v
ahrg.
äumen— hab: in Haus iſ ein
n der edelſten Meine beiden friſch an Leib eines theuren, ll' den Segen Mitſchweſtern limmer iſt, ge⸗ hie ich Dir nur y Ehrhardt iſ, Wenn ich nach nd doch ſo lieb⸗ von der herab ten, die bei ihu täglich bemerke, h ſein Handeln t nur beſeligt, es iſt doch ein lieben, empor⸗
vollen Einblick
do will ich das
ugen entrollen. n und gut ſein;
känderung darin
hnlicher machte. cregelten Gang, ht, die„erſte aanche Obliegen⸗
ückte, ſo drücken
t ſchwer. 3 Seite. Frau in Chrhardt'd, treu gebheben Leitung vor. —— it Sitze geſorgt, Nr Sſrhung üßchen iſt benußt, lichkeit zugönnen, es freiem Himmel
————
Manche Dinge möchte ich wohl anders haben, und be⸗ ſonders im Anfange wurde es mir ſchwer, mich in Vieles zu finden, was ich glaubte beſſer einrichten zu können, aber ich mußte ſtill und vorſichtig zu Werke gehen, um die gute Alte, deren vortreffliche Eigenſchaften ſo über⸗ wiegend ſind, nicht zu kränken. So iſt manche Neue⸗ rung nach und nach eingeführt, die von mir ausgeht, die ich aber geduldig hinnahm, als ſei ſie eine Frucht von Frau Martha's Weisheit. Ihr zur Seite ſteht eine tüchtige, kräftige Magd, welche ihr zu Händen geht und außerdem manche Arbeiten eines Hausmädchens verrich⸗ tet. Zur Aufſicht und Bedienung der Kinder habe ich an der einſtigen„kleinen Katharine“, jetzt ein ſchlankes, roſenwangiges Mädchen, einen ſicheren, zuverläſſigen Beiſtand. Wir hätten Beide nimmer geahnt, mein Mann und ich, daß, indem wir uns des kleinen Bauer⸗ mädchens ſorgend annahmen, wir uns in ihr eine ſo vortreffliche Dienerin und Stütze erzögen, die uns zwei⸗ fach das Gute zurückgibt, was wir ihr erwieſen, und uns zu innigſtem Dank verpflichtet, denn mit Geld läßt ſich eine gewiſſenhafte Kinderwärterin nie genug belohnen. Daß Nanette, mein eigenes Mädchen, die mir ſchon in meinen jüngſten Jahren treu gedient hat und ihre An⸗ hänglichkeit an mich nicht beſſer bekunden konnte, als daß ſie die Stadt mit dem ſtillen Landleben vertauſchte, mir hierher gefolgt iſt, weißt Du. Sie ſorgt, daß die Toilette der Frau Paſtorin nicht zu unmodern werde, und meine ganze Erſcheinung nicht zu ſehr gegen die frühere Regine abſteche. Ich fürchte aber, ich werde nicht mehr allzulange ihre geſchickten Hände zu meinen Dienſten haben, denn der Apotheker, ein nicht ganz junger, aber braver und tüchtiger Mann, ſcheint von ihren guten Eigenſchaften eben ſo durchdrungen als ich, und herzlich gern gönnte ich meiner treuen Dienerin, die ich faſt meine Freundin nennen kann, das Glück einer zufriedenen Che.— Nimmſt Du nun dazu noch
den Kutſcher, einen anſtelligen, brauchbaren Menſchen, der zugleich als Gärtner fungirt, ſo haſt Du das Per⸗ ſonal meines Hausſtandes. Es reicht vollkommen aus, daß Alles gut und ordentlich beſorgt wird, denn die größere Land⸗ und Ackerwirthſchaft iſt längſt aufgegeben. Es ſchien uns Beiden das mit der Stellung meines Mannes nicht vereinbar; es war mir immer peinlich und erſcheint mir wie ein entſchiedener Mißgriff, wenn ich ſehe, wie ſo viele Pfarrer ſich um den Stand, das Gedeihen der eigenen Saaten und Felder kümmern und ſorgen müſſen, und nicht eher Kartoffeln und Getreide losſchlagen können, als bis die höchſten Preiſe erzielt ſind, oder um den Pachtzins gaunern und dingen müſſen. Ja, meiſtentheils müſſen, weil gerade darin die Haupt⸗ einkünfte ihres Amtes liegen. Da wir in ſo glücklichen Verhältniſſen leben, daß wir auf dieſe Einkünfte nicht zu rechnen brauchen, und überdies alles zum Hausbe⸗ darf Erforderliche drüben von unſerem Gute bekommen, ſo hat Ehrhardt Aecker und Wieſen an die ärmſten Be⸗ wohner des Dorfes zur Benutzung überlaſſen, natürlich mit dem Vorbehalte, daß ſein Nachfolger wieder in ſeine alten Rechte tritt.
Mir iſt, als ſähe ich Staunen und Lächeln auf Deinem Geſichte, kleine Roſe, über die Regine, welche ſo ganz in der Proſa und Praxis des Lebens zu ſtecken ſcheint. Auch darin iſt viel Poeſie, mein Kind— aber fürchte nur nicht, daß die andere Poeſie, das Schreiben, dabei zu Grunde gehe. Es gibt doch manche ſchöne, ſtille Stunde, die ich meiner Lieblingsbeſchäftigung wid⸗ men, in der ich meinem Talente leben darf, und es iſt wieder ein Beweis von Ehrhardt's inniger Liebe und er⸗ füllt mich ſtets mit tiefer Rührung, wenn ich bemerke, wie er ſich bemüht, mir dieſer Stunden recht viele zu ſchaffen, ſie mich recht unverkürzt genießen zu laſſen. Wenn er nur ahnt, eines der Kinder wolle mich ſtören, irgend ein läſtiger Beſuch meine Einſamkeit unterbrechen,
Spitzen und feiner Leinwand.— Hätte ſie erzählen können, was ihr Beſitzer, der Beherrſcher eines großen Reiches, in dem die Sonne nicht unterging, ihr anvertraute, wenn er ſein lebensmüdes Haupt mit ihr bedeckte, welch eine traurige Geſchichte des menſch⸗ lichen Herzens möchten wir dann erfahren können!— Es iſt nicht Alles Gold, was glänzt. Die Kleidungsſtücke vergangener Jahr⸗ hunderte ſchienen mir einer der werthvollſten Beſtandtheile der Sammlung; denn ihrer bedarf der Maler, der Dichter, der Hiſto⸗ riograpb. Die großen Halskrauſen der Cavaliere des Mittel⸗ alters, ſchmuzig und vergilbt durch die Zeit, doch in ihrer eigen⸗ thümlichen Form, erblickt man hier. Was man auf Bildern ſieht und anſtaunt, lag hier wie aus dem Rahmen gelöſt uns vor.— Die Saiteninſtrumente des Mittelalters bildeten dazu den Pen⸗ dant. Gamben, Guitarren, Lauten, in allen Formen, mit ein, wei und zehn Saiten, oft von wunderbarem Brummen, fanden kch zuſammengeſtellt, und neben dieſen die Claviere in ihrer Kind⸗ heit. Den Foͤrtſchritt des Menſchengeiſtes in dieſen Dingen ver⸗ folgen, gewährt uns einen Einblick in die allmähliche, aber darum nicht minder gewiſſe Entwickelung der menſchlichen Fähigkeit, und gewährt den Troſt, in dem Fortſchritt unſere Aufgabe und unſer Ziel zu ſuchen. Indem wir das Einſt mit dem JIetzt vergleichen, werden wir hoffend in die Zukunft blicken, und in dieſem Sinne iſt eine Ruine in Paris, mit einer ſolchen Sammlung daneben, der intereſſanteſte Punkt in dem ganzen neuen Babylon zu nennen.
Amely Bölte. ᷓ.
.
Aus der Geſellſchaft.
Die Memoiren der Madame Récamier.
Unter den Pariſer Cirkeln, welche während der letzten zehn Jahre geſchloſſen worden ſind, haben wenige, ſchreibt ein Bericht⸗ erſtatter des Londoner Athenäums, die Aufmerkſamkeit ſo be⸗ ſtändig auf ſich gezogen, als der Salon von Madame Récamier. Selbſt die geſelligen Kreiſe der intriguanten Princeß Lieven mußten denen ihrer Rivalin weichen, und deshalb erhalten die Denkwürdigkeiten der letzten jener herrſchenden Salon⸗Köni⸗ ginnen die Bedeutung ſibylliniſcher Blätter, welchen die franzö⸗ ſiſchen Harlekinaden nicht verfehlen, ein Extra⸗Intereſſe zu ver⸗ leihen. Seit zehn Jahren war man auf das Erſcheinen ihrer Erinnerungen vorbereitet, da man es noch nicht vergeſſen hat, wie Madame Louiſe Colet unter den trauernden Freunden zuerſt her⸗ vorſtürzte, um Alles, was die Dame der Abbaye aux Bois und Einen ihrer Liebhaber, Benjamin Conſtant, betraf, zuſam⸗ menzuſcharren und der Welt zu erzählen. Die Briefe jenes wohlbekannten Publiciſten, welcher in ſeinem Verkehr mit noch andern ausgezeichneten Frauen, z. B. Madame de Charrière, mancherlei Anklagen auszuhalten hatte, waren, in einem zärtlichen Augenblick zur Veröffentlichung bei Seite gelegt, Madame Colet anvertraut worden. Aber die Stimmungen der„Schönheit“ waren der Ebbe und Fluth unterworfen; bald wollte ſie ihre Bekenntniſſe ſchreiben, bald zerſtören, und ihre Erben erklärten nach vielfachen andern Ausflüchten, Madame Récamier habe das Geſchenk der Conſtant⸗Papiere widerrufen, wobei ſie es an keiner Bemühung fehlen ließen, die unbefugte Herausgabe jener Liebes⸗ briefe zu verhindern, welche die Pariſer Schönheit vielleicht nicht


