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mit vollen Händen wieder in ſeine Geldtaſche ſchüttete,„ſo begleite ich ſie ein Stückchen. Vielleicht haben Sie dabei die Güte, mir den Weg zu dem Banquierhauſe näher zu bezeichnen; denn ich liebe es nicht, auf der Straße alle Augenblicke zu fragen, und außer einem flüchtigen Beſuche, den ich vor vielen Jahren in der Reſidenz machte, bin ich hier vollkommen fremd.“
Die beiden Freunde gaben durch eine ſtumme Verbeu⸗ gung ihre Einwilligung zu erkennen, obgleich ihnen nur weuig au der Begleitung einer ſo auffallenden Perſönlich⸗ keit gelegen ſein konnte. Und in der That waren ſie kaum auf der Straße, als ſich die Blicke Aller auf ſie richteten; Viele blieben ſogar ſtehen und ſahen ihnen verwundert nach, und einige Bekannte der beiden Freunde, die ihnen begegneten, grüßten ſie mit einem Ausdrucke des Staunens, welches zu fragen ſchien: Was habt Ihr denn da für eine Figur aufgegabelt?
Als der Fremde mit den beiden Freunden die Wein⸗ handlung verließ, trat Hollrink ſchnell an das Fenſter, um zu ſehen, welche Richtung ſie einſchlugen, bezahlte dann ſeine Zeche und folgte Jenen in möglichſt großer Entfer⸗ nung, doch ſo, daß er ſie nicht aus dem Auge verlor.
„So, mein feiner Herr Graf, Sie bitten alſo Gott, Sie nicht mit mir in meiner dritten Eigenſchaft zuſam⸗ menzuführen, und ſprechen gleichwohl davon, einen Menſchen zu ermorden, um mit dem ihm geraubten Gelde Ihre Schulden zu bezahlen?— Ci, wie inconſequent!— Nun, nun, will doch ſehen, ob meine dritte Beſchäftigung mir nicht eher, als Ihnen lieb iſt, Gelegenheit bieten wird, mit Ihnen in Berührung zu kommen. Mit meiner Schuld wenigſtens ſoll eine ſolche Gelegenheit nicht verſäumt wer⸗ den, vielmehr werde ich, was nur irgend in meinen Kräften ſteht, thun, um ſie herbeizuziehen!“
Damit endigte ſein Selbſtgeſpräch, und ſtumm folgte er nun den drei Männern, die von ſeiner Verfolgung keine Ahnung hatten, durch mehrere Straßen.
Dritte
folge.
———„„—
Wie man ſieht, hatte der ſaubere Hollrink beinahe Wort für Wort verſtauden, was Graf Maienburg mit ſeinem Freunde Wenkſtern geſprochen. Die trübe Ahnung des Letztern, der Böſe möchte ſich der unbeſonnenen Aeuße⸗ rung ſeines Freundes als des Haares bemächtigen, an dem er ihn ganz ſein eigen machen könnte, war alſo ſchon jetzt theilweiſe in Erfüllung gegangen, und nur eines bos⸗ haften Zufalles bedurfte es vielleicht noch zum Verderben des leichtſinnigen, aber nicht ſchlechten oder entarteten jungen Mannes.
1II. Ein geheimnißvoller Beſuch.
In dem zierlichen Boudoir ihres in einer der Vorſtädte gelegenen Hauſes, das eher eine reizende Villa, als ein ſtädtiſches Wohnhaus genannt werden konnte, da es rings von einem ſchönen, ſorgſam gepflegten Garten umgeben war, ſaß am Abend eben dieſes Tages eine junge Frau auf dem eleganten Divan in nachdenkender Haltung. Die in geringer Entfernung von ihr auf einem Tiſche ſtehende Aſtrallampe verbreitete in dem Gemache nur ein zweifel⸗ haftes Licht, jedoch hell genug, die Jugend und die lieb⸗ lichen Züge der jungen Frau erkennen zu laſſen, die den Kopfpauf die eine Hand geſtützt hatte, während die andere, einen geöffneten Brief halteud, nachläſſig in ihrem Schooße ruhte.
Schweigend ſaß ſie ſo mehrere Minuten da, offenbar in lebhafter Aufregung, denn ihr Buſen wogte heftig und von Zeit zu Zeit entrang ſich ihrer Bruſt ein Seußzer.
„Welche wunderbare Fügung des Schickſals!“ ſagte ſie endlich im leiſen Selbſtgeſpräche.—„Wie kann ich dem Himmel genug für dieſe Mahnung danken, die er mir in dem Augenblicke zukommen ließ, als ich vielleicht auf dem Punkte ſtand— doch hinweg mit dieſen trüben Gedanken! — Jetzt gilt es nur mich auf den Beſuch— auf die Be⸗
Zur Länder⸗ und Völkerkunde. Die Tiger⸗Inſel. Durch die neueren Ereigniſſe in China haben ſich die Blicke
Europa's mehr als je zuvor auf das„Himmliſche Reich“ gerichtet,
deſſen Oberfläche nicht weniger als 230,000 Quadratm. beträgt. Es dürfte daher von Intereſſe ſein, zuweilen einige Worte über dieſes gewaltige Land zu ſagen, das den Europäern zum Theil noch wenig oder gar nicht bekannt iſt, das aber mit Hülfe Eng⸗ lands und Frankreichs bald der Civiliſation überliefert ſein dürfte, während es Jahrbunderte lang ſeine Unwiſſenheit mit einer Art von Stolz feſtgehalten hat.
Canton, die erſte Eroberung der„Barbaren“, wie Eng⸗
länder und Franzoſen von den dünkelvollen Chineſen genannt werden, iſt zwar eine bedeutende und große Stadt, aber an und für ſich bietet ſie nichts Beſonderes, als das fortwährende Leben, das auf ſeinen Straßen herrſcht, und die Wichtigkeit des Handels, deſſen Mittelpunkt Cantona iſt.
Ueberraſcht wird man in Canton nur durch ſeinen Fluß. Auf einem ſchwärzlichen Waſſer, zwiſchen Rohr und Schilf ver⸗ ſteckt, auf flachen Fahrzeugen lebt, bewegt ſich, arbeitet, ißt, trinkt
und ſchläft hier eine Bevölkerung von 60,000 Seelen, eine Art
Amphibien⸗Bevölkerung, deren Vaterland der Fluß iſt und die gegen das Feſtland eine unbeſiegliche Antipathie hegt.
Die Tiger⸗Inſel, ein ſteiler, unfruchtbarer Granitfels, der in der Mitte des Fluſſes liegt und eine Beſatzung chineſiſcher Solvaten hat, ſcheint der Glockenthurm, oder vielmehr der Dom der/ großen ſchwimmenden Stadt zu ſein, die er beſchirmt.
Es gibt nichts Maleriſcheres, beſonders während der
Nacht, hat freilich auch, den ſchönen Seeſpiegel,
Hals dieſe finſtre ſpitze Maſſe, welche beſtändig von Barken um⸗
kreiſt wird, von denen bei ausbrechenden Stürmen nicht ſelten eine an ihren Felſenmauern zerſchellt wird. Dieſer Gefahr und der häufigen Schiffbrüche ungeachtet aber liebt die Bevölkerung des Rohres und Schilfs die Tiger⸗Inſel, wie der Bergbewohner ſeine Abgründe und ſeine ſteilen Berggipfel liebt, ein unwiderleg⸗ licher Beweis für den Satz:
„Die Liebe zum Vaterlande bedarf weder der Blumen noch des grünen Laubes, weder der Paläſte noch prachtvoller Bau⸗ werke, um ſelbſt in den härteſten Herzen zu leben.“ a.
Chicago.
Chicago, die Hauptſtadt von Illinois, am Michigan⸗See gelegen, mit den bedeutendſten Städten der Vereinigten Staaten durch ein Netz von Eiſenbahnen verbunden, vereinigt die gün⸗ ſtigſten Bedingungen für zukünftige Größe, und wenn die Aus⸗ dehnung der Stadt in gleichem Maße fortſchreitet wie bisher, ſo möchte St. Louis gar bald von der rieſigen Schweſterſtadt im Norden überflügelt werden.
Viele Reiſende haben Chicago der Welt als eine äußerſt häß⸗ liche Stadt dargeſtellt. Dem iſt nicht ſo. Zu Zeiten allerdings, wenn anhaltende Regenſtröme die Oberfläche der Straßen und die ganz weiche, fette Ackerkrume der Umgegend in einen halbflüſſigen Schlamm auflöſen, und die Fuhrwerke und Fußgänger in den Löchern der leicht zerſtörten Plankenwege ſtecken bleiben, gewährt die Stadt allerdings keinen anſprechenden Anblick. Die Natur welchen man immer im


