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wo auch ſie der Schonung bedarf.
Es kommen Augenblicke, Da lernt ſie kennen, was es heißt, dieſe entbehren zu müſſen.
Wir zeigenmehr Verſtand, wenn wir Anderer Thorheiten tragen, als unſre eignen, und mehr Gemüth, wenn wir die Menſchheit ſelbſt in ihren Schwächen achten, als wenn wir die Kleinheit derſelben lächerlich machen. Der Gedanke, für das Glück der Menſchen, für das allgemeine Beſte der Gattung zu arbeiten, verliert ſeinen mächtigen Reiz, ſobald wir klein von dieſer Gattung denken. Die Größe des Vorhabens iſt eigentlich, was den Reiz deſſelben ausmacht. Und nie dürfen wir beſorgt daran denken, daß wir oft nur in die Luft bauen, ins Waſſer ſäen, den Fiſchen pre⸗ digen— wir könnten ſonſt leicht aufhören, überhaupt etwas zu thun.
Was nun das Streben der Frau betrifft, ſo findet es ſeinen genauſten Vergleich in den Schlingpflanzen. Die Frauen ſind mit höchſter Empfänglichkeit, mit einer faſt fieberhaften Reizbarkeit für das Lichtreich der Ideale be⸗ gabt, aber es fehlt ihnen die Energie der Selbſtſtändigkeit, ſie bedürfen, wie der Epheu und die Rebe, der Stütze des ſtarken Mannes, um ſich in der ganzen Schönheit und Grazie zu entfalten.
Auch die Frau darf lernen und wiſſen; die heiligſten Intereſſen des Lebens ſind ja auch die ihrigen. Doch wie das Geiſtige überhaupt nie das Materielle beherrſchen, ſondern ſich ihm vermiſchen ſoll, muß ihre Bildung das genauſte Gleichgewicht zwiſchen Poeſie und Proſa halten.
Sie muß das Schöne nützlich, das Nützliche ſchön machen und bedarf großer Wachſamkeit, um der Vieſſeitigkeit ihrer Pflichten zu genügen. Es iſt etwas Schönes um Ver⸗ ſtand und Talente. Doch die äſthetiſchſte Idee wird dem Gemahl ihrer Schöpferin nur einen traurigen Seufzer ent—
liebe ihre Gefühle zu ſchonen.
locken, entſprang ſie einem Kopf, welcher noch Mittags die
Reminiscenzen der nächtlichen Ruhe auf einem waſſer⸗ ſcheuen Negligée trägt. Der Mann wird ſich nicht in
Dritte folge.
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einem unaufgeräumten Zimmer behaglich fühlen, malt ſeine Frau auch eine paradieſiſche Landſchaft darin. Die ſchönſte Sonate von Mozart verſüßt keine verſalzne Suppe, macht keinen verbrannten Braten genießbar; das geiſt⸗ reichſte Gedicht über Unſterblichkeit wird der Gatte nur mit einem wehmuthsvollen Lächeln honoriren, vergaß die Verfaſſerin darüber, ihm die nöthigen Strümpfe zu ſtopfen.
Das einzige Talent, welches eine Frau ausſchließlich ausbilden darf, weil es Theorie und Praxis zu ihren Gunſten vereint, iſt das Talent zu gefallen.
Zedichte von georg Pertz.
Ein Abend in Jena.
(Johannisnacht 1857.)
Zu Jena auf der Brücke beim goldnen Sternenſchein, Bedeckt von Volkesmenge, ſeufzt jeder Pflaſterſtein; Es ballt ſich eng zuſammen, es drängt ſich Arm an Arm,
Faſt hört des Nachbarn Herze man klopfen voll und warm; In ſchwarzen langen Röcken ehrſam die Bürger all,
Im weißen Schmuck daneben die Mädchen friſch und drall; Hier greiſe Veteranen, am Stab herbeigehockt,
Studentenvolk dazwiſchen, blauäugig, blondgelockt; Und helle Kinderſtimmen wo fehlten Kinder auch,
Lenzroſen auf den Wangen, Märzvpeilchen hell im Aug'? Zu Jena auf der Brücke beim goldnen Sternenſchein,
Bedeckt von Volkesmenge, ſeufzt jeder Pflaſterſtein.—
Friedhofe und erwieſen ihnen mit rührender Einfachheit die letzte Der General ſprach zu ſeinen Soldaten mit würdevoller
Ehre. Weihe:„Beweinet in euren Herzen dieſe Braven, und folgt ihrem Beiſpiele nach.“ Das war die kurze Todtenpredigt Garibaldi's am Grabe ſeiner Getreuen.
general Camou, Commandeur der 2. Diviſion der kaiſerl. Garde in Italien.
Jacques Camou wurde geboren zu Sorrouces(Nieder⸗ Pyrenäen) am 1. Mai 1792. Er ging im Sept. 1808 als Frei⸗ williger unter die Bergjäger ſeines heimathlichen Departements und ward ſogleich Sergeant. Noch nicht 17 J. alt ward er zum Officier befördert. Nach einer Reihe heißer Kämpfe, die ihm zahlreiche Wunden brachten, erſtieg er 1813 pͤen Rang eines Capitain⸗Adjutant⸗Majors und machte den ſpaniſchen Feldzug mit, in welchem er wieder verwundet und decorirt wurde. Die ſpäteren politiſchen Wechſel in Frankreich veranlaßten ihn mehr⸗ mals ſich vom Dienſt zurückzuziehen, jedoch immer nur auf kurze Zeit. Im Jahre 1830 wohnte er der Eroberung von Algier bei und wurde befördert. Mit Glück verfolgte er nun ſeine kriege⸗ riſche Laufbahn in Afrika, wo er ſeinen Ruf durch Tapferkeit und glänzende Thaten aufrecht erhielt, 1844 ward er Oberſt des 33. Linien⸗Regiments, in welcher Eigenſchaft er die aufſtändiſchen Araberſtämme in einer Weiſe züchtigte, die nicht wenig zur end⸗ lichen Unterwerfung ihres Landes beitrug. Für einen glaͤnzenden Sieg über die Kabylen, den er unter höchſt ſchwierigen und kri⸗
tiſchen Umſtänden erfocht, empfing er das Commandeurkreuz der
Ehrenlegion. 1848 ernannte ihn die proviſor. Regierung zum Brigade⸗General. Bei dieſer Gelegenheit ſagte Marſchall Bu⸗ geaud:„Hätte die prov. Regierung lauter ſolche Ernennungen vorgenommen, ſo hätte ſie viele Statuen zur eigenen Ehre ver⸗ dient.“ An allen militäriſchen Unternehmungen, welche die Pacification der franzöſiſchen Colonien in Afrika herbeiführten, hatte General Camou einen hervorragenden Antheil; dafür rückte er im Sommer 1851 zum Großofficier der Ehrenlegion und 1852 zum Diviſionsgeneral auf.
Beim Ausbruch des ruſſiſchen Krieges ward ihm eine Befehls⸗ haberſtelle in der Krim angeboten, die er auch ungeachtet ſeines vorgerückten Alters freudig annahm. Er führte vor Sebaſtopol
die 2. Diviſion des 2. Armeecorps und war mit bei der Einnahme
des„Mamelon Vert“, worauf er mit ſeiner Diviſion, um aus⸗ zuruhen, an die Tſchernaja geſchickt wurde. Dort aber erwartete
ihn ein neuer Sieg, der ihm die rühmlichſte Anerkennung Seiten des Herzogs von Malakoff erwarb. Verwundung des Generals Bosquet, übernahm er vor Sebaſtopol das ganze Commando der 2. Diviſion, das er bis zum Ende des Feldzuges behielt. Voltigeurs der kaiſerlichen Garde ernannt. Im Sept. 1857 verlieh ihm der Kaiſer das Großkreuz der Ehrenlegion.
Am 8. Sept. 1855, nach der Da wurde er zum Commandeur der
General Camou verdankt ſeine ausgezeichnete Stellung ledig⸗ lich ſeiner Tapferkeit und ſeinem perſönlichen Werth. Ebrenhaft, beſcheiden und muthig, bettelte er nie um eine Gunſt. Er iſt ein echtes Soldatenherz, in welchem das Alter das jugendliche Feuer nicht gedämpft hat. So die„Illuſtr. London News“. p.


