Jahrgang 
28-52 (1859)
Seite
616
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4, 5 5 8. K 5 9.

616 Noyellen⸗Zeitung.([V. Jahrg. I N. 3 u Magdeburak uf dem Markte ſperrte, die Kriegsleute aber wohlgefällig den Beiden zu⸗ iſt zande Hadſgite un ern Mane eennen ſchaueten. Bald hatte ſich auch ein Kreis andächtiger ließen 5

D 0 8 3 c Kücken z Sein' Spanier müſſen dran!... Zuſchauer um uns verſammelt, denn wunderliche Geſchich⸗ Jünne ten gab nun der Paul zum Beſten von der großen Uni⸗dun,

. 6 Sn ene 1 ,ſe erſcholl es im Chorus daraus herfür. verſität Wittenberg, von der ſie ihn weggejagt hatten, und Drihete Heda, Holla! Meiſter Wirth zum Pelikan! ſchrie Ungeheuerliches erzählte der Ohm von ſeiner Fahrt mit Nach n der Ohm in den Geſang hinein und ſchob uns in das Herrn Georg von Frundsberg, mit dem er als ein freierWas ſo Gaſtſtüblein.Schaffet ſchnell ein heiß Biermus, Meiſter Knecht gezogen war, ehe er der guten und feſten Stadt ſchlagen, Idelbach! Hörete der Chorus ſogleich auf beim Eintritt Magdeburg Diener in Fried' und Fehde ward. Erzählte giinſte de Lamprecht's und ſchaueten Alle gar verwundert auf den der Paul, wie ihm ſein Väterlein und Mütterlein abge⸗ Fauſten

. C 52.-..... oido wohlbekannten Wachtmeiſter und uns beide ſchmächtige, ſtorben ſeien, wie er hart ſtudiret habe in Leipzig und ſchneden naſſe, ſchwarze, zähnklappernde Schüler, welche das Licht Wittenberg, und liefen dem Ohm die hellen Thränen über dl ian blendete, und die in der Wärme nur noch heftiger zu zit- die Backen, bald vor Weinen, bald vor Lachen, bis er auf A tern anfingen.Ei, Herr Rottenführer, piepte eine V einmal, unverſehens, in einen wilden Kriegs⸗ und Schlacht⸗ ſellen quäkige Stimme aus dem Winkel,was habet Ihr da für geſang ausbrach, in welchen alle Kriegsmänner im Pelikan und der ein paar verlaufene Nachteulen aufgeſtöbert? Aber einſtimmten, daß mir der Kopf faſt wirbelte, während der 1 der Ohm Lamprecht war gar grimmig.Haltet Euer Paul weidlich in ſeinem Element war und mit beiden Fäu⸗ durchd loſes Maul, Meiſter Wendehoike! Iſt mein Schweſterſohn ſten auf dem Tiſch den Tact ſchlug, bis glücklicherweiſe ein das Kr.

kein Uhu, kein Kauz, kein lumpiger Rattenfänger und Doppelſöldner kam, den Wachtmeiſter auf die Wacht an abmalt Katzenſchinder, wie Ihr, Meiſter Kürſchner, ſondern ein der hohen Pforte zu holen. Da kam das Getös zum Locken ſe wohlgelahrter Scholar und Student! Möcht's Euch rathen! Ende, verſprach der Ohm vorzuſprechen am andern Mor⸗ nnd Sc Rückt einmal zu, meine Geſellen, wandte er ſich dann gen, und befahl dem Meiſter Martin Idelbach zum Peli⸗ ein Dotto an einige bärtige Kriegsleute, die alle der Stadt Wappen kan, uns ein Loſament und gut Bett anzuweiſen. Dieſes Andere, die Jungfrau mit dem freudigen Kränzel über den bei⸗ geſchah, und führte uns der Wirth hinauf in den Erker des dn der R den Thürmen auf der Bruſt trugen. Pelikans am Breiten Wege, den Ihr Euch heute noch an⸗ und ſtog Nun ſetzet Euch ans Feuer und wärmet Euch, meine ſehen könnt, Magiſter Aaron! Da brachte ich den Paulus in mir, Bürſchlein! Ihr ſchauet ja aus nehmt's nit übel zu Bett, betete ſelbſt fröhlich und flugs den Abendſegen einem wie unſrer Cumpanei welſch' Marketenderweib, die Memma und ſchlief ſogleich ermüdet von des Tages Mühen und frohlich Pozzo, als wir ſie mit über die Schneealpen nahmen, nach Drangſalen ein. ſchaucte der Schlachtung im Thiergarten zu Pavien.Nun ließ Gott es zu, daß ich in dieſer ſelbigen Nacht ſchrat Fröhlich kamen wir dem Wort des Ohms nach, ſetzten einen ſchweren Traum träumete. Stand ich auf einmal am erblickt uns ans Kamin und begannen bald aufzuthauen. That Fuße der Domthüre, die ich am Nachmittage mit Freude Meiſter das Biermus das Uebrige, und war bald alles Ungemach und Wunder betrachtet hatte und ſchaute hinauf nach den daß der vergeſſen. Der Ohm ließ nun auftragen, daß der Tiſch Spitzen. Da ward ich plötzlich entrückt und hörete eine dnet S knackte, und begannen Paul und der Ohm einander zuzu⸗ Red' von zwei wüſten Geſellen. Auf der Spitze des linken dem Re trinken, daß das Bürgervolk Augen und Mäuler auf⸗ Thurmes, dem die Knospe fehlet denn nur Gottes Werk og mi Englands, ein wenig ſtudirt hat. Der Streit endigte ſich mit noch nicht erſchöpft und ergründet iſt. Berghaus ſchreibt darüber wie we den Worten der Königin:Ich glaube, es wird gut ſein, daß wir in einem der letzten Hefte derNatur: 3 4 Entſer uns einander nicht mehr ſehen. Die Herzogin ſah die Königin Das Schießpulver iſt bei den chriſtlichen Nationen erſt um Chinei 1 wirklich nicht wieder, und einige Monate ſpäter war der Sturz die Mitte des 14. Jahrhunderts in Gebrauch gekommen, nachdem ſtoßen. 4 1 der Erſteren definitiv. es bei den Chineſen ſchon lange bekannt geweſen. Es diente bei wollte Einige böſe Zungen haben geſagt, wenn die Königin bei ihnen nicht, wie man behauptet hat, bloß zu Kunſtfeuerwerken, genug dieſer Gelegenheit mehr Energie als gewöhnlich bewieſen habe, ſie beſaßen nachweisbar ſchon im 10. Jahrhundert, wahrſcheinlich ſtand ſo ſei der Grund davon darin zu ſuchen, daß ſie über den Verdacht aber bereits früher, ſogenannte Donnerwagen. Daß aber die be⸗ aſt d 1 beſchämt geweſen ſei, der in der Herzogin aufſteigen konnte, als gabte Nation bei Anwendung ihrer entſetzlichen Erfindung zu ſah ſer ſie eine Bouteille Wein in der Hand der Königin ſah. Ihre kriegeriſchen Zwecken ſo weit hinter uns Europäern zurückgebliebenprang Majeſtät theilte nämlich den Geſchmack ihres königlichen Gemahls iſt, kann nur durch die engherzige und kleingeiſtige Politik ihrer jahre. für die Gabe des Bacchus, und man brauchte gar nicht bösartig zu Regierung erklärt werden, die, wie es bei den alten Egyptern der 1 d ſein, um zu glauben, daß die Bouteille Wein für ſie ſelbſt beſtimmt Fall war, aller freien Fortentwickelung im Gebiete der Künſte Faantr ſei. Die Furcht vor dieſem Argwohn, der vielleicht gar keine und der Wiſſenſchaften ſich widerſetzt. Nach den Unterſuchungen Scladh

Verleumdung geweſen ſein würde, habe ihren Zorn verurſacht, des gelehrten und ſcharfſinnigen Visdelou, Biſchof von Claudio⸗ um die

und dieſer Zorn beſchleunigte dann den Sturz der lange Zeit ſo polis, fiele die erſte Erfindung des groben Geſchützes bei den Cyi⸗ brouche

mächtigen Herzogin. neſen in das Jahr 907 unſerer Aera. Die erſte authentiſche und lichen d

Anſtattdas Glas Waſſer hätte das Luſtſpiel, ſobald es directe Erwähnung von Kanonen und ſogar der glühenden Kugeln Oſiindie

geſchichtlich wahr ſein ſollte,die Gläſer Wein der Königin finden wir in den Annalen der Dynaſtie Kin, und zwar in der Bio⸗ zwecken

Anna heißen müſſen. C. graphie des kaiſerlichen Prinzen Tſching⸗kia, aus welcher Visdelou anzahlt

folgende Stelle mittheilt:Die Flotte ſegelte(von einer Fluß⸗ dune

Das Schigh mündung in der heutigen Provinz Petſcheli oder Tſchyli) ſüd⸗ laga

Dad Schießpulber. waärts die Küſte entlang bis Lingan(Hang⸗tſcheu⸗fu). Als ſie Saheli

Das Schießpulver, das jetzt wieder, nachdem es eine ſo das Eiland Sunglin erreicht hatte, zwang ein widriger Wind Rrieger

wichtige Rolle in der Abwicklung der Weltereigniſſe geſpielt, den Prinzen Anker zu werfen. Am nächſten Frühmorgen erſchien muaſchi

wenigſtens für einige Zeit friedlicheren Zwecken vorbehalten ſein die chineſiſche Flotte am Horizont.*) Prinz Tſching⸗kia fragte,

dünfe, hat eine Geſchichte, die ſehr intereſſant beſonders mit(goldas

Rückſicht auf die Bedeutung iſt, welche dieſes martialiſche Hülfs⸗ 3; e a · in Su

ſtto do*:.,.. 41) n 9*) China war damals von zwei gleichzeitigen Dy beherrſcht, bis die

mittel dem Menſchen im Kriege bietet, eine Bedeutung, welche dem Hashind wureſehut eeunguſkſchen Stazumes), das ſich Krhericeht V auche

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