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Nr. 42.]
Halstuch erdroſſelt. Berggeiſter und Wächter der Schätze, welche er rauben wollte, vermuthlich mit den koſtbaren Steinen ſelbſt nieder⸗ geſchlagen und ſchließlich noch gedämpft hatten. Die Be⸗ hörden thaten freilich, als ob wohl Menſchen das Verbre⸗
Derilte Folge.
Man ſah alſo deutlich, wie ihn die
„Endlich gelangte ich zu der Stelle, die oberhalb des Buſches lag, durch welchen wir in der erſten halben Stunde
unſeres Hinabſteigens gelangten. Es war eine öde, ſteinige
chen begangen haben könnten, aber die Unterſuchungen und
Nachforſchungen ergaben nichts, und es war nur zu deut⸗ lich, wer die That verübt hatte. Es vergingen Jahre,
mein Vater war älter geworden, hatte ſelbſt Frau und
Kinder und trieb das alte Handwerk der Kohlenbrennerei mit Emſigkeit und Glück. Jedoch auch er ging eines Ta⸗ ges zum Verkaufe aus und kehrte nicht wieder.
„Die Beſtürzung bei uns war entſetzlich und der Jam⸗ mer meiner Mutter groß. Da ich ſo oft von der Geſchichte
meines Großvaters und ſeines unglücklichen Endes gehört der Richtung weiter,
hatte, ſo wurde es mir zur feſten Ueberzeugung, daß mein Vater gleichfalls nach dem Pilatusberg gegangen ſei, daß er dort zu finden ſein werde und daß es meine Pflicht als Sohn ſei, ihn zu ſuchen. Meine Mutter wollte mich nicht fort laſſen, um nicht die Stütze ihres älteſten Kindes zu verlieren, und von den befreundeten Holzhauern, welche ſich erboten, den Vermißten zu ſuchen, war ich nicht über⸗ zeugt, daß ſie von allen betretenen Wegen ab nach jenem Berge ſteigen und ihn gründlich durchforſchen würden.— Mein Vater hatte mich immer ungemein lieb gehabt und freundlich behandelt, und es zog mich eine unwiderſtehliche Macht zu ihm hin, gleichviel ob er wahrſcheinlich todt ſei. So ſchlich ich mich denn heimlich von Hauſe fort und klimmte zum erſten Male in meinem Leben den Pilatusberg hinan, und zwar gerade nach dieſer Seite hin, auf welcher ich Sie jetzt herabgeführt habe.— Anfangs fehlte es mir nicht an Muth, doch je einſamer es wurde, je pfadloſer ich empor⸗ ſteigen mußte und je tiefer ſich die Nachmittagsſonne ſenkte, je beklommener wurde mir ums Herz. Doch trotz Beäng⸗ ſtigung und tödtlicher Müdigkeit ſuchte ich hin und her immer höher und höher hinauf.
V
Halde, wüſt und ſchauerlich, nur hin und wieder mit etwas Gebüſch von Krüppeltannen beſetzt. Lautloſe Stille herrſchte ringsum. Ich ging ohne Raſt umher und horchte auf jedes Geräuſch, und ſo verlaſſen ich war, ſo wenig ich irgend die„Spur eines menſchlichen Gegenſtandes oder Fußtrittes im Bergſande ſah, ſo überkam mich doch ein eigenes Gefühl von mächtiger Erregung und hoffnungsvoller Beruhigung zu gleicher Zeit. Als ich eine Zeitlang geſtan⸗
den und gelauſcht hatte, hörte ich ziemlich fern von mir
einen Ton, wie von menſchlicher Stimme, doch war er un⸗ ſichtbar und kaum deutlich zu vernehmen. Ich ſchritt in von woher er klang, und immer deut⸗ licher hörte ich die Stimme.
„Näher und näher gekommen unterſchied ich plötzlich ge⸗ nauer, und als ob mir das Herz zerſpringen ſollte, vernahm ich mit Sicherheit, daß es der Ton von der Stimme meines Vaters war. Ich horchte wieder, um nicht fehl zu gehen, that ſelbſt einen weithingellenden Alpenruf, wie ihn die Senner ſich als Zeichen zurufen, und horchte abermals. Da vernahm ich das Wort„Hülfe!“ Wiederholt erklang es, mehr und mehr ſuchte ich dem Ton näher zu kommen und erreichte bald den Rand vom Abgrund einer tiefen, dunkelen Kluft. Schaudernd ſtand ich ſtill und rief aber⸗ mals, aber ich rief keinen Bergſchrei mehr, ſondern mit krampfhafter Anſtrengung das Wort„Vater l⸗
„Aus der Tiefe herauf, in der ich nichts ſah vor Däm⸗ merung, antwortete es mir, und, allewiges Glück! es war mein verlorener, todtgeglaubter Vater. In dieſem Augen⸗ blick glaubte ich vor Bewegung ſterben zu müſſen. Ich ſah nichts mehr um mich her als ein weißes, blendendes Lichtmeer vor meinen Augen, in welchem daun dunkelrothe Streifen von oben herabflammten. Mein Herz ſchlug ſo laut, als wenn ein Menſch neben mir ſich mit der Fauſt
lieh Stephenſon ſeinem nun verewigten Freunde ſeinen herzlich⸗ ſten Beiſtand bei dem Vomſtapellaſſen des Great Eaſtern. Eine ſolche Nebenbuhlerſchaft und eine ſolche ununterbrochene Freund⸗ ſchaft, wie ſie ſich zwiſchen dieſen beiden, in ihrem Fach gleich ausgezeichneten Männern fand, iſt eben ſo ſelten wie für Beide ehrenvoll.
Brunel wurde bereits in dem Alter von 26 Jahren zum Mitglied der königlichen Geſellſchaft erwählt und im Jahre 1857 erwies ihm die Univerſität in Oxford die Ehre, ihn zum Doctor des bürgerlichen Rechts zu ernennen, eine Auszeichnung, auf die er ſich ſtolz fühlte. Er hat nur ein Alter von 54 Jahren erreicht, doch ſeine Leiſtungen in dieſer verhältnißmäßig kurzen Lebens⸗ zeit ſichern ihm in den Annalen der Wiſſenſchaft für immer ein ehrendes Andenken.“ C.
Aus der Gegenwart. Ein Dampſwagen⸗Rennen.
In Amerika trug ſich kürzlich auf der Cleveland⸗Toledo⸗Bahn (V. St.) ein intereſſantes Rennen zu, bei welchem die Roſſe von Eiſen und das Ziel weiter war, als es je geſteckt worden. Eines Tages, als der nach Oſten gehende Expreß⸗Zug Laporte in Indiana erreichte, ſtieg ein Paſſagier aus und ging, während die Locomolive neu mit Waſſer und Holz verſorgt wurde, auf der Platform auf und ab, bis die Pfeife ertönte. Die andern Paſſa⸗ giere ſtiegen ein und der Zug fuhr ab, aber jener Herr ging noch immer auf und ab. Einige Minuten, nachdem der Zug abge⸗ gangen war, bemerkte ein Bahnhofbeamter den Fußgänger, ging
auf ihn zu und fragte ihn:„Was machen Sie hier?“ Der Mann fuhr zurück, öffnete ſeine Augen und ſah ſich verwirrt um. Er war nämlich müde geweſen und im Gehen eingeſchlafen. Sich ermunternd fragte er:„Wo bin ich denn?“—„Wo ſollen Sie ſein? in Laporte!“ war die Antwort.„Wo iſt der Zug, mit dem ich kam?“—„Vor zehn Minuten abgefahren.“—„Vor zehn Minuten? und ließ mich zurück? Ich muß wieder zu dieſem Zug; es iſt eine Lebensfrage für mich. Können Sie mich zu ihm bringen? Haben Sie eine Locomotive hier? Wo iſt der In⸗ ſpeckor?“ Der Bahnhofmeiſter hatte ſeine Expedition in der
Nähe, ſie gingen zu ihm. Der Reiſende brachte ſeine Sache vor— er mußte weiter— er konnte nicht warten— und bot dem Be⸗ amten 250 Dollars, wenn er ihn zu dem Zuge brächte. Das ſeltſame Verlangen und das ſeltſame Anerbieten bewog den Be⸗ amten, ohne Säumen zu thun, was er konnte. In der Maſchine, welche den Zug bis hierher gebracht, war das Feuer noch nicht ausgegangen— der Handel wurde geſchloſſen— und nach zehn Minuten fuhr der Reiſende auf der Locomotive ab, um den fliegenden Zug einzuholen. Nachdem die Maſchine 40— 50 Meilen dahin geſauſt war, ging etwas daran entzwei. Sie wurde angehalten, der Locomotivenführer fand den Schaden und heilte ihn mit einem in der Eile geſchnitzten Wigrolzen Damit flogen ſie weiter. Natürlich hatte der Zug einen Vorſprung von vielen Meilen, und trotz des Holzbolzens ſpannte der Führer den Dampf und trieb die Maſchine durch das Land in furchtbarer Eile. Dreißig Meilen Weges wurden in 27 Minuten zurückgelegt; aber ſie mußten den Zug einholen, und ſie holten ihn ein, aber erſt nachdem mehr als 100 Meilen zurückgelegt waren und der Zug ſich Toledo näherte. Als er dieſen endlich erreicht, ließ der Rei⸗
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