Jahrgang 
28-52 (1859)
Seite
651
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terzeichnete meinen ſehe es wohl, daß en laſſen. Wozu nich gegen meinen eht gegeben? Ich eit zu werden oder un habe ich immer Knute gehabt; ich 3iich bin wie das erröthe ich wohl

gnen Augen konnte

Dankl ich habe ihr

von Olga Abſched cht, doch ich flhlte tragen; ich würde ihr zu erſcheinen. öhnt. Die Natur rke begabt. Ich nur dahin gehen. ie ein Schiff ohne meiner neuen Ge⸗ rratow, ohne den Olga nicht weiter, auern und doch mit Traum denkt. Ein iſtes eines Kranken⸗ te meine alte Ge⸗ tete, nur mich an alle Tage und ſie s war eine lange, fmeinen Arm ge⸗ gekommen, reichte zum Küſſen und u beerdigen. andergeſtllte dei andern Puntte ſin

die alten Futi⸗ ke man die wider fr Aſche 2 bis 15

NV. Jahrg.

5 41.]

Wäährend dieſer Zeit war es meinem Herrn durch ir⸗ lend eine glückliche Speculation gelungen, wieder in den zeſitz ſeines Gutes zu treten. Er ſchickte mir den Befehl, nich dort bei ihm einzufinden. Im Augenblick, wo ich ab⸗ reiſen wollte, wurde ich gefährlich krank und blieb ſechs Wochen lang im Hospital. Kaum hergeſtellt ließ der Po⸗ izeiinſpector mich zu ſich rufen.

Du biſt nicht frei? fragte er mich.

Ich bin nicht frei, Ihro Excellenz.

Weshalb haſt Du den Obrok nicht an Deinen Herrn hezahlt?

Ich habe ihn bezahlt, Excellenz.

Du lügſt. Warum haſt Du Dich geweigert, auf das Gut zurückzugehen, als Dein Herr Dich zurückgerufen hat?

Ich habe mich nicht geweigert, Excellenz; ich bin er⸗

rankt, ich komme eben aus dem Hospital. Ich wollte mich ben auf den Weg machen, als man mich auf den Befehl Sw. Excellenz hierher geführt hat. Du lügſt, Du lügſt. Ich kenne Deinen Herrn; er ſat an mich geſchrieben und mich gebeten, Dich auf ſein Hut transportiren zu laſſen. Morgen werde ich Dich ab⸗ enden.

Man ſchor mir den halben Kopf; man gab mir zwei diebe zu Gefährten, die wie ich geſchoren und mit Ketten efeſſelt waren, und wir marſchirten unter der Wache von rei Soldaten ab. So legte ich in kleinen Tagesmärſchen Und ziemlich traurig tauſend Werſte zu Fuß zurück. Mein derr empfing mich ſehr ſchlecht; durch Erfahrung belehrt, Nlieb ich ſtumm, um den Schlägen zu entgehen. Meine

eſignation entwaffnete ihn in der That. Meine Krank⸗ eit und die Anſtreugung der Reiſe hatte mich ſo abge⸗ agert und ſo entſtellt, daß er Mitleiden mir mir hatte. ch glaubte es wenigſtens; er entband mich jeder Arbeit d befahl mir mit Sanftmuth, gut zu eſſen, gut zu plaſen und ganz nach Belieben ſpazieren zu gehen. An

eine ſchlechte Behandlung gewöhnt, fühlte ich mich von ſo viel Mitleid ganz durchdrungen und verlegen. Am fol⸗ genden Tag erfuhr ich, daß JIwan Simeonitſch auf dem Punkte ſtand, ſich zu verheirathen, und daß er ſeiner Braut unter andern Hochzeitsgeſchenken auch den ſchönſten, treuſten und einſichtsvollſten ſeiner Leibeigenen verſprochen hatte. Deshalb hatte er mich wie einen Sträfling zurückbringen laſſen; deshalb ſchickte er mich wie ein Thier auf die Weide. Ich hatte anderthalb Monate vor mir, um fett, friſch und heiter zu werden. Im Innern meiner Seele empörte ich mich dagegen; die Reiſen und, wie ich glaube, beſonders die Liebe für Olga hatten mich emancipirt. Wenn ich mich auch noch nicht ganz ein Menſch fühlte, ſo fühlte ich mich wenigſtens mehr als eine Sache. Außer Stande, etwas zu verſuchen, mich dem Willen meines Herrn zu widerſetzen, ſchwor ich, mich demſelben zu entziehen. Der Fluß rollt für Jedermann einher, ſagte ich zu mir, er gibt mir die Freiheit zu ſterben. Dieſer Entſchluß beruhigte mich, und ich fuhr friedlich fort mich zu warten.

Unter dem Vorwand, dem Junggeſellenleben Lebewohl zu ſagen, gab Iwan Simeonitſch ſeinen Freunden Feſte über Feſte. Ohne Zweifel erſchien ihm die Ehe als das Grab der Freude und des Vergnügens. Ehe er die Schwelle des traurigen Heiligthums überſchritt, verpro⸗ viantirte er ſich für eine lange Zeit. Dieſe Feſte waren Schlemmereien, und ſicher blieb der junge Mann darin ganz zurück. Man iſt aber allgemein darüber einig, daß der blaſirteſte, der hagerſte Bräutigam der beſte Ehemann wird. ſeiner Freunde. Weshalb nicht? Es war ein reicher, rechtſchaffener Kaufmann aus Niſchni, ein Lebemann, ſehr geſchickter Kartenſpieler und nach Gewohnheiten, Geſchmack und Geſicht faſt kein Jude. Er ſeinerſeits kam, wie er ſagte, um ſeinen Freund zu beerdigen. Ich gefiel dieſem Juden, er ſah mich gern und es machte ihm Vergnügen, mit mir zu plaudern und mir freundſchaftlich auf die

toßes römiſches Gebäude entdeckt, das oberhalb der Gewölbe rſchüttet iſt und das eine Fagade von 160 F. hat. Die Capelle s heiligen Ludwig hat ihm nicht erlaubt, an der Stelle Nach⸗ nabungen zu veranſtalten, von der man vermuthet, daß auf ihr Tempel des Aesculap geſtanden hat. Er hat indeſſen von eſſem Tempel, der von weißem Marmor in corinthiſcher Ordnung nd in einem vollkommen des Zeitalters des Auguſtus würdigen tyle gebaut war, zahlreiche Fragmente geſammelt. Eben ſo die Stelle aufgefunden worden, wo der im römiſchen Styl ſwaute Tempel des Jupiter geſtanden hat.

Was das große Gebäude betrifft, welches entweder das galais der römiſchen Proconſuln für Afrika oder die öffentliche

bibliothek Carthagos geweſen ſein mag, ſo iſt daſſelbe nur theil⸗ ſſe herausgegraben worden, weil die Fortſetzung dieſer Arbeiten

ten erfordern würde, welche die Kräfte eines Privatmannes ſteigen. Von demſelben ſind indeſſen doch ſieben große Säle gelegt, in denen ſich Verzierungen in Stuccatur, koſtbarer nor und Piedeſtale finden. Dieſelben liegen genau unter

en Linge der apelle, welche der König Ludwig Philipp auf einer Stelle, en. Iedel der Bey von Tunis dem König überlaſſen hatte, zu Ehren

380 Cen⸗ ſigs des Heiligen errichten ließ. niedergeBeulé hat am Schluſſe ſeines Berichts den Wunſch ausge⸗ tbar Pochen, daß der Kaiſer der Franzoſen im Intereſſe der Alter⸗ en de beſtätigt, mch nswiſſenſchaft dieſe Nachgrabungen fortſetzen laſſen möge, niber a hoch waen ren Ergiebigkeit im Voraus geſichert ſei. Wir ſchließen uns 1d 45 F. Burg 300 ſem Wunſche aufrichtig an, denn in jedem Falle wäre die dar⸗ in die abeingen, hf verwendete Summe nützlicher angelegt, als die Millionen,

oldaten die Ma

in plche der jetzt in Italien geführte Krieg Frankreich gekoſtet. C.

Aus der Gegenwart.

Die beſtraften Raben.

Die folgende von einem Zuaven erzählte Anekdote zeigt, wie die franzöſiſchen Soldaten in Italien die Bauern zu beſtrafen wußten, die ſich in der Nähe der Armee herumtrieben und des Abends nach einer Schlacht ſich auf das Schlachtfeld ſchlichen, um die Todten zu berauben.

Es war in der Nacht nach der Schlacht bei Solferino. Die Ebene war mit Todten bedeckt. Einige Grenadiere hatten ſich aus dem Lager entfernt, um unter Maulbeerbäumen zu ſchlafen. Die übergroße Anſtreng ung während des Schlachttages gab ihnen einen ſehr feſten Schlaf, nur Einer von ihnen ſchlief nicht, denn er war beauftragt, die Kameraden, wenn etwa ein Alarmzeichen gegeben werde, zu wecken. Dieſer ſah Leute ſich heranſchleichen, die ſich ein Geſchäft daraus machen, die Todten auf dem Schlacht⸗ felde auszuplündern und denen das Heer den Schimpfnamen Raben gegeben hat.

Seit langer Zeit ſprach man von dieſen unheilvollen Ban⸗ diten, die dem gefallenen Soldaten ſein edles Leichentuch, die Uniform, worin er gekämpft hat, entreißen. 3

Der Wache haltende Soldat ſah eine Gelegenheit, ſie auf der That feſtzunehmen. Er war ſicher, daß ſeine Kameraden zu feſt ſchliefen, um zu erwachen, und was ihn ſelbſt betraf, ſo ſtellte er ſich todt. Die Raben überließen ſich ihrem Geſchäft, unter⸗ ſuchten die Taſchen der Todten und betrieben ihr abſcheuliches Handwerk. Bald bemerkten ſie die Schläfer.

Halt, ſagte Einer von ihnen,die ſind von den Uhlanen

Mein Herr zählte einen Juden unter die Zahl

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