Jahrg. dlichen Attil⸗ cinettern, als ſchten Flügel linken zu er⸗ er Herzog die inte, ſprengte ermuthigen; etroffen, über⸗ fand zu Fuß, on ſammelnden
Gerüct war, Bevölkerung in der Fenne ößlich vie eine en Herzog tdt len. General der Artillerie bt, ließ das fals die Cui⸗ atten, wodurch kiſchieden wor⸗ entſcheidenden der Herzog ſo mgene Charge tügel, wähtend gegen die ins irde, den Feind Stunden ſpättt m Bivouak auf, Schwülper be⸗ die Dunkelleit en. Sie wat t heimgeſucht, V nut wenig zu er den rauchen⸗ t iſt, bereits die. bald vergtiffen bewegten Lbens⸗ Theaterdirector, ziographie mit ſo füchtigen, leihlm, gerade angene m V 3d auf Wahrhelt als den
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den Trümmern geraſtet hatten, ſetzten ſie den Marſch nach V Hannover fort, wo der Herzog um Mittag mit großem Jubel empfangen wurde. Erſt am nächſten auf die Schlacht folgenden Abend wagte der Feind, welcher ganz Braunſchweig zu Gunſten des Herzogs unter den Waffen vermuthet hatte, auf die Nachricht vom Gegentheil, ſeinen Einzug in die Stadt zu halten und Nachtquartier zu nehmen.
Dieſe Säumigkeit im Verfolgen gewährte dem Her⸗ zoge den Vorſprung eines vollen Tages; ſo daß er, bis V auf ein kteines Arrieregardengefecht bei Delmenhorſt, die zur Einſchiffung des Corps auserſehenen oldenburgiſchen Flecken Elsfleth und Wefes ohne weitere Beläſtigung er⸗ reichte.—
Die funßzigjährige Wiederkehr der jedem Deutſchen unvergeßlichen Tage wurde in würdiger Weiſe in Braun⸗ ſchweig gefeiert.
Am 31. Juli, um dieſelbe Stunde, als Friedrich Wilhelm vor funfzig Jahren an der Spitze ſeiner Helden⸗ ſchaar vor den Thoren von Braunſchweig erſchien, ſetzten ſich an 4000 größtentheils den Bürgervereinen angehörige Männer vom Mediciniſchen Garten aus nach dem Reſidenz⸗ ſchloſſe in Bewegung, um dem regierenden Herzoge Wil⸗ helm durch einen Fackelzug Namens des ganzen Volkes die vom Vater auf den erlauchten Sohn übergegangene Liebe zu beweiſen. Der Herzog war ſichtlich gerührt, als er vom Balcon herab in herzlichen Worten für dieſen neuen Beweis der Anhänglichkeit ſeinen Dank abſtattete. Vom Schloßplatze bewegte ſich der impoſante Zug unter Vor⸗ tritt dreier Militärmuſikchöre durch die feſtlich geſchmückten Straßen nach dem ſchönen Platze in den Promenaden, wo der durch die Liebe des Volkes errichtete ſchöne eiſerne Obelisk an den Heldentod erinnert, den zwei der edelſten deutſchen Fürſten, Vater und Sohn, in der erſten Hälfte unſeres Jahrhunderts in kurzem Zwiſchenraum im Kampf
gegen die Feinde des Vaterlandes geſtorben. Der Anblick
Dritte folge.
des ſchönen, von bengaliſchen Flammen erleuchteten Platzes, die unabſehbare Volksmenge, die in würdiger Haltung, in feierlicher Stimmung, deren Ernſt noch durch die paſ⸗ ſende Wahl der vorgetragenen Muſikſtücke erhöht wurde, ſich der Erinnerung an die hingegangenen Fürſten hingab, machte einen tiefen Eindruck. Wohl ein jeder der An— weſenden nahm ihn im vollen Herzen mit nach Hauſe, da man trotz der in allen Straßen wogenden Menge nirgends einen Ausruf roher Freude vernahm.
Die Feier des 1. Auguſts begann mit einem Zuge ſämmtlicher Gewerke, denen ſich die Mitglieder des Magiſtrates unter dem Vortritt des Oberbürgermeiſters und ſämmtliche Beamten angeſchloſſen hatten, vom Egidien⸗
markte durch die mit Flaggen und Blumengewinden ge⸗
ſchmückte Straßen nach der Brüderkirche, wo General⸗ ſuperintendent Heſſenmüller in einer ergreifenden Rede die Veranlaſſung der Feier auseinander ſetzte.„Nicht Ordon⸗ nanzen, nicht fürſtliche Befehle, nicht militäriſcher Zwang — die Liebe des Volkes zu ſeinem Fürſten iſt es, die uns heute hier verſammelt“ u. ſ. w., ſo lautete der Anfang der Rede, die alle Anweſenden tief erſchütterte.
An dem Platze auf der Promenade vorüber, wo eine Eiche und eine Denktafel die Stelle bezeichnet, wo Fried⸗ rich Wilhelm in der Nacht vom 31. Juli zum erſten Auguſt unter ſeinen Kriegern ruhete, bewegte ſich der unabſehbare Zug nach dem eine halbe Stunde von der Stadt entfern⸗ ten Schlachtfelde bei dem Dorfe Oelper. Dort wurde vom Hof⸗ und Domprediger Dr. Thiele vor den paradi⸗ renden Truppen, in Gegenwart von mindeſtens 20,000 Menſchen, welche die umliegenden Felder bedeckten, ein zweiter Gottesdienſt abgehalten. In vielen Augen ſtan⸗ den Thränen, als Luther's Kraftlied„eine feſte Burg“ von den zahlloſen Tauſenden ertönte.— Als der würdige Geiſtliche am Schluß ſeiner trefflichen Rede den Segen ſprach, gab eine aufgefahrene Batterie durch ihr Feuern der Stadt das Zeichen, das Glockengeläute wieder einfallen
eigenen Gedanken populär auszudrücken(worin Holtei Meiſter iſt) oder die eines Andern. Bei letzterem Beginnen wird gewöhnlich trivial, was populär ſein ſoll. So wirken denn die meiſten Ideen Jean Pauls in dieſem neuen Ausdruckskoſtüm, als ob man antiken Statuen zum beſſern Verſtändniß der Beſchauer die bürgerliche Tracht von heute angezogen hätte, und ich ſehe mit Wehmuth den Apollo⸗Belvedere in hellen Beinkleidern, in einem légeren „Bonjourrock“ und auf dem Kopf einen weißen Panamahut an mir vorüberſchreiten⸗ O. 2
Miscellen.
Rriegsmoral.
„Ich zweifle nicht,“ heißt es in der Selbſtbiographie eines V alten Soldaten,„daß es Leute gibt, die darüber ſchaudern werden, wenn ich ſage, daß Soldaten nach dem Kampf wenig oder gar nichts von den erhabenen Gefühlen wiſſen, welche in friedlicheren Stunden ihre Wohnung im Menſchenherzen auf⸗ ſchlagen. Es iſt eine der ſchlimmſten Folgen eines„gewalt⸗ thätigen Lebens, daß es uns ſelbſtſüchtig und gemein macht. Es wäre wenigſtens lächerlich, wenn wir verheimlichen wollten, daß, ſobald das blutige Tagewerk vorüber iſt, der erſte Wunſch des Ueberlebenden darin beſteht, eine Belohnung in Geſtalt einer Beute für die Gefahren zu erhalten, die er ausgeſtanden, und für die Anſtrengung, die er gemacht hat. Auch kümmert ſich der Plünderer nicht darum, ob es der Leichnam eines Freundes oder eines Feindes iſt, bei dem er ſeine Beute ſucht.“ Andauernder Krieg macht nicht nur die gemeinen Soldaten, ſondern auch Offi⸗
ciere gemein, weil er nothwendig den Naturalismus herauf⸗ beſchwört. Das nachfolgende Factum zeugt von der Entartung der franzöſiſchen Generalität in Spanien.
„Fürſt von Eßling,“ ſagte Napoleon zu ihm,„Ihr ſeid alſo nicht mehr Maſſena?“„Wollte Gott,“ antwortete der Marſchall,„das Unglück wäre wieder gur zu machen!“ Und in der weiteren Erklärung entſchleierte er dem Kaiſer die ihm von ſeinen Generälen in der Ausführung ſeiner Befehle in den Weg gelegten Hemmniſſe; alsdann die Wunde aufdeckend, zeigte er, wie allgemein dies nagende Uebel ſei; er that dar, wie Neid, Unter⸗
ſchlagungen, Egoismus und alle ſchlechte Leidenſchaften unter den
Generälen um ſich greifen.„Das iſt die Urſache, warum Maſſena einem Engländer ſo ſchmählich hat unterliegen müſſen,“
ſagte er zum Schluß. Der Kaiſer ſchreckte bei jedem Wort dieſer
Enthüllungen zurück; aber er verweigerte das Geſuch ſeines alten Waffengefährten: die Politik erforderte es, daß er dieſe ſchreck⸗ lichen Geheimniſſe, die Vorläufer von 1814, unterdrückte. 6.
Ein neuer atlantiſcher Celegraph.
In England hat ſich eine neue Geſellſchaft zur Herſtellung eines atlantiſchen Telegraphen gebildet, von deren Unternebmen man ſich einen beſſern Erfolg verſpricht, als von dem ibrer Vor⸗ gängerin. Die neue„British Transatlantic Telegraph Com- pany“ will, wenn möglich, noch im Laufe dieſes Jahres ihr Kabel von Landsend in Cornwall nach Blanc⸗Sablon, einer Inſel in der Straße von Belle Isle, nördlich von Neufound⸗ land legen, von wo aus es durch kürzere Drähte mit den bereits


