Jahrgang 
01-14 (1862)
Seite
25
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Nr. 2 Dritte

Ihr etwa, ich thäte dies ſo gerne? Als ich hierher kam, es mögen jetzt drei Monate hex ſein, ſagte mir mein Herr, der Graf, ich ſollte einſtweilen die alte Förſterwohnung in ſeinem Schloſſe beziehen, er könne das Mädchen, deſſen Vater ihm ſo manchen Dienſt geleiſtet habe, nicht ſo ohne Weiteres aus dem elterlichen Hauſe treiben. Ich that dies, und als ich am nächſten Tage den Wald durchſtreifte und bei dem Mädchen anſprach, mußte ich mir geſtehen, eine ſo ſchmucke Dirne noch nie geſehen zu haben. Das Uebrige könnt Ihr denken, es dauerte nicht lange, war ich zum Raſendwerden in ſie verliebt, und das Mädchen muß mein werdeu, koſte es, was es wolle; verſteht Ihr? Einige Tage nach meiner Hierherkunft mußte mein Herr nach Breslau; einer ſeiner Bauern nämlich hatte die unglaub⸗ liche Frechheit gehabt, ihn dort beim Gericht anzuklagen. Ich weiß nicht, ob Ihr von dem Proceſſe gehört habt, ge⸗ nug, der Graf ward von Rechts wegen freigeſprochen und ihm ſogar das Recht zuerkannt, den frechen Lümmel, ſeinen Kläger, züchtigen zu dürfen. Der Kerl eutwiſchte ihm aber auf dem Transport und iſt bis jetzt, trotz der Prämie, die mein Herr auf ſeinen Kopf geſetzt hat, noch nicht wieder eingefangen worden. Der Graf wüthete, als er von Bres⸗ lau wieder zurückkam, und einige Tage ſpäter ſtellte er der ſchönen Marie, ſo heißt nämlich das Förſtermädchen, die Wahl, entweder mich zu heirathen oder das Haus ihres Vaters mit Zurücklaſſung ihrer ganzen Habe zu verlaſſen. Nach Ablauf der vierwöchentlichen Bedenkzeit bat ſie um neue Friſt, der Graf bewilligte nochmals vier Wochen und, als dieſe ebenfalls ohne Reſultat verſtrichen waren, eine weitere und letzte Friſt von vierzehn Tagen, die morgen früh abgelaufen iſt. Aber wenn Ihr glaubt, das Mäd⸗ chen wird vernunftgemäß handelu und meine Hand wäh⸗ len, irrt Ihr ſehr; bis heute hat ſie ſich noch ſtandhaft ge⸗ weigert, und ich bin überzeugt, morgen früh wird ſie ihr Bündel ſchnüren und ruhig von dannen ziehen.

Glaubt Ihr? warf der Jude ein,das Mädchen

Solgt. 25 b

müßte toll ſein, wenn es ſo handelte, oder habt Ihr viel⸗ leicht einen Nebenbuhler?

Allerdings, entgegnete der Förſter,und zwar keinen Anderen als eben jenen Bauernlümmel, der derzeit den Grafen vor's Gericht gefordert hat und ſich jetzt, Gott weiß in welcher Herren Ländern, vagabundirend herum⸗ treibt. Marie hat mir dies geſtern mit der größten Ruhe erklärt, und ich ſehe wohl ein, daß ich auf dem Wege der Güte nicht zu meinem Ziele kommen werde, ich muß Ge⸗ walt anwenden.

Und was wollt Ihr thun? fragte der Jude haſtig.

Nun, das Einfachſte wird ſein, daß ich Gewalt brauche, und dazu bedarf ich Eurer Hülfe. Einmal ſo weit, wird Marie ſich ſchon entſchließen, mich als Gatten anzuerken nen, die Liebe findet ſich nachher von ſelbſt.

So entwickelt einmal Euren Plan, entgegnete der Jude,iſt er ausführbar, will ich meine Hülfe zuſagen, natürlich muß dabei etwas für mich abfallen.

Das verſteht ſich, flüſterte der Förſter,ſo hört deun. Ihr haudelt doch auch mit Medicamenten und habt ein wirkſames Pülverchen für einen Schlaftrunk? Nun wohl, fuhr er fort, als der Jude bejahend nickte,Ihr werdet alſo am Abend jenes Haus betreten und um einen Trunk Waſſer bitten. Geht ſie hinaus, um deuſelben zu holen, ſo packt inzwiſchen Eure Sachen aus und ſeht Euch um, ob Ihr nicht irgendwo ein Gefäß mit Milch findet, dort hinein ſchüttet Euer Pulver; ſie ißt jeden Abend Milchſuppe, es kann alſo nicht fehl ſchlagen. Für das Andere laßt mich ſorgen.

Das läßt ſich hören, hob der Hauſirer nach einer Weile an,wie aber nachher? Kennt der Graf Euren Plan? Wird er ihn billigen?

Er hat ihn ſelbſt entworfen, erwiderte der Förſter, nur fehlte mir bis jetzt noch Jemand, der für den Schlaf⸗ trunk ſorgte. Wenn Ihr meinen Auftrag ausgeführt

nifest destiny) nicht entgehen, und nach und nach von der Erde verſchwinden, um der germaniſchen Race Platz zu machen. Dieſe Notizen wurden im Anfange des Jahres 1852 nieder⸗ geſchrieben, aber bis jetzt(1860) iſt ſchon eine große Veränderung eingetreten. Das Volk des Requas, ſo wie es oben beſchrieben iſt, hat aufgehört zu exiſtiren. Schon 1852 drang bis zu ihnen die ſogenannte Civiliſation, Ackerbauer und Viehzüchter nahmen Beſitz von den ſchönen Flächen und Weidegründen; die Schiff⸗ fahrt auf dem Klamath ſtörte den Lachsfang, der Knall der Feuergewehre verſcheuchte das Wild, ſo daß der Indianer Fluß, Wald und Wieſe verlor, ſogar die Eicheln mit den Schweinen der Anſiedler theilen mußte. Dieſes, ſo wie das übermüthige Benehmen der amerikaniſchen Anſiedler, die ſich für berechtigt halten, jeden Indianer zu beleidigen und zu kränken, vertrieb ſie aus ihren Wohnſitzen in die Berge, wo ſie mit großer Noth zu kämpfen hatten. Von Hunger getrieben tödteten ſie einiges Rindvieh, wurden aber dafür mit Büchſe und Tomahawk ver⸗ folgt, und ihre Zahl ſehr vermindert. Sie lernten Luxus, Kleider, Decken kennen und gaben dafür, was ſie an Fellen hatten. Dazu vergiftete der Miſſionär noch ihr Gemüth, indem er ſie an der Einheit Gottes zweifeln machte und ihnen, ſtatt ihrer ein⸗ fachen, für ſie paſſenden Religion, eine Menge für ſie unverſtänd⸗ licher Dogmen vorpredigte. Nun hat ſich die amerikaniſche Re⸗ gierung ihrer angenommen, und führt ſie auf langſamem, aber ſicherem Wege ihrer Ablöſung entgegen. Sie hat nämlich die Indianer auf ein für ſie reſervirtes Grundſtück(Indian Reserve) beſchränkt, ihnen Werkzeuge, Geräthe und Säͤmereien gegeben, und zwingt ſie, die freigeborenen Söhne der Wildniß, Bauern zu werden. 9

Aus der Gegenwart. Einige Züge aus Irving's Leben.

Ueber dieſen berühmten Romanſchriftſteller erzählt ſein eige⸗ ner Verleger manches Intereſſante im Magazin des Auslandes.

Es ſind nur Fragmente, wie wir ſie geben, doch um ſo beleb⸗ ter. Der Berichterſtatter erzählt:

Als Irving 1845 nach London kam, hatte ich Gelegenheit, ihn näher kennen zu lernen. Ich hatte für ihn und einige Freunde ein Diner veranſtaltet, und letztere darauf aufmerkſam gemacht, daß Irving die Gewohnheit habe, beim Eſſen zuweilen einzuſchla⸗ fen. Die Unterhaltung wurde und blieb ſehr intereſſant, und Ir⸗ ving nahm ſoviel Antheil, daß ich ſchon glaubte, er werde munter bleiben, als eine kleine Pauſe uns entdeckte, daß unſer geachteter Gaſt doch ein wenig nickte. Ich glaube, dies that er jahrelang, und zuletzt brachte er es oft zu nicht weniger als vierzig Schläf⸗ chen(winks) während einer Mahlzeit.

Der Contract mit ſeinen Verlegern lief im Jahre 1845 ab, und ſeine Werke blieben von da an fünf Jahre liegen. So über⸗ raſchend es auch jetzt ſcheinen mag, iſt es doch wirklich wahr, daß Irving glaubte, ſeine Werke ſeien aus der Mode und todt, da ſich Niemand fand, ſie wieder herauszugeben.

Als ich mich 1848 in New⸗York wieder niedergelaſſen hatte, machte ich Anſtalt, eine neue Auflage herauszugeben. Ich machte ihm einen Vorſchlag in einer kurzen Zuſchrift, nur als vorläufige Anfrage. Aber er nahm ihn ſofort an, ohne das Geringſte daran zu ändern. Ich begnüge mich hier, nur zu bemerken, daß die Zahl der Bände, die ich ſeitdem von Irving's Werken druckte, ſich auf

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