Jahrgang 
28-52 (1859)
Seite
699
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Nr. 44.]

nieder. Sie hatte nichts gethan, was ſie der Mutter Auge Kampfe mit Luther, d. h. mit dem Neuerungsgeiſte.

vermeiden ließ. Wenn ſie geirrt, gefehlt: mit beſtem Wil⸗ traditionelle Politik, die kaum einen Augenblick unter

len, Gutes zu geben, war es geſchehen. Und ihre Lippe flüſterte:Wär' es nicht geſchehen, ich müßte es dennoch thun. Aber trotzdem war es ihr immer bang und be⸗ klommen. Immer noch blickte ſie empor, und etwas von dem göttlichen Frieden, von der tiefen Ruhe, in welcher die Geſtirne einherwandeln, legte ſich in ihre angſterfüllte Seele, daß ſie endlich Beruhigung fand.

(Fortſetzung folgt.)

Napoleon I. nach dem Feldzuge von 1813.

Von A. Thiers*).

II.

Durch die Ehe Napoleon's mit Marie Louiſe ließen ſich Kaiſer Franz, obwohl er ein recht guter Vater war, ſo wie Metternich, nur wenig beeinfluſſen. Es beſchäftigten ſie Rück⸗ ſichten anderer Art. Keine Macht auf der Welt hatte vom Geiſte der Neuerung ſo viel gelitten wie Oeſterreich und keine hatte auch ſeit dreihundert Jahren ſo viele Kämpfe gegen dieſen Geiſt beſtanden. Während des achtzehnten Jahr⸗

hunderts war es mit Friedrich dem Großen zuſammenge⸗

ſtoßen und hatte Schleſien verloren. Während der fran⸗

Der Haß gegen die Revolutionen war daher bei Oeſterreich eine

Joſeph II. unterbrochen, unter deſſen Nachfolgern bald wieder aufgenommen worden und unter dem Kaiſer Franz und Herrn von Metternich ebenſo thätig als umſichtig war. Beide ſtellten ſich daher mit einer Sorge, die keiner ihrer Bundesgenoſſen theilte, die Frage, wem man die Regierung dieſes ſo ſchreckenvollen Frankreich anvertrauen ſolle,

welches außer ſeinem furchtbaren Schwerte auch die nicht

zöſiſchen Revolution hatte es Napoleon zum Gegner gehabt und die Niederlande, Schwaben, Italien, ſammt der

deutſchen Kaiſerkrone verloren. Reformationszeit, ſo fand man es unter Karl V. im

bei Meline, Cans& Comp. in Brüſſel(Leipzig, A. Dürr) erſcheinen⸗

Ging man zurück bis zur

den 17. Bande von Thiers Histoire du Consulat et de l'⸗Empire.

minder furchtbare Fackel der Revolutionen in ſeiner Hand trug. An die Bourbonen, die ihnen in ſo vielfacher Be⸗ ziehung zugeſagt haben würden, dachten ſie kaum, weil Frankreich und Europa noch weniger an dieſelben dachten und weil ſie an ihrer Fähigkeit zweifelten. Ein genialer Soldat, geneigt, die Revolutionen, aus denen er hervorge⸗ gangen, zu unterdrücken, und zwar nicht infolge von Vor⸗ urtheilen, die er nicht hatte, ſondern aus der zwiefachen Liebe zur Ordnung und zur Macht, ſchien ihnen ſchwer zu erſetzen, und indem ſie weniger an Marie Louiſe als an die franzöſiſche Revolution dachten, die bereit war, ihren furcht⸗ baren Lauf wiederzubeginnen, fühlten ſie ſich nicht beſon⸗ ders geneigt, Napoleon zu entthronen.

Zufrieden mit den erzielten Reſultaten, die Erledigung des franzöſiſchen Thrones aber vielmehr fürchtend als wünſchend, waren der Kaiſer Franz und Herr von Metter⸗ nich der Anſicht, man müſſe, einmal zu den Ufern des Rheines gelangt, neue Friedensanträge an Napoleon rich⸗ ten, und unerwarteter Weiſe zeigte ſich England, dieſer ſo hartnäckige Feind der Familie Bonaparte, in dieſem Augen⸗ blicke den Anſichten des Wiener Cabinets günſtig. Das britiſche Cabinet, welches früher den Wunſch zur Schau getragen, die Bourbonen wieder auf den Thron Frankreichs

. ſetzen, un ieſem Gru zwanzig Jahre hin *) Aus dem demnächſt auch in deutſcher Original-Ausgabe zu ſetzen, und aus dieſem Grunde zwanzig Jahre hi

durch die Angriffe der Oppoſition erfahren hatte, die ihm vorwarf, zu Gunſten eines England ganz fremden Zweckes

Literatur. Die Sterne und die Erde, Gedanken über Raum, Zeit

und Ewigkeit. Aus dem Engliſchen übertragen von W. von

Voigts⸗Rhetz. Leipzig, Hermann Coſtenoble. 1859.

In dem Vorworte dieſer Ueberſetzung, die nach der ſechſten, in 11,000 Exemplaren gedruckten Auflage des Originales gear⸗ beitet iſt, ſagt der Ueberſetzer mit Recht, daß dieſe Schrift,

deren Verfaſſer merkwürdigerweiſe unbekannt geblieben iſt, durch die Kühnheit und Originalität der darin enthaltenen Ge⸗

danken und Folgerungen die allgemeinſte Beachtung auch außer⸗ halb Englands verdiene. In der That muß der denkende Leſer durch die neuen Anſchauungen, die ihm hier geboten werden, ſich überraſcht fühlen, und der prüfende Verſtand ſich die Frage vorlegen: Iſt denn das möglich? ja, iſt es nur denkbar?

Es hat wohl ſchon der gewöhnlichſte Menſch viel von der Unendlichkeit des Raumes ſchwatzen hören und ſelbſt geſchwatzt, ohne ſich deshalb Rechenſchaft von dem klaren Begriffe des Wortes zu geben, daher wird ihm das Ungeheure dieſer Unendlichkeit deutlicher werden, wenn wir, unſerer Schrift folgend, einige Zahlenangaben machen, wohl geeignet Staunen und Bewunderung zu erwecken. Dieſes müßte mit Unglauben gepaart ſein, wäre nicht das, was hier geſagt wird, mathematiſch erwieſen, und bekanntlich iſt der mathematiſche Beweis durchaus unwider⸗ legbar.

Der Lichtſtrahl legt in der Secunde 213,000 Meilen zurück, d. h. ein Stern⸗Licht, welches in einer Entfernung von 213,000 Meilen von uns aufgeht, wird uns ſchon eine Secunde danach ſichtbar. Nun gibt es aber Fixſterne(12. Größe), deren Licht

4000 Jahre bedarf, um von dem Augenblick ſeines Aufgehens den Raum bis zu unſerer Erde zu durchlaufen! Und ſelbſt dieſe Sterne ſind noch nicht die entfernteſten von uns, obgleich ſie 23 tauſend Billionen Meilen von uns getrennt ſind.

Durch kühne, aber vollkommen logiſche Schlußfolgerungen kommt der Verfaſſer zu dem Ausſpruche: daß Zeit und Raum als gar nicht mehr von einander verſchiedene Begriffe betrachtet werden können, indem Dinge, welche der Zeit nach auf einander folgen, im Raume unmittelbar nebeneinander liegen.

Daraus folgert der Verf. dann wieder die Allwiſſenheit Gottes in Abſicht auf die Vergangenheit.

Begleiten wir den Verfaſſer weiter in ſeinen Schlußfolge⸗ rungen, ſo müſſen wir dem vollkommen beiſtimmen, was er S. 22. ſagt:Es iſt wahr, daß der menſchliche Geiſt bei dem Ge⸗ danken einer ſolchen raſtlos ſich folgenden Reihe von Gedanken und Bildern ſchwindelt! und dennoch ſind alle ſeine Beweiſe ſo klar und faßlich, daß ſich gegen deren Gültigkeit kaum etwas ein⸗ wenden läßt.

Es iſt indeß nicht möglich, den Deductionen, welche der Verfaſſer mit eben ſo viel Geiſt als Klarheit auf 59 Seiten zuſammengedrängt hat, hier Schritt für Schritt zu folgen. Wir müſſen daher den Leſer, welcher ſich näher zu unterrichten wünſcht, auf die Schrift ſelbſt verweiſen, die jedenfalls als eine ungewöhn⸗ liche und merkwürdige Erſcheinung die größte Aufmerkſamkeit verdient und zwar nicht allein bei den Denkern von Profeſſion.

a.

* Mémoires et Correspondance politique et militaire du Prince Eugène, publiés, annotés et mis en ordre par M. Du