V.——
V. Jahr—— Jahrg...
8 Ar. 30.] Drilte Jolge. 4717
di⸗————————-———————
ſe e Rachen„.„ ſiee 3. 8
chwang ar ſich eer mit einem raſchen Schnitt den verſtümmelten Arm von hinab bis zu den nächſten Plantagen. Am nächſten Tage
der Schulter, mit der er nur noch durch die Sehnen ver⸗ zog die bald auf einige hundert Köpfe angewachſene Neger⸗ V
im ſein Fug⸗ . iſchmeidig, Dann ſtachelte ind derſchwand
bunden war, bückte ſich und blieb allen ferneren Nach⸗ ſchaar unter Sengen und Brennen weiter über das Land, forſchungen verborgen. um ſich unter dem Jubelrufe„Liberty!“ ihrer weißen Pei⸗ Es war im folgenden Winter, als dieſelben Neger niger zu entledigen.—
unter der Leitung des Aufſehers im Innern des Waldes
3 des Waldes. ſeinen langen à, dan Tod ver⸗ dan der erſte und ſäne volle Hendlich in der
der Frathi
Vei Tages⸗ Nähe befand iten Reyiers in ihrer Nähe lite. Endlich
annt und die lichen auf die und trüb ge⸗ am Morgen ch vervorgen. as Zuckerrohr te Hunde wur⸗ as Beil in der einem dichten Es war der te noch bluten⸗ zut über dem der Aufſeher aner ab, und eder. Doch dann trennte — n bat ſie un⸗ beſte Capital auen auf ſ thätig; heute ickend, ſchaf⸗ ebens iſt ein nige Frauen, ein ſo unge⸗ allen denen ſuchen, wo e denſchaften als en wobnenden ung in der L e⸗ das Anlebnen Innhum läßt uch ein unſtz fönnten, wäs ohne daß ſe nenſchen, eine
einiges Land klären ſollten. Lange widerſtand ein rieſiger Acajoubaum der Flamme; man ſah ſich genöthigt ihn an der Wurzel durchzuſägen; da ſtürzte er mit weithin dröh⸗ nendem Krachen zu Boden und ſpaltete auseinander.
Wie groß war das Entſetzen der Arbeiter, als aus dem Stamme ein langes Gerippe fiel. Sie ſahen einander ſchaudernd an und ſchnalzten mit den Fingern über den Köpfen; als aber einer die Bemerkung machte, daß dem Skelett der eine Arm fehlte, gebot der Aufſeher mit ge⸗ hobner Peitſche— Schweigen.
Da ſtürzte ſich plötzlich ein rieſiger Neger unter jenem Kehllaute, der den höchſten Grad von Feindſchaft, von Rache, von der höchſten Leidenſchaftlichkeit der Neger ver⸗ kündet, mit einem Satze, raſch wie der Tiger, der ſeine Beute erlauert hat, auf den gehaßten Peiniger. Während er mit ſeiner gewaltigen Fauſt deſſen Kopf vorn über beugte, ſtieß er ihm mit lautem Gebrüll zu wiederholten Malen ſein langes Meſſer von hinten in den Nacken, bis er röchelnd in ſeinem Blute zu Boden ſtürzte. Noch krümmte ſich der Gefallene in den letzten Zuckungen am Boden im Sande, als der Wald vom Jubelrufe der Freiheit wieder⸗ tönte, der, von funfzig Kehlen ausgeſtoßen, vom Echo weiter getragen, das Schweigen des Urwaldes mit einem plötz⸗ lichen, unheimlichen Leben erfüllte..
Einige Stunden ſpäter loderten die dem Walde zu⸗ nächſt liegenden Pflanzungen in Flammen auf, und als um die Stunde der Mitternacht das Mondlicht die rothglühen⸗ den Brandſtätten ſtreifte, da tanzten die Neger den Congo⸗ tanz um die rauchenden Trümmer, und das Wort: „Freiheit!“ tönte in ſchaurigem Nachhall den Strom
Ueberſetzungen von georg Pertz.
(Aus dem Engliſchen von Felicia Hemans.)
Des Kreuzfahrers Heimkehr.
Ruh' aus, o Pilgrim,— kommit vom Syrerland, Fern aus der Wunder und der Märchen Reich; Die welke Palme ſagt's in Deiner Hand Und Dein gebräuntes, düſtres Antlitz gleich. O um die Männer, die ſo ſchmuck und kühn, So wanderfroh der Ferne ſtrebten zu! O und die Müden, die zur Heimath zieh'n, Den Tod im Herzen, welk und matt wie Du!
Verzieh'— o raſte von des Tages Müh'n, Ein Säuſeln leis durch die Kaſtanien zieht, Des Ave's Ruf verklang, die Sterne glüh'n, Und in die Wogen ſank des Schiffers Lied. Wie matt Du biſt— hörſt plätſchern Du den Quell Durch jenes Tempels morſche Säulenreih'n? Siehſt Du im Thau erglüh'n die Traube hell? Ach, der mich ließ, Er zog min dieſen Wein!
ſich nach Neigung dieſer Ausbildung widmen und durch theore⸗ tiſche und praktiſche Studien unter Profeſſor Bock-und dem
Director Marquard jenen Grad innerer Selbſtgewißheit erreichen,
der ſie befähigte, ſo jung noch, um eine Conceſſion bei der Regie⸗ rung nachzuſuchen, um angehende Erzieherinnen in der Lehr⸗ methode nach Friedrich Fröbel auszubilden. Ihr erſter Verſuch
während des Winters einen Curſus bei ihr durchzumachen, und
ſie, vielleicht die Jüngſte von ihnen, eine ſchöne Erſcheinung, mit
einem ideal⸗claſſiſchen Kopfe, ſaß nun dieſen gegenüber und gab ihnen ernſte Anweiſung, wie ſie die Jugend bilden und den großen
Anforderungen genügen müßten, welche die Civiliſation des
19. Jahrhunderts in die Hand der Frauen gelegt. Ich glaube nicht, daß ſie auf ihrem Wege der Achtung entbehren, noch im Kreiſe ihres Geſchlechtes Zurückſetzung erfahren kann. Amely Bölte.
Die Rriegsgeſangenen in Wien. — Alle Fenſter der Fronte des rechten Flügels der Franz⸗Jo⸗ ſephskaſerne, ſchreibt die Wiener Preſſe, waren geſtern Nachmittags mit den ſardo⸗franzöſiſchen Gefangenen beſetzt, und eine große Menge Menſchen ſtand mitten in der Straße und ſah halb neu⸗ gierig, halb gutmüthig⸗liebenswürdig zu den Franco⸗Sarden empor. Da waren ſie denn, die Feinde, von denen man ſo oft geleſen, da konnte man ſie von Angeſicht zu Angeſicht ſehen Die kleinen, unanſehnlichen piemonteſiſchen Infanteriſten in Leinen⸗ blouſen und blauen Kappen, und die Scharfſchützen(Berſaglieri), das Haupt mit einem Lacklederhute, mit einem Hahnfederbuſch
einen Zimmermann mit langem blonden Barte, einen Dragoner
ward gleich durch das günſtigſte Vorurtheil gekrönt, es meldeten ſich acht Damen aus verſchiedenen Gegenden Deutſchlands, um
geſchmückt, nach Art unſerer Poſtillone bedeckt. Mehr Intereſſe erweckten die Franzoſen, von denen viele mit der Krim⸗ und der Victoriamedaille geſchmückt waren. Da ſah man Fantaſſins (Infanteriſten), die Zahl am Käppi bezeichnet das Regiment,
mit den crinolinartigen Spreizen, welche die weiten Beinkleider in der Gegend der Seitentaſchen in voller Breite auseinander treiben, einige Chaſſeurs d'Afrique und die Zuaven, den Fes auf dem Kopfe. Da nun der Wiener nicht lange eine ſolche Scene mitanſehen kann, ohne daß in ihm der Gedanke erwacht: dieſe Leute könnten wol Durſt haben, oder eine Cigarre würde ihnen vortrefflich ſchmecken, und da die Gefangenen dieſer Intention mit merkwürdigem Errathen freundlichſt entgegenkamen, ſo ent⸗ wickelte ſich bald ein äußerſt bewegter Verkehr zwiſchen den Ver⸗ ſammelten auf der Straße und den Franco⸗Sarden an den Fenſtern, um ſo mehr, da die Wachen unten und oben von Soldaten des Wiener Regiments Deutſchmeiſter verſehen wurden. Einer der Gefangenen hatte ſondirt und ſeinen Leinenſack an einem Faden aus dem Fenſter auf die Straße herabgelaſſen. Im Augenblick war der Sack mit Brod, Geld, Cigarren und hundert andern Gegenſtänden gefüllt, hinaufgezogen, wieder hinabgelaſſen; dem einen Sack folgten andere, ſelbſt vom vierten Stock herab; die Gefangenen ſaßen rittlings auf den Fenſterbrüſtungen, ſtatt der Faden wurden Sacktücher, Schärpen von allen Farben ac. aneinander gebunden herabgelaſſen, kurz nahe an dreißig bunte Seile vermittelten den allmählich ſehr fröblich gewordenen Ver⸗ kehr zwiſchen den Gefangenen und den Wienern, die alles an Taback und Cigarren hergaben, was ſie an ſich beſaßen. Selbſt zu Flaſchenzügen wurden dieſe Schärpenſeile, und ſtets ertönte


