Jahrgang 
01-14 (1862)
Seite
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22 Uoveilen-Zeitung.[VIII Jahrg.

Der Sterbende, unfähig zu ſprechen, ergriff die Hand ihn ſofort verfolgen würde, den Forſt verlaſſen, weil dieſer ren, me des Bruders, legte ſie auf ſein brecheudes Herz, warf noch ihm keine genügende Sicherheit gewährte, und ſich in ein Schloß einen Blick voll unausſprechlicher Liebe auf ihn und ſank anderes, entferntes Dorf begeben, wo er ſich bis zum Abende gründet dann entſeelt zurück. in einer Scheune aufhielt. Nicht die Furcht vor der Preuße

Albert drückte ihm ſanft die Augen zu und erhob ſich, Strafe hatte ihn bewogen, die Flucht zu ergreifen, aus an⸗ ſehen um mit der theuern Leiche den blutbefleckten Schloßhof zu deren Rückſichten war ihm um die Erhaltung ſeines weſſen verlaſſen. Lebens und ſeiner Freiheit zu thun. Der Tod des Bru⸗ des Gr

Der Graf hatte der vorhergegangenen Scene mit tri⸗ ders hatte ſein ganzes Weſen verändert und ſeinen Ge⸗ Schme umphirendem Hohne zugeſchaut.Behauptet Er nun noch danken, die ſich bis dahin ausſchließlich nur mnit der Gelieb⸗ V immer, ich habe Seinen Bruder gemordet? hob er jetzt an, ten beſchäftigten, eine ganz andere Richtung gegeben. ſolche ich glaube nicht, daß Er das Recht dazu hat. Er hat Glühender Rachedurſt beſeelte ihn, nur nach Rache ging da d vielmehr meiner Gerechtigkeit vorgegriffen und ſelbſt Seinen ſein ganzes Sinnen und Trachten, ſie war die alleinige ſtand Bruder erſchoſſen. Aber jetzt komnit die Reihe an Ihn, Feder, die ſein Herz in Bewegung hielt. Der ſicherſte ſchla fuhr er fort,die Sprache, welche Er gegen mich, ſein Ober⸗ Weg, dieſen Zweck zu erreichen, ſchien ihm die Empörung ſolch haupt, geführt hat, berechtigt mich, Ihm funfzig Peitſchen⸗ der Bauern gegen den Grafen, er war überzeugt, wenn er würd hiebe aufzählen zu laſſen; ich denke, die Lehre wird Ihm gut ihnen die Gräuel berichtete, die heute im Schloſſe vorge⸗ thun und ſein heißes Blut abkühlen. fallen waren, würden ſie in hellen Haufen hinziehen, das mutk

Meint Ihr? entgeguete Albert, deſſen Sauftmuth Schloß erſtürmen und anzünden, und in dieſem Tumulte er ſi und Schüchternheit einem glühenden Durſt nach Rache ge⸗ mußte es ihm dann leicht werden, ſeine Rache an der Per⸗ kone wichen war,bevor man den Pelz verkauft, muß man den ſon des Schloßherrn zu befriedigen. Je länger er dieſem berr Fuchs haben! Mit dieſen Worten hatte er die Flinte er⸗ Plane nachſann, je greller ſeine glühende Phantaſie den fern griffen, die bei dem unglücklichen Schuſſe ſeinen Händen Erfolg deſſelben ausſchmückte, deſto leichter ſchien ihm das beine entfallen war, und mit dem Kolben den erſten Knecht, der Gelingen deſſelben. Spät am Abende verließ er ſeinen odh ihm in den Weg trat, niederſchlagend, ſtürzte er, ehe die Verſteck und kehrte auf wenig betretenen Seitenwegen in habb Anderen ihn daran hindern konnten, auf die nur ange⸗ ſein heimathliches Dorf zurück. Aber noch keine Stunde m lehnte Pforte zu und war im nächſten Augenblicke in dem war er dort, als er auch ſchon einſah, daß er ſich verrech⸗ A Gebüſche, welches dicht ans Schloß ſtieß, verſchwunden. net hatte und einen andern Plan entwerfen mußte, wenn ree

Vor Wuth ſchäumend, ſprang der Graf auf, aber ob⸗ er ſeinen Zweck erreichen wollte. Wohl ballten die Bauern Daahr ſchon er nur um einige Minuten ſpäter mit ſämmtlichen bei ſeiner Erzählung die Fäuſte, wohl murmelten ſie Ver⸗ Scut Knechten und Hunden in den Forſt drang und denſelben wünſchungen über das Schloß⸗und deſſen Bewehner, dabei wn nach allen Richtungen hin durchſuchen ließ, gelang es ihm aber blieb es auch. Keinem von ihnen fiel es ein, mit den 12 doch nicht, den Entflohenen wieder einzufangen, oder auch Waffen das Schloß zu erſtürmen, oder gar an die Perſon Guj nur eine Spur demſelben zu eutrecken; nach einer mehr⸗ des Grafen Hand zu legen, und als Albert ſie dazu auf⸗ deut ſtündigen, mühevollen Jagd mußte er unverrichteter Sache forderte, ſeinen Plan entwickelte und ſie zur Ausführung en ins Schloß zurückkehren. deſſelben anfeuerte, erhoben ſich die Stimmen ſämmtlicher G

Albert hatte, in der richtigen Vorausſetzung, daß man Anweſenden gegen ihn. Es ſei ſchon wahnwitzig einen

8 0. 4 einem die Erde nicht hineinfalle. Dann ſtellen ſie die Breter, die zur einige Stück Fiſch oder dergleichen hineingelegt, dann glühende nit S Außenwand des Hauſes dienen ſollen, dagegen, befeſtigen ſie in Steine hineingeworfen, bis die Speiſe gar iſt. Eine andere WWgtage den Boden, und legen dann das Dach auf, wozu immer die bei vielen Indianern jener Küſte, ſogar noch bei denen in Nord⸗ Gſoht a ſchönſten und längſten Breter gewählt werden. Der Eingang mexico gewöhnliche Weiſe, Fleiſch durch Feuerhitze gar zu machen, uten beſteht nur aus einem runden Loche von 3 Fuß Durchmeſſer, iſt ſelbſt von vielen megicaniſchen Pflanzern und Viehzüchtern 1uhe welches von innen durch ein breites Bret zugelegt werden kann. adoptirt worden. Man gräbt nämlich ein rundes Loch in die 2an Im Innern des Häuschens an den Seitenwänden liegen ihre Erde, umlegt den Rand deſſelben mit loſen Steinen und unter⸗au kleinen Vorräthe, Geräthſchaften und Brennholz, und quer hält dann in dem Loche ein lebhaftes Feuer von trockenem Rriſige Sſe durch das Haus unter das Dach legen ſie lange höͤlzerne Stan⸗ Wenn auf dem Boden des Loches ſich etwa ſechs Zoll heiße ſche guiſ gen, worauf getrockneter Lachs, Stoͤr und andere Fiſche, ſo wie und glühende Kohlen geſammelt haben, wirft man das Fleiſch dinei Fleiſch und andere Vorräthe lagern oder daran hängen. In hinein, legt darauf die Steine, die faſt glühend ſein müſſen. ketgg der Mitte der Hütte iſt der Feuerplatz, von welchem der Rauch und deckt die Grube mit Erde und Raſen zu. Dieſes geſchieh erhißt gerade aufſteigt, um durch die Spalten und Ritzen im Dache gewöhnlich am Abend, und am andern Morgen wird es wicder ſtwn zu entweichen; die Wärme theilt ſich der ganzen Hütte mit ausgegraben. Das Fleiſch iſt dann auswendig verkohlt und voll das g und macht es den Bewohnern behaglich. Wenn ſich die In- Aſche und Erde, aber nachdem dieſe ſorgfältig abgeſchabtiſ in⸗ Wanerdn dianer ſchlafen legen, ſo kehren ſie den bloßen Rücken dem Feuer det man das Fleiſch ſchmackhaft und ſaftig, da durch Verdam⸗ w a zu, und bedecken ſich vorne mit einer Wildhaut. Einige In⸗ pfung nichts verloren gegangen iſt. ähen do dianer haben neben ihrem großen Häuschen noch ein kleines, Die waſſerdichten Körbe machen ſie aus den angen zäh 3 da welches faſt ganz mit Erde bedeckt und nur von der eigentlichen Wurzeln einiger Nadelhölzer, die ſich leicht ſpalten aſlna hae deſe Hütte aus durch eine kleine Oeffnung zugänglich iſt; dieſes dient ſie mit den Zaͤhnen thun, dann ſchaben ſie dieſelben mit 1 uſ hon mehr ihnen als Schwitzkammer und wird dadurch erhitzt, daß glühende ſchalen glatt und gleichmäßig. Die Körbe, worin ſie huen Sehr Steine hineingebracht werden, worauf ſie Waſſer gießen, um ſo Wanderungen Vorräthe und auch die Kinder tragen, ſo wie k. mit! heiße Dämpfe zu erzeugen. Die Hausgeräthe dieſer Indianer jenigen, die dazu dienen Fiſche, Wurzeln und andere Rahrungen ſehen ſind ſehr einfacher Arr und beſtehen faſt nur aus, Körben, ſchar⸗ mittel aufzubewahren, ſind nicht ſo dicht geflochten. auch 5 en ander fen Steinen und Muſchelſchalen. Im Korbflechten ſind ſie ſehr dazu wohl Weidenruthen verwandt. Als Meſſer zum Zellegen goße geſchickt, und ihre Körbe ſind ſo dicht, daß ſie nicht allein als von Fiſch und Fleiſch dient eine zweckmäßig geformte und Hor gebra Waſſerbehälter, ſondern auch als Kochtöpfe gebraucht werden ſchliffene Muſchelſchale, welche die Frauen ſehr geſchickrä Ler können. Um ſie in letzterer Eigenſchaft zu gebrauchen, werden handhaben verſtehen, und womit ſie in kurzer Zeit a gr n larc

ſie natürlich nicht auf's Feuer geſetzt, ſondern mit Waſſer gefüllt, Lachs in dünne Scheiben zerſchneiden. Ihre Axt beſte 6

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