ngegriffen vor ebrochen.“
Künſtler, und agen, ohne da⸗ erte Chrhardt
chenkind wäre, und ausführte wieder dafür, iſt, denn nicht ich haben eine usführung ge⸗ h eigene Kraff, vpeſen.“ ihre unerhörte, “ ſprach Ehr⸗ s, der, durch hiedene Niſchen n und Herren, auf ſie nieder⸗ ermochte. Die die aus ande⸗ raing— denn — nahm Chr⸗ uphes, und in nt, die Scene ſeiner Enpfin⸗ Sprechenden, es in den Ball⸗
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einige Anwartſchaft auf ſeine Nähe habe, ſo war es mir noch nicht möglich, mich in ſeinen Strahlen zu ſonnen,“ ſprach Ehrhardt.
Der Angeredete ſchien nicht ſehr willig ſeinen Platz abzutreten, und nicht allzu freundlich maß er Ehrhardt mit ſeinen dunklen Augen, doch als er vernahm, ein Verwand⸗ ter von Regine ſtehe ihm gegenüber, wich er höflich und achtungsvoll zur Seite. Da ihn ein wirklich tiefes Inter⸗ eſſe zu ihr hinzog, wünſchte er herzlich, ihre Familie ſich geneigt zu machen. Chrhardt hatte mit dem Privilegium des Vetters neben Regine auf dem kleinen Divan Platz ge⸗ nommen, nicht ohne Abſicht, den Anderen fühlen zu laſſen, daß es für jetzt noch Rechte gebe, die ihm allein zuſtänden. Sowohl in den vorhin geſprochenen Worten als in ſeiner ganzen Art lag etwas ſo Leichtes, gegen ſein ſonſtiges Be⸗ nehmen faſt Leichtfertiges, daß es für einen Augenblick des Mädchens Seele mit tiefem Schmerze durchzuckte, der aber bald durch ein Gefühl wachſenden Aergers und Unwillens verdrängt wurde. Graf Ozelski, welchen die Nähe des Vetters nicht mit großer Freude zu erfüllen ſchien, zog ſich mit ehrerbietigem Gruße zurück, indem er Regine erinnerte, ſie möge nicht vergeſſen, daß ſie ihm die Gunſt des nächſten Tanzes verſprochen.———
So waren die Beiden allein, allein inmitten einer glänzenden, wogenden Menſchenfluth, die ſie nicht bemerk⸗ ten, die nicht auf ſie achtete, und die Töne des rauſchenden Orcheſters klangen wie etwas Ungehörtes an ihnen vorbei. Endlich brach Ehrhardt das Schweigen.
„Regine, ich komme, um Dir zu bekennen, daß ich geſtern ein ebenſo hartes als übereiltes Urtheil über ein Buch gefällt, das ich nur flüchtig durchblättert hatte; ein Urtheil, welches Dich, nachdem ich erfahren, wie nahe Dir das Buch ſteht, tief kränken und verletzen mußte. Jetzt, nachdem ich das Werk aufmerkſam geleſen, iſt meine Mei⸗ nung darüber eine entſchieden andere, und ich nehme alles
Dritte Folge.
Harte und Ungerechte, was ich darüber ſo unbeſonnen ge⸗
äußert, hiermit zurück. Das Buch iſt gut— aber meine Anſicht über die Nutzloſigkeit ſolcher Talente, über die ſchreibenden Frauen iſt damit keineswegs geändert, das er⸗ warte nicht.“
Das Gefühl der Freude, welches durch Regine's Herz gezittert bei ſeinen erſten Worten, verſchwand ſchnell bei dem Eindruck, den der Schluß des Satzes auf ſie machte. Klang es nicht, als wenn er ſie warnen wolle, daß ſie keinen voreiligen, thörichten Hoffnungen Raum gebe? Die Gluth der Entrüſtung ſtieg in ihr Geſicht ob ſolches An— ſinnens, wie eine beleidigte Herrſcherin blickte ſie darein, als ſie ſchnell entgegnete:
„Ich wüßte auch wahrlich nicht, welchen Wechſel das Beibehalten oder Aufgeben Deiner Meinung auf mich aus⸗ üben könnte, welche beſondere Wichtigkeit ihr beizumeſſen wäre. Und obgleich ich mich freue, daß Du Dein Urtheil über mein Buch geändert und berichtigt haſt: ſo—“
„So iſt Dein Ohr ſchon verwöhnt durch all' das übertriebene Lob und die Schmeichelei, welche Dir in ſolcher Menge heute zu Theil geworden, und die ſelbſt Dich befriedigen werden, daß Dir eine einfach ausgeſprochene Anerkennung ſchon ſchaal und leer klingt. Du haſt ſo viel Beifall heute geerntet, daß Dir an meinem Urtheile na⸗ türlich ſehr wenig liegt,“ unterbrach ſie Ehrhardt mit lächelnder Bitterkeit.—
Ohne ein Wort darauf zu erwidern, ganz als beſchlöſſe ſie den angefangenen Satz, den er ſie nicht vollenden ließ, fuhr Regine mit ruhiger Würde fort:
„So ſehr es mich freut und ſtets freuen wird, wenn meine Anſichten mit dem übereinſtimmen, was die allgemeine Stimme für recht und gut hält: ſo gibt es doch etwas, das ich höher ſtelle als jede Meinung, komme ſie von welcher Seite es ſei, das iſt das eigene Urtheil, die eigene Bil⸗ ligung, das eigene Bewußtſein. So lange mein Gewiſſen, mein Gefühl mir ſagt, daß ich recht gethan, ſo lange kann
von Bauwerken, welche in regelmäßiger Entfernung in eine Linie placirt und jedes 25— 30 Fuß hoch ſind, ſo daß ich ſie mit gigan⸗ tiſchen Flambeaux vergleichen möchte, welche an eine Begräbniß⸗ Scene erinnern. Wenn man den aus Ziegeln beſtehenden und erhöhten Pfad verfolgt, fallen einem auf den Seiten des Weges die vielen Lumpen und Haufen von Baumwolle, Ueberreſte von Kopfkiſſen und Matratzen, Zinnblechſtücke mit Spuren von darauf geklebtem Gold- oder Silberpapier und Flittergold auf. In
ruhen) bemerkt man Vorrichtungen, welche ungeheuren Tabletten
ähnlich ſehen und zum Theil mit thoniger Erde gefüllt ſind, in deren Mitte ſich ein melderndes Feuer befindet. Treibt den Be⸗ ſucher die Neugier trotz des eigenthümlichen Geruches, welcher von den Kohlen aufſteigt, weiter, ſo ſieht er, daß das Feuer die Reſte eines menſchlichen Mitgeſchöpfes verzehrt. Es hat eine Leichen⸗ verbrennung ſtattgefunden, und er weiß nun, daß die Lumpen und Goldflitter am Wege Ueberbleibſel einer Begräbnißfeierlichkeit ſind. Erlauben nämlich Stand und Wohlhabenheit einem Sia⸗ meſen die Ausgabe, ſo balſamirt er die Leichen ſeiner Angehörigen ein und bewahrt ſie 8— 10 Monate in einem Leichenzimmer auf, um ſie dann bei der eigentlichen Beſtattung in eine große metallene Urne zu ſtecken, welche, mit dem trockenſten Holze, mit Gummi und öligen Subſtanzen umgeben, auf den Scheiterhaufen geſtellt wird. Sollten die Feierlichkeiten etwa königliche Prinzen oder Edelleute von der höchſten Auszeichnung betreffen, ſo ſind die Könige anweſend und zünden den Holzſtoß an. Da die Ueberreſte in einer Metallurne verbrannt worden ſind, ſo bleibt die Aſche von jeder fremden Beimiſchung frei und wird, ſorgfältig aufbe⸗ wahrt, unter einen Tempel oder eine zu dieſem Zwecke errichtete
darboten, die an einem menſchlichen Leichnam zehrten. Platz gehört zum Wat Seked, wohin die Aermarg, welche die
Hold- oder rüſt wahr, auf welchem eine Anzahl Geier hockten. einigen der Salas(offenen Gebäuden, deren Dächer auf Säulen
Pyramide vergraben. Die Trauerfarbe iſt weiß, und es herrſcht außerdem die Sitte, daß alle Diejenigen, welche in des Verſtor⸗ benen Dienſten waren, ſich die Köpfe ſcheeren laſſen müſſen, um dadurch ihrem Herrn die letzte Achtung zu beweiſen. Von der Sala verfolgte ich die gepflaſterte Straße in der Richtung nach zwei oblongen Räumlichkeiten, welche jede 100 Fuß lang und von Mauern umgeben waren. Zur Rechten nahm ich ein hohes⸗Ge⸗ Kaum war ich jedoch mit verdoppelten Schritten durch einen niedrigen Thor⸗ weg eingetreten, als ich mich, von Entſetzen und Abſcheu ergriffen, bei dem Anblick zurückzog, welchen eine Menge dieſer Aasvögel Dieſer
Koſtenteiner Verbrennung nicht beſtreiten könne Wihre Todten
bringen, um ihnen von den Geiern den letzten Dienſt erweiſen zu laſſen. Als ich Wat Seked zum zweiten Mal beſuchte, nahm ich eine geſchäftige Thätigkeit wahr. Dort wurden temporäre Tempel, hier temporare Theater errichtet; Decorationsmaler producirten Blumenbouquets, Wälder, Felſen und ſtürmiſche Seen, und als ich nach der Urſache dieſes Getreibes fragte, erfuhr ich, daß die Verbrennung der hohen und edlen Dame von Phra Nac Sarapiet, der oberſten Gemahlin des zweiten ſiameſiſchen Geſandten in England, in einigen Tagen ſtattfinden ſollte. Zu dieſem Zwecke war ein Tempel in egyptiſchem Style errichtet worden, das Innere ſchwarz gemalt mit goldenen Verzierungen. Vier Säulen ohne Pilaſter umgaben den reich verzierten Katafalk, welcher in einer aus der Mitte ſich erhebenden Urne die Ueberreſte der hohen Per⸗ ſon enthielt. Außerhalb des Tempels befanden ſich an den Wänden deſſelben viele Tiſche, auf denen das bunteſte Gemiſch
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