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Rr. 44.]
Verdienſt machte ihn, indem es ſich zu ſeiner hohen Stel⸗ lung geſellte, inden Augen der Ausländer zum achtungs⸗ wertheſten Diener des Kaiſerthums. Sein Schwager, Herr de Saint⸗Aignan, war auf Grund einer ziemlich bru⸗ talen Interpretation des Kriegsrechts als Gefangener be⸗ trachtet worden, als man in Weimar eingerückt war. Man hatte ihn anfangs nach Töplitz verwieſen, dann nach Frankfurt abgerufen und übrigens durch viele Aufmerkſam⸗ keiten für eine momentane Unannehnlichkeit entſchädigt. Man hatte ihm vorgeſchlagen, eine Miſſion nach Paris zu übernehmen, deren Zweck war, Napoleon die Idee eines Congreſſes an die Hand zu geben, der ſich ſofort auf der Grenze verſammeln und über den Frieden auf der doppel⸗ ten Grundlage der natürlichen Grenzen für Frankreich und einer vollſtändigen Unabhängigkeit für alle Nationen unter⸗ handeln ſollte.
Zunächſt war es Herr von Metternich, der Herrn de Saint⸗Aignan bei Seite nahm, um ihm dieſe Miſſion an⸗ zubieten. Er verſicherte ihm, Europa wünſche den Frie⸗ den und zwar einen für jedermann ehrenvollen und an⸗ nehmbaren Frieden; es wiſſe, daß Frankreich nach zwanzig Siegesjahren das Recht habe, geachtet zu werden, und es werde es ſein; man beabſichtige nicht, den ehemaligen Stand der Dinge in ſeinem ganzen Umfange wiederherzu⸗ ſtellen; namentlich gehe Oeſterreich nicht darauf aus, Alles zurückzunehmen, was es ehemals beſeſſen; es werde ihm genügen, wieder in eine angemeſſene und beruhigende Situation zu kommen; dies ſei auch das Ziel der Be⸗ ſtrebungen aller verbündeten Fürſten; zum Beweiſe dieſer bei ihnen waltenden weiſen Mäßigung ſei Herr von Met⸗ ternich, beauftragt, Frankreich ſeine natürlichen Grenzen, d. h. den Rhein, die Alpen und die Pyrenäen, aber nicht ein Mehreres anzubieten; es ſei für Alle Zeit, auf den Frieden bedacht zu ſein, für Europa ohne allen Zweifel, aber für Frankreich in gleichem Grade und für Napoleon insbeſondere mehr als für irgend eine der kriegführenden
Drilte Folge.
Parteien; er habe einen fürchterlichen Sturm gegen ſich er⸗ regt; der gegen ſeine Perſon entbrannte außerordentliche Ingrimm ſteigere ſich mehr und mehr und flöße den Strei⸗ tenden eine ſchwer zu zügelnde kriegeriſche Wuth ein; wenn er genau aufmerke, werde er ſehen, daß die Geſinnungen, welche Europa bewegten, auch in Frankreich ſelbſt einge⸗ drungen ſeien, und es könne geſchehen, daß er in ſeinem eignen Lande bald ebenſo iſolirt ſein werde, wie in der übrigen Welt; die Zeit ehrenvoller Unterhandlung ſei ſo⸗ nach gekommen, aber wenn dieſer Moment vorüber, werde der Krieg erbittert, unverſöhnlich und bis zur gänzlichen Vernichtung der Einen oder der Andern getrieben werden; in der Coalition werde keine Spaltung eintreten; man werde dem Bunde alle nothwendigen Opfer bringen; der angebotene Friede ſei redlich und aufrichtig gemeint, und zwar ſchlage man einen allgemeinen Land⸗ und Seefrieden vor; Rußland, Preußen, ſelbſt England wünſche denſelben;
man müſſe in dieſer Beziehung alles Mißtrauen verbannen,
denn das Verlangen, dem Blutvergießen Einhalt zu thun, ſei allgemein; aber man dürfe ſich nicht abermals dem zu Prag begangenen beklagenswerthen Irrthum überlaſſen, wo man aus Unglauben gegen Oeſterreich und weil man ſich nicht rechtzeitig entſchloſſen, infolge einiger unbenutzt verſtrichener Stunden ſich die Gelegenheit habe entſchlüpfen laſſen, den Krieg unter Bedingungen zu beendigen, die man fortan nicht erlangen werde. Zur Beſtätigung deſſen, was er ausgeſprochen, führte Herr von Metternich nach einander Herrn von Neſſelrode und Lord Aberdeen ein, welche in kürzern, aber ebenſo beſtimmten Ausdrücken Alles wiederholten, was er ſelbſt geſagt hatte. Lord Aberdeen verſicherte im Namen ſeines eigenen Cabinets, man wolle Frankreich weder erniedrigen noch demüthigen, man denke keineswegs daran, ihm ſeine natürlichen Grenzen ſtreitig zu machen, denn man wiſſe, daß es Ereigniſſe gebe, die man nicht ungeſchehen zu machen ſuchen dürfe; aber er wieder⸗ holte, daß man entſchloſſen ſei, über dieſe Grenzen hinaus
Miseellen. Treffende Worte über die Erſcheinung Schillers.
In der Feſtſchrift zur Säcularfeier von Schillers Geburt, welche bei Otto Wigand erſchienen iſt und über die wir hoffentlich noch Gelegenbeit finden werden, uns weiter auszuſprechen, ſagt Johannes Scherr zum Schluß ſehr befriedigend und zum Theil
neu über den großen Meiſter:„In Schillers Werken iſt ewige
Jugend, Mannheit und Thaten zeugende Kraft. Nur die Schöpfungen von wenigen Auserwählten beſitzen dieſen nie ver— altenden Zauber. Sie ſtehen am Eingange neuer Weltperioden und formuliren, vorſchauend, die höchſten Ziele derſelben auf Jahrhunderte und wieder Jahrhunderte hinaus. Dieſe ſeltenen Geiſter ſind die eigentlichen Helden der Menſchbeit, weil ſie ihre Erzieher und Bildner ſind. So ein Heros iſt Friedrich Schiller. Man kann ohne Anmaßung ſagen, daß ſeit den Tagen Homer's kein Dichter aufgeſtanden, der in ſolchem Grade wie Schiller die Geltung eines Völkerlehrers gehabt hätte. beiſpielloſer Energie aus der Region des ungeſtümen Naturalis⸗ mus zur Höhe der idealen Kunſtform emporgeſchwungen, hat vom Erſcheinen des Wallenſtein an die deutſche Jugend hinaufgeblickt als einem„Weſen höherer Art.“ Aber den ganzen Werth und Umfang dieſes Genius erkennt man erſt, wenn man als reiferer Mann wieder zu ihm zurückkehrt. Da erſt lernt man den Idea⸗
da erſt gewinnen alle ſeine hohen Worte, die uns vertraut ſind wie ſüßeſte Jugenderinnerungen, ihre volle Bedeutung; da erſt ſtimmt man dankbaren Herzens in den Ausſpruch jenes Aeſthe⸗
Zu ihm, der ſich mit
tikers ein, welcher geſagt hat, Schiller habe„die Erziehung des
Volkes zum Idealismus nicht nur vorgeſchlagen, ſondern durch ſeine Werke auch begonnen; er habe die Ideale der Nation ge⸗ ſchaffen und den Volksgeiſt im Sinne der großen humanen Idee umgebildet.“ Und was iſt das Grundmotiv dieſer erſtaunlichen, aus allen zeitweiligen Verdunkelungen immer wieder ſiegreich auf⸗ leuchtenden Wirkſamkeit? Kein anderes als die ſittliche Be⸗ geiſterung, welche in Schiller lebte, der unwandelbare Glaube an den„göttlichen Lichtgedanken,“ die Seele der Geſchichte der Menſchheit. In dieſem hohen Sinne, im Sinne einer raſtloſen Entwicklung ſeines Volkes und aller Völker zum Menſchlich⸗ Freien, Großen, Guten, Schönen, war Schiller Dichter, war er Seher und Prophet. Und ſo ſei er es immer und immer! Mit Stolz hat Goethe über das Grab des großen Freundes hinweg der Nation zugerufen:„Er war unſer!“ Ich vertraue meinem Volke, daß es nie aufhören werde, mit Liebe und Stolz zu fühlen und zu ſprechen:—„Er iſt unſer!“ 6.
Eine coloſſale Statue der Jungfrau Marie.
Der Moniteur de la Haute Loire theilt folgende Einzeln⸗ heiten über die coloſſale Statue von Notre-Dame de France mit,
kamus S 3 lernt man der die in Puy auf dem Felſen Corneille aufgeſtellt werden ſoll. lismus des Dichters, hinter dem„im wechſelloſen Scheine alles Gemeine“ weit zurückgeblieben, ſo recht kennen, bewundern, lieben;
Die Statue iſt von mehr als hundert eingeſchmolzenen Kanonen gegoſſen, welche den Ruſſen in Sebaſtopol abgenommen worden ſind und welche der Kaiſer dem Biſchof zu dieſem Zwecke geſchenkt hat. Sie iſt 16 Metres(48 Fuß) hoch, und wiegt un⸗ gefähr 100,000 Kilogramm.
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