Jahrgang 
28-52 (1859)
Seite
775
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1. Jahrg.

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Nr. 49.]

ſchöner ſein als hier? fragte Regine, indem ſie die Blicke Seligkeit, welche die Erde dem Himmel gleich ſtellt

über den blühenden Garten ſchweifen ließ, auf dem der Mond mit vollem Leuchten lag, und auf das ſtille Dorf, den ſchimmernden See, die bewaldeten Berge deutete, welche in Fluthen von Glanz und Duft, in einen Zauber unend⸗ lichen Friedens eingehüllt waren.Wo iſt eine wohn⸗ lichere, traulichere Stätte? und Ehrhardt folgte ihren Augen, die ſich in die theils vom Lampenlichte, theils vom

Mondenſchein erhellten Zimmer richteten, in denen es zwar

weder Marmor noch ſeidene Tapeten gab, die aber jene ge⸗ ſchmackvolle, elegante Gediegenheit und Wohnlichkeit zeigten, welche das Wort Comfort ſo gut bezeichnet.Wo iſt es friedlicher und glücklicher als hier? flüſterte ſie, indem ſie ſeine Hand auf ihr Herz legte und ihn mit einem ſo ſtrah⸗ lenden Blick innigſter Liebe anſah, der gerade, weil ſie mit dieſen Blicken nicht zu verſchwenderiſch war, eine eigen⸗ thümlich unwiderſtehliche Macht beſaß.Nein, ſagt mir nichts gegen mein altes, geſegnetes Pfarrhaus! fuhr Regine eifrig fortmir iſt es mit ſeinen engeren Räu⸗ men, ſeiner einfacheren Einrichtung vielmal lieber, als das weite, prächtige Schloß; ich möchte es nimmer verlaſſen, denn hier iſt mir mein Glück erblüht, und in einer Rein⸗ heit, einer Fülle, wie es wohl wenigen Sterblichen beſchie⸗ den iſt. Jede Stelle, jedes Plätzchen hier weiß mir von Deiner Liebe, Deiner nie endenden Fürſorge zu erzählen. Hier iſt es gut ſein, hier iſt's am beſten auf Gottes weitem Erdenrund, und keine Königin hat einen höheren Ehrenplatz, als ich an Deiner Seite, einen ſchöneren Thron, als Deine Regina in Deinem Herzen! Sie ſchwieg, auch Ehrhardt vermochte nicht zu ſprechen, aber jeder Zweifel, jeder Schaiten war aus ſeiner Seele verſchwunden; feſter, in⸗ niger legte er ſeinen Arm um ſie, und wie ſeine Augen hrend auf ſie niederblickten, das ſagte mehr als Worte.

hie Sterne, welche vom azurblauen Himmel ſo viel

d, Kummer und Groll überſchauten, weilten mit Freuden auf dem eben ſo ſeltenen als erhebenden Anblick,

deſſen Zeuge ſie waren, und ſahen neidlos auf die höchſte

die einer vollkommen glücklichen Ehe. Und ſo ſegne Gott das alte, liebe Pfarrhaus und ſeine Bewohner!

Aus dem Leben eines UVerbannten.

Von

E. Heuſinger.

Wer war wohl noch nie im Traume verliebt? Wie ſchön iſt der Traumgott, wenn er uns unter geliebten Zügen erſcheint; wenn er zu uns kommt lächelnd und ver⸗ klärt aus duftiger Ferne herſchwebend; wenn von ſeinen roſigen Lippen ein Name erſchallt, der in unſerem Herzen wiedertönt!.

Wie lieblich iſt der Traum, wenn er mit leichten Schritten uns nahet, über der Erde dahin ſchwebt, ohne ſie zu berühren, die Luft durchſchneidet, ohne ſie zu bewegen, ſich auf der Roſe niederläßt, ohne ſie zu knicken! Freund⸗ licher Traumgott, Du beſuchſt den Palaſt wie die Hütte; Du empfängſt den Fremdling, der unter ſeidenen Decken ſchlummert, der ſein Lager mit eigenen Händen bereitet, der auf grünem Raſen oder auf ſtaubiger Erde eine kurze Ruhe ſucht, wie einen Bruder. Du bevölkerſt die trau⸗ rigſte Einſamkeit, Du dringſt zum armen Gefangenen durch Schloß und Riegel. Lieblicher Traumgott! Du allein haſt Mitleid mit unſeren Schmerzen, wenn Du mit leiſem Flügel unſer Lager umſchwebſt. Nur in Deinem Reiche herrſcht das Glück, und in Deinem Reiche darf man

Brande Roms eine große Zahl Chriſten in Thierhäute genäht den

Hunden vorgeworfen und eine nicht minder große Zahl in Harz gewickelt, an Pfähle gebunden, als Fackeln zur Unterhaltung des

luſtwandelnden Kaiſers angezündet; hier wurden die Ueberreſte

des Apoſtels Petrus nach ſeinem Martertod durch die Gläubigen

in einer unterirdiſchen Höhle verborgen und vom Papſt Anaklet

im 1. Jahrhundert ein Oratorium, vom Kaiſer Conſtantin eine große Kirche mit fünf Schiffen errichtet, und eilf Jahrhunderte

ſpäter von den Päpſten der gegenwärtige Rieſendom aufge⸗

führt.

Zu dieſem Grabe ſind im Laufe aller Jahrhunderte die erſten Männer ihrer Zeit, die größten Fürſten und Potentaten, wie Conſtantin der Große, Theodos, Valentinian, Beliſar, Totila, Karloman, Richard, Offa, Carl der Große und eine lange Reihe gekrönter Häupter gewallfahrtet; zu dieſem Grabe ſtrömte von

ndert zu Jahrhundert eine ununterbrochne Kette chriſtlicher

aus allen Ländern Europas, Aſiens, Afrikas, und in

Zeit Amerikas und Oceaniens; um dieſes Grab herum haben ſich gleichſam als Wächter die älteſten Märtyrer, die erſten Kirchenlehrer, die größten Biſchöfe, die heiligſten Prieſter gelagert; um den heiligen Petrus herum ruhen Reliquien der Apoſtel und Evangeliſten Paulus, Simon, Judas, Andreas, Jakobus des Aelteren, Bartholomäus und Lucas; die Leichname von 35 gemar⸗ terten Päpſten, wie Linus, Kletus, Evariſt, Sixtus I., Teles⸗ phor, Hygin, Pius I., Eleuther, Victor, Fabius, Johann 1., Johann II., Leo I., Gelas II., Symmach, Hormisdas, Agapet, Gregor I., u. ſ. w.; ferner größere und kleinere Reliquien der heiligen Chryſoſtom, Baſilius, Gregor von Nazianz, Polykarp, Hilar, Hieronymus, Thomas von Aquin, Franz von Aſſiſi,

Antonius von Padua, Carl Borromäus v. Mailand, Petrus v. Alcantara, Vernhard v. Siena, Philipp v. Neri, Vincenz v. Paula u. ſ. w.

Verlaſſen wir nun die Grabſtätte des heiligen Petrus und pilgern wir zur Grabſtätte des heiligen Paulus.

Jenſeits der Tiber, mehr als eine Stunde vom Vatican ent⸗ fernt, liegt die Pauluskirche extra muros, d. h. die Grabſtätte und das Denkmal des zweiten Apoſtelfürſten. Hier finden wir aber kein altes Monument, ſondern eine Neubaute aus unſerer Zeit. Ein ſchauerlicher Brand hat den 16. Juli 1823 das alte Gotteshaus beinahe ganz eingeäſchert. Der Verluſt der alten Baſilika iſt ſehr ſchmerzlich für die Chriſtenheit, da ihr Urſprung bis zum Jahre 386 hinaufſtieg und ſie alſo mehr als 14 Jahr⸗ hunderte erlebt hatte. Der große Völkerapoſtel wurde nach ſeiner Enthauptung durch die Gläubigen in den Katakomben der Luci⸗ ang beigeſetzt; Conſtantin ließ an dieſer Stelle auf die Bitte des Papſtes Sylveſter eine Kirche bauen und die Kaiſer Valentinian II., Theodoſius und Arkadius gaben dem Präfecten Salluſt die Weiſung, dieſe Kirche nach einem größeren, ſchöneren Plan um⸗ zubauen. Dies geſchah, und ſo entſtand die Baſilika, welche durch die nachfolgenden Päpſte vierzehn Jahrhunderte hindurch mit großer Sorgfalt erhalten und fort und fort verſchönert wurde, bis ſie in jener verhängnißvollen Nacht den Flammen als Beute anheimfiel.

Rom beſitzt mehrere Denkmale, welche das Andenken der beiden Apoſtel verewigen; dieſelben gründen ſich theils auf geſchichtliche Zeugniſſe, theils auf mündliche Ueberlieferungen, theils auf Legenden. Die wichtigeren ſind: Vorerſt das Gewölbe der via lata, in welchem der Apoſtel Paulus die Haushaft(custo-