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ahrg. Nr. 2.]
ſichh beſchäftigt fühlt und wenn ihnen der Hülfsbedürftige
und ich weiß es eben ſo weuig; aber wie es mir ſcheint, kann kein rechtſchaffner Mann ſich ihm nähern und ihn kennen, ohne ſich für ihn lebhaft zu intereſſiren. Er brauchte gar nicht König zu ſein und er würde doch durch die exem⸗ plariſche Reinheit ſeines Lebens, ſeine Thätigkeit, ſein ſo feſtes Vertrauen in Alles, was gut iſt, die Wärme dieſer Einbildungskraft, die noch in Gährung iſt, ohne noch ihr Ziel gefunden zu haben, die Stärke und Aufrichtigkeit aller dieſer Illuſionen, in denen er trotz aller bereits er⸗ fahrenen Täuſchungen behagrt, Jedermann rühren. Er iſt wie ein junger und unbekannter Baum, der aus einer andern Gegend der Welt gekommen iſt und der viele Un— fälle und Stürme zu beſtehen hatte, ehe er zu uns ge⸗ langen konnte. Jetzt beginnt er, ſeine erſten Knospen und Blüthen zu treiben; man weiß aber noch nicht, welche
Literariſche Briefe
Vorſchule der Menſchenkeuntniß, von Bogu⸗ mil Goltz. Berlin, Vogel. 1862.
Sie kennen den Autor ſchon, der immer mehr Verbrei⸗ tung in der Literatur gewinnt. Er hat Recht, wenn er „die Leute“ als die eigentliche Welt betrachtet, zu welcher er redet.
Die Leute ſind nicht ſo ſchlimm; aber: Trau, ſchau,
wem! denn des Menſchen Trachten iſt böſe von Anbeginn. Die Menſchen ſind auch nicht ganz unehrlich, aber wenn die Narren zu Markte gehn, ſo freuen ſich die Kaufleute, und weun die geſcheidten Leute nicht die Augen aufmachen, ſo werdeu ſie ihnen„ausgewiſcht.“
Wo es ſich um Mein und Dein handelt, gibt es auch unter Geſchwiſtern und Eheleuten einen verzwickten Proceß. Die Leute ſind ſogar fremden Menſchen gefällig, wenn ſie eben in der gefälligen Laune angetroffen werden und wenn ihre Eitelkeit ſich geſchmeichelt oder ihre Einbildungskraft
ſelbſt oft genug gefällig geweſen iſt. Aber die Gefällig⸗ keiten müſſen gleichwohl den guten Freunden nicht aus Leben und nicht an den vollen Geldbeutel gehen, denn Freunde in der Noth gehen hundert auf ein Loth!
Die Leute müſſen abſehen, daß unſere Wohlfahrt ihnen Nutzen, Dank und Ehre bringt. Die geforderte Hülfe muß ihren Herzensmuskel kitzeln, ihr Gewiſſen beſchwichtigen oder ihren Gewohnheiten eutſprechen. Sie darf weder ihren Luxus, noch ihren Comfort, z. B. ihre Verdauung, alte⸗ riren; auch nicht in ihre miſanthropiſchen Launen fallen. Sind dieſe Bedingungen erfüllt, dann helfen ſie uns mit dem, was ſie bequem entbehren können. Sind wir aber unbequeme oder deſpective Perſönlichkeiten, verſpricht unſer Wiederaufkommen kein eclatantes Reſultat, nehmen wir eine rein menſchliche Theilnahme in Anſpruch, klagen wir den Leuten unſer Leid öfter oder nachdrücklicher, als ſich mit ihrem Phlegma und ihrer Antipathie vor Unglück⸗ lichen verträgt, ſo iſt Geriugſchätzung und Widerwille das Reſultat.
Früchte er bringen wird. Ich hoffe indeſſen, mich nicht von meiner väterlichen Liebe haben täuſchen zu laſſen, wenn ich glaube, daß die Ernte ſchön und gut ſein wird.“
Es hat der Vorſehung nicht gefallen, dieſe Ernte rei⸗ fen zu laſſen, zu der dieſer junge König, deſſen kurze Re⸗ gierung für Portugal eine ſehr glückliche war, allerdings berechtigte. Man darf ſich indeſſen der Hoffnung hinge— ben, daß die von ihm für die Entwickelung ſeines Landes entworfenen Pläne, die ſelbſt auszuführen ihm nicht ver⸗ gönnt war, mit ihm nicht zu Grabe getragen worden ſind, denn ſicher wird Dom Luiz I., ſein Nachfolger, die Tradi⸗ tionen und Tugenden deſſelben, dem er nicht bloß durch die Bande des Blutes verbunden, ſondern, was ihm weit mehr zur Ehre gereicht, deſſen intimſter Vertrauter und theuerſter Freund er auch war, fortſetzen. C.
von Otto Banck.
Die Leute haben zwar kein beſonders böſes, aber doch nur ein ſehr bedingungsweiſe gutes Gemüth, und wenn wir ihnen unſer ganzes Herz ausſchütten, ſo gelten wir ihnen als Narren und Schwächlinge, ſo halten ſie es kaum der Mühe werth, das aufzuheben, was wir ihnen de⸗ und wehmüthig zu Füßen gelegt, falls ſie ſelbſt Erdengötter und Glückliche ſind.
Das Schlimmſte iſt aber, daß die Hülfeſuchenden, die Vertrauenden und Geſchädigten, die Leute, welchen die Rolle des Ambos zugefallen iſt, ganz ſo nichtswürdig werden, als ihre Schädiger und Tyrannen, ſobald das Ge⸗ ſchick aus ihnen ſelbſt die Hämmer und Herren macht. Der Menſch verträgt weder Machthaberei noch Glück.
Die Leute ſind nicht ganz und auf allen Punkten ſo ſchlimm, wie ſie der Hypochonder, der eitle Menſchenfeind und der von ſeiner Philanthropie zurückgekommene Enthu⸗ ſiaſt verſchreit. Sehr wahr! Die Leute ſind vielmehr ſo verzweifelt mittelmäßig, daß ihre Narrheiten und⸗ Nichtswürdigkeiten ſelten einen acuten Charakter und kur⸗ zen Verlauf haben, ſondern ſich in einer chroniſchen Miſére hinſchleppen, deren Heilung einer Trockenlegung der ponti⸗ niſchen Sümpfe gleich erachtet werden darf.
Die Leute ſind allerdings weder Erde noch Waſſer, weder Flüſſiges noch Feſtes, weder Berg noch Thal, auch nicht Feuer oder Koth, ſondern ſo ein recht mittelmäßiger, hübſch durcheinander gekneteter, nie ins Klare zu bringen⸗ der Miſchmaſch von allen möglichen, guten wie böſen, närriſchen wie geſcheidten, tugendhaften und taugenichtſigen Fetzen, die für den Teufel zu gut, für den Himmel zu nichtswürdig ſind——
Dieſer Miſchmaſch von guten und böſen Eigenſchaf⸗ ten, von Dummheit und Raffinement, von Egoismus und Sclavenſinn, von Träumerei und Trivialität, von Wil⸗ lensſchwäche und Charakterzähigkeit iſt bei der großen Maſſe zu einem Filz von Praktiken verwoben, den kein Denker mehr auseinander zupfen kann. Es gibt für dieſe mittelmäßigen Alltagsleute keine wiſſenſchaftliche Menſchen⸗
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