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Hand leiſe über die Cither gleiten, die neben ihm lag, und Raths Anſtiften die
griff wie im Traume einzelne Klänge aus der Weiſe, welche die Frauenſtimme geſungen hatte, darauf nach. Auf ein⸗ mal bewegte ſich drüben der Vorhang und ward zur Seite geſchoben, und eine Geſtalt beugte ſich aus dem offenen Fenſter und ſchaute hinab in die Gaſſe. Da war Paul wieder auf den Füßen, und zitterte an allen Gliedern und ſtreckte die Hände nach dem Weſen aus, bis der Vorhang wieder fiel, und die Geſtalt verſchwand. Zuletzt erloſch auch das Licht drüben, und nun kam mein Freund dazu, daß er mir auf meine Fragen nach dem Abenteuer ant⸗ wortete. Da erzählte er denn, daß da drüben der italiſche Goldſchmied Malco Guarnieri mit ſeiner Tochter Felicia wohne, und daß dieſe Felicia ſein Lieb werden müſſe, wenn er nicht elendiglich verderben und vergehen ſolle. Ich er⸗ ſchrak heftig, denn ſchon hatte auch ich mancherlei gehört von dem künſtlichen Meiſter Malco und ſeiner ſchönen Tochter, und es gingen böſe Gerüchte in der Stadt und ſchwatzten die Leute mancherlei über den Goldſchmied, den die Klügern ſcheel anſahen als einen Katholiken und Ita⸗ liener, und der große Haufe als einen Katholiken und Zauberer und Goldmacher. Bat ich und beſchwor ich den Paul Halſinger, führte ich ihm Gottes Wort und ſeinen lutheriſchen Glauben zu Herzen; aber er wollte nicht hören und murmelte nur den Namen Felicia und war wie ausge⸗ wechſelt, daß ich ihn mit Kummer und Angſt ließ— denn
ich liebte ihn— und betrübten Gemüthes in mein Dach— kämmerlein im Hauſe Herrn Lamprecht Knuſt's zurück⸗ kehrte. Und konnt' ich die ganze Nacht nicht ſchlafen vor böſen Gedanken und Träumen.
„Nun begab es ſich, daß ich den Paul wieder viele Tage hindurch nicht zu ſehen bekam, bis einmal ein feierlicher Aufzug der Gewerke in der Stadt war. Es hatten näm⸗ lich die Schmiede einen Aufruhr gemacht; die Geſellen hatten den Meiſtern den Hammer gelegt und die Stadt war voll Lärms und Getümmels. Nun zogen auf des
Dritte folge.
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andern Zünfte auf in Wehr und Waf⸗ fen, mit Fahnen und Pfeifern, nach Handwerksgebrauch und Gewohnheit, die Companen zu bändigen.“
(Schluß folgt.)
Blicke auf gegenden und Menſchen.
Geſchriebene Photographien,
Wir waren glücklich von dem Abſatz des großartigen Berges hinuntergekommen und hatten beſchloſſen nach Fahn zu gehen. Der Fremde, der Ruinenreiſende, hatte ſich uns angeſchloſſen.
Unſer Führer war durchaus kein ungebildeter Menſch, wie man es von dem Sohn eines Kohlenbrenners erwarten ſollte. Er war früher in der Kirche als Meßgehülfe ge⸗ weſen, ſpäter aber Schreiber geworden. Die Lectüre vieler Legenden und Heiligengeſchichten hatte ſeinen natürlichen Aberglauben der Waldeinſamkeit wohl eher befördert als verringert.
Als er ſich vollſtändig beruhigt und geſammelt hatte, erzählte er uns eine ſeltſame Geſchichte, die auf frühere Zeiten ein charakteriſtiſches Licht warf und mit ähnlichen Vorfällen und Sagen in andern Theilen Deutſchlands, be⸗ ſonders Thüringens oder des Rieſengebirges, correſpon⸗ dirte. Er ſprach fließend und ausführlich und ich laſſe hier ſeine Erzählung mit Ergänzung einiger Lücken folgen.
„Mein Großvater,“ begann er,„war ebenfalls ein Kohlenbrenner und lebte nicht weit von der Stelle im Buochſerwald, wo die Hütte meines Vaters ſteht. Er war ein ganz unwiſſender Mann, der weder leſen noch ſchreiben konnte; ich ſelbſt habe ihn nicht mehr gekannt. Wenn er eine Pauſe in ſeinen Arbeiten hatte, das heißt, wenn noch
Dieſer war Wohledelgeboren, die andern dagegen nur Edelge⸗ boren. Es deutet das zurück auf den alten höhern Rang der Juriſten, die ſchon im fünfzehnten Jahrhundert das Vorrecht er⸗ hielten, Wappen und Siegel zu führen, welches ſonſt nur dem erblichen Adel zugeſtanden hatte. Selbſt bei den Studenten war ein Unterſchied zwiſchen angehenden und älteren im Titel geſetzt. Ein Fuchs wurde bloß„Ehrenveſter und Gelehrter“ angeredet, ein altes Haus dagegen„Chrenveſter, Vorachtbarer und Wohlge⸗ lehrter.“ Ganz kitellos waren nur die Juden.„Als Chriſti Erz⸗ und Herzfeinde“ ſollte man ſie— wunderlich genug— höchſtens„mein Freund“ anreden. Das Prädicat des höchſten Vertrauens galt für ein halbes Schimpfwort, lediglich weil es kein Titel war. Den Bauersmann redete man mit hoffährtiger Herab⸗ laſſung ſchon etwas klangreicher als„ehrbarer, lieber und guter Freund“ an. 7
Jrifh Bulls.
Viele Bulls, die für iriſch galten, ſind fremden Urſprungs; und noch weit mehrere, die man in ihrer Art für einzig hält, fin⸗ den in aller Hinſicht ihres Gleichen. So iſt z. B. einer der be⸗ kannteſten Bulls der von Paddy Blake. Als Paddy nämlich einen Engländer das ſchöne Echo am See Killarney, das den Schall vierzigmal wiederholt, rühmen hörte, fiel er ihm mit der Bemerkung in die Rede:„O, das iſt Alles nichts gegen das Echo in meines Vaters Garten; wenn einer ruft:„Wie geht es Dir, Paddy Blake?“ ſo antwortet es:„Recht gut, Ihnen zu dienen.“
Dieſes Echo des Paddy Blake, das man ſo lange bewundert
hat, iſt aber keineswegs einzig in ſeiner Art; ein anderes, das Bacon in ſeiner Natural Hiſtory anführt, kommt ihm völlig gleich.
„Ich erinnere mich,“ ſagt Bacon,„daß, als ich das Echo bei Charenton beſuchte, ein alter Pariſer, den ich dort fand, mir ver⸗ ſicherte, Geiſter, und zwar gute Geiſter brächten es hervor; denn, ſagte er, wenn Ihr Satan ruft, ſo wiederholt das Echo nicht den Namen des Teufels, ſondern es ruft: Va-t'en!“
Unter den Bulls, die Joe Miller geſammelt hat, befindet ſich einer, der beſtändig als ein Beiſpiel echt iriſchen Geiſtes an⸗ geführt wird.— Ein Engländer ſchrieb in einem Kaffeehauſe einen Brief und ward gewahr, daß ein Irländer, der hinter ihm ſtand, ſich die Freiheit nahm, die Parmenio ſich mit ſeinem Freunde Alexander erlaubte; ſtatt nun etwa dem vorwitzig Neugierigen den Kopf nach dem Nacken zu drehen, hielt es der Engländer für beſſer, dem Irländer, wenn nicht auf eine ſchonende Weiſe, doch wenigſtens mit poetiſcher Gerechtigkeit einen Verweis zu geben; er ſchloß ſeinen Brief mit den Woͤrten:„Ich würde noch mehr ſagen, wenn nicht ein verdammter Irländer mir über die Schulter ſähe und jedes Wort läſe, das ich ſchreibe.“
„Du lügſt, Schurke!“ rief der ſich ſelbſt überführende länder.
Dieſer Bull iſt unſtreitig gut, aber ein ganz ähnlicher findet ſich in den von Galland herausgegebenen Paroles remarquables des Orientaux, wo er alſo lautet:
„Ein Gelehrter ſchrieb an einen Menſch ſtand neben ihm, und ſah über die Schulter, was er ſchrieb.— Der Gelehrte, der es merkte, ſchrieb nun auf der Stelle Folgendes hin:„Wenn ein unverſchämter Menſch, der neben mir ſteht, nicht ſähe, was ich ſchreibe, ſo würde ich Dir noch mehr
Ir⸗
Freund; ein zudringlicher


