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Zeitgenoſſen. General Graf Schlick.
Einundſiebenzig Jahre zählte der„Marſchall Vor⸗ wärts“, als er zum letzten Male ſich in den Sattel ſchwang, um ſeine begeiſterten, den Franken und ſeinen Uebermuth haſſenden Reiter in raſchem Siegeslauf von Leipzig bis zum Montmartre und von da auf das Entſcheidungsfeld von Waterloo zu führen. Siebenzig zählt der Reiter⸗ general, der heute an die Spitze einer Heeresmacht geſtellt iſt, die ihren kühn ausdauernden Muth, ihre unbeugſame Standhaftigkeit, ihre kalte Todesverachtung in den blutigen Auen am Ticino bewährt hat, die aber einen kriegserfahr⸗ nen, erprobten Führer bedarf, auf den ſie im Getümmel der Schlacht ihr Vertrauen ſetzt. Eine lange Erfahrung, von den erſten Jünglingsjahren gegen Deutſchlands Erbfeind erworben und in blutigen Kämpfen bewieſen, ein feſter, entſchloſſener Charakter, ein ſicherer Blick, der im gefährlichen Augenblicke das rechte Mittel zu finden weiß, vereinigen ſich in Graf Schlick mit großer Kaltblütigkeit und Unerſchrockenheit, mit hohem perſönlichem Muthe und jener Güte für die Untergebenen, welche die Liebe derſelben gewinnen und dem Befehlshaber den Namen eines„Vaters der Truppen“ erwerben. Ueberblicken wir das lange thatenreiche Leben des kühnen Reitergenerals, in dem ſich dieſe Eigenſchaften beſtätigten.
Ein altes, an kriegeriſchem Ruhme reiches, iſt das Ge⸗ ſchlecht der Grafen Schlick. Vierzehn von den Ahnen unſeres Helden haben unter Oeſterreichs Fahnen mit Aus⸗ zeichnung gefochten, und zwar zumeiſt in Ungarn. Vier derſelben ſind auf dem Schlachtfelde den Tod der Tapfern fürs Vaterland geſtorben. Franz Heinrich Graf Schlick zu Baſſano und Weißkirchen, der nunmehrige Befehlshaber der zweiten Armee, iſt in Prag am 23. Mai des Jahres geboren, das die franzöſiſche Kriegsfurie entfeſſelte, die ſich bald gegen Deutſchland wälzen ſollte(1789). Die erſten Eindrücke, die glorreichen Erinnerungen des Knaben ent⸗ zündeten früh in ihm die Neigung zum Waffenhandwerke. Schon 1805, als er den juriſtiſchen Studien oblag, wollte er zum Säbel greifen und mit kämpfen gegen den Corſen, der an der Spitze von Frankreichs kriegeriſchen Söhnen ſich zum Schiedsrichter der europäiſchen Geſchicke aufge⸗ worfen hatte. Doch hielt ihn der Wille des Vaters bis 1808 bei den Studien feſt. In dieſem Jahre bildete er auf ſeinem Gute drei Compagnien Landwehr, die er be— fehligte; aber das folgende, für öſterreichiſche Waffen ruhm⸗ reiche Jahr, das zuerſt der Welt zeigte, daß der bisher Unbeſiegte beſiegbar ſei, brachte ihn in die Reihen der Soldaten Oeſterreichs. Er vertauſchte die ſeiner Thaten⸗ luſt zu ruhige Stelle an der Spitze ſeiner Landwehr mit der eines Lieutenants bei dem Regimente Herzog Albert von Sachſen⸗Küraſſieren. Graf Bubna gewann deu jungen Officier lieb und wählte ihn zu ſeinem Adjutanten. Bei Paſſau kam er das erſte Mal ins Feuer, auch in den Schlachten von Aſpern und Wagram focht er tapfer, auch mit Napoleon ſelbſt kam er in Berührung, denn ſiebenmal wurde er aus dem Hauptquartier Dotis nach Wien geſen⸗ det. Als er beim Friedensabſchluſſe zum Rittmeiſter bei
Dritte folge.
447 Radetzky's Huſaren vorrückte, wurde er mit ſeinem Chef nach dem Küſtenlande geſchickt, welches an die Franzoſen übergeben werden mußte. Bald darauf wurde er zu den Schwarzenberg'ſchen Uhlanen verſetzt, und lernte ſo ſämmtliche Reitercorps kennen.
Als aber im Jahre der tiefſten Erniedrigung Deutſch⸗ lands deutſche Truppen gleichſam an den Wagen des über⸗ müthigen Triumphators gefeſſelt wurden, ſeinen verhäng⸗ nißvollen Zug nach Rußland zu begleiten und, in des Franzoſen Schlachten mitgeſchlagen, unendliche, nie zu vergeſſende Schmach zu erdulden, wollte Graf Schlick
kein Theil haben an ihr und legte ſeine Stelle nieder.
Aber als 1813 Deutſchland ſich ermannte und Alles in Waffen ſtand gegen den Erzfeind, griff auch Schlick raſch wieder zu dem erprobten Säbel, ſtand erſt als Ordon⸗ nanzofficier bei Kaiſer Franz, focht in der Dresdner Schlacht mit Schwarzenberg, und unter Oſtermann in dem Gefecht der ruſſiſchen Garden bei Pirna, und wieder bei Kulm, am tapferſten aber in der entſcheidenden Völkerſchlacht, wo er an der Spitze ruſſiſcher Dragoner zweimal löwenmuthig auf die franzöſiſche Reiterei an⸗ ſtürmte und ſie zweimal warf. Hier war es, wo er ſein rechtes Auge verlor. Sieben Monate waren zur Heilung erforderlich, er ſollte mit dem ſiegreichen Heere nicht in Paris einziehen.— Aber als Napoleon ſeinen letzten ver⸗ zweifelten Verſuch machte, ſtand er wieder an der Spitze einer leichten Diviſion und zog nach Frankreich, doch war es ihm nicht vergönnt, mit demſelben größere Kämpfe zu beſtehen.
In den langen Jahren des Friedens ſtieg er im Heere von Stufe zu Stufe. Als aber im November des Jahres 1848 dem Strome der Bewegung in Ungarn ein Damm geſetzt werden ſollte, wurde er beſtimmt, den Befehl über ein an der Grenze bei Dukla ſich bildendes Corps zu über⸗ nehmen, die ſlovakiſchen Geſpanſchaften treu zu erhalten und, für ſich allein handelnd, die Bewegungen und Ope⸗ rationen der Hauptarmee zu unterſtützen. In jenem erſten Theile des ungariſchen Feldzuges, der nur zu ſehr dem eben geſchloſſenen Abſchnitte des italieniſchen Feldzugs gleicht, gelang es ſeiner Entſchloſſenheit und Kühnheit und dem
Vertrauen, das er den unter ſeinem Befehle ſtehenden
Truppen einflößte, wichtige Thaten zu verrichten. Im ſtrengſten Winter, im eiſigen December, ſetzte er ſich durch, die unwirthlichen Karpathen in Bewegung. Des Feindes ſtarke Macht ſtand in günſtiger Stellung auf den Höhen von Kaſchau. Nach einem höchſt beſchwerlichen Nacht⸗ marſche bei dem ungünſtigſten Wetter traf er denſelben bei Budamir und ſchlug ihn, zog dann dem ungariſchen Kriegsminiſter entgegen und erfocht bei Czikſſo über den⸗ ſelben einen Sieg. Zu ſchwach aber, um denſelben zu ver⸗ folgen, mußte er bei der furchtbaren Kälte eines unga⸗ riſchen Winters und unter unſäglichen Beſchwerden, in denen die Truppen nur durch das Beiſpiel des Führers aufrecht erhalten wurden, einen Rückzug bewerkſtelligen, der nur ſeiner Ausdauer und Entſchloſſenheit gelingen konnte.
Schon am 4. Januar ſtand Schlick außerhalb Kaſchau wieder des Meſzaros zahlreichen Schaaren gegenüber. Auf der Moldauer Straße führte über den Miszlabach der Ungar große Infanteriecolonnen gegen ihn, aber ein


