Jahrgang 
28-52 (1859)
Seite
758
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Nr. 4

Novellen⸗Zeitung. von d ihr Lebtage mit nichts Anderem beſchäftigt. Und das Einer; wenn meine Langmuth und Geduld erſchöpft war der n iſt nicht etwa ein oberflächliches Hineinreden und Mit⸗ und der gerechte Unwille in mir die Oberhand gewinnen dem L ſchwatzen, das ohne jedes Verſtändniß nur eine gute wollte, ſie verzagte nie; ſie gibt Keinen auf, und ihrer Stück Rednergabe bekundet, es iſt wie Alles in Regine gründ⸗ ſanften, milden Hand gelang es ſchon oft, die Verirrten um un lich, und noch neulich hörte ich eine alte Bauerfrau nach auf den richtigen Weg zu leiten. A einer langen Unterhaltung mit meiner Frau ſagen, die. Ohne ſie! was wäre mein Leben ohne ſie! So ganz Ergeb ſei accurat in allem Thun, die verſtände es aus dem und voll habe ich ihren Werth erſt in den Stunden der wies, Fundament, der könne Niemand ein X für ein U machen. Trübſal erkannt, und wenn mich bis dahin ihre gleich⸗ Hatz, Und trotz des vielen, vielſeitigen Schaffens iſt ſie mäßige Heiterkeit, der Reichthum und die Friſche ihres welch niemals von einer überſtürzenden Eile getrieben, Alles Geiſtes entzückt hatten, ſo iſt mir in den Tagen des pochen geht ſeinen ſtillen, harmoniſchen Gang, und nur durch Kummers die Stärke und Innigkeit ihrer Liebe, die lebent die Pünktlichkeit, die geregelte Eintheilung ihrer Zeit iſt wahre Frömmigkeit ihrer Seele zu einem Borne des lächel ſie im Stande all' den Obliegenheiten, denen ſie ſich Troſtes geworden. O, Walter, ich konnte und konnte Anin unterzogen, ſo pflichtgetreu nachzukommen. Als ſie mich nicht darein finden, daß das holdſelige Kind mir keit ha neulich mein Staunen über die Vielſeitigkeit ihrer prak⸗ genommen werde ſollte, ich vermochte den Gram nicht d tiſchen Exfahrungen und Kenntniſſe bemerkte, erwiderte zu bezwingen, als es nun wirklich gegangen war. Zeihe Söm ſie lachend, es ſei wirklich nicht ſo ſchwer, das Alles mich nicht der Parteilichkeit; gewiß, ich ſtrebe ſtets danach, ſer x zu lernen, ein Einſehen in die verſchiedenſten Dinge zu ein gerechter Vater zu ſein aber an dieſem Kinde e 6 bekommen. Man müſſe nur die Augen hübſch aufthun hing mein Herz beſonders innig; die anderen Beiden u0 für die heilſamen Lehren und Erfahrungen, welche gleichen vielmehr mir, doch in dem kleinen, ſüßen Mäd⸗ en 8 Welt und Menſchen in ſo reichlichem Maße böten; man chen ſah ich Regine neu erblühen. Sie hatte der Mutter nn müſſe vor Allem nur das richtige Intereſſe für das Wohl ſchönes, weiches Haar und dieſelben eigenthümlichen 4 und Wehe ſeiner Mitbrüder empfinden, das ſich nicht braunen Augen, und wenn die herrlichen Sterne ſo N nur in großartigen Handlungen bekunde, ſondern auch innig auf mich blickten, da war es mir immer, als grüßten dem, 1ℳ im Beachten der kleinſten Dinge, im Erfaſſen und Ver⸗ mich Weib und Kind zuſammen. Eliſabeth iſt ſtets am unn. 8 ſtehen ihrer Leiden und Freuden zeige, dann ſei Alles meiſten mit mir geweſen, draußen in Feld und Wald, ſol ſchon halb gethan. und Stunden lang hat ſie in meinem Zimmer auf als Einen ſo hübſchen, wohlthuenden Anblick das einem Schemel zu meinen Füßen geſeſſen, glücklich, wenn wid Aeußere des Dorfes gewährt, ſo gut und wohlgeregelt ich hin und wieder ein liebes Wort an ſie richtete, ihr die iſt das Leben in den meiſten Familien, es ſind nur dunkles Lockenköpfchen ſchmeichelnd berührte. Es lag ein A 1 wenige, mit denen ich noch nicht zufrieden bin, die mir Zauber um das kleine Mädchen, dem Niemand ſo leicht noch Sorge machen. Darf ich mir nun auch geſtehen, widerſtand, der aber Keinem fühlbarer war als mir. 1 ich habe mit redlichem Streben das Meinige gethan: Mit tauſend Banden war ſie in mein Sein verwebt, dij ohne Regine wäre es mir niemals ſo gut gelungen. mein älteſtes Töchterchen, mein erſtgeborenes Kind, ä Wenn meine Worte zu ernſt und ſtreng waren, ihren das Ebenbild meines geliebten Weibes. Das Herz 3 freundlichen Ermahnungen und Bitten widerſteht ſelten wollte ſie nicht freigeben, und als es ſich losreißen mußte d. dieſes Pſeudonym war folgender. Sein erſter Mitarbeiter war[Demoiselles de Saint Cyr erhielt. Doch wer geſchrieben hat, wird und ſ Herr Felix Beudin, der als Banquier dieſelben Bedenken, wie ſchreiben; wer geſungen hat, wird ſingen. Brunswick, der in neerge Goubaux als Lehrer und Vorſtand einer Penſionsanſtalt, hatte, ſein 54. Jahr trat, würde, deſſen bin ich gewiß, zur heitern Muſe nen F und mit ſeinem Namen auf keinem Theaterzettel figuriren wollte. ſeiner Jugend und ſeiner erſten Liebe zurückgekehrt ſein. Der Tod dS Lo Aus dieſen beiden bedenklichen Namen machte man einen einzigen. hat es ihm nicht erlaubt. C Der Re Man nahm die Endſylben der beiden Namen, dem din wurde das und wi au hinzu gefügt und man hatis Dinaug Wteſes. Pſendonvne⸗ 1 u e Maske für zwei Geſichter, ür zwei Köp 5 der benine ig indeſſen Guhaug uur hauftgnen dand allh Aus der Natur. 3 achdem Beudin am Drama Trent Dreifeig Iohr Aus. 4.. 8* Lehen eines Bellereh andelter h an dls ari S ha Dueanr Die abgerichteten Vögel als Fiſcher. ngen überarbeitet wurde, und an Richard d'Arlington, dem Alexander Die eigenthümlichſte von allen Arten des Fiſchfangs Voote Dumas ſeine kräftige Hand aufdrückte, beſchäftigte er ſich, wenn China, ſo erzählt Grube nach Rob. Fortune's Berichten at ſehen ich nicht irre, nicht weiter mit dramatiſchen Dingen und er über⸗ Ningpo, iſt die mit einer eigens dazu abgerichteten großen An Thier ließ ſich gänzlich ſeinem urſprünglichen Beruf, der Bank. Seeraben, gewöhnlich der fiſchende Seerabe genannt. Dies ſind äſſig Der arme Brunswick machte faſt das Nämliche. Dramati⸗ wirklich ſehr wunderbare Vögel. Ich habe ſie oft auf den Teichen Geſch ſcher Schriftſteller von Profeſſion, faſt von Geburt, überließ er und Canälen im Innern des Landes geſehen, und hätte ich mich angen ſich gegen das Ende ſeines Lebens ganz den Geldgeſchäften. Zu nicht mit eigenen Augen von ihrer Geſchicklichkeit überzeugt, ſo zu dieſem Entſchluſſe hatte der Nichterfolg ſeines letzten Stücks im würde ich kaum glauben, was Andere von ihnen erzählen. Die daſſe Théatre Lyrique viel beigetragen, und das Gluͤck, das ihn in erſten ſah ich auf einem Canal einige Meilen von Ningpo; als ich dn 8 ſeiner neuen Laufbahn ſo ſehr begünſtigte, hatte das, was anfangs dieſe Vögel erblickte, ließ ich meinen Schiffer ſogleich die Segel 1 nichts weiter als ein Schmollen gegen das Theater war, faſt in einziehn, und wir hielten an, um ein wenig zuzuſehen, wie ſie die Sle Verachtung verwandelt. Fiſche fingen. Es waren zwei kleine Boote, in deren jedem ſich M dhiſ Der ündankbare! Er vergaß ſeine frühern ſchönen Abende, ein Mann und zehn bis zwölf Vögel befanden. Die Vögel ſaßen Dei als in der Opéra Comique der Postillon de Longjumeau der zu beiden Seiten am Rande der Boote, die, wie es ſchien, eben Brasseur de Preston, der Roi d' Xvetot ihn mit Adolphe Adam erſt an der Stelle angelangt waren und im Begriff ſtanden, ihre 1 und ſeinem treuen Mitarbeiter de Leuven triumphiren ließen, als Arbeit zu beginnen. Sie wurden jetzt von ihren Herren abge⸗ er im Théatre Français ſeinen anonymen Antheil an den Erfol⸗ ſchickt und waren ſo gut abgerichtet, daß ſie ſogleich ins Waſſer gen Alexander Dumas' für le Mariage sous Louis XV und les gingen, ſich über den Canal nach allen Richtungen hin zerſtreuten V d