V. dang.
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t diesmal nicht ud ſie beſtiegen rückkehrte.
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z daran giſetzt, tziehen und dem tte ihren Eltern lt, Eberſteines etioniren müſſe tritt, welcher „daß er wohl Verzweiflung ngen, die ſchon „ und als ſie ol nicht allein vor den Fol⸗ and immer be⸗ u, das Kind⸗ ſie ward vleiben werde. ant gelegen, und ſie ſein dürfen,
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damit ſein Weg andte ſich an den n mit, womit immten De⸗ ndte beda te ten ruſſiſchen und inden
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uſſiſche Grenze dem Gouverneul 14 8 n ni ſchliefen,
Nr. 30.]
ſchwinden zu laſſen, die Welt aber glauben zu machen, daß ſie geſtorben..
Jahre vergingen, Eliſabeths Eltern waren todt, ihr Bruder, der regierender Fürſt geworden und den Knaben Albin im Auge behalten, nahm ſich nun ſeiner an, wie wir erfahren, und beſuchte auch die im Irrenhauſe unterge⸗ brachte Schweſter. Keine Spur von Raſerei war mehr in ihr, ſie war nur von einer ſtillen Melancholie befallen, er⸗ kannte den Bruder und war ſich über ihr ganzes Leben und Alles, was mit ihr geſchehen war, klar, erklärte frei⸗ willig, daß ſie gern todt ſein wolle für die Welt, aber daß ſie ſich ſehne, den Aufenthalt zu wechſeln. Das weiche Ge⸗ müth des Fürſten, der von je ganz unſchuldig geweſen an dieſer Behandlung ſeiner Schweſter, aber ſich von ihr eben ſo ſtreng verbannt geſehen hatte, wie jede andere ihr früher bekannte Perſon, war tief ergriffen von ihrem tragiſchen Geſchick, aber er konnte der Welt und am wenigſten ſeinem Lande gegenüber unmöglich ſeine Eltern und ſeine Schweſter brandmarken und ſeinen ganzen Hof dem Ge⸗ ſpötte preisgeben durch eine Handlung, welche Alles, was geſchehen, an den Tag kommen ließ. Prinzeſſin Eliſabeth mußte für immer als todt gelten, aber ſie konnte, zumal im Auslande, unter einem andern Namen leben. Ja, ſelbſt heftig erregt und von dem Wunſche beſeelt, ſeiner Schweſter eine Entſchädigung in all' ihrem Leid zu ge⸗ währen, erzählte er ihr die Geſchichte ihres Sohnes. Frei⸗ lich bereute er das bald, da er daran die Beſtimmung knüpfen mußte, ſich ihm niemals zu entdecken, und ſtatt daß dieſe Nachricht beruhigend auf ſie wirken ſollte, ward ſie eine Quelle bedenklicher Aufregungen.
Dem treuen Kammerdiener und der liebgewonnenen Pflegerin übergeben, lebte Eliſabeth in Italien, als Albin dort in ihre Nähe kam. Sie erfuhr ſeinen Namen, aber halb gezwungen durch ihre Begleitung, halb durch ihr eige⸗ nes Verſprechen zurückgehalten, auch vor der Scheu, ihr eigenes Geheimniß zu verrathen, kam es nie zu einer wirk⸗
lichen Annäherung zwiſchen ihr und Albin. War ſie doch ſelbſt auch menſchenſcheu geworden durch funfzehn einſam verlebte Jahre. Als ſie erfuhr, daß Albin auf zwei Jahre die Univerſität bezog, ließ ſie nicht nach, ihren Bruder zu bitten, daß ſie zurückkehren und in ſeiner Nähe wohnen dürfe, und da ſie in Italien ihrem Sohne nahe geweſen, ohne nur den Verſuch zu machen, ſich ihm zu entdecken, ſo willigte endlich der Fürſt in ihren Plan.
Aber mächtig wachten die Muttergefühle hier in ihr auf, und ſie machte mehr als einen Verſuch, Albin ein Lebenszeichen von ſich zu geben. Einmal gelang es ihr doch, ſich von ihren Hütern ſo weit zu entfernen, daß ſie einem Bauerknaben, der am Abhange nahe der Burg Beeren ſuchte, das Billet übergab, welches Albin in ſolche Aufregung verſetzte.
Als nun die einſtige Jugendfreundin, die Pflegemutter ihres Sohnes, bei der Abgeſchiedenen erſchien mit einem Briefe des Fürſten, das erſte und einzige Weſen, das aus früher Zeit ihr bekannt ſich ihr nähern durfte, als ſie als eine Mitwiſſerin ihres Geheimniſſes ſich vorſtellte und ihr nicht nur die Erlaubniß brachte den Sohn zu begrüßen, ſondern die Bitte deſſelben ihn zu ſegnen, ehe er vielleicht ſeinem Fieber erliege: da ſiegte in Eliſabeth das Gefühl der Mutterliebe über jedes andere, und die verhüllenden Abendſchatten benutzend beſtieg ſie mit ihrer Führerin den verſchloſſenen Reiſewagen Fräulein Burg's, der ſie ſo ohne jedes Aufſehen in die Stadt und zu dem Sohne führen ſollte.
Noch harrte Albin der Rückkunft der Tante entgegen, als ſie plötzlich bei ihm eintrat und ihm die Mutter brachte.
Die letzten Schatten wichen von ihrer Seele, da ſie den herrlichen Sohn endlich in ihren Armen hielt, in ſeinen Zügen die Spuren einer Aehnlichkeit ſuchend. Nun war dem Sehnen ihres Herzens endlich Genüge geſchehen, und es konnte wieder ruhiger ſchlagen. Sie wußten
mandant.„Und wenn es der Kaiſer ſelbſt wäre, er könnte nicht weiter. Morgen, morgen!“ und damit legte ſich der Herr wieder aufs Ohr.
Den andern Morgen wurde der Courier vorgelaſſen und übergab Sr. Excellenz den Brief des ruſſiſchen Geſandten. Er war im Begriff wieder abgefertigt und durchgelaſſen zu werden; da erinnerte unglücklicherweiſe ein Secretär den Commandanten an das, was er wegen des Ukaſes geſagt hatte.„Das habe ich geſagt?“ rief der Commandant.—„Ja, Excellenz,“ verſetzte ein anderer Secretär„allein Sie hatten den Brief des Geſandten nicht geleſen.“„Hier kommt's auf keinen Geſandten an,“ erwiderte der Commandant, der es ſeiner Ehre ſchuldig zu ſein glaubte, das, was er zwiſchen Wein und Schlaf geſagt hatte, nicht zurück⸗ zunehmen;„ich hatte Recht! der Ukas muß befolgt werden.“ Und man konnte ihn davon nicht abbringen.
Der Paß des franzöſiſchen Couriers mußte nach Petersburg wandern, und von da nach der Grenze zurück gehen; unterdeſſen landete Bonaparte zu Frejus und das lebrige iſt bekannt....
Das hat ein Glas Wein zu bedeuten.“
Wir haben dieſe Anekdote aufgezeichnet zum Vergnügen derjenigen, welche gern große Begebenheiten aus kleinen Urfachen
entſtehen ſehen. S
Eine Erinnerung an die kriegeriſchen Ereigniſſe an der Etſchlinie aus dem Jahre 1805. Beim Ausbruche der Feindſeligkeiten im Jahre 1805 bildete die Etſch die Grenzlinie zwiſchen der öſterreichiſchen Armee unter Erzherzog Carl und den Franzoſen unter Maſſena.
Verona, welches dazumal bei Weitem nicht jene Feſtigkeit beſaß, wie heut zu Tage, iſt durch den Fluß in zwei Hälften ge⸗ theilt. Die ſüdliche Hälfte hatten die Franzoſen, die nördliche die Oeſterreicher inne.— In den letzten Tagen des October nah⸗ men die Operationen ihren Anfang. Erzherzog Carl, die Be⸗ gebenheiten in Deutſchland abwarkend, blieb in der Defenſive; auch Maſſena zögerte mit dem Angriffe, weil er zuvor wiſſen mußte, welche Erfolge Napoleon I. in Deutſchland errungen. Naachdem Erzherzog Carl erfahren, wie die Sachen bei Ulm ſtanden, war er nothwendiger Weiſe entſchloſſen, den Rückzug anzutreten, vorerſt aber wollte er ſeine vortheilhafte Stellung dadurch ausbeuten, daß er durch eine gelieferte Schlacht ſeinen Rückzug zu decken und in Ordnung und unbeirrt antreten zu kön⸗ nen beabſichtigte. Er ließ daher mit Aufwand aller Kräfte an den Verſchanzungen der Stellung von Caldiero arbeiten, welche wegen ihrer Trefflichkeit allgemein bekannt iſt. Sie lehnt ſich mit dem linken Flügel an die Etſchſümpfe des linken Ufers und zieht ſich längs den Änhöhen über Caldiero. Das Dorf Colognuola ſchließt die rechte Flanke ab, welche mit dem hier wenig zugäng⸗ lichen Gebirge in Verbindung tritt. Dieſe Poſition ſchließt die ſchmale Ebene vollkommen ab, auf welcher man von Verona aus nach Oſten vorgehen könnte.
Die Reihe von Hängen, welche die eben bezeichnete Strecke abgrenzt, war durch eine ſtarke Kette von Redouten verſchanzt, zwiſchen denen überall Räume für Offenſivbewegungen frei ge⸗ laſſen blieben.
Am 29. October debouchirte Maſſena mit ſeiner ganzen Macht aus Verona. Der Tag verging unter heißen Gefechten um die im Vordergrunde gelegenen Dörfer und Anhöhen, aus


