V. Jahrg.
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ſgeſett Sie Tage vorher ſen, und dann lends erholten dieſer Anond—
au war ſchon ren. Durand Miethkutſche, olten die Ein⸗ ſchte Lärm und Hochzeit und en Strümpfen, n Damen beim ſeine Eintags⸗ helte. Dieſer die nur drei⸗ Hochzeit und en. allen Onkeln beladen hatte, die zur Hoch⸗ geladen waren, ute⸗Gaulaine, ſollte, ab. gren Aufwande en. Batnabé ar einmal ver⸗ er entſchloſſen. i Augen eine . Edmond dorrichtungen ehle ertheilen en entgegen⸗ — entlich bläſt ein Melodien ganz hoch genug, um tagen wanderten Papagehen und
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Scherzen,
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Er hatte von jeher die Oeffentlichkeit, die man den Hochzeiten gibt, verabſcheut. Er ſchämte ſich für die Gatten, welche den Blicken von Leuten, die, während ſie zu ſpotten glauben, nur unverſchämt ſind, den vielen die auf Feinheit Anſpruch machen und es doch nur bis zur Unzartheit bringen, ohne Erbarmen ausgeſetzt iind. Daher hielt er ſich denn auch, froh, ſeine Traurig⸗ kit hinter dem Treiben der Menge verbergen zu können, von dem Lärm des Tages entfernt.
Was Roſe betrifft, ſo ſchien ſich ihre Stumpfheit ver⸗ mehrt zu haben. Es gab Augenblicke, wo ſie nichts hörte, nichts ſah. Man hätte ſie für vollkommen empfindungs⸗ dos halten können, wenn man nicht bemerkte, wie ſich ihr ſchweifendes, beinahe irrendes Auge häufig auf Edmond, der ſich entfernt hielt, richtete.
Der Tag verging, wie dergleichen Tage zu vergehen pflegen, ohne ein bemerkenswerthes Ereigniß. Abends gegen neun Uhr fuhren die Eingeladenen nach vielen Um⸗ armungen und hämiſchen Anſpielungen in die Stadt zurück, die Coufinen mit ihren für die nicht gekommenen Söhne und Brüder bis oben hin mit Räſchereien angefüllten Strickbeuteln, und die Couſins mit dem entzückenden Be⸗ wußtſein, einen Tag mit Eſſen und Tanzen auf dem Raſen getödtet zu haben.(Schluß folgt.)
nehmen.
Blicke auf gegenden und Menſchen.
Geſchriebene Photographien.
Wir waren alſo den hohen Pilatusberg bei Luzern emporgeſtiegen, was vielleicht einer oder der andere geehrte Leſer kaum bemerkt hat. Die engliſche Familie, der ſterile
Dritte folge.
Lord, die auf den Tiſch ſich niederſetzende Lady,— dieſe proſaiſche Begegnung eines freien, höchſt ehrenwerthen Volks, das aber auf Reiſen entſetzlich langweilig iſt und namentlich im Mittſommer die ganze Schweiz occupirt, hatte uns den Genuß der Natur verdorben, und es war dem Auge der Seele, als wenn man Zeuge wäre, wie dichter Mehlthau über ein ſchönes, zauberiſch blühendes Roſen⸗ beet fällt.
Jedoch es gab ja nach kurzer Erquickung noch eine Ret⸗ tung von dem engen traulichen Bellevuevorſprung und von der engliſchen Familie hinweg höher und höher hinauf in die Wildniß der gigantiſchen Bergwelt. Einer der höchſten Gipfel des Platus ſollte noch beſtiegen werden, da das Wetter ſo günſtig, und die blaue Luft klar und frei von Sonnenblenden war.
Der Pilatus iſt der weiteſte und kühnſte Vorſprung der rieſigen Alpenkette der Engelberger und Berner Ober⸗ lande und iſt über 7000 Fuß hoch. Er hat ſoviel Hörner wie drei und ein halber römiſcher Ehemann, nämlich ſieben, und das alle verwegenſte Felshorn, nach Alpnach hinüberragend und wahrhaft gefährlich zu erſteigen, heißt der Eſel. Wer frei von Schwindel iſt, kann von Alpnach oder Hergiswyl aus den Weg wohl in fünf Stunden zurücklegen, von der vorderen Höhe des Berges aus bedarf es aber eines verhältnißmäßig langen Umwegs, und ob⸗ gleich man im Steigen bereits einen ſo großen Vorſprung hat, ſo zeigt ſich doch ein beträchtlicher Aufenthalt in den Schlangenwegen an den zackigen Felskanten.
Einen Fuhrer hatten wir der Vorſicht wegen mitge⸗ nommen, namentlich da ſich in unſerer Geſellſchaft außer einem ziemlich bejahrten Landſchaftsmaler auch eine junge Dame aus den Ebenen Norddeutſchlands befand. Obgleich ihr die Alpen neu waren, that ſie doch, ganz zum Berg⸗ ſteigen angekleidet, Wunder der Tapferkeit, gleich der Königin von Bayern, deren Fuß die meiſten ſchroffen Bergſpitzen ihres Landes beſtiegen hat.
und dem Thiere eben kein großer Unterſchied, macht ihn den Freuden der Tafel nicht abhold. Es iſt ein Vergnügen ihm zuzu⸗ ſehen.— Ein weiteres Vergnügen konnte ich, leider! nicht von ſeiner Nähe haben, denn ich ſaß vor ſeinem ſchlechten Ohre.— Oft auch leſen ſich die Gedanken bedeutender Menſchen am beſten, und dieſe Erfahrung macht mich träge, ihre perſönliche Bekannt⸗ ſchaft zu ſuchen oder zu wünſchen.
Ich war in Wiesbaden ſchon zwei Mal, und ſtand dort an den Spieltiſchen, horchte auf das immerwährende„Le jeu est fait!“ und ſah die ängſtlichen Mienen an, welche nach dieſen mit heiſerer Stimme wiederholten Worten der Hand des Croupiers folgten, bis das Schickſal ihres geſetzten Geldſtückes entſchieden. Ach! und wie manches Menſchen Schickſal mochte damit auch zugleich beſtimmt ſein!— Die Geſellſchaft dort iſt ſchlecht, über Begriff ſchlecht!— Man ſpielt, aber faſt im Kittel! An einem Sonntagmorgen ſieht man das Landvolk um die grünen Tiſche ſich drängen, Mädchen, Frauen aus den Bürgerelaſſen hier ihren Wochenlohn wagen, um— das Glück zu erhaſchen, und von der falſchen Göttin getragen zu ſein. Ueberall ſpielen Frauen.— Pariſerinnen ſind es jedoch beſonders, welche als eigentliche Spielerinnen auftreten, mit einem Haufen Gold vor ſich, die Lorgnette im Auge, kühn ihre Nummern beſetzen, und— ge⸗ winnen. Aber— ſchön ſind ſie nicht, die hier ſpielen; wahrhafte Vogelſcheuchen haben ſich hier an die Bank geſetzt, um durch ihre Häßlichkeit die Männer zu vertreiben,— ein ehrenwerthes Vor⸗ haben für eine Pariſerin und auch ein ganz neues, doch leider ohne Erfolg.— Ein kleines Mädchen ſaß ganz beſcheiden den lieben langen Tag da mit ihren Gulden und beſetzte impaire und nichts alß impaire. Das konnte ſie nicht reich machen, viel⸗
leicht! aber doch arm. Sie ſchien nicht viel zu verlieren zu haben. Ernſte Beobachtungen laſſen ſich an dieſen Spieltiſchen anſtellen. Was die Menſchen auch hier ſuchen, iſt das Glück, das, als Spiel der Leidenſchaften, doch Niemand blüht. Wagen und gewinnen, ja;— go ahead, wie der Amerikaner ſagt; aber im Streben und Erringen durch die eigene Kraft.
Wir waren früh Morgens ausgefahren, um dem ruſſiſchen Gottesdienſte beizuwohnen, der in einer auf der Anhöhe eine halbe Stunde von Wiesbaden gelegenen Kapelle gehalten wird, welche dazu vom Kaiſer Nicolaus für ſeine hier verſtorbene Tochter erbaut worden iſt. Der kleine Tempel mit ſeinen nach ruſſiſchem Style vergoldeten Kuppeln lag reizend verſteckt in dem ihn umſchattenden Walde, und bot eine weite Fernſicht in die Ebene hinaus. Etwa ein Dutzend Wagen mit den zum Bade hier anweſenden Ruſſen war uns gefolgt, und die kleine Gemeinde in dem ſchönen, elegant ausgeſchmückten Gotteshauſe bot ein Bild der zierlichſten franzöſiſchen Toiletten. Man verneigte ſich, kniete, und küßte ſchließlich das von dem Popen hingehaltene Chriſtusbild, und kehrte dann in der glühenden Mittagshitze in einen Gaſthof zurück, wo es, weil es Sonntag war, von Gäſten aus der Umgegend wimmelte. Amely Bölte.
Literatur.
Scenen aus den Kämpfen der Mexicaner und Nordamerikaner von Armand. Breslau, Trewendt. 1859. In dieſem Buche vermiſſe ich bloß zweierlei: Eine ſtarke Koppel mächtiger wüthender Bluthunde, womöglich ſchwarz von


