Prüte Jolge.
Im. Nrr. 42.!
jedori ſa
ds nude gemacht, von innen hat ſie nach außen ſich verklärt, ihre wiß iſt dieſer bewußtloſe Enthuſiasmus des Augenblickes lag. Jeßt Häßlichkeit war originell„ihre Lieblichkeit iſt ein Typus. ein beredtes Zeugniß und ein ſchöner Lohn für die Künſtle⸗ Erenplar Athemlos ſind wir dieſer Entwicklung gefolgt, kein Ueber⸗ rin, aber kann ſie, welche die Früchte aufreibenden Den⸗ ſcharf 45 gang ging uns verloren, denn jeder war ſichtbar, nichts’ kens und Schaffens, ihres innerſten Fühlens und Lebens nach in blieb unvermittelt, und endlich legten wir das ſchwerge⸗ I darbietet, nicht mehr fordern, als eine Verzückung ohne eht ſe d prüfte Kind an des Geliebten⸗Herz ſo tief bewegt, als ſei Gedanken, die mit ihrem Kommen ausbricht und nach ihrem
es unter unſern Augen aufgewachſen und von uns erzogen. Verſchwinden erliſcht, und deren Quelle oft den Werth
da, Pber. Wahrend Andere ſie herausriefen, ſuchte ich mit mir ſelbſt auf das Aeußerſte verdächtigt? Kann ſie, die ein ganzes e Uinte fertig zu werden. Noch immer Zweifel? Dieſe Geſtaltung Leben hindurch für den Zuſchauer beſchäftigt iſt, nicht auch Den don iſt ja ein bis in die leiſeſten Nüancen ausgearbeitetes und von ihm verlangen, daß er ſich ein klein wenig mit ihr be⸗ 1elh des vollendetes Kunſtwerk; gilt doch„die Grille“ für den ſchäftige, daß er ihres Weſens Kern zu ergründen und ſo ntuhlge an Gipfelpunkt der Goßmann,— vielleicht gerade deshalb, ſich klar zu werden ſuche, was ihn eigentlich ergriffen und 8 der Amſt kann nicht dieſe Leiſtung das Paradeſtück der Virtuoſin, hingeriſſen hat? Und wenn ſie auch darauf verzichten muß, nd der Noth eine Sammlung all' ihrer Kunſtſtücke ſein?— Nun gut, von Jedem richtig nachgefühlt zu werden, iſt der Wunſch zu 6 ſiolz und ſie iſt ja eine Schauſpielerin, was willſt Du mehr?— Faſt unbeſcheiden, daß diejenigen wenigſtens, die ſie verſtehen V licher Toot, bedünkt es mich, es war mehr; hatte ich doch Laute gehört, wollen, die ſich berufen fühlen, ſie zu zeichnen, ihr Bild flammenden wie ich ſie von dort niemals vernommen, und die noch in nicht fälſchen, das Einzige, was einſt von ihr zurückbleibt?! Mund nicht meinem Herzen wiederhallten, Töne, deren Hauch alle Lam⸗ Gegen Vieles, wider das der gewöhnliche Menſch ſich wehren oben hinauf pen auszulöſchen ſchien, daß der lügenhafte Bühnenflimmer darf, iſt die Berühmtheit waffenlos, faſt aller Anrechte auf kein Hohn, in Nichts verſchwand. Auch iſt mir, als müſſe es zwiſchen ſich ſelbſt muß ſie ſich begeben, geduldig auch die Verhunzung n wilder, jener Erſcheinung von geſtern Abend und der Grille von ihres Antlitzes ſich gefallen laſſen, denn es iſt nicht mehr ſchießt, verx heute noch eine andere Vermittlung geben, als die zwiſchen ihr Eigenthum. Klagen wegen Beleidigung oder Ver⸗ ſehen laſn, Schauſpielerin und Rolle. Das Alles löſt ſich nicht auf leumdung nehmen die Gerichte an, ſchlechte Portraits be⸗ Schale, noch einmal, ich muß ſie mehrmals ſehen! kannter Größen können ungeahndet verbreitet werden; min⸗ übermüthiger Und ich habe ſie geſehen, ſo oft ſie nachher noch in Leipzig deſtens müßte doch eine Polizeiſtrafe darauf ſtehen! Dieſe erſten„dum⸗ geeſpielt, und darum ſchreibe ich dieſe Skizze jetzt aus dem Lücke der Geſetzgebung empfindet Niemand ſchmerzlicher, V ſt in und nit Heerzen, denn mit dem Herzen iſt Friederike Goßmann zu als Friederike Goßmann, die unzählig oft entſtellt und car⸗ ſo ihn heißt, beurtheilen, wenn ſie gewürdigt werden ſoll. Gewürdigt? rikirt, aber noch kein einziges Mal treu und ehrlich wieder⸗ uth eines g-⸗ Es werden Viele der Meinung ſein, ſie ſei dies hinreichend; gegeben iſt. Solche Verunglimpfungen ihrer Aeußerlich⸗ nur noch ein Einzelne ſogar— denn wo fänden ſich dieſe„Einzelnen“ keit entſpringen nicht etwa einzig aus dem Ungeſchick der „ Aus jener nicht?— werden ob des Zuviel bedenklich die Köpfe ſchüt⸗ Portraitirenden, dieſe verzerrten Portraits haben eine jußerer und teln. Wenn freilich die Würdigung der Künſtlerſchaft durch tiefer wurzelnde Urſache, die auf das Engſte mit dem mora⸗ Mädchen ſich Applaus, Hervorruf, Blumen und noch weiter gehende liſchen Unrecht verfaſert iſt, das täglich der Künſtlerin an V am gefolgt, Excentricitäten der Demonſtration erſchöpft wird, dann iſt ihrer Innerlichkeit zugefügt wird. Ein Bild der Goß⸗ nd Schärfen Friederike Goßmann genug geſchehen, denn ihre äußeren mann, das am Schaufenſter hängt, darf um keinen Preis ttheile Platz Erfolge ſehen ſich vergeblich nach einem Beiſpiele um. Ge⸗ jene ſanften, weichen Mädchenzüge tragen, wie ſie von der — V Ew. Hoheit zu gelangen, ſoviel barbariſche, von ſeines Gleichen ſchrieb er an ſeinen Hof eine officielle Depeſche, worin er ſagte, er 99 verunreinigte und verheerte Länder durchreiſen müſſen, daß er ſei mit ganz außerordentlicher Rückſicht empfangen worden; der auf ſeiner Reiſe viel zu leiden gehabt hat; er iſt faſt nackt und aus⸗ Sultan habe ihm ſeine Beamten bis an das Eingangsthor des V gehungert.“ Palaſtes entgegengeſandt; er ſei von den vornehmſten Perſönlich⸗ Die Antwort des Sultans lautete nun: teiten des Reichs bedient, mit einem Ehrenkleid bedeckt worden,
„Man gebe ihm zu eſſen und kleide ihn, und mein Vezier V und zuletzt habe der Sultan ihm ein prachtvoll angeſchirrtes Pferd trage Sorge für ihn, ehe er mir ihn vorſtellt.“ aus ſeinem Marſtalle zum Geſchenk gemacht. In einer vertrauten Um den großmüthigen Abſichten des Sultans Folge zu Depeſche, welche die ganze Wahrheit ſagte, erzählte aber der ſon, ni einen leiſten, baten die Beamten den Geſandten, ihnen in den Palaſt Geſandte alle Demüthigungen, denen er ſich hatte unterwerfen zlaubte, daß en des Größherrn zu folgen, und nachdem man ihn durch die Gärten’ müſſen, wobei er zugleich den Wunſch ausſprach, die Regierung dldurgzurüc und Höfe geführthatte, brachteman ihn zum Vezieroder Reis Effendi,
des Geſandten wörtlich Herr Chef, und eine Abkürzung des Wortes reis ul moniell zu erſparen.
möge ſich bemühen, ſeinem Nachfolger ein ſo verletzendes Cere⸗ kuttab, d. h. Chef der Schreiber, welchen Titel man früher in Der erſte Krieg der Engländer gegen die Birmanen im Jahr V
u,borrſcher del 1 2 2. 1.*
Bebehan der der Türkei dem Miniſter des Auswärtigen gab. Dieſe Würden⸗ 1826 führte ſie von Sieg zu Sieg bis an die Thore der Haupt⸗
a⸗ träger empfingen nun ihrerſeits den Geſandten, und um die ſtadt, und der Kaiſer ſah ſich genöthigt, in dem Friedensſchluß ſich „ von dem Bedingungen des Programms zu erfüllen, ließen ſie ihn mit zur Zahlung einer großen Kriegscontribution und zur Abtretung tſel⸗ pvielem wohlriechenden Waſſer parfumiren, dann mußte er ſein der Provinzen Tenaſſerim und Arrakan an die Engländer zu ver⸗
Schuhwerk ausziehen, um ſich die Füße nach der Landesſitte zu ſtehen. Der Geſchichtsſchreiber des Reichs Birma erzählt aber
bieter dem 9. bebiran tsi oekleiden, und nachdem er alsdann mit einem Pelz bekleidet die Geſchichte jenes Kriegs officiell in folgenden Worten: noerſe vitten, woorden war, luden ſie ihn zu einer Mahlzeit ein. Erſt wenn„In dieſem Jahr wurde eine Flotte der Barbaren, welche unſt nn Gnade dieſe ganze Ceremonie erfüllt worden war, führte man den Un⸗ der Hunger aus ihrer Heimath vertrieben hatte, in unſre Gewäſſer
Ihle d ⸗ ggläubigen bei dem Beherrſcher der Gläubigen ein. Dieſer richtete verſchlagen. Durch die von ihnen begangenen gewaltſamen Acte
) antſchul⸗; 5. 57; 45. 5 7 f ſi zu en 3 nicht ein Wort an ihn; er ließ ſich die Gegenſtände zeigen, welche hatten ſie die rächende Wuth unſrer Truppen auf ſich gezogen, und
daß ſie gegen die Tapferkeit unſrer Truppen nichts vermochten,f ß
e Tuibut den Tribut bildeten, befahl einem ſeiner Beamten, die Beglau⸗ ſie wurden in mehreren Gefechten geſchlagen⸗ Als ſie nun ſahen, eſandte dund igungsſchreiben zu nehmen, die er ſelbſt nicht zu berühren ge⸗ T verm uneheeſäg rruhte, und er hob dann die Audienz auf, indem er ſeinen Stall⸗ ſo baten ſie um die Erlaubniß, eine Deputation der Ihrigen an ſelbſt zu Bote 1 meiſtern befahl, den unglücklichen Fremden nicht zu Fuß den Kaiſer ſenden zu dürfen, um demſelben ihre Bedürfniſſe und gerührte fortgehn zu laſſen, ſondern ihm ein Pferd zu geben. Soͤbald der ihre Reue auseinander zu ſetzen. Der Kaiſer, von Milleid ge⸗
zuuen Geſandte wieder in dem Geſandtſchaftshotel angekommen war, rührt, ſchickte die Meiſten von ihnen in ihr Vaterland zurück, V in die 2 4
————— 5—
N


