N. Jahrg.
vannte Oihſen,
angenommen, lief zu meinen Am folgenden ſehen. Unter⸗ Ochſen mit den nz ſtolz, god
Rr ausſah als dürr und ganz er Mann, der gz er vertraute anzutreiben; er die Ruhe und len, vußte aber daß ſeine Ein⸗ Cigarren, trant Ich hatte bei
meon Aphana⸗ g Werſte weit dafuͤr be⸗ hrte. Mit den auf mich ver⸗ noonus erinnert wie dieſer libte elte, ſeine elgnt eine Fortſchritte hres las ich ein unte ich Brannt⸗ mudhen. Von der Diaconus ſſondre Anlage imeon Aphana⸗ mit, als Chor⸗
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Stallmeiſter, Knecht, Hufſchmied und Thierarzt ſein. bleiben, und Du wir
mung leon gehörte bereits dem Bunde der Carbonari an, ch vante zögerte nicht, ſich dieſen Beſtrebungen anzuſchließen. Niabtllch'. 9
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Brie fan ſeine Mutter geht hervor, daß er beſonders
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4 wende Schritte gedrängt.„Ihre Liebe,“ heißt es d
Werlduint den Stand ſetzen, uns zu verſtehen. Wir müſſen die Verpflich⸗ was wir für ein weißes Blatt halten, mit ſymp athetiſcher 1 zungen halten, die wir übernommen haben, und der Name, den Tinte beſchrieben, deren Zeichen, wenn der rechte Augenblick ge⸗
gen wirtſ goui wi tragen, nöthigt uns, den ung lücklichen Völkern, die uns um kommen, wieder ſichtbar werden!
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„3Grfönig ona Weiſta nrufen, zu Hülfe zu eilen! Rechtfertigen Sie mich in
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Nr. 41.]
knabe in der kleinen Capelle, die zu ſeinem Landgute ge⸗ kurze Zeit, um mich Geſchmack daran finden zu laſſen. Ich hörte, zu fungiren. habe Ihnen nicht geſagt, daß mein Herr ein Witwer war „Chorknabe!“ rief ich,„aber, Simeon Aphanaſitſch, und einen Sohn hatte. Dieſer Sohn ſtudirte in Peters⸗ „ich weiß nicht, was man ſingen muß.“ burg in der Cadettenſchule, um Officier zu werden. Zur „Du wirſt es lernen.“ V Ferienzeit kam er zu ſeinem Vater. Er war ein junger „Und ich kann nicht ſingen.“— Mann von etwa ſechzehn Jahren, immer brutal, eigenwil⸗ „Was haſt Du zu ſprechen, Bube? Welche Kühnheit! lig und immer zankend. Auf dem Lande war er der Ty⸗ Du wirſt ſingen, ich will es.“ rann der Mädchen, das Herzeleid der Mütter. Eines
„Aber ich habe keine Stimme.“ Tages kam ihm der Gedanke in den Kopf, aus allen jungen „Du magſt ſingen wie ein Ziegenbock, aber Du wirſt Leuten des Dorfes ein Bataillon zu bilden, um ſich im ſingen, ich befehle es.“ Commandiren zu üben. Ich wurde demſelben einverleibt.
Mit dieſen Wornten ſtampfte er heftig mit den Füßen Der Soldatenſtand erſchien mir damals als der ſchwie⸗ und verſetzte mir ein paar tüchtige Ohrfeigen. Es war rigſte, der undankbarſte und der gemeinſte. Es kam vor, nichts weiter zu thun; ich ſang, ich bekam endlich ſogar
daß ich vierundzwanzig Stunden unter den Waffen bleiben eine ziemliche Stimme und fing an, meine Aufgabe ganz mußte, wobei mich bloß die Furcht vor dem Stocke wach anſtändig zu löſen, als mein Herr mich fragte, ob ich erhielt, wie einen Hund, der auf den Hinterpfoten ſtehend Poſtillon werden wollte. dient. Ich bedauerte die Zeit, wo ich die ganze Nacht hin— „Poſtillon!“ rief ich;„ich habe noch nie ein Pferd be⸗ durch Stiefeln wichſte; ich bedauerte den Diaconus, die ſtiegen; ich will lieber Chorknabe bleiben, wenigſtens laufe Capelle, den Pferdeſtall und meine Pferde. Auch muß ich ich dabei keine Gefahr.“ ſagen, daß unſer junger Herr ſich weit mehr in der Füh⸗ „Du wirſt Poſtillon ſein, ich will es, und zugleich will rung des Stockes übte, als in militäriſchen Evolutionen, ich Dir das Raiſonniren vertreiben.“ und daraus ſchloß ich, daß von dieſen beiden Wiſſenſchaften In weniger Zeit als ich bedarf, um es Ihnen zu er- die erſte für die Inſtruction eines Officiers die wichtigſte zaͤhlen, empfing ich ein Paar Ohrfeigen und einen Fußtritt, und die nothwendigſte war. Glücklicher Weiſe war ich nur der mich außerhalb des Zimmers verſetzte. In derſelben drei Monate Soldat. Mein General erklärte ſeinem Art, wie ich zum Chorknaben gemacht worden war, wurde Vater, er ſei mit mir zufrieden, und bat ihn, für meine Er⸗ ich auch zum Poſtillon gemacht. Man muß eingeſtehn, daß ziehung Sorge zu tragen, weil er ſpäter mich zu ſeinem Ohrfeigen einen ſehr mächtigen Einfluß auf die Erziehung Diener nehmen wolle. enes Knaben haben; ſie machen ihn für Alles geeignet„Begreifſt Du,“ ſagte Simeon Aphanaſitſch zu mir, und ganz beſonders entwöhnen ſie ihn des Raiſonnirens.„zu welcher Ehre Du eines Tages berufen ſein wirſt und Die Befugniſſe meines neuen Standes waren viel ausge⸗ wie Du Dich anſtrengen mußt, um Dich derſelben würdig dehnter, als ich es gedacht hatte; ich mußte zu gleicher Zeit zu machen? Du konnteſt Dein ganzes Leben lang Poſtillon ſt der Kammerdiener meines Sohnes Meine Pferde arbeiteten weniger als ich. Alle dieſe Func— ſein! Du wirſt nach Niſchni reiſen; ich bringe Dich dort tionen wurden mir theils aus Gewohnheit, theils aus in die Lehre.
Bedenke, daß das mir Geld koſten wird; Rothwendigkeit leicht und vertraut. Es dauerte nur eine führe Dich gut auf und arbeite tüchtig; wo nicht, ſo rufe ich
nit den Beſitzungen und Schlöſſern der Napoleoniden bedeckt. in die Nothwen igkeit verſetzt worden zu ſein, nur eine einzige war iſt es nicht erwieſen, daß die ältern Mitglieder der Familie That ſeines Lebens vor ihr zu verbergen.“ Schon in der Zeit ch bei den revolutionären Händeln jener Zeit betheiligt hätten. dumpfer, noch nicht zum Ausbruche gelangter Gährung hatten die rkönig Louis war in ungeheuchelter Angſt und Verzweiflung. Römer der Prinzen Louis, die dreifarbige Fahne, das Banner⸗
wver die Verwegenheit ſeiner Söhne; die Furſtin von Canino ließ zeichen der Republik, in der Hand, die Straßen durchreiten ſehen. ioren äalteſten Sohn, der ſich den Rebellen anſchließen wollte, ge⸗ Sein erſtes geſchichtliches Auftreten iſt das eines republikani⸗ fungen nehmen und auf das Schloß zurückbringen, und der wür⸗ ſchen Verſchwörers zu Gunſten der nationalen Unab⸗ dige Cardinal Feſch, der geizige und engherzige Hüter ſeiner hängigkeit Italiens. Ob es ihm damals Ernſt geweſen Millionen, ſchien keineswegs der Mann für gefährliche und weit- mit der Republik oder mit Italiens Freiheit—— ob er das mchende Pläne. Doch vielleicht war dieſe Zurückhaltung nur Glaubensbekenntniß ſeiner Thurgauer Nachbarn aufrichtig ſich eine vorſichtige Deckung für die Familie im Großen und Ganzen, angeeignet oder bereits weitergehende Pläne in ſeiner Seele trug denn das Wagniß der jüngeren Hitzköpfe einen unerwünſchten— wer vermag dies zu beurtheilen? Jetzt, nachdem bereits gegen dreißig Jahre verfloſſen, erſchien er wieder mit der alten
husgang nehmen ſollte. Als Hortenſe in Toscana ankam, war die Gährung im Loſung auf dem alten Schauplatze, aber nicht die dreifarbige Kirchenſtaate auf das Höchſte geſtiegen. Ihr älteſter Sohn Napo⸗ Fahne der Republik, ſondern die Kaiſeradler in ſeinen Händen der jüngere haltend; nicht einen Haufen Verſchwörer führend, ſondern die Hortenſe Armeen einer großen Nation! Und wieder ſtand ihm derſelbe machte allein eine Reiſe nach Rom, und bei der Rückkehr nach Feind gegenüber, der damals ſeine Schaaren zerſprengt und ihn Foorenz fand ſie ihre Söhne nicht mehr. Sie hatten ſich in den ſelbſt in eine angſtvolle Flucht gejagt, auf der er jeden Augenblick Kicchenſtaat begeben, um dort das Banner der Empörung aufzu⸗ vor dem Tode durch die Hand des Henkers zitterte! teken. Aus einem zurückgelaſſenen Schreiben des 2 Prinzen Louis Sollte der ſchweigſame Mann noch die Erinnerung der alten zu dieſem raſchen Unbill im Buſen getragen und jetzt auf glänzende Nache ge⸗ arin,„wird Sie in ſonnen haben? Bei ſolchen verſchloſſenen Charaktern iſt Vieles,
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Der Verlauf der damaligen Unruhen in der Nomagna bot den jungen Prinzen nur geringe Gelegenheit, ſich auszuzeichnen. Zwar waren ſie anfangs zu Führern der Aufſtändiſchen ernannt
ugen meiner Schwägerin, welche mich ohne Zweifel tadeln in, ihren Mann mitgeführt zu haben; es thut dieſem leid, jemals
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Drilte golge. 645


