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zu laſſen. Da wurde es Vielen,— wie ſie nachher er⸗ zählten, um's Herz, als ſollten ſie niederknieen und Gott bitten, das Vaterland zu ſegnen ohne fernere blutige Saat, wie ſie in unſerem Jahrhundert auf ſo vielen, auch auf den Gefilden von Oelper einſt geſtreut wurde.
Nach beendigtem Gottesdienſt defilirte das Feldcorps unter perſönlicher Anführung des Herzoges, der in Be⸗ gleitung ſeines Stabes und vieler fremden hohen Officiere dem Gottesdienſt beigewohnt hatte, an dem Monumente vorüber, welches zur Erinnerung an die gewonnene Schlacht auf einer Erhöhung rechts von dem nach Oelper führenden Wege errichtet iſt. Es iſt der Platz, wo dem Herzoge Friedrich Wilhelm während des Treffens das Pferd durch eine feindliche Kugel getödtet wurde. Der eiſerne, von vier ſchönen bronzenen Löwen bewachte Obelisk enthält die Namen ſämmtlicher bei der Affaire anweſend geweſenen braunſchweigiſchen Officiere, von denen ſpäter ſo manche in Spanien, allerletzt noch bei Quatrebras zugleich mit ihrem ritterlichen Fürſten den Tod fanden. Das Denkmal war mit aus Waffen gebil⸗ deten Trophäen geſchmückt, wie ſie vor funfzig Jahren vom ſchwarzen Corps geführt wurden. Alte Officiere aus jener Zeit, ſilberhaarige Greiſe, hatten freiwillig die Ehrenwache an dieſer ihnen heiligen Stelle übernommen.
Ein donnerndes Lebehoch erſchütterte die Luft, als der Herzog und ſein Gefolge ſalutirend langſam vorüberritt. Als darauf die alten, in Spanien und Frankreich von franzöſiſchen Kugeln durchlöcherten Fahnen der Regimenter ſich am Denkmale ſenkten, da donnerte Braunſchweigs Herzoge noch einmal ein donnerndes Hoch. In dem Augenblick, als die Glocken von ſämmtlichen Thürmen der Stadt im Verein mit den Glocken des Dorfkirchleins ihre mächtigen Stimmen erhoben, da zuckte, wie ein Vorbote von Deutſchlands glücklicherer Zukunft, ein lichter Sonnen⸗ ſtrahl von dem bis dahin bedeckten Himmel über das weite Feld, wo ein deutſcher Fürſt mit einem kleinen Häuflein
Noveſlen⸗Zeitung.
[V. Jahrg. Tapferer am 1. Auguſt 1809 in gerechter Sache über ein übermächtiges Heer der Gewaltherrſchaft den Sieg errungen.
Der regierende Herzog von Braunſchweig iſt ein ſehr ſchöner Mann, eine echte Kriegergeſtalt mit ſtolz blitzendem Auge. Aber nie will man des Fürſten Auge ſchöner ge⸗ ſehen haben, als am erſten Auguſt. Da ſprach ſich mehr, als je zuvor, aus den Blicken des hohen Herrn das wohl⸗ thuende Gefühl aus, eines glücklichen Volkes geliebter Regent zu ſein.
Dieſe Feier war nicht, wie ſo manche andere, eine Spiegelfechterei! Hätte man einen Blick in die Herzen der Tauſende thun können, welche faſt aus ſämmtlichen deutſchen Gauen dabei gegenwärtig waren, man hätte die feſte Zuverſicht daraus entnommen, daß Deutſchland, wenn deſſen Fürſten unter ſich einig, wie das Volk, vollkommen geſichert iſt gegen fremdländiſche Gewalt.
Es war im Auguſt des Jahres 1848. Die Meſſe hatte auch eben ihren Anfang genommen, als in großer Proceſſion zum Dienſt für den zum deutſchen Reichsver⸗ weſer erwählten Erzherzog die Fahnen der Volkswehr ge⸗ weiht wurden. Damals machte ſich auch wohl unter den vielen Tauſenden eine rauſchende Begeiſterung bemerkbar. Aber welch ein Unterſchied zwiſchen der bei der Feier des 1. Auguſt 1859 aus heiligen, nur den Deutſchen eigen⸗ thümlichen Gefühlen entſprungenen Begeiſterung und der zwar gewaltigen, aber unhaltbaren Aufregung, zu welcher Frankreich, der ewige Heerd der Revolution, den Impuls gegeben hatte! Damals war es der Geiſt der Carmagnole, welcher die Menſchen verzückte, am 1. Auguſt 1859 war es das Gefühl für die vernünftige Freiheit, wonach das dauernde Streben von Gott ſelbſt in das Menſchenherz gelegt iſt, von dem die Zeugen und Theilnehmer des großen Feſtes ohne Ausnahme belebt wurden. E. Heuſinger.
vorhandenen canadiſchen und nordamerikaniſchen Telegraphen⸗ Syſtemen in Verbindung kommt.
nur für wohlfeiler, ſondern auch für ſicherer vor den unterſeeiſchen Gefahren, als die alte, weil die durchſchnittliche Meerestiefe auf ihr muthmaßlich geringer iſt, als zwiſchen Irland und Neufound⸗ land, und weil auf ihr der ſteile unterſeeiſche Gebirgskamm an der iriſchen Küſte, der für das erſte Kabel ſo verhängnißvoll war, ganz umgangen wird. Die neue Geſellſchaft will auch ein ein⸗ facheres und leichteres Kabel anwenden, als die alte.
Man hält dieſe Route nicht:
Daſſelbe
ſoll aus ſieben Kupferdrähten beſtehen, die zuſammen etwa den
doppelten Querſchnitt des alten Kabelkerns haben und mit
Gutta Percha überzogen ſind, worüber ein Gewebe von Hanf
gewunden iſt, ſo daß eine ſehr vollkommene Iſolation ſtatt⸗ findet. p.
Worte für Welt und Haus⸗
Hörſt Du in einer dilettantirenden Theegeſellſchaft von dem bekannten„kleinen Tiſchchen“ reden, ſo iſt es Zeit, unter einem geſchickten Vorwande nach Hut und Stock zu greifen. Verweile noch ein wenig, und Deine Freiheit iſt bis Mitternacht dahin. Das„kleine Tiſchchen“ wird bald mit zwei Lichtern aufgepflanzt ſtehen, dahinter ein Papier, und hinter den Papieren ein Menſch, gewöhnlich der Hausherr. Die Erfahrung hat vielgeprüften Männern gelehrt, daß ungedruckte Manuſcripte die längſte Tortur veranlaſſen. Sind ſie bereits gedruckt, ſo hat der Executor ge⸗
wöhnlich nicht den Muth, lange zu leſen, es müßten denn Dra⸗
men ſein. In ſolchem Fall iſt keine Rettung zu hoffen.
doch einem Baume, der freie Bewegung hat.
Es gibt Menſchen, welche ſich durch ein Geſpräch mit Andern ſchon befriedigt fühlen, wenn nur ſie ſelbſt ſich für dasjenige inter⸗ eſſiren, wovon ſie reden. Sie ſind nicht nur langweilige, ſondern auch lächerliche Geſellſchafter, denn ſie gleichen Kaufleuten, die keine Käufer haben und doch vergnügt ſind.
Das verzweiflungsvolle Ende des Laſterhaften rührt, nicht allein weil es ſo qualvoll, nein, weil es die ſchmerzliche Mahnung an ein verlorenes Leben iſt. In dieſer Reue und Gewiſſensqual ſehen wir den unterdrückten guten Genius der Natur noch einmal aufathmen und zu Grunde gehn. Am Todtenbette einer Herzogin von Berry treten größere Erſchütterungen vor unſere Seele, als an dem eines Gerechten.
O traurige Verirrung, wenn ſo Viele ſagen, wie z. B. Feuchtersleben:„Ich rage nur in die Gegenwart hinein, mein Fuß, meine Wurzel ſteht in der vergangenen Zeit.“ Mit der Wurzel in dem Boden unſrer Zeit ſtehn und aus ihm heraus nach Kräften das Beſte ſaugen und zu Früchten geſtalten, darauf kommt es eben an. Wir dürfen uns einem Baume vergleichen, Die Zeit ſchreitet fort, doch nicht an ihm vorüber,— der Menſchenbaum wandert mit. 4
Wir würden gut thun, ſehr häufig da bloß die Reue ein⸗ treten zu laſſen, wo wir mit der Verzweiflung leicht bei der Hand ſind. Verzweiflung iſt das billigſte Rattengift, welches ſchwache Seelen ſtets für ihre Tugend bei ſich tragen. 6.
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