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(V. Ja hrg.
di 5 die Sonne auf⸗ lleg mir halten
Vegleiter, Her⸗ Kmin umgewan⸗ zu uns gefun⸗ ang den Wald⸗ dehn ſdhil iſirten Karig ſchöne ben kä Reben der hlen. Ia erſten vorgeſtern zwei Zimmer in Be⸗ rmeiſter zu ſich einem hölzernen Burg als Bau⸗ gleich ins Werf genöthigt, den nd die Erlaub enn entſchiede nverſchämtheit, hen Raubneſtes den Schweizer erte Dame em⸗ ngt, mit einem n Herrn Bür⸗ n. Seine Ge⸗ ſe Zumuthung, S er die Dame en— nicht ſie belt! die Dame rch Galanterie n einmal nicht eiben kann— eem verſchleier⸗
hon iſt auf dem Jahre 1807 als welche ſchen 3 egen das könig⸗ 5 Vertreibung ehen. In
Vürehung war äterlichen Hauſe war dies nicht in die Militär⸗ 25 blieb. Fuͤnf ten, zog er das helches die zu tämpfer geſtähl rmüdlichen, 1
Nr. 28.]
Dritte Folge.
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„Was er allda geſehen und erfahren, hat ſeine Zunge der Fremden unter dem Siegel der ſtrengſten Verſchwiegen⸗
nie bekannt“— aber der Baumeiſter erhielt nicht nur die
obrigkeitliche Erlaubniß, den Bau ſogleich ins Werk zu
richten, ſondern auch den Befehl, alle Wünſche der Dame auf das Pünklichſte zu erfüllen. Manche von uns glaub⸗ ten dieſe ganze Geſchichte nicht— und da ſehen wir nun, wie die Bauleute ſchon wacker gearbeitet.“
„Wunderbar!“ rief Albin und wiegte nachdenklich den Kopf hin und her, die Blicke hinauf zur Burg gerichtet. „Und die Damen?“ fragt er dann haſtig,„ſind ſie alt oder jung, ſchön oder häßlich, vornehm oder gewöhnlich? Habt Ihr im Hötel nicht nähere Erkundigungen einge⸗ zogen?“
Lange, der Recke, lachte laut auf, daß ein nahes Echo davon aufwachte und in das Gelächter mit einſtimmte. „Du biſt ein köſtlicher Kerl und verlangſt gleich in einem Athem zu wiſſen, was vielleicht nur die mühſanſſten Nach⸗ forſchungen zu Tage fördern können— wir haben dieſe noch gar nicht angeſtellt, weil wir nicht vorzeitig eine fabelhafte Geſchichte glauben und uns als Myſtificirte blamirt ſehen wollten.“
„Abwarten iſt hier ganz am unrechten Orte!“ rief Albin;„wenn man hinter ein ſolches Geheimniß kommen will, muß man ſich gleich anfangs auf die Lauer legen, da ſind die Wachtpoſten noch nicht ordentlich organiſirt, laſſen ein Wörtlein mit ſich reden oder in ihre Karten und Schlüſſellöcher gucken. Jetzt müſſen wir gleich hinauf zur Burg, den Bau zu beſichtigen, und dann, Armin, legſt Du Dich im Hôtel auf Kundſchaft—“
„Ich?“ fragte Armin mit betroffner Miene—
„Nun, nun, der Wirthin Töchterlein iſt Dir ja hold — und das müßte kein Weib ſein, das nicht vor Neugier ſtürbe, wenn es zwei verſchleierte Damen zu beherbergen hat— und dann wieder vor Herzdrücken, die entweder zufällig oder durch Klugheit erfahrene Neuigkeit auch wie⸗
heit mitzutheilen.“
„Ei, wo haſt Du denn ſchon ſo viel Kenntniß des weiblichen Geſchlechtes her?“ lachte Armin;„Du thuſt ja ſonſt ſo ſpröde und unſchuldig— übrigens bin ich mit Röschen gerade auf geſpanntem Fuß—“
„So wirſt Du Dich mit ihr verſöhnen, denn es muß Alles aufgeboten werden, zu erfahren, wer die Damen ſind,“ ſagte Albin in befehlendem Tone. Dies Zwie⸗ geſpräch unterbrach einer der Studenten mit dem Be⸗
merken, daß man doch vor allen Dingen den räthſelhaften⸗ Bau neben der Burg in Augenſchein nehmen wolle, bis es
auch verſtattet ſei, die Bewohnerin deſſelben aufzufinden — aber einige andere ſehnten ſich vor allen Dingen nach Eierkuchen und Bier und waren im Augenblick ganz von dieſen Intereſſen erfüllt, ſo daß es nach langen Debatten endlich zu der Entſcheidung kam, erſt einzukehren, zu trinken und die Eierkuchen zu beſtellen und, währenddem ſie ſchmorten, die Höhe und die Burg zu erklimmen.
Als auch dies geſchehen war, hatte man freilich nur ein geringes Reſultat. Zwar arbeiteten die Zimmerleute noch nach dem Feierabend an dem hölzernen Schweizer⸗ haus, aber ſie wußten Nichts weiter, als daß es einen guten Verdienſt für ſie abwarf und daß der Meiſter den Bau in Accord genommen, damit er ihn in kürzeſter Zeit vollende.
Nachdem die muntere Schaar ſich in der Schenke wieder verſammelt hatte, vermißte man Albin— vergeb⸗ lich war es, ſich nach ihm umzuſehen und ihn zu rufen, er war und blieb verſchwunden— aber Keiner fehlte außer ihm.
„Der muß ein ganz beſonderes Intereſſe an dieſem Geheimniß haben,“ bemerkte ein Student.
„O, der iſt immer auf der Jagd nach Abenteuern,“ ſagte der Recke,„beſonders wenn dabei Ausſicht iſt, daß ſie in die vornehme Geſellſchaft hinüberſpielen oder An⸗ knüpfungspunkte in ihr finden; gewiß wittert er eine hohe
raſtenden Feinde, mit ewig aufſtändiſchen Arabertribus, ſie Aus⸗ dauer gelehrt hat in der Gluthhitze des Wüſtenſandes und in ſtrömendem Regen, und Hunger und Durſt und alle Mühſal zu ertragen, aber auch jene„civiliſatoriſche“ Art des Vorgehens⸗ gegen den Feind, den die neueſten Berichte der Theilnehmer am Kampfe uns ſchildern.
Gleich bei der erſten Expedition nach Algier zeichnete ſich Mac⸗Mahon durch Muth und Entſchloſſenheit aus. Als Adju⸗ tant des Generals Achard mußte er nach der Schlacht bei Col de Terchia einen kühnen Ritt unternehmen. Ohne alle Begleitung eilte er durch feindliches Land nach Blidah, deſſen Orangenhaine in den verſchiedenen Phaſen des Krieges ſo manchen blutigen Strauß zwiſchen den braunen Söhnen der Wüſte und den ſchnell⸗
füßigen Franzoſen geſehen, und nur ein halsbrecheriſcher Sprung
über einen jähen Abgrund mit ſeinem Roſſe, den ſelbſt die kühn⸗ ſten Wüſtenreiter ihm nicht nachzuthun wagten, rettete ihn von Gefangenſchaft oder Tod. Er erreichte glücklich den Ort ſeiner Beſtimmung, von den Depeſchen, die er überbrachte, hing die Tortſetzung des Feldzuges ab. Raſch ſtieg nun Mac⸗Mahon von Stufe zu Stufe auf der Leiter militäriſcher Ehren, und erſt 41 Jahr alt war er General einer Brigade. Bald darauf ſollte er auch ſein organiſatoriſches Talent und die Geſchicklichkeit im Re⸗ gieren eroberter Provinzen beweiſen. Er wurde Gouverneur der Provinz Oran und hierauf der von Conſtantine, führte die Zügel der Regierung mit Energie und hat ſich um dieſe Theile des Lan⸗ des bedeutende Verdienſte erworben. Im Jahre 1852 wurde er Diviſionsgeneral.
„Der Ausbruch des Krimkrieges rief auch ihn nach Europa; er übernahm den Befehl über die Diviſion, an deren Spitze früher
Canrobert geſtanden. Der Tag der Erſtürmung des Schlüſſels. von Sebaſtopol, des Malakoff, war ein Tag der Gefahr, der Ehre, des Ruhmes für ihn. Es war der 8. Septbr. 1855. Seit mehreren Tagen war der Malakoff beſchoſſen worden. Der allge⸗ meine Sturm ward angeordnet. Um die Mittagsſtunde ſtanden drei Colonnen, bereit zum blutigen Werke, gebückt und mit vor⸗ wärtsgeneigten Bajonetten, in den Laufgraͤben den Augenblick erwartend, wo der Ruf der Befehlshaber ſie beordern würde, vor⸗ wärts zu ſtürmen. Ein Moment ängſtlicher Spannung: die Ofſiciere ſtanden vor ihren Truppenkörpern; ruhig, erwartungs⸗ voll, unbeweglich das Auge auf den Thurm gerichtet die Generale an den Schulterwerken. Die Batterien änderten plöͤtzlich ihre Schußlinie, ſäuberten das Terrain, richteten ihre Feuer gegen die feindlichen Reſerven. Da erſcholl das Signal: vorwärts ſtürmten die Generale, die Hüte ſchwenkend, vor allen Mac⸗ Mahon. Kurz war der Raum, den ſeine Truppe zu durchmeſſen hatte, um an den Feind zu gelangen, er wies ihr den Weg, mit lautem Hurrah ſtürzte ſie ihm nach, in wenigen Augenblicken ſtand ein Theil der Diviſion auf dem Vorſprung des Malakoff, ein anderer links auf der Vorderſeite der Baſtion; Zuaven und Jäger warfen ſich auf eine Batterie und nahmen dieſelbe im Nu. Mörderiſch war der Kampf, Mann an Mann, aus allen Winkeln flogen die Todesgeſchoſſe, Hunderte fallen, es bildet ſich ein Wall von Leichen, die Schanze war genommen und wird behauptet. Eine feſte Stellung nehmen Mac⸗Mahon's alte algeriſche Krieger in derſelben.— Während der Kampf auf allen Punkten wüthete, behauptete der tapfere General ſich auf dem Malakoff; das Wort, welches er Tags zuvor zu General Niel, der jetzt wieder ſein Waffen⸗ gefährte in der Lombardei iſt, geſagt hatte:„Ich werde hinein kon⸗
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