derth bei einer klichen Mann der Kreiſe, in tehen hat, der den!“ dreßte ſie die und richtete a nur ſchwer on, zu leſen: Kand, als ich vernahm, aber neinen ageneu tugendhaften e, die ich Dir gſte Wahl bel u frühen Tod ge zugefallen dazu geeignet hen. iner Tugend, in, wie Dein mußte.“ e junge Frau Geſicht,„wie ſein für immer denn ich fühle ſe Stärke ver⸗ nach ſo langen ſchon in der 144 r Freude, und ſches Geſicht; znit dem Aus⸗
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Luuch kümlihe
8—— 4 Jahrg.
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Nr. 31.]
Abend—! O, ich Unbeſonnene!— Was fange ich an, wenn ein unglücklicher Zufall Beide hier zuſammen führen ſollte?“
Doch ihr blieb keine Zeit zur Ueberlegung, denn kaum hate ſie dieſe Frage an ſich gerichtet, als leiſe an die Thür geklopft wurde, die rückwärts aus ihrem Boudoir in eine’ Art von Gartenſalon führte, der einen Ausgang hatte, durch welchen man über einen kleinen freien Platz un⸗ mittelbar in das dichte engliſche Gehölz gelangte, das ſich an dieſer Seite bis an das Haus heranzog und zugleich an der Umhegungsmauer fortlief, welche den Garten von einem nur ſelten betretenen Seitengäßchen trennte, das in ſeiner ganzen Länge nur von Gartenmauern eingeſchloſſen V war, über die hier und dort ein Gartenhäuschen her⸗ vorragte.
Erſchrocken eilte die junge Frau zu der Thür, aber noch ehe ſie dieſelbe erreicht hatte, öffnete ſie ſich, und mit dem Ausrufe:„Meine theure Tochter, meine geliebte Ama⸗ lie!“ trat, die ausgebreiteten Arme ihr entgegenſtreckend, ihr entgegen— eben der Freinde, welcher an dieſem Mor⸗ gen in Gegenwart der beiden Freunde ſeine Dublonen auf einem Tiſche der Weinhandlung gezäͤhlt hatte.
Einen Augenblick ſah die junge Frau in das gebräunte, runzelvolle Geſicht, dann aber ſtürzte ſie mit dem Ausrufe: „Mein Vater! Mein theurer, geliebter Vater!“ in die ge⸗ öͤffneten Arme, und Beide hielten ſich lange in vielberedtem Schweigen umfangen.
IV. Vertrauliches Geplauder. Viel, ſehr viel hatten Vater und Tochter ſich gegen⸗
ſeeitig zu erzählen, denn Beide hatten ſeit ihrer Trennung lange Tage ſchweren Kummers und drückender Sorgen er⸗
lebt, auch Erniedrigung zu ertragen gehabt, bevor ſie den
Dritte folge.
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Hafen des Glückes erreichten, in dem Beide jetzt ihre Lebensbarken ſicher vor Anker gelegt hatten.
Indeß hörte Amalie ihrem Vater nur mit einer un⸗
verkennbaren Unruhe und Zerſtreutheit zu, und als ihm dieſe endlich auffiel, geſtand ſie ihm offen, ſie fürchte, daß ſie nicht lange mehr ungeſtört würden beiſammen ſein können; wenn er dahen wirklich Urſache zu dem Wunſche hätte, daß ſein Beſuch ein Geheimniß bleibe, ſo müßte ſie ihn bitten, ſich bald zu entfernen. „Ich ſpreche dieſe Bitte aber mit um ſo größerem Widerſtreben aus,“ fügte ſie hinzu,„weil ich Dich leider für das Erſte dann lange nicht wieder werde ſehen und ſprechen können, mein geliebter Vater.“
„Und weshalb nicht, meine theure Amalie?“ fragte er verwundert.„Schon in wenigen Tagen hoffe ich meine Angelegenheiten ſo weit geordnet zu haben, daß ich Dich bitten kann, mich Deinem würdigen Gatten, nach deſſen perſönlicher Bekanntſchaft ich mich wahrhaft ſehne, als Deinen Vater vorzuſtellen.“
„Wie gern wuͤrde ich das thun, mein geliebter Vater,“ entgegnete Amalie,„allein es iſt nicht möglich!— Schon ſeit längerer Zeit iſt die Geſundheit meines Mannes ſo leidend, daß es mich mit den ernſteſten Beſorgniſſen er⸗ füullt. Er hat daher meinen dringenden Bitten und Vor⸗ ſtellungen nachgegeben, und ſchon morgen reiſen wir nach Nizza ab, in deſſen mildem Klima er hoffentlich Gene⸗ ſung finden wird.— Unter andern Umſtänden würde ich dahin wirken, daß die Reiſe unterbliebe, daß ſie wenigſtens aufgeſchoben würde, jetzt aber müßte ich fürchten, eine Sünde zu begehen, indem ich ein ſolches Verlangen aus⸗ ſpreche, denn ich zweifle nach der vertraulichen Mittheilung der Aerzte, die ich zu erzwingen wußte, nicht daran, daß die Wiedererlangung der Geſundheit, ja die Erhaltung des Lebens dieſes edlen Mannes nur von der Beſchleu⸗ nigung dieſer Reiſe abhängt. Dürfte ich da wohl aus ſelbſtſüchtigen Abſichten daran denken, ſie zu verzögern?“
Von Mitleid ergriffen ging der Zuave zu dem blutjungen
Menſchen heran und ſagte, indem er auf ſeinen Torniſter deu⸗
tete:„Keyserlick, montez ce petit Sebastopol!“
„UUm ſich durch eine Pantomime verſtändlicher zu machen, bückte er ſich bei dieſen Worten, und voller Freude erkletterte der Oeſterreicher den Rücken ſeines mitleidigen Feindes, wo er ſich dann auf dem Torniſter ſo bequem als möglich ſetzte.
Zuave fühlte, daß ſein Gefangener unruhig zu ſitzen begann, und gleich darauf in ſeinem Genick etwas Kaltes fühlte.
„Sacré, que faites vous done?“ rief er ihm zu und ſah ſich zugleich zornig nach ſeinem Reiter um.
Erſchrocken über den wilden Blick ſeines bisher ſo gutmü⸗ thigen Trägers hielt der Gefangene ihm eine Locke hin, die er ſo eben mit einer mühſam aus ſeiner Taſche gelangten Scheere dem Zuaven abgeſchnitten hatte, und ſagte dazu mit treuherziger ge⸗ rührter Stimme:
„Franzuß! Zuwenihr! Zuwenihr!“ a.
Menge. Plötzlich trat ein Knabe von ſieben bis acht Jahren,
der den größeren Zuſchauern zwiſchen den Beinen hindurchge⸗ ſchlüpft zu ſein ſchien, dicht zu ihnen heran, blickte ſie einige Augen⸗ durch die königliche Huld, daß zog dann ſein Mützchen tief herunter von Angouleme ernannt wurde,
blicke ſehr aufmerkſam an, und grüßte ſehr achtungsvoll.
merkte den Knaben und fragte ihn in dem beſten Franzöſiſch: „Weshalb haſt Du uns ſo gegrüßt, mein Junge?“
Einige Zeit war der Marſch fortgeſetzt worden, als der
1 Oeſterreichiſche Gefangene zogen durch die Straßen Orleans, umwogt von einer zwar neugierigen, aber auch theilnahmvollen
Ein Officier, der ſich mit unter den Gefangenen befand, be⸗
„Weil man mir geſagt hat, daß Sie ſehr unglücklich ſind.“
„Ach, ja wohl, mein Kind,“ ſagte der Officier mit bebender Stimme.„Aber es iſt ſehr ſchön von Dir, daß Du das Unglück ehrſt. Hätte ich Dir etwas zu ſchenken, ſo ſollteſt Du es zum Danke für Dein Mitgefühl haben, aber ich kann Dir nichts geben, als einen Kuß. Willſt Du den?“
Statt der Antwort hielt das Kind ſeine roſige Wange hin, und der Officier drückte derſelben einen innigen Kuß auf. Die Zunächſtſtehenden, welche Zeugen dieſes rührenden Auftritts ge⸗ a.
weſen waren, klatſchten lauten Beifall.
Sonderbare Laufbahn eines franzöſiſchen Edelmanns. Neben den nachträglichen Nachrichten vom Kriegsſchauplatz beſchäftigt das Intereſſe der Pariſer jetzt der Proceß des Chevalier d' Orgebray, welcher des Mordverſuchs gegen fünf Glieder ſeiner eigenen Familie angeklagt iſt. Dieſer Mann ſtammt aus einer den Bourbons zugethanen adeligen Familie; er begleitete den ver⸗ bannten König Ludwig XVIII. auf ſeiner Flucht nach Gent und kehrte mit den Royaliſten im Gefolge dieſes Monarchen zurück, als ihm die Alliirten noch einmal den Weg zum Throne geöffnet hatten. Der Chevalier d' Orgebray war dermaßen ausgezeichnet ger zum Kammerherrn der Herzogin nachdem er zuvor(um für ſolche CEhre gereinigt und ihrer würdig zu werden) mit den Orden der Lilie und des heiligen Grabes Heſchmück worden war. 1821 hei⸗ rathete er Mlle. Amenaide de Limoges mit einem Vermögen von einer Million Francs neben einem großen Gute. Aber der Che⸗


