Jahrgang 
28-52 (1859)
Seite
493
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Züchtigung für leichte Vergehen im Dienſte ſtatt gefunden. Gebe Gott, daß ich nie Zeuge einer Hinrichtung von einem meiner Burſche am Bord meines Schiffes werden muß! Mr. Warren, laſſen Sie das Boot wieder aufholen! Und von heute an wird nicht mehr getanzt! Nach dieſen an den Steuermann gerichteten Worten ging er, um nach Mr. Brown's Wunden zu ſehen, die vom Schiffsarzt wohl für bedenklich, aber nicht geradezu für tödtlich erklärt waren.

So hatte die Freude heute ein höchſt tragiſches Ende genommen. Wer aber daran zweifelt, daß der Schwarze die weiße Tochter Europas mit der ganzen Gluth ſeines Vaterlandes geliebt, oder daß er nur in Folge dieſer allgewaltigen Liebe zum Mörder ſeines frühern Freundes geworden, der kennt nicht die Sonne von Hayti, die das Blut zu Flammen ſiedet, daß es gleich glühender Lava durch die Adern rollt. Ein liebender, ein gereizter Neger, ſelbſt ein Farbiger dort gleicht in ſeiner Zurückhaltung dem geſchloſſenen Vulcane. Es bedarf eines Momentes, und hervor bricht die Alles verheerende Gluth, die nicht geſtillt wird, bis das Ziel ſeiner Liebe oder ſeiner Rache erreicht iſt.

Am nächſten Tage trat eine gänzliche Windſtille ein. Das Meer gewann den Anblick eines unabſehbaren glän⸗ zenden Spiegels. Keine Furche auf der weiten Unermeß⸗ lichkeit; ſo weit das Auge reichte, ein großes köſtliches Parket wie von blankpolirtem Stahl. Die Zeit des Nichtsthuns wurde zu Beſuchen an Bord der benachbarten Schiffe benutzt, die alle gleich regungslos, wie durch un⸗ ſichtbare Gewalt auf der Stelle, wo ſie hielten, gebannt waren.

Während dieſer Ruhe wurde auch die ſchöne Marie, deren öfteres Zuſammenſein mit Mr. Brown nach dem Ausſpruche des Arztes nachtheilig auf ſeine Heilung ge⸗ wirkt haben würde, während er lächelnd zugleich für ihre eigene Geſundheit zu fürchten ſchien, mit ihren Eltern auf

Dritte 4olge.

ein anderes Schiff verſetzt. Die Thränen, welche durch dieſe Trennung verurſacht wurden, haben mir wohl gefallen; waren ſie doch Beweiſe eines tiefen Gefühles auch bei ſolchen Menſchen, die man ſo oſt mit Unrecht, als zu den untergeordneten Claſſen der bürgerlichen Geſellſchaft zäh⸗

lend, wenig beachtet, weil man nicht bedenkt, daß es eben

in dieſen Claſſen recht Viele gibt, die treu im Herzen den Schatz bewähren, mit dem ſie oft reich ausgeſtattet vom Schöpfer die Weltbühne betraten.

Als wir am dritten Tage Abends, nach eingenomme⸗ nem Diner, das Verdeck betraten, um noch bei einem letzten Glaſe echten vino tinto eine Havanna von Gibraltar zu ſchmauchen, wehte uns eine friſche Briſe aus Südweſt entgegen. Nach dem Compaß geſehen, gings recto auf Alicante los. Ein Weitſichtiger wollte ſogar Land durch das Nachtglas entdeckt haben. Ich konnte nichts erkennen als Himmel und Waſſer, und dieſes phosphorescirte ſo ſtark vor dem Kiele, daß man hätte vermeinen können, in einem Feuermeere zu ſchwimmen.

Es war Mitternacht, als ich meine Hängematte ſuchte; fünf Minuten ſpäter hatte mich Morpheus in ſeine weichen Arme geſchloſſen; eine Wohlthat, die ich ſeit den Stra⸗ pazen des Krieges leider ſchon viele Jahre entbehre. Ich träumte bis zum hellen Tage von Orangenhainen und von Klöſtern, von Mönchen und von Maurenpaläſten, vielleicht auch von unſer harrenden ſchwarzäugigen, zarten Senhori⸗ tas, noch vom Wahne befangen, daß die Damen in Spa⸗ nien ſich ſo leicht in eine geſchmackvolle, knappe Uniform verliebten, als man das wohl in anderen Ländern Europas gewohnt iſt.

Am nächſten Morgen indeß, kaum nach dem Frühſtück, hieß es:Land nach Süd-Südoſt! und gleich darauf: Land nach Süd! und noch einmalLand! und dieſer letzte Ruf wurde von der ganzen militäriſchen Bemannung des Schiffes mit einem ſolchen energiſchen Uniſono wieder⸗

holt, daß es doch wohl Ernſt damit ſein mußte. Es konnte

und 393 Inſtrumentalmuſiker. Der Singchor beſtand aus 725 Sopraniſten, 719 Altiſten, 659 Tenoriſten und 662 Baſſiſten. Von Inſtrumenten gab es 182 Violinen, 60 Violen, 60 Vio⸗ loncellos, 60 Bäſſe, 10 Oboen, 10 Clarinetten, 10 Fagotte, 6 Trompeten, 12 Hörner, 9 Poſaunen, 3 Ophicleiden, 2 Bom⸗ bardons, 8 Serpents, 3 Paar Soldatentrommeln. Dazu kam eine ungeheure Orgel, geſpielt von dem berühmten Organiſten Brownſmith. Unter den Sängern waren die vornehmſten: Frau Clara Novelle, Frau Rudersdorff, Frau Lemmros⸗Sherington, Miß Dolby, Mr. Sims Reeves, Herr Weiß und Signor Belletti. p.

Engliſch. Nach einer Correſpondenz desSiecle war einer der beſten

Schützen in Garibaldi's Dienſten ein fünfzigjähriger Engländer,

der eine ausgezeichnete Lancaſterbüchſe trug und mit Hülfe einer

Brille, die er nicht entbehren konnte, jeden tyroler Jäger traf, den er aufs Korn nahm. Kürzlich fragte ihn Jemand, ob er ſich dem Freicorps aus Begeiſterung für die italieniſche Sache oder aus Liebe zumSport angeſchloſſen babe; da gab er ganz kalt⸗ blütig zur Antwort:Ich habe alle Achtung vor der italieniſchen Unabhängigkeit, aber ich bin ein eben ſo großer Freund vom Schießen. 3 Mannigfaltiges.

Von Julius Mühlfeld, einem jungen Dichter, der gegen⸗ wärtig in Pommern lebt und von dem auch dieſe Zeitſchrift einen

Pauken, 1 große Trommel und 6

Beitrag brachte, ſind kürzlich drei kleine Schriften erſchienen: Aus dem Schülerleben, Bilder,Wilde Veilchen, ein Früh⸗ lingskranz, Gedichte(Beides: Leipzig, H. Hübner), undSechs

deutſche Lieder, dem deutſchen Volke und Heere gewidmet (Anclam, zum Beſten des Nationaldanks); letztere haben bereits zwei Auflagen erlebt. Alle dieſe Arbeiten bekunden ein redliches, begeiſtertes Streben, aber auch die große Jugend des Verfaſſers,

die an ſeinen Gedichten beſonders noch die ſorgfältige Feile ver⸗

miſſen läßt..

Man weiß, daß Napoleon III., wie die meiſten auf aben⸗ teuerlichen Wegen zur Höhe gelangten Männer der Geſchichte, etwas abergläubig iſt und auf Vorbedeutungen hält. So hörten wir ſchon vor Jahr und Tag, daß er eine geheime Vorliebe für

Alles beſitze, was mit einemM' anfange wie Montijo(Ge⸗ burtsname ſeiner Gemahlin), Moniteur, Morny u. ſ. w. Wir wurden daran unwillkürlich wieder erinnert, als wir laſen, er bereite ſeine erſte Schlacht bei Marengo vor, und als er ſie zwar

nicht da, aber, nach dem Treffen von Montebello, bei Magenta ſchlug, um bald darauf, nachdem er hier mit Hülfe beſonders von Mac⸗Mahon, den er ſofort zum Herzog von Magenta ernannte,

wie einſt Peliſſier zum Herzog von Malakoff, geſiegt, ſeinen Ein⸗ zug in Mailand zu halten und die Oeſterreicher aus Marignano werfen zu laſſen. Mit der Schlacht am Mincio endet dieſe Chro⸗ nologie, da Mantua ihm vorenthalten blieb.

Die Londoner Buchhändler Smith, Elder& Co. beabſichtigen

die Herausgabe einer neuen Monatsſchrift und haben dafür den

Schhriftſteller Thackeray als Mitarbeiter unter folgenden Bedin⸗ 2.

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