—
(V. Jahrg p Nr. 41.)
frei! Ermuntn biſt freil“ Fri te auf mich d 3 Kanonenſchüſſ aft getrieben, den Act meing van Simeonitſt daß mein Hen le er nicht bezah abgetreten habe „„lch habe num
erfuhr kurz nachher, daß Olga von einem reichen, häßlichen und kleinen Fürſten entführt worden war. Es iſt be⸗ merkenswerth, daß kleine Männer am häufigſten Frauen entführen; ich weiß nicht, woher das kommt.
Mein Dienſt bei dem Juden war für mich nichts weiter, als die Lehrzeit der Freiheit, und es ſchien mir, daß dieſe Lehrzeit weit leichter ſein müſſe als jede andre. Doch um zu lernen, hatte ich zu viel zu vergeſſen! Ich hatte in meiner Jugend geträumt, ich hatte ſogar oberhalb meines „Hauptes den Himmel offen geſehen; damals hätte ich mich der Freiheit erfreuen können; jetzt iſt es zu ſpät; ich fühle mich als ruhe eine Laſt auf meinen Schultern, als habe ich eine Kette am Halſe, die mich an die Erde feſſele. Das iſt die Gewohnheit! Was auch mein guter Jude ſ lernt nicht, ein Menſch zu ſein. zu verlernen, Leibeigener geweſen zu ſein. nicht alt, doch in meinem Alter wachſen die Flügel nicht mehr, und nach einer zwölfjährigen Lehrzeit habe ich noch nicht verlernt, Leibeigener geweſen zu ſein, und ebenſo wenig gelernt, frei zu ſein. Nann gewöhnen⸗ prächtigen Adler; er ſchlug mit ſeinen ſehr großen Flügeln aus einer refa die Luft; ſeine feurigen Augen waren auf die Sonne ge⸗ uugehen. Wen richtet; er ſtrebte gen Himmel, doch er war mit dem einen
ſt Du Deine Fuß gefeſſelt. Glücklich ſind unſre Enkel zu preiſen, di
anen monatlichen, dir nicht bezah⸗ e dauert, ſo wirſ el Lohn monatlich jehen wirſt. Se
gekoſtet haben mkann; vor Ab⸗ t frei; Du mußt
agen mag, man
Ich bin noch
rde
e hieße die Herr als freie Menſchen werden geboren werden!
Dritte
Das Schwierigſte iſt, es
In St. Petersburg ſah ich einen
folge.
ſagt mehr über die Leibeigenſchaft, als Büche nale, und wie es mir ſcheint, b welcher jeder Leſer zu begreifen vermag, weit mehr als jede Lobrede und jede Abhandlung die Dringlichkeit und die Größe des Werkes, das Alexander II. zum Segen für ſein Reich und die Menſchheit ins Leben zu führen entſchloſſen iſt. Möge es ihm vergönnt ſein, daſſelbe unter dem Bei⸗ ſtande der Vorſehung auszuführen, und Millionen werden ihn dafür ſegnen, ſein Andenken wird für immer ein Segen bleiben und ſein Name in der Geſchichte für alle kommende Zeiten eine ehrenvolle Stelle einnehmen.
r und Jour⸗ eweiſt dieſe einfache Geſchichte,
gedichte von Emil Rittershaus.
Morgenfrühe.
Noch ſind die Blumen halb
geſchloſſen, Noch ſind die V
öglein ſchlummermatt;
nweihen.“ Nach Verlauf von ſechs Monaten verließ ich meinen Der Thau, der ſich bei Nacht ergoſſen, lange fortgeſet: Befreier mit Thränen in den Augen, das Herz voller Dank⸗ Fällt leis im Wald von Blatt zu Blatt.
au in meine Arut barkeit. Der Zufall führte mich nach Taganrog; mein Es zittert durch die grünen Hallen
s Wort entzoge guter Stern brachte mich unter der Form des Cometen in Des Morgenwindes duft'ger Hauch,
Manu nicht i Berührung mit Herrn., dem ich noch heute diene. Ich Und wie des Thaues Tropfen fallen,
g der vielme bin glücklich, denn die Erinnerung an die Vergangenheit Fällt von der Bruſt die Schwermuth auch.
men ab,”. da ne ich beſcheiden in meinen Wünſchen und leicht zu be⸗ 8 7. 17— 2 3..„
rrten 3 hab ftedigen im Glück. Ich bitte Gott um nichts weiter, Und wieder bebt mir durch's Gemüthe aß er ſeine Fu als daß er das Leben des Kaiſers erhalten und ſegnen Die Wonne, die mich einſt entzückt;
0 eſſor für ſi Nöge, und warte,⸗— Aufs Neue blüht ſie auf, die Blüthe ſo beſſer für ſi moge, dun—. 8— 2
eein F Das Gemälde, welches Jewgra hier gezeichnet hat, Die faſt des Lebens Laſt erdrückt.
te prügeln. J he zelch 1 ;zer keine Mühen Mir aber im Herzen wohnt altes Leid, dereinſt, wenn der Lebenstabak nausgeſchweelt“ iſt in„unſerer
eiter keine nu Mein Liebchen— und welke Träume. Pfeife“, in„ſelige Lüfte“ verduften wie der Rauch eines alten 3 efriedigen u ſi zelkheit wiederholt ſich in einem andern Liede: Polaken! Wäre dem großen rbetoriſchen Phraſendichter Georg 5 zu laſſen⸗ Ich grub meiner welken Liebe Herwegh dieſes Symbol eingefallen, ſo würde er es lieber gebraucht
ſelvſt ainde iſ Im Herzen ein tiefes Grab. haben als ſeinen Seufzer:„Ich möchte hingehn wie das Abend⸗
i, denn der We 4 Noch ſelbſtſtändiger wird die Anſchauung, wenn in einem roth!“ er hätte dann auch einen guten Geruch binterlaſſen, welches 4 auch frei von a 1 Rothweinliede„Küßchen“ und„Röschen“ auf einander ſich ſo nicht der Fall iſt. 3 zunde in Bezug d weiuin muß, oder wenn es in einer„Scene aus der Nacht“ Damit aber der Dichter nicht glauben möge, es ſei keine
ne Sorgen aufar eißt: Neigung vorhanden, bei ihm das wenige Haltbare anzuerkennen,.
oft Dageveſen Bewahre uns Gott, daß ſo Keiner verder bt, heben wir als iche, of 4 d
en Jugen der ewigen Jugen
5 Und nicht erſt die Sorge zu Mitgefühl gerbt. riſcher Fon ein lyrij
Alſo das Unglück gerbt den Menſch
1 hen eine Theilnahme an, zwar nicht, um ſich zur Edition von Poeſien berufen zu fühlen, ſie
hen Werth hut er hoffentlich doch auf eine anſtändige Weiſe! Wir ſchließen ſind aber immerhin genügend, um in der Familie oder im tten in ſic. 9 wit dem theilweiſen Schluß eines„Raucherliedes“: Kreiſe enger Freunde als ehrenwerthe Ausſprache des Innern tantelt Sie ſp Mit des Frohſinns Pfeifenhebel einmal vorgeleſen zu werden. Es iſt zwar jetzt leider Jedermann
ſe wohlhabend Führen wir die Lava aus, gegeben, ſeine Empfindungen auch gereimt auszuſprechen, aber es 4 geben, umn Und der Grillen ſchwüle Nebel tbut es doch gottlob nicht Jeder, und ſo markirt es ſich immer be einem Go Dampft der Krater frei hinaus. mit Beihülfe eines guten Glas Weines als eine kleine Ausnahme.
S1. 3. O. Banck.
1 Wenn in Trümmer ſcherbenweiſe
1 7 Unſre Pfeife einſt zerfällt,
Wächſt kein Kraut uns mehr— iſt leiſe Unſer Tabak ausgeſchweelt—
Wie die zarten blauen Düfte
Sanft vereint, zum Aether ziehn,
1 f. zr— t in dem Hauſe ſeines Vaters. buſt So auch mög in ſel'ge Lüfte. der fünfundzwanzigjährige Johann Ludwig Botomay. In dem n ein pan dich Unſer letzter Hauch entfliehn. 4 Alter von zwei Jahren wurde er von einer rheumatiſchen Krank⸗ ie ngalant; Es gehört wirklich„des Frohſinns Pfeifenhebel“ dazu, um heit ergriffen, welche ſich über ſeinen ganzen Körper verbreitete cen iger an: Mſhr poetiſchen Wunſch hervorzuheben, unſere Seele möge Nur der Kopf blieb davon verſchont. Seit jener Zeit iſt& ann hen Kleld,„ ne.——
ſinn“ hervor.
geſund, friſch und rein menſchlich
das Lied„Froh⸗ Dieſes und einige andere
Productionen genügen
Miscellen. Ein Zwerg. In Savigny bei Lauſanne leb
V V V V


