Jahrgang 
28-52 (1859)
Seite
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So ward ihm das Licht im beſchwingten Aether,

Um der Erde Pole der Magnetismus,

In dem Hirn des Menſchen das welter⸗ meſſende Denken

Gleichen Weſens; außerhalb Grund und Folge,

Was die unerſchaffene Welt geſtalte,

Konnt' er einen Gott in der Himmel Weiten Nirgends entdecken.

Dunkel deckt das Grab des erhab'nen Forſchers,

Sieh, da fällt vom Sirius eines Lichtes

Flammenſtrahl; die laſtende Erde ſchwindet Schaffendem Geiſte.

Der zufrieden ſtarb, daß er meſſen konnte

Raum und Zeit im kreiſenden Fluß der Dinge, I

Humboldt's Geiſt er hob ſich empor zum Leben Aus der Verweſung,

In der ew'gen Kraft, die den Raum geſtaltet Und die Zeit beſchwingt, die in ſich beruhend, Wandellos, im treibenden Grund der Dinge

Wieder ſich ſpiegelt. B.

gedicht von Eduard Röhler. V

Goldbübchen*).

Ein Bübchen weiß ich von Fleiſch und Bein Und nicht von Marzipan; V Doch wahrlich! wär's auch von Marzipan, Es könnte nicht hübſcher ſein, 8

*) Aus einer ungedruckten Sammlung.

V. Jahrg

Zwei Guckelchen ſitzen dem Bürſchchen klein Im Köpfchen wie Sternlein hell,

Die funkeln wie lauterſter Freuden Quell, So riſch in die Welt hinein.

Hat Bäckchen wie Aepfelchen roth und rund Und niedliche Grübchen drin; 1 Schon ſitzt ihm der Schelm im Nacken und Sinn, Und ſpitzt ihm den kleinen Mund.

Ein Mäulchen hat es wie Sammet weich

Und drinnen ein Perlchenpaar; Damit dahlt er, wird's den Papa gewahr,

SeinPapa ſo liebereich.

Läuft hin auch zur Mama kerzengrad Und hängt ſich an Schürz' und Schooß, Und was es erhaſcht, das läßt's nicht los, Und freut ſich der Heldenthat.

Die Händchen ſtreckt's ſo vergnüglich aus, Wer kann ihm da widerſteh'n?

's müßt' alles nach ſeinem Köpfchen geh'n, Zög's Stirnchen ein wenig kraus.

Ein Goldbübchen iſt's, ein Bübchen zur Pracht, Und wär' es aus purem Gold,

Traun!'s wäre nicht halb ſo lieb und hold, Nicht halb ſo zum Herzen gemacht.

Ihr glücklichen Eltern, das merkt und wißt:

Bewahrt mir das Bübchen fein, Und laßt's dereinſt ein Goldmännchen ſein, Wie's heut' ein Goldbübchen iſt.

aus andern Ländern. Die Einfuhr aus Nordamerika im Jahr 1858 überſtieg die früherer Jahre bedeutend. Im Jahr 1848 belief ſich die Geſammteinfuhr der Baumwolle in Großbritannien nur auf 713,020,161 Pfd., demnach hat dieſer Handelsartikel in 10 Jahren ſich um 45% höher geſtellt. Die Verhältniſſe der Einfuhr aus den verſchiedenen Ländern ſtellten ſich 1848 in fol⸗ gender Art: Nordamerika⸗ 84 ¼%, Braſilien 2 ½2%, Weſtindien und britiſch Guiana ½¼%, das mittelländiſche Meer 1%, Oſtin⸗

dien 12%. Im Jahr 1858 lieferte Nordamerika 80 ½%,

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Braſilien 1 ¾¼%, die Länder vom mittelländiſchen Meer 3 ⁄¼%, Oſtindien 12 ¾4%, Weſtindien, britiſch Guiana und andre nicht erwähnte Länder 1/16%. Es ergibt ſich daraus, daß, während die Einfuhr der Baumwolle in den letzten 10 Jahren um 45% geſtiegen iſt, die Anſtrengungen der Mancheſterhäuſer, ſich in

Bezug auf dieſen Rohſtoff weniger von Nordamerika abhängig zu machen, nur in der Ausdehnung von ohngefähr 4 ½¼% geglückt

ſind. Die Nordamerikaner verkauften in dem vorigen Jahre 233,009,712 Pfd. Baumwolle mehr nach England als im Jahr 1848, dagegen ſtellte ſich die Einfuhr der Baumwolle aus Oſtin⸗ dien in Folge der Revolution im Jahr 1858 um 117,615,568 Pfd. niedriger als im Jahr 1857. Die Zufuhr der Baumwolle aus dem mittelländiſchen Meer war 1858 größer als in irgend em früheren Jahre, dagegen ging die aus Weſtindien und dem chen Guiana zurück. Ausandern Ländern nahm die bedeutend zu. C

Worte für Welt und Haus.

Fürſten, Staatsmänner und Höflinge wollen nie krank er⸗ ſcheinen, weil ſie ſich ſo überaus ſterblich fühlen und doch dem Schickſal, den Verhältniſſen und den menſchlichen Intriguen durchaus keine Blöße zeigen möchten. iſt Nacht und Tag uniformirt.

Der Gedanke iſt das einzige Körperloſe, was der Sterbliche in die Welt zu ſtellen vermag. Er nimmt ſeinen Platz direct neben der Gottheit, mit der er allein analog iſt, und bildet dase einzige Vermittelungsglied zwiſchen ihr und dem Menſchen. Dies iſt die höchſte und ſchönſte Wahlverwandtſchaft des ſchaffenden und erſchaffenden Alls. 4

Sobald du einen guten Ausſpruch lieſt, ſo gefällt und imponirt er dir in der Regel erſt dann recht, wenn du einen be. rühmten Namen darunter findeſt. Dies entſpringt in dir nicht bloͤſ aus der Macht einer Autorität, mit der übereinzuſtimmen Freudt gewähren muß; ſondern auch aus Mißtrauen, das deinen Va⸗ ſtand nicht für fähig hält, die Trefflichkeit einer Sache ſelbſt zu beſtimmen. Ein Menſch, der denkt und etwas auf ſich hält, win daher jene Autoritätenehrfurcht nie empfinden, ohne daß ſie ſic mit einem geiſtigen Schamgefühle paart.

Wer nichts vernachläſſigen, all ſeine Schäfchen ſcheeren, zles mit einander vereinigen will, wird gegen ſich ſelbſt zun

trakterloſen Scherwenzel. 5.

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