———— a-—— 8²4 Noveneen⸗Zeitung.[V. Jahrg. „Und zerriſſen!“ rief ſie ſchmerzlich.„Ich möchte Euch ch, und ich kann, ich VII.
Beide mit gleicher Liebe umfangen, a
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Kinde— Du haſt unſ bracht, ein Opfer, Bernhard, Du kannſt ſtill um mich trauern,
Und Du, Bernhard, Du großmüthiger Deine Zukunft ſein? Du häugſt an mir und Deinem hielt. Er war bleich und aufgeregt.
Mehrere Tage waren nach jenem Abende verfloſſen, der ein ſo wichtiges Geheimniß dem Rentier und der armen Antonie enthüllt hatte. Da trat eines Abends Emil Hai⸗ den in das Zimmer ſeiner Gattin, die ſich mit Agnes unter⸗
Emil iſt gut, aber eiferſüchtig; erführe er, Raub der Verzweiflung. Mann— was wird
arf es nicht. aß Du noch lebteſt, er würde ein
ſerm Glücke ein großes Opfer ge⸗ aber kalt das
deſſen nur ein ſtarker Mann fähig iſt—„Verlaß uns, mein Kind,“ bat er artig, ich muß den junge Mädchen. Die verwunderte Mutter führte die Tochter in den Vorſaal, dann kehrte ſie zurück. „Emil,“ fragte ſie,„was haſt Du?“ odt bleiben für Das ſchöne Weib hatte die nackten vollen Arme ge⸗ die Welt, wenn ich nicht als ein ehrloſer Betrüger gelten keeuzt und ſah den Mann mit ängſtlichen, ſchmachtenden will. Damals bedachte ich die Folgen meines Unterneh⸗ Blicken an. Emil wich dieſen Blicken aus, er wußte, Dich glücklich machen.“ welche Gewalt ſie auf ihn ausübten. die Sirene darf
Kummer verbergen, der mir am Herzen nagt, ich darf ihn
nicht einmal der Tochter mittheilen!“ „Beruhige Dich, armes Weib!“ ſa
ſchieden der erſte Gatte.„Ich muß ja t
gte feſt und ent⸗
mens nicht; ich wollte ja nur „Wir bleiben noch einen Monat in dieſer Stadt, dann„Ich muß feſt bleiben,“ dachte er;„ reiſen wir in das Seebad.“ mich nicht einſchläfern, indem ſie mir von Liebe ſingt.“ „Antonie, ich verlange nur Eins von Dir!“ Sie ergriff ſeine Hand und führte ihn zu dem Sopha⸗ „O, fordere, fordere, mein lieber Freund!“„Immer noch Mißtrauen?“ fragte ſie in den ſanfteſten eilen ſehen und ſprechen— gib Tönen.„O, Dir ſteht es an der Stirn geſchrieben, mein enn Dein Herz von Kummer und Zwei⸗
„Laß mich Dich zuw zu betrachten— ich will geliebter Freund, w fel gequält wird.“
mir Gelegenheit, meine Tochter für ewig Abſchied von Euch nehmen, um jenſeits des f „Antonie, ſeit wir in dieſer
Oceans todt zu bleiben. Du biſt ohne Schuld, mir aber
iſt es Pflicht, das zu tragen, was ich heraufbeſchworen zwiſchen uns, wie es ſein ſoll.“
habe— ich hätte in meinem Grabe bleiben ſollen! Geh!„Habe ich meine Pflichten, meine Ehre verletzt?“
Antonie, geh', daß der Erſtandene nicht Dein Glück zer⸗„Unſerer Liebe, die mein einziges Glück auf dieſer
trümmere.“ Welt ausmacht, droht eine ſchwere Gefahr, wenn Du Ge⸗ heimniſſe vor mir birgſt. Und Du birgſt Geheimniſſe—
„Wir ſcheiden no arme Frau. bekenne es!“ „Kannſt Du mich ohne Gefahr ſprechen, ſo benach⸗„Haſt Du Dorner geſprochen?“ richtige mich— Du kennſt meine Wohnung!“„Nein!“ Sie verließen raſch das Cabinet und den Keller. Auf„So ziehe ihn zur Rechenſchaft.“ „Er hat meinen Beſuch nicht angenommen.“
Stadt ſind, iſt nicht Alles
ch nicht für immer!“ rief weinend die
dem Markte trennten ſie ſich nur mit einem Händedrucke. Joſeph Dorner ſuchte die Geſellſchaft nicht wieder auf; er„Weil er feig iſt wie jeder Verleumder.“ ging ſinnend nach ſeinem Hoͤtel zurück. Emil Haiden ſah ſeine Frau beſtürzt an. 21. deſſelben Monats erſchienene Blatt
Das zweite darauf am
Aus der Geſchichte. enthielt Folgendes: 4 Zeitenſpiegel.„Warſchau, am 19. December. Am 10. trafen Se. Majeſtät Corriger la for 1 der Kaiſer der Franzoſen und König von Italien hier ein, und „Corriger la fortume f lte von nur einigen Stunden Höchſt⸗
ſetzten nach, einem Aufentha Die Berichte der franzöſiſchen oder der von franzöſiſcher ihre Reiſe nach Paris fort.“. Macht gouvernirten Zeitungen ſind ſtets ſo merkwürdig ge⸗„Glogau, am 12. December. Heute Abends iſt der Kaiſer weſen wie jetzt und haben immer die Kunſt verſtanden, wie Napoleon in Begleitung des Ober⸗Stallmeiſters Herzogs von manche Spieler am Farotiſch,„Wahrheit und Glück zu corrigiren.“ Vicenza in Schlitten von der großen Armee hier eingetroffen. Intereſſant iſt ein Blick auf die Zeitungsberichte nach der Schlacht Se. Majeſtät ſetzten nach ganz kurzem Aufenthalte Allerhöchſt⸗ an der Bereſina, von welchen uns G. von Struenſee einige ihre Reiſe über Dresden nach Paris fort.“ mittheilt. In der ſchleſiſchen Zeitung ſtand am 19. Decbr.:„Dresden, am 14. December. Nachdem Se. Majeſtät der „Tagesbefehl⸗ Königsberg, am 7. December. Der Oberſt Ana⸗ Kaiſer Napoleon nach den am 26. und 29. v. Mts. an den Ufern tole von Montesquivu, Kammerherr des Kaiſers und Adjutant der Bereſina dem Feinde gelieferten ſiegreichen Treffen die große Sr. Durchlaucht des Prinzen von Neufchatel, reiſet ſo eben hier Armee am 5. d. Mts. verlaſſen haben, ſind Allerhochſtdieſelben durch und bringt die Nachricht von einem Siege an der Bereſina, ganz unvermuthet dieſen Morgen um 3 Uhr, bloß von dem verrn welchen der Kaiſer am 28. v. Mts. über die vereinigten Armeen Herzog von Vicenza und zwei Ordonnanz⸗Officieren begleitet. ddes Admirals Tſchitſchagow und des Generals Wittgenſtein allhier angekommen. Nach einer zweiſtündigen Unterre una mi crfochten hat. An dieſem ewig denkwürdigen Tage haben die Sr. Majeſtät dem Könige haben Se. Majeſtät der Kalſef ſchon Ruſſen 8 Fahnen, 12 Kanonen verloren, auch baben wir 5000 um 8 Uhr Morgens am heutigen Tage Dero Reiſe nach Paris
Gefangene gemacht. Der Herr von Montesquion bringt die fortgeſetzt.“ 4 Fahnen nach Paris; bei ſeiner Abreiſe befanden ſich Se. Majeſtät Eine ähnliche Nachricht aus Leipzig m
n im höchſten Wohlſein. Die Armee kehrt nach Wilna zurück, wo Ankunft und Abreiſe Napoleon’s no ſſie ſich bei den zahlreichen Magazinen von den erduldelen Stra⸗ Tages. Der wabre Thatbeſtand von der Schlacht an der Bere⸗ pazen erholen wird. Zwei Tage vor dieſer Affaire mußten die ſina und die Vernichtung des franzöſiſch
Ruſſen, welche gezwungen waren, die Brücke bei Boriſow in land konnte nicht kühner maskirt werden. Eile zu paſſiren, den größten Tbeil ihrer Bagage zurücklaſſen.. Der Chef des Generalſtabes des Gouvernements von Preußen.— Cardineau.“
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