Jahrgang 
01-14 (1862)
Seite
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Dritte Folge.

Stamme; iſt der Vater ſchlecht, kann man nicht erwarten, die Thiere und die Pflanzen für alle Menſchen geſchaffen, i der Tochter große Tugenden zu finden, aber ſelbſt wenn nicht für den Einzelnen, und ich werde mir meinen Antheil Jas Mädchen auch tugendhaft wäre, möchte ich ſie doch daran nicht vorenthalten laſſen.

4 aicht, um nicht einen SchurkenSchwiegervater nennen zu müſſen. Nach dieſen Worten nahmier die Jagdflinte des Vaters

fung.

bekannt, erwiderte Albert nach einer ¹ einem Diener nur zu raſch Schlechtes nach, weun ſein Herr in keinem guten Rufe ſteht.

ſein mag, wird micch dies doch nicht abhalten, dem Mäd⸗ chen die Treue zu halten, die ich ihm gelobt habe. Ich V fann nicht von Marie laſſen, ſie hat mir ihr Herz gegeben, yr ganzes Vertrauen auf mich gegründet, ich werde es icht täuſchen. Thue, was Du nicht laſſen kaunſt, entgegnete Karl hig, während er das Schloß der Flinte mit Oel tränkte, h werde ebenfalls mein Vorhaben ausführen, und koſtet anir auch den Kopf. Eine unbeſtimmie Ahnung, noch mehr aber das finſtre, glüyende Auge des Bruders ſagte Albert, daß deſſen Vor⸗ 35 en kein rechtliches war; ängſtlich ſah er dem Beginnen Karl's zu, der, nachdem er das Schloß in Gang gebracht hatte, die Flinte über die Schulter warf und das Pulver⸗ horu einſteckte. 4 Du willſt doch keinen Mord begehen? fragte er. Mord? entgegnete der Bruder,nein, bis dahin

iſt man Plan noch nicht gediehen! In der Nothwehr iſt es erlaubt, einen Menſchen zu tödten, und ein Todtſchlag iſt noch immer kein Mord, das merke Dir! Dort oben in den Zülchen hauſt viel Wild, fuhr er nach einer Weile in gleich⸗ igen Tone fort,und nach meiner Meinung gibt's kein zeres Unrecht als das Jagdrecht.

Mir iſt über den alten Förſter nichts Nachtheiliges tigeres Wort als dieſes! Weile,man ſagt herum, Niemand hegt, Niemand pflegt es, Niemand kann Anſpruch auf ein ausſchließliches Eigenthumsrecht über daſ⸗ 1 ufe Aber ſelbſt wenn dies auch ſelbe machen, folglich kann auch Niemand Wild ſtehlen. wäre, wenn der Förſter auch ſo ſchlecht iſt, als ſein Herr Wer hat dem Grafen das Recht gegeben, das Wild als ſein alleiniges Eigenthum zu erklären und deu zu be⸗

Du willſt Wilddieb werden? fragte Albert be⸗

ſtürzt.

Wilddieb? entgegnete Karl verächtlich,wer das

dor 7 7 3 f ſ 1- r en Prü⸗ 8 C 9.. 91. von der Wand und unterwarf dieſelbe einer genauen Prü⸗ Wort erfunden hat, war ſicherlich einer dieſer reichen, ade ligen Schurken! Wilddieb! Ich ſinde kein unvernünf

Das Wild läuft allenthalben frei

ſtrafen, der ebenfalls Anſpruch auf daſſelbe macht? Wir Bauern ſollen zu Allem ſchweigen, wenn die Hirſche und Eber unſre Felder verwüſten und in unſre Gärten brechen,

ſollen wir zuſehen und ſchweigen!

Albert ſprang auf und trat dem Bruder, der eben die Stube verlaſſen wollte, in den Weg.Und wenn Du auch Recht hätteſt, ſagte er,iſt es nicht beſſer, Unrecht leiden, als Unrecht thun? Denke an die grauen Haare unſrer Mutter und ſtürze Dich nicht muthwillig in Gefahren, die über uns Alle Schande bringen könnten!

Hältſt Du mich für ein Kind? entgegnete Karl auf⸗ brauſend.Glaubſt Du, ich habe dies Alles nicht ſchon längſt bedacht? Nein, nein, mache Dir meinetwegen keine Sorge, mich fängt man ſo leicht nicht, und nun laſſe mich gehen, bevor es völlig Nacht wird. Der Graf wollte auf meine gerechte Forderung nicht hören, ſo ſoll er denn jetzt aus ſeinem eignen Beutel unſre Viehſtälle füllen, und nebenbei fällt auch noch mancher gute Brocken für uns ab, wir haben ſo ſchon ſeit langer Zeit kein ſaftiges Stück Fleiſch mehr im Topfe gehabt. Aber noch eins, fuhr

Unſer Herrgott hat ler ruhiger fort, währeud er die Hand auf die Schultern

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Mein Freund Jakob empfing nun die Scheidemünzen, die er⸗ raus zu bekommen hatte. Er hatte das eingekaufte Brödchen in eine Taſche geſteckt und wollte fortgehen, zem großen Brode, den er ſchon in weiter Ferne glaubte, hinter

ſtehen ſah.

ſilWas machſt Du denn da? fragte die Bäckersfrau den leinen Knaben, von dem ſie ebenfalls geglaubt hatte, daß er ſchon arigegangen ſei.Biſt Du mit Deinem Brode nicht zufrieden? 1D, doch, Madame! ſagte der Kleine.

Nun wohl! dann bringe es Deiner Mama, lieber Kleiner. Wenn Du zögerſt, ſo wird ſie glauben, Du habeſt Dich auf der Straße beluſtigt, und Du wirſt ausgeſcholten werden.

Das Kind ſchien ſie gar nicht gehört zu haben. Etwas ſchien ſeine ganze Aufmerkſamkeit in Anſpruch zu nehmen. Die Bä⸗ cersfrau näherte ſich ihm und indem ſie ihm ganz freundlich einen Klapps auf die Wange gab, ſagte ſie zu ihm:

Woran dinkſt Du denn, anſtatt Dein Brod nach Hauſe zu

tragen?. Madame, ſagte der kleine Knabe,wer fingt denn hier?

Hier ſingtſliemand, ſagte die Bäckersfrau. Doch, ſaſte der Kleine.Hören Sie doch: Cuie, cuie,

Hören

uie, cuic!

Die Bäckerizund mein Freund Jakob horchten nun, ſie hörten per weiter nicht! als den Refrain einiger Hausgrillen, der ge⸗ vöhnlichen Gäſtzin den Häuſern, in denen ſich Backöſen be⸗

inden. fnIſt es ein Wgelchen, ſagte der Kleine,oder ſingt vielleicht

wenn man ſie auf

das Brod, währet es bäckt, wie die Aepfel, dem Ofen bratet?

die Bäckerin zu ihm,

Nein, nein, Du kleine Einfalt, ſagte Backſtube, weil man

es ſind die Hausgrillen. Sie ſingen in der

als er den Knaben mit eben in dem Backofen Feuer angemacht hat und der Anblick der

Flammen ihnen Freude macht.

Hausgrillen! ſagte der arme Knabe;nennt man ſie nicht auch Heimchen?

Allerdings, ſagte die

Bäckersfrau ganz freundlich.

Das Geſicht des kleinen Knaben belebte ſich.

Madame, ſagte er, indem er über die Kühnheit ſeiner Bit⸗ te ſelbſt errötbete,ich würde mich recht freuen, wenn Sie mir ein Heimchen ſchenken wollten. Ein Heimchen, ſagte die Bäckerin lächelnd;was willſt Du denn mit einem Heimchen machen, lieber Kleiner? Geh, wenn ich Dir alle geben koͤnnte, die im Hauſe ſich finden, ſo würde es

bald geſchehen ſein. 5

O Madame, ſchenken ges, wenn Sie ſo gut ſein wollen, ſagte das Kind, indem es ſeine

Hände über dem großen Brode faltete.Man hat mir geſagt,

daß die Heimchen den Häuſern Glück bringen, und vielleicht wird

Mama, die ſo vielen Kummer hat, nicht mehr weinen, wenn wir

i Heimchen zu Hauſe haben.

Mein Freund Jakob ſah die Bäckerin an, eine ſchöne Frau mit friſchen Wangen, welche mit der Rückſeite ihrer Schürze ihre Augen abtrocknete. Hätte mein Freund Jakob eine Schürze ge⸗

habt, ſo würde er wahrſcheinlich es eben ſo gemacht haben.

Und warum weint Deine arme Mama denn? ſagte mein Freund Jakob, der ſich nicht länger enthalten konnte, ſich in die Unterredung zu miſchen.

Wegen der Rechnungen, mein Herr,

ſagte der Kleiner

Sie mir eins davon, nur ein einzi⸗