ſicctsvoll, Gott ſei dafür gedankt! Ich bitte Sie, laſſen Sdie ihn leſen und ſchreiben lehren.“ „Welcher Sohn?“
V„Nun, mein Sohn, der ſo glücklich geweſen iſt, i
Ihrem Hauſe in Dienſt zu treten.“
„Wer denn? Jewgraf? Du biſt ein Narr un Junge taugt zu gar nichts, er iſt einfältig. Du denn leſen? Befindeſt Du Dich deshalb weniger wohl? Biſt Du als Zimme das Leſen und Schreiben? Leſe ich? Geh fort, alter V Dummkopf.“
ſeein, wenn er auf die Frage: Wozu nützt das Leſen und Scchreiben? hätte antworten ſollen. Er zog ſich ganz be⸗’ ſchämt über den von ihm gethanen Schritt und mit der Ueberzeugung zurück, daß er ein alter Dummkopf ſei. Kurze Zeit nachher machte Aphanaſitſch, ein Pomeſchtſchik aus der Nachbarſchaft, meinem Herrn einen Beſuch.
b„Liow Alexeitſch,“ ſagte er nach dem Abendeſſen zu
ihm,„dieſer Junge gefällt mir ſehr; Sie müſſen ihn mir
überlaſſen; ich gebe Ihnen zum Tauſch dafür ein zehnjäh⸗
riges Mädchen, welche die Heerden ganz ausgezeichnet
hütet, die Kühe zu melken und die Schafe zu ſcheeren
verſteht.“
„Gott Lob und Dankl ich habe, was ich in der Art bedarf, Simeon Aphanaſitſch,,, antwortete mein Herr. „Ueberdies werde ich nie einen Mann gegen eine Frau
vertauſchen.“ „Wollen Sie Geld, Liow Alexeitſch?“
„Gott bewahre! Ich betrachte meine Bauern als Menſchen und verkaufe ſie nicht.“ „Dann wollen wir nicht weiter davon ſprechen, Liow
Alexeitſch; ich hätte indeſſen gewünſcht, daß der Junge mir gehörte.“ „Ich ſchlage ihn Ihnen nicht ab, Simeon Aphana⸗ . ſitſch; wiſſen Sie was, ſchicken Sie mir morgen zwei Paar
1 und ich will Ihnen dafür Jewgraf ſenden.“
n ſchriftlich aufgeſetzt und unterzeichnet.
Eltern. d der Tage verließ ich ſie, um ſie nie wieder zu ſehen. Kannſt wegs begegneten mir die zwei Paar jungen beiden Fuder Heu, und ich fühlte mich ganz ſtolz, ganz rmann weniger geſchickt? Wozu nützt allein ſo viel w
Niemandem vertheilte die Arbeit, die Nahrungsmittel, die Ruhe und
unge an zwei mit Heu beladene Wagen geſpannte Ochſen,
Der lange Zeit verhandelte Kauf wurde angenommen, Ich lief zu meinen V Am folgenden Unter⸗ Ochſen mit den
Wir weinten die ganze Nacht.
erth zu ſein.
„Mein neuer Herr, der viel verſtändiger ausſah als
Liow Alexeitſch, obgleich er ſehr lang, ſehr dürr und ganz Mein guter, alter Vater würde ſehr verlegen geweſen gelb war, war ein thätiger, unermüdlicher Mann, der ſeinen Bauern immer auf den Ferſen ſaß; er vertraute
die Sorge an, ſie zur Arbeit anzutreiben; er
die Strafen ſelbſt. Er beſaß nur 175 Seelen, wußte aber aus denſelben ſo viel Nutzen zu ziehen, daß ſeine Ein⸗ künfte ſehr bedeutend waren. Er rauchte Cigarren, trank franzöſiſche Weine und empfing Journale. Ich hatte bei dieſem Tauſche gewonnen.
Gleich nach meiner Ankunft ſchickte Simeon Aphana⸗ ſitſch mich, ohne Zeit zu verlieren, funfzig Werſte weit von ſeinem Landgute zu einem Diaconus, den er dafür be⸗ zahlte, daß er mich leſen und ſchreiben lehrte. Mit dem bewährten Auge eines Taxators hatte er auf mich ver⸗
ſprechende Hoffnungen geſetzt. Dieſer Diaconus erinnerte mich an meinen erſten Herrn, denn eben ſo wie dieſer liebte
er es, zu trinken, Karte zu ſpielen, ſeine Leute, ſeine eigne Frau einbegriffen, zu prügeln u. ſ. w. Meine Fortſchritte waren nicht raſch; nach Verlauf eines Jahres las ich ein wenig, ſchrieb aber noch nicht; dagegen konnte ich Brannt⸗ wein trinken, Karten halten und eine Pfeife rauchen. Von meinen guten Anlagen ergriffen, verſicherte der Diaconus
meinem Herrn, er habe in mir eine ganz beſondre Anlage
für die Kirche entdeckt und entwickelt. Simeon Aphana⸗ ſitſch rief mich ſogleich zurück und befahl mir, als Chor⸗
A Feuil
Aus Napoleon's III. Leben.
Unter den mannigfachen Broſchüren, welche in näherem und weiterem Bezug auf die letzten Weltereigniſſe erſchienen ſind und von denen viele die Biographien hervorragender Lenker enthalten, zeichnet ſich ein Bändchen von Rudolph Gottſchall über Kaiſer Louis Napoleon beſonders aus. Der Verfaſſer gibt darin eine biographiſche Skizze, die von der Wiege jenes Mannes bis zu ſeiner Gegenwart reicht, und die Arbeit, welche weder für noch gegen Napoleon irgend Partei nimmt, wird veredelt durch den⸗ jenigen offenen Blick, welchen Gottſchall immer bedeutungsvollen Fragen gegenüber bewieſen hat. Auch die frühere literariſche Thätigkeit des Kaiſers wird, ſo wie all ſeine Licht⸗ und Schatten⸗ ſeiten unbefangen beleuchtet, und zur Empfehlung für die weiteſten eeeſerkreiſe entnehmen wir hier dieſem(bei Kuhlmey in Liegnitz erſchienenen) Werkchen einen zuſammengefaßten Abſchnitt über Napoleons früheres Auftreten in Italien, welches intereſſante Parallelen zwiſchen dem Sonſt und der jüngſten Vergangenheit ziehen läßt. Der Autor erzählt uns: Auf Schloß Arenenberg im Thurg riſchen Studien beſchäftigt, brachte Prinz Lou is
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bin und hatte faſt das zweiundzwanzigſt 3 lution in Paris ausbrach und auf Augen⸗ blicke die glänzendſten Illuſionen in ihm wachrief. Doch der Name Bonaparte wurde weder während des Kampfes noch nach demſelben genannt, und bald hatte ſich Louis Philipp mit Hülfe Lafayette's und Lafitte's der Herrſchaft in Frankreich tigt.
ſeiner reiferen Jugend erreicht, als die Julirevo
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zungen, wel der geſtürzten konnten. mit denen ſich derartige politiſche nehmen ließen. Der Vater des lebte mit dem ältern Bruder, dem
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Familie in Canino und Muſignano.
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