zum Lich, e auf den Pfeil ſtand iner Toch⸗ annte nach zn Deinen was ver⸗ wehe, wie ain nichts dieus und zu erzäh⸗ der greiſe Laul Hal⸗ rch Gottes des Hauſes ein Wurm weinte.
hatte mich oorgezogen Hülfe an⸗ inenkirch⸗ Syndicus, tR a der Pfar⸗ n. Wehe, „ich kann Gerichtes wie ich bei
— hiingtreiben
ſeht, daß et nem Vohn⸗ nach Paris fruͤher 3 Folge deſſen ede 1od tte er durch denken nach zes buͦſi i Soltäͤler
ſo vie llte, ſov zu nidſſ iits ſchon eits 6.
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1 Drilte Folge.
Nr. 40.)
Laß leuchten Dein'n Mond, ſend' uns Dein Licht! Verlaß uns nicht! Verlaß uns nicht! Schütze uns Gott mit Deiner Macht, Führ’' uns in Dein Reich aus der dunklen Nacht
„Ein Brief aus Oſterburg!“ rief der alte Gelehrte, mit zitternden Händen das Siegel brechend und die ge— 1. waltigen, unſichern Schriftzüge, denen man den Herzens⸗ 3 jubel des Schreibenden anſah, überfliegend.„Gabriel! Jonas!... Großvater!... ein feiſter, geſunder Burſch
daß ſie es merkten, hatten ſie die wackere Schaar der ſchreit gewaltiglich... Gelobt ſei Gott, der Herr!
Schüler wieder erreicht, und tiefbewegt vereinigten ſie——— Morgen ſoll Meiſter Andreas Gehn, der Buch⸗
ihre Stimmen mit dem feierlichen Abendgeſang der Kinder drucker, mein Manuſcriptum haben!“...
der Reformation. Bald war das Thor der guten alten
Stadt Magdeburg erreicht, die hohe Schule endete ihren
Geſang und ſchritt ſittſam und ehrbaren Schrittes über
die Zugbrücke, an den bärtigen, wachthaltenden Bürgern
vorbei, welche wohlwollenden, ſchmunzelnden Blickes die
wackere Knabenſchaar mit ihren grünen Zweigen und Blu⸗„.
menſträußen an ſich vorbeiziehen ließen und ehrerbietig den Mar le P l ter ſen.
Scholarchen und ſeine ältern Begleiter grüßten. Ein Gedenkblatt.
Die Dämmerung ward ſchon zur Nacht, als die Schule
den Johannisberg nach dem Markt zu hinauf zog. An.
der Bildſäule des großen Kaiſers Otto entließ der abbas Es wird nicht Viele in dem Kreiſe gebildeter Leſer aetitiac Georg Rollenhagen ſein fröhliches Volk, und geben, denen die beiden reizenden Bücher:„Prinzeſſin ubelnd zerſtreuten ſich die Knaben nach allen Seiten hin. Ilſe“ und„die Irrlichter“(Berlin, A. Duncker) unbe⸗ Auf der Spiegelbrücke nahm der Magiſter Abſchied, um kannt geblieben wären. ſeine Wohnung an der Ulrichskirche aufzuſuchen, und Herr Machten ſie doch bei ihrem Erſcheinen ein ſo großes Jonas hatte Zeit, verſtohlen nach einem offenen Fenſter zu Aufſehen, erwarben ſich eine ſo wohlverdiente Anerkennung, lugen und auf eine Waldroſenknospe in dem Knopfloche daß ſie mehrere Auflagen erlebten und in fremde Sprachen ſeines Mantels zu deuten— welches Zeichen ſagen wollte: überſetzt wurden. Man fragte, forſchte, bemühte ſich eif— „Heut' Nacht, Jungfrau Agathe! Oeffnet Eure feinen rig, den Namen der Verfaſſerin zu erfahren— denn nur Oehrlein; ſchlummert nicht zu feſt, Jungfrau Agathe!“ einem tiefen weiblichen Herzen konnten dieſe duftigen, an⸗
Mit vollſtändiger Dunkelheit gelangte der Rector nebſt muthvollen Blüthen entſproſſen ſein, von jedem Blatte ſeinen Söhnen in ſeiner Behauſung an. blickten reine, jungfräuliche Augen auf uns. Man rieth
„Ein Brief! Ein Brief aus Oſterburg, Herr Rector!“ auf dieſe oder jene Schriſtſtellerin, aber das Dunkel blieb rief Martin, Ofenheizer der hohen Schule zu Magdeburg, ungelichtet, der Schleier wurde nicht gehoben, und nur Famulus des Scholarchen, Factotum der geſtrengen Frau wenigen Auserwählten war es wohl bekannt, wer ſie war, Rectorin Magdalena Rollenhagen. wo ſie lebte, die Dichterin, welche ſo Liebliches geſchaffen.
„Ein Brief! Ein Brief aus Oſterburg!“ rief Sabina, Sie wollte in ſtiller Verborgenheit bleiben. Das ſchützende die Magd, mit der Lampe herbeilaufend. Dach des Vaterhauſes, der liebe, traute Familienkreis barg
erſchallte es um die vier tiefbewegten Wanderer. Ohne
iſt in gewiſſem Sinmeſo tüchtig, daß es abermals als neu betrachtet werden muß. Seinen Inhalt bilden zwei biographiſche Skizzen von unſern großen Dioskuren und das Buch iſt als ein beſondrer Abdruck aus dem Grundriß zur Geſchichte der deutſchen Dichtung behandelt.
Die über Goethe und Schiller erſchienenen Schriften bilden
Deßwegen iſt es nach Wunſche dieſes oder jenes Kritikers, zuweilen eine offene Objectivität auch gegen unſre größten Autoritäten ausgeübt zu ſehn, denn unendlich vieles an ſich Un⸗ bedeutende wird oft bloß deßwegen bewundert, weil es von berühmten Männern ausgeht; eine ſolch übertriebene Huldigung
3 1 aber iſt ſchädlich, denn ſie verwirrt die Begriffe, indem ſie aus bereits eine kleine Bibliothek und ſie ſind durchaus keine über⸗ den Grenzen unbefangener vernünftiger Werthſchätzung in die flüſſigen Beſtrebungen, wie viele Böotier glauben, ſondern licht⸗ Grenzenloſigkeit befangener unvernünftiger Anbetung hinüber⸗ verbreitend und ſegensvoll für die höhere Culturgeſchichte unſrer ſchweift.
Nation. Zahlreiche dieſer Schriften ſtechen durch Gründlichkeit Beſonders ſind es die eingefleiſchten Goethianer, eine mit und Tüchtigkeit hervor, und man kann oft beobachten, wie der hohe wenigen Ausnahmen in ih en Productionen ziemlich hohlköpfige Gegenſtand den Geiſt der Schreibenden ſo wie deren Betrachtungs⸗ Geſellſchaft, welche zu glauben ſcheinen, Goethe habe allein das weiſe und Styl förmlich geadelt hat. Monopol gehabt, bedeutende Ideen zu faſſen, als ob der große
Auf der andern Seite kann es nicht fehlen, daß eine große Weltgeiſt ſich nicht noch hundert anderer Köpfe als Kämpfer be⸗ vollkommen natürliche Pietät, wie ſie immer das wahrhaft Erha⸗ dient hätte, um ſeine Kraft zu offenbaren. Konnten ſie auch bene erwecken wird, zugleich eine oft etwas blinde Verehrung und außer Schiller in ihrer Totalität nicht ſelbſt Goethe ebenbürtig Vertheidigung um jeden Preis hervorgerufen hat, und es brauchte ſein, ſo waren es doch einzelne ihrer Thaten. Freilich beachtet wahrlich nicht der häufig ebenſo urtheils⸗ als vorurtheilsloſe man bei demjenigen die kleinſten Bewegungen leichter, welcher
Engländer Lewes aufzutreten, um den Deutſchen dieſe Monotonie vom Glück auf eine freie Höhe geſtellt iſt, während die Thaten des klar zu machen. ungünſtiger Poſtirten ſchwerer zu erkennen und deßwegen ſtets AUebrigens wiſſen wir ſehr wohl, daß es weder Goethe noch verkannter ſind.
Schiller in ihrem Geſammtruhme, auf den es doch immer nur Unſer Dichterfürſt war ſich deſſen ſehr wohl bewußt und
ankommt, gefährden kann, wenn ſich die Nachwelt auch über ihre überhob ſich nicht, denn er vergaß nie, daß ein berühmter und ein kleinen Fehler und Schwächen nicht täuſcht, denn da Beide Men⸗ reicher Mann viel Aehnlichkeit haben: beide arbeiten nicht allein, ſchen geweſen ſind, ſo hatten ſie ein Recht, menſchlich zu irren. die Zinſen ihres Capitals arbeiten mit. Ja, es erhöht noch den Glanz der Geſtirne, wenn man auch die Dergleichen beſcheidene Erkenntniß ſollten diejenigen feſt⸗ kleinen dunklen Sonnenflecken daran wahrnimmt, welche immer halten, welche mit der wucherhaft ausgenutzten Entſchuldigung, daß von einem wahrhaft großen Manne auch das ſcheinbar Kleinſte
wieder von dem leuchtenden Aether überfluthet werden und dem auch wichtig und folgereich ſei, jedes Papierſchnitzelchen Goethe's und
Lichtmeer des Firmamentes keinen Abbruch thun.
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