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Nr. 50.]
„Was iſt Dir, Emil?“ fragte die Dame, die nachläſ⸗ ſig in dem Sopha lag.„Schon dieſen Nachmittag hat ſich Deiner eine ſo trübe Stimmung bemächtigt, daß ſie ſelbſt meinem Vater aufgefallen iſt.“
Emil blieb ſtehen und ſah die ſchöne Frau mit ernſten Blicken an.
„Antonie,“ begann er,„es iſt nicht Alles zwiſchen uns, wie es ſein ſoll. Es waltet ein Geheimniß ob, das Du mir zu verbergen ſuchſt.“
„Ein Geheimniß?“ fragte Antonie verwundert.
Emil ließ ſich ihr gegenüber auf einem Stuhle nieder. Seine Blicke ruheten mit Schmerz auf der ſchönen Frau, deren Beſitz ſeiner Eitelkeit ſtets geſchmeichelt hatte. Er war nicht mehr der glühende, ſchwärmeriſche Liebhaber von fünfundzwanzig Jahren, ſondern der ruhige, geſetzte Ehe⸗ mann, ein poſitiver Menſch, der nur das redet, was er zu⸗ vor überlegt hat. Wir fügen noch hinzu, daß Emil Hai⸗ den ſich für einen ſtarken Geiſt hielt, für einen Mann, der Vorurtheile verlachte und Herkömmlichkeiten verſpottete. Eine gewiſſe Zähigkeit ſeines Charakters erſetzte die Tugend der Conſequenz, mit der er ſich gern brüſtete.
„Wir ſind nun ſechs Jahre verheirathet, Antonie,“ ſagte er ruhig;„ich wußte, daß Du Witwe warſt und eine Tochter hatteſt, als ich Dir meine Hand reichte. Dein Vater erzählte mir das Unglück, das Du in Deiner erſten Liebe gehabt, und Du ſprachſt die Hoffnung aus, in der zweiten einen Erſatz dafür zu finden. Heute muß ich Dich fragen: haſt Du ihn gefunden, Antonie? Bin ich Deinem Herzen, das, wie Du ſagteſt, keine Erinnerungen mehr birgt, ſtets genug geweſen?“
Antonie ſchüttelte lächelnd das reizende Köpfchen.
Mein lieber Freund, ſtatt der Antwort richte ich eine Dich: haſt Du Dich in den ſechs Jahren unſerer ang über Deine Frau zu beklagen?“
„Vielleicht!“
„Emil!“ fuhr Antonie auf.
„Du haſt eine Erinnerung in Deine zweite Ehe mit hinübergenommen, die Du für Dich allein bewahrſt. Es hat in den ſechs Jahren keinen Augenblick gegeben, der Dich hätte veranlaſſen können, mir ein Wort über Joſeph Dorner zu ſagen!“
Antonie zuckte ſichtlich zuſammen.
„Joſeph Dorner!“ wiederholte ſie leiſe.
„Iſt Dir der Mann etwa unbekannt?“
„Nein!“ antwortete ſie feſt.„Ich kenne Dorner ſeit dem Tode meines erſten Mannes. Ich will Dich nicht be⸗ lügen, Emil— aber Dorner ſteht nicht etwa zu mir, ſon⸗ dern zu meinem Vater in Beziehung.“
„Aber er ſucht Dich zu verdächtigen.“
„Wohl möglich, denn er haßt Dich und mich.“
„Ich habe den Mann ein Mal geſehen—“
„Dich, weil Du mein Gatte biſt, und mich, weil ich Deine Gattin bin. Er warb um mich— ich wies ihn ab.“
„Du haſt mir nie ein Wort davon geſagt, Antonie!“
Sie ergriff ſeine Hand und flüſterte in einem weichen Tone:
„Ich bin nicht eitel genug, um mit kleinen Triumphen zu prahlen, und vorzüglich meinem Manne gegenüber, dem ich ſo wenig Schwächen als möglich zeigen möchte. Daß ich Dir den Vorzug gegeben, iſt ein Beweis meiner Liebe zu Dir— ich nenne ihn jetzt, da Du die Sache einmal kennſt; aber ich würde mich nie darauf berufen haben, da ich Dir wohl auf andere Weiſe zeigen kann, daß ich mein ganzes Glück in Deinem Beſitze finde. Dorner iſt ein Geck, den ich wohl bemitleiden, aber nicht lieben kann. Und nun, mein Freund, antworte mir offen: beſitze ich Dein Vertrauen? Ehrſt Du die Gründe, die ich Dir für das Verſchweigen dieſer Angelegenheit angegeben habe?“
Emil, der ſtarke Mann, fühlte ſich vollkommen von der Stichhaltigkeit der Gründe überzeugt, als Antonie ſeinen Hals umſchlang und ihm einen langen Kuß auf die Lippen drückte. Der Mann iſt ſtets im Nachtheile, wenn
der Gelehrte bei der Lampe Schimmer jene Räthſel der egypti⸗ ſchen Pyramiden und Grabdenkmäler entwirrt, ſo überweiſt unſere Zeit die Entwirrung dieſer modernen Keilſchrift dem Studium der Kinderphilologie, welche ihre Aufgabe ſo richtig gewiß, wie das Gelehrtenthum die ſeinige, löſen wird.“
Wäre die Broſchüre mit ihren ſorgfältigen Zeichnungen auf 37 Blättern ohne Vorrede erſchienen, ſo würden wir geglaubt haben, ſie ſei für diejenigen Irrenhausbewohner geſchrieben, an denen nichts mehr zu verderben iſt, da ſie der Arzt für unheilbar erklärt hat. Jetzt ſtellt ſich aber das Unglaublichſte heraus, daß nämlich die in unſerer Zeit graſſirende Rebus⸗Krankheit ſogar gegen die geiſtige Geſundheit unſchuldiger Kinder losgelaſſen werden ſoll. Die bekannte Verlagshandlung, welche ſich ſonſt durch treffliche und ſolide Unternehmungen auszeichnet, hat wohl
ht bedacht, was das heißt.
Der Rebus iſt im Durchſchnitte nichts weiter als eine geſuchte.
Zuſammenſtellung der albernſten Spitzfindigkeiten, die als ein ganz unlogiſches geſchmackloſes Mixtum Compoſitum in hiero⸗ glyphiſche Räthſelform gebracht iſt. Wer den gehörigen Fond von Trivialität und ochſenköpfiger Ausdauer mitbringt, hat den Schlüſſel dazu. Aber jede Geſellſchaft, die nur noch Verſtand genug beſitzt, um ein Geſpräch über das Wetter oder über die Weisheit der Politik führen zu können, wird vor einer ſolchen Beſchäftigung blamabler Fadigkeit zurückſchaudern.
Waäre es daher nicht ein wahres Attentat gegen den guten Geſchmack und ſomit gegen die Sittlichkeit, den unverdorbenen Kindern, deren Geiſtesentwickelung uns heilig ſein muß, mit dieſen pointeloſen Verſchrobenheiten zu Leibe zu gehen? Alle Eltern, welche ihren Kindern den herabziehenden Umgang mit
ſeinem Rebus geſtatten, müſſen entweder gedankenlos oder ohne höhere Moral ſein.
Etwas Anderes iſt es mit guten ſinnreichen Räthſeln in Worten. Ihre Auflöſung iſt zwar im Ganzen eine trockene Ver⸗ ſtandesbeſchäftigung, aber gerade deßhalb hin und wieder ange⸗ wandt der Jugend ſehr nützlich, indem dadurch die umſichtige Auffaſſungsgabe, der vergleichende Scharfſinn und das Schluß⸗ vermögen geübt werden. Wohlzumerken müſſen die Räthſel aber nicht ſo leichtfertig, ſchief und hohl wie gewöhnlich, ſondern durchaus correct und logiſch erdacht ſein. Es wäre eine ganz würdige Aufgabe, eine ſolche Sammlung mit ſtrengſter Auswahl zu veranſtalten.— O. B.
David Livingſtone. Erforſchungsreiſen im In⸗ nern Afrikas. Leipzig, Otto Spamer. 1860. . Der genannte Forſcher iſt in dieſem Werkchen, das den zweiten Band vom Buch der Reiſen und Entdeckungen bildet, ganz beſonders als Vorlage benutzt, und wir finden außer andern älteren und neueren Berichten die großen Forſchungen im ſüd⸗ lichen Afrika mit all ihren Naturmerkwürdigkeiten vorzugsweiſe berückſichtigt. Außer einer gekürzten, verſtändlicher ausgedrückten Darſtel⸗ lung, wie ſie ſich zur Belehrung der Jugend ſchickt, ſind durch Karten, Holzſchnittilluſtrationen und Tondrucktafeln dem Auge zahlreiche Anhaltepunkte gegeben, wie wir ſie bei ähnlichen Unter⸗ V nehmungen Spamers finden. Auch der gebildete Erwachſene kann in dieſen Erzählungen vielerlei Neues und Wiſſenswürdiges kennen lernen, und wenn die liebe Jugend allen Grund hat, froh darüber zu ſein, wie leicht


