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Robert Burns' Gedichte, übertragen von Julius Heintze. Leipzig, Verlag von Carl Fr. Fleiſcher. 1859. Mit einem Ruck verhungert iſt er gerade nicht, dieſer große Genius. Aber Noth und Nahrungsſorgen haben doch ſo emſig an ſeinem Lebensfaden genagt, daß er ſchon in ſeinem achtunddreißigſten Jahre vom irdiſchen Schau⸗ platz abtreten mußte. Außerdem hat ein begabter Menſch das Ende nicht ſo leicht, als ein wohlhabender unbedeuten⸗ der Gimpel, der bloß bequem zu ſterben braucht, während jener auch noch ſeinen Geiſt aufgeben muß. Vor Allem aber geht ein Genie ſelten ſo raſch und ſo leicht zu Grunde, denn es beſitzt Kräfte, ſich gegen das Schickſal zu ſträuben, und es finden ſich in der Regel Freunde und Gönner, die wenigſtens ſo viel thun, ihm das Zugrundegehen— zu verlängern. Das Leben von Burns iſt zu lang, um es hier auch nur in der Kürze zu erzählen, und Sie werden mir Recht geben, um ſo mehr zu lang, da es mehr ein empfindungs⸗ reiches, nach innen gekehrtes menſchliches Daſein, als eine nach außen gewandte, thatenvolle Laufbahn war. Soviel aber darf man wohl nach funfzigjährigen Aufklärungen von dem gebildeten Publicum erwarten, daß es im Gedächtniſſe behalten hat, wie der ſchottiſche Dichter ein armer Bauer war, wie er, da er die Liebe zu einem minorennen Mädchen gegen den Willen des Vaters nicht aufgeben wollte, ſich entſchloß, in die neue Welt zu reiſen, um einer Verhaftung zu entgehn; wie gerade in dieſem Moment ſeine eben edirten Gedichte berühmt wurden, wie er nach Edinburg ging, hier als Curioſum gefeiert ward, ſich ſpäter für eingenommenes Honorar einen kleinen Landſitz kaufte, dort zu verarmen drohte und endlich ſich glücklich ſchätzte, einen Acciſepoſten iu erhalten. Auf dieſem Poſten behandelte ihn ſeine Be⸗ hörde, die einen tüchtigen Lohnarbeiter, aber keinen kränk⸗ lichen Freiheitsideen huldigenden Dichter haben wollte, na⸗ türlich angemeſſen niederträchtig, machte ihm hartherzige, aber regierungszweckmäßige Geldabzüge, ließ ihn nie zu einem höheren Amte gelangen, und an Körperkraft gänzlich zebrochen, entweder den Bettelſtab oder den Hungertod vor ſich ſehend, ſtarb Burns als verzweifelnder Gatte und ar milderweiſe im Fieberwahnſinn, welcher ihm den Jammer des letzten klaren Ueberblicks über ſeine elende Familienlage verbarg. Sie würden vielleicht den wohlmeinenden Wunſch hegen: Hätte doch der edle Burns lieber heutzutage unter uns Deutſchen gelebt, um ein weniger klägliches Loos zu hrben! Möglich, daß es ihm etwas ſanfter ergangen wäre,
aber das deutſche Publicum würde auch andere An⸗ förderungen an ihn gemacht haben, denen er ſchwerlich ent⸗ ſfrochen hätte, zum Theil aus Stolz, zum Theil, weil ihm die dazu nöthige Intelligenz vermöge ſeiner einfachen Jugendbildung nicht zu Gebote geſtanden hätte. Seine Jreunde würden zu ihm ſagen:„Lieber Robert! Du haſt zwar einen Band Gedichte herausgegeben, der vielfache Anerkennung gefunden hat und vielleicht zum Beſten ge⸗ hürt, was in der Lyrik exiſtirt. Jetzt aber mußt Du Dich
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an etwas Größeres machen, mußt der Nation von einer andern Seite kommen. Schreib z. B. einen Band Novel⸗ len, das nächſte Jahr ein Drama, dann einen Roman, und ſo wird Dich das dankbare Publicum von einer Oſtermeſſe zur andern in Erinnerung behalten und Dich höchſtens dann ſo ziemlich aus dem Gedächtniß verlieren, wenn Dir einmal ein Wurf mißglückt. Deine Erholungsſtunden mußt Du zu größeren Zeitungsartikeln und Correſpon⸗ denzen benutzen, damit Du leben kannſt und noch den Vor⸗ theil haſt, nebenbei andern Schriftſtellern als Kritiker Re⸗ ſpect einzuflößen. Wenn Du aber freie oder ſtarke Ge⸗ danken in der Bruſt trägſt, ſo mache ſie erſt zahm und wohlgefällig und laſſe ſie nicht wie ſonnentrunkene Adler, ſondern wie ſüß flötende Gimpel und ſcheue Turteltauben ausfliegen, die liebegirrend Schutz ſuchen unter den Tän⸗ delſchürzen der literaturverſtändigen Damenwelt.“
Burns' Antwort auf dieſen ſehr praktiſchen Rath, der freilich nicht den Weg zur Ewigkeit, aber doch den zu einem materiellen Erfolg hinanführt, würde ſo grob ge⸗ weſen ſein, daß ich es gar nicht wage, ſie anzudeuten. Er war Lyriker durch und durch und er wollte nichts Weiteres und nichs Größeres ſein als Lyriker, wie die großen an— tiken Volksdichter Pindar und Horaz, denn dieſe waren Volksdichter wie er im bedeutungsvollen, einzig richtigen Sinne des Wortes. Burns hätte es verſchmäht, ſich dem Publicum als ein in allen Farben ſchillerndes Chamäleon, als Allerweltſchreiber darzuſtellen, da er doch nur dies eine ſtarke Talent in ſich empfand. Für dies Talent wollte er Anerkennung, für nichts Anderes, und er würde ſie, da er kein Achtziger, ſondern nur ein Dreißiger war, im moder⸗ nen Deutſchland erſt lange nach ſeinem Tode, das iſt für ihn ſo gut als gar nicht, gefunden haben, denn der Autor iſt nicht ſein Buch.
In Schottland aber empfing der unglückliche Poet ſeinen Ruhm noch bei Lebzeiten. Laſſen Sie uns daher ſein Mißgeſchick weniger beklagen, laſſen Sie uns aber auch nicht glauben, daß deshalb das ſchottiſche Publicum ſittlich oder äſthetiſch beſſer geweſen wäre, als das unſre. Im Gegentheil, es ſtand gewiß auf einer viel tieferen Stufe, aber es hatte leichtere Mühe, ſich über literariſche Erſcheinungen zu orientiren. Es gab nämlich ſo wenig literariſche Kräfte, es wurde ſo wenig edirt, es war eine ſo ſterile, in ſeiner Art ſteife, blaſirte Zeit, daß jedes nur einigermaßen friſche Product ungemein auffiel und wie eine grüne Oaſe in der Wüſte erſchien. Die Salons in Edinburg wußten vor Langeweile nicht, was ſie beginnen ſollten. Die Poeſie war wie ausgeſtorben, die Seelen der Gebildeten und Halbgebildeten ſchwammen wie matte Fiſche im lauwarmen Pfuhl der Nüchternheit umher und ließen ſein ſeichtes Waſſer mißmuthig durch die Kiemen ſtrömen. Da trat Burns auf mit ſeiner Naturkraft voll urſprünglicher Begeiſterung, voll Einfachheit, Energie und geſundem Humor neben lyriſcher Innigkeit und phan⸗ taſtiſcher Tiefe des Gemüths. Dabei hatte der Reiz und die Vollendung ſeiner Sprache wohl mit der die meiſte Aehnlichkeit, die wir im deutſchen Volkslied und zum Theil in Bürgers und Goethe's Gedichten finden: ſie verband die maleriſche, mechaniſche Kraft des Erſtern mit der primi⸗ tiven, rein menſchlichen und doch ſo muſikaliſchen Aus⸗ drucksweiſe des Letztern. Hatte doch auch Burns, der ſelbſt


