemacht, ſie wußte jetzt, daß Albert ſich dem Gerichte oder dem Könige perſönlich geſtellt hatte, dafür lieferte ja die Verhaftung der Richter den ſicherſten Beweis. Und nun ſie wußte, daß dies geſchehen, daß Albert nicht landesflüch⸗ tig geworden war, zweifelte ſie auch nicht mehr daran, daß er einſt zu ihr zurückkehren würde. Wohl fragte ſie ihr Herz jetzt im Stillen, wie es ihn dann wohl empfangen würde, und die Antwort darauf war gewiß eine gute, denn ein freudiges Lächeln flog über ihr Antlitz.
Auf der Straße wurde es jetzt von Minute zu Minute lebendiger, und Marie trat aus Fenſter, um dem Treiben der Menge zuzuſchauen. Sie bemerkte nicht, daß inzwiſchen ein Fremder eintrat, der, nach ſeiner beſtaubten Kleidung zu ſchließen, fern her gekommen ſein mußte, ſah nicht, daß derſelbe ermüdet ſich an einem Tiſche niederließ und ſie un⸗ verwandt auſchaute. Erſt auf ſein wiederholtes Rufen wandte ſie ſich um, überraſcht ſprang der junge Mann auf, und im nächſten Augenblicke lag das freudebebende, er⸗ glühende Mädchen in ſeinen Armen, am Herzen des heiß⸗ erſehnten Geliebten.— Es währte geraume Zeit, ehe der erſte Freudenrauſch einer ſtilleren, ruhigen Freude gewichen war; endlich erhob Marie ihr Haupt, trocknete die naſſen Augen und führte dann den Geliebten in ihr eigenes trau⸗
liches Stübchen, wo ſie ungeſtörter plauderu konnten als
Folge. 41 unten in dem Schenkzimmer, welches heute Abend voraus⸗ ſichtlich ſehr ſtark beſucht wurde.
Marie vergaß es, den Geliebten zu fragen, ob er die Schuld geſühnt habe, ihr Herz war zu voll der Freude über die Wiedervereinigung, als daß ſie an ihr damaliges Gelübde hätte denken können. Ja, als Albert ihr frei⸗ willig die Verſicherung gab, daß der große König ihn von der Schuld an einem Morde frei geſprochen habe, nahm ſie keine beſondere Notiz davon, ſie las es ja in den heiteren, leuchtenden Augen des vor ihr Sitzenden, daß es in ſeiner Seele wieder ruhig geworden war. Nachdem Marie er⸗ zählt hatte, daß ſie an deniſelben Tage, an dem Albert von ihr geſchieden ſei, ihre Wauderung nach Breslau an⸗ getreten und hier auch gleich nach ihrer Ankunft ihre jetzige Stelle erhalten habe, berichtete auch Albert ſeine Erlebniſſe.
Er war ſeinem Vorſatze getreu nach Berlin gegangen, hatte dort nach mannigfachen Schwierigkeiten eine Audienz bein: Könige erlangt und dieſem Alles offen und wahrheitsgetren geſtanden. Der alte Fritz hatte beim erſten Theil des Be⸗ richts das ſeelenvolle, durchbohrende Auge feſt und ruhig auf ſeinen ehemaligen Kriegsgefährten gerichtet, bei der Stelle aber, wo Albert den Gerichtshof der Ungerechtigkeit und Beſtechlichkeit beſchuldigte und dies durch Anführung des von ihm gefällten Urtheilsſpruches beweiſen wollte, war der große Monarch von ſeinem Sitze aufgeſprungen, einigemal haſtig in ſeinem Cabinet auf und abgegangen und dann mit den barſchen Worten an den Ankläger her⸗ angetreten:
„Weiß Er auch, was Er da ſagt? Ich werde ſtrenge Unterſuchung befehlen und bis zur Beendigung derſelben Ihn nach Spandau ſchicken;— wehe den feilen Schurken, wenn Seine Anklage gegründet iſt, hat Er aber gelogen, ſo koſtet's Ihm den Kopf, das merke Er ſich vorab.“
Albert hatte den Blick des Königs feſt ausgehalten und dann in ſeinem Berichte fortgefahren.
„Er iſt alſo ein Mordbrenner!“ war der alte Fritz,
würden funfzig dieſer Gentlemen ſich ein Vergnügen daraus; machen, den damned Dutchman über Bord zu werfen. Alles, was Sie thun können, iſt, ruhig ſtehen zu bleiben, Ihre Frau nicht los zu laſſen und nicht eher in's Waſſer zu ſpringen, als durchaus nothwendig iſt. Ich werde bei Ihnen bleiben. Helfen Sie mir, wie ich Ihnen helfen werde, wenn wir eine Kataſtrophe erleben ſollten.“
Eva ſchmiegte ſich ängſtlich an mich; ſie zitterte.„Sei rubig, gute Eva, es wird Alles gut werden.“
„Ich bin ruhig,“ antwortete ſie.
Scott rauchte gemüthlich ſeine Cigarre, Schmid wiſchte ſich den Schweiß vom Geſicht,— die übrigen Paſſagiere wetteten unter einander auf die beiden Schiffe, die Damen winkten mit den Tüchern und ſchienen von einem kriegeriſchen Geiſte beſeelt.
Das furchtbare Heizen unter dem Keſſel hatte indeſſen fort⸗ gedauert; die Flamme ſchlug aus den Schornſteinen, die Räder peitſchten den Strom, wir flogen den Fluß hinab. Ich konnte gerade auf die Feuerthür des James Lucas ſehen. Die Heizer warfen Schinken, Speckſeiten, Fetttonnen in’'s Feuer und grölten ihr wildes, entſetzliches Hujujui.„Five dollars to each of you, boys, if we catch her,“ rief der Capitän des James Lucas. „Ten dollars, boys, if you let her behind,“ brüllte unſer Capi⸗ tän;„Hujujui,“ grölten die Heizer. Neue Fettmaſſen wurden in's Feuer geworfen. Wir verloren ſichtlich,— James Lucas kam uns von Minute zu Minute näher. Er holte uns ein und fuhr unmittelbar neben uns. Man konnte bequem von einem Boote auf das andere ſpringen. Die Schiffe zitterten bei der raſenden Geſchwindigkeit der Räder; die Kamine glühten.
Da erfolgte ein Stoß. Der Lucas war auf eine Sand⸗
bank gefahren. Daß das Schiff nicht in der Mitte abbrach, war ein Wunder.„Hurrah!“ riefen die Paſſagiere des Carrier,
aber in der nächſten Secunde ſaßen auch wir feſt.
Wer Hände hatte, der ergriff eine Stange, um das Boot loszuſchieben; die Räder peitſchten rückwärts; wir waren flott, aber auch der James Lucas war flott.
Die Wettfahrt ging mit neuer Wuth vor ſich. Die Ufer flogen an uns vorüber; Häuſer, die Meilen weit vor uns zu liegen ſchienen, waren im Augenblick ebenſo weit hinter uns.
Eine gute Stunde mochten wir ſo gefahren ſein; keins der Schiffe wollte nachgeben, keines gewann einen Vorſprung. Der Lucas hatte früher angefangen zu„heizen“ als wir, daher ſeine anfänglich größere Geſchwindigkeit.
Plötzlich erfolgte ein Knall. Unſer Keſſel war geplatzt. Das halbe Vorderdeck, das Lootſenhaus und faſt das ganze Hurricanedeck flogen in die Luft. Eva ſtieß einen leiſen, wim⸗ mernden Schrei aus und ſchlang beide Arme um mich.
Dirtfinger und Scott waren verſchwunden; Schmid lag vor meinen Füßen. Er erhob ſich wieder und blickte wie betäubt um ſich. Das Schiff drehte ſich, da blies uns feuriger Dampf entgegen, es ſtand in hellen Flammen. Ein Schrei des Entſetzens er⸗ füllte die Luft; brennende Weiber ſtürzten ſich in den Fluß. Männer und Kinder, Neger und Weiße beteten auf den Knieen und drängten ſich gegenſeitig in den Miſſiſſippi. Die Hitze war unerträglich; der Rauch drohte uns zu erſticken.„Können Sie ſchwimmen?“ fragte ich Schmid.„Ja,“ antwortete er. „Dann nehmen Sie die lange Bootſtange und ſpringen Sie zu⸗ erſt. Ich folge mit Eva nach; ſie muß gerettet werden.“ Schmid drückte mir die Hand und ſprang hinab. Er kam nicht wieder


