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lichen Tochter anzuknüpfen, deren Herz von bangen Ah⸗ nungen erfüllt war, ſprach er nur:
„Marſch hinein ins Haus! Morgen iſt auch noch ein Tag!“ 3Seine Stimme erſtickte in einem ſchweren Seufzer. Marianne wagte nicht zu widerſprechen. Sie mußte, mochte geſchehen was da wollte, dem Stelldichein mit dem Nach⸗ barsſohn entſagen, für deſſen Nichterſcheinen ſie gar keinen Entſchuldigungsgrund in ihrem liebeheißen Herzen auffin⸗ den konnte.
Marianne konnte nicht ſchlafen. Sie horchte auf den Wind, der die Aeſte des Fliederbaumes an der gekalkten Wand ſcheuerte, auf jeden Laut, in dem ſie den Schritt des Geliebten zu vernehmen hoffte. So oft das Geklap⸗ per der Windmühle auf dem Kirſchbaume ihr Ohr traf, träumte ſie ſich in die lauſchige Laube und ſog in geiſtiger Sehnſucht die Küſſe des Mannes, den ſie nach des eigen⸗ iinnigen Vaters Willen nie beſitzen ſollte.
Auch Martin Ulrich floh der Schlaf. Er ſchien nir⸗ gends Ruhe zu finden, denn die Tochter hörte ihn mehr⸗
den Geſchirren rütteln und ſogar die Bodentreppe hinauf⸗ ſteigen. Es ward ihr bänger und immer bänger. Hatte der Vater Streit gehabt? War ihm ein Jäger begegnet und hatte dieſer ihm die Flinte genommen, ſie dann abge⸗ feuert und den unbefugten Träger derſelben mit harter Strafe bedroht?
Je länger Marianne über dieſe Fragen nachdachte, deſto einleuchtender ward es ihr, daß ſie ungefähr die Wahrheit errathen haben möge. Sie kannte den Vater zu genau; ſie wußte, daß der Jähzorn ihn leicht zu einer unüberlegten Handlung fortreißen konnte, die er wenige Minuten ſpäter bereute. War es ihm doch als Burſche ſchon begegnet, daß er in der heißen Aufwallung des Au⸗ genblicks einen ſeiner liebſten Jugendfreunde durch einen
Fußſchlag beinahe getödtet hätte. Seitdem mochte er nichts
mehr von dem Beſuch des Kretſchams hören, wo ja das Geſpräch mit Andern und die den Meiſten eigene Gewohn⸗ heit, ſich ſelbſt für unfehlbar zu halten, Veranlaſſung zu er⸗ bittertem Streite gab. Gewiß, es war ſo, wie Marianne vermuthete. Der Vater war mit dem Jäger zuſammenge⸗ troffen, hatte ſich mit dieſem überworfen und wahrſcheinlich zuletzt gar an ihm vergriffen. Nun aber ſah er ſein Un⸗ recht ein, machte ſich ſelbſt Vorwürfe, und weil es ihm al⸗ lein auf dem Felde unheimlich geworden, hatte er die Wache aufgegeben und war zu ſo ungewohnter Stunde heimgekehrt.
Mit dieſem Troſte befiel das von Sorgen und Harren ermüdete Mädchen gegen Morgen ein unruhiger Schlum⸗ mer. Bald aber weckte ſie lautes Geſchrei und das dumpfe Gemurmel vieler Stimmen. Der Kettenhund bellte an⸗ fangs laut, mit klirrender Kette an ſeiner Stange auf⸗ und ablaufend, dann begann er ſo fürchterlich zu heulen, daß Marianne fürchtete, es möge entweder im Hofe ihres Va⸗ ters oder in der nächſten Nachbarſchaft Feuer ausgebrochen ſein. Die ungeſtümen Schläge an die noch von Innen verriegelte Hausthür verſtärkten dieſe Vermuthung.
Während ſie ſchnell in die Kleider fuhr, hörte ſie den Vater ſchon die Treppe hinabeilen und den weinerlichen Ruf der Mutter:
„O Gott, o Gott, Martin, was hat das zu bedeuten?“
Marianne ſtieß ihre Kammerthür auf. Frau Eliſabeth. lief eben mit fliegendem Haar über die Vorbühne.
„Mutter, Mutter, was iſt denn geſchehen?“ rief ſie der Erſchrockenen zu.
Dieſe gab keine Antwort. Unten klirrte der Riegel, Männer drangen ein, ein Chaos von Stimmen ſchwirrte unverſtändlich durch einander.
Auf der letzten Treppenſtufe angekommen, hörte ſie, wie der Richter des Dorfes ruhig, aber ſtreng zu ihrem Vater ſagte:
„Martin Ulrich, ich muß Euch arretiren! Chriſtfried
macht hat, verbindet mit dem Sprudelnden, Pikanten des franzö⸗ ſiſchen Schaumweins die Eigenthümlichkeit der Rheinweine, das ſo ſehr geſchätzte Bouquet, welches trotz aller Vortrefflichkeit der fanzöſiſchen Weine dieſen doch nicht in ſo großer Menge und ſo ſpecifiſch wie den deutſchen Weinen eigen iſt. Aus dieſem Grunde
erdient dieſer deutſche Schaumwein ſeinen Namen non pareil mit
Jecht, obgleich dieſer fremde Flitterkram nicht zu billigen iſt.
Außerhalb Deutſchlands werden Schaumweine in der Schweiz in Neufchatel von beſonderer Güte, in Frankreich aus den Weinen V de Franche Comté und Burgund und in Rußland(Taurien, Iſcherkask und Aſtrachan) bereitet.
Neue Champagner⸗Korke.
Statt des bekannten, ſehr läſtigen Verſchluſſes der Champag⸗
naflaſchen hat man in Amerika einen andern erfunden, der äußerſt
ſunnreich iſt. Obgleich er einfach nur durch einen Kork bewerkſtel⸗ nt wird, bietet er doch die größte Sicherheit. Zu dieſem Ende
an den Hals der Flaſche eine Hülle angeblaſen und zwar in
einer ſchiefen Richtung. Dieſe nimmt den Kork von der Seite her auf; er tritt alſo gar nicht in den Hals ein und verſchließt dieſen dch. So heftig auch der Druck von innen her auf den Kork wirkt, ſo kann er doch nach oben hin nicht entweichen, da er nur oim der Seite her entfernt werden kann. Nach dieſer Richtung hin uußert ſich aber der Druck nicht, ſondern nur von unten nach oben. Tabei findet der Ausgang der Flüſſigkeit nach der Entfernung dis Korkes doch wie bei den gewöhnlichen Flaſchen in gerader Mchtung ſtatt, indem die Hülle ſenkrecht über dem Halſe von einer deffnung durchbrochen iſt. Bei unſeren Champagnertrinkern wird
dieſer Verſchluß, ſo einfach und zweckmäßig er auch iſt, kaum bei⸗
fällig aufgenommen werden, denn dadurch wird die Poeſie der knallenden Pfropfen gänzlich zu Grabe getragen. Und gerade hier gehört„Klappern mit zum Handwerk.“
Wie viel Wein auf Jeden von uns?
Der Weinbau iſt für das geſammte Europa von der größten Wichtigkeit. Ueber den Totalertrag lauten natürlich die Angaben verſchieden; Berghaus veranſchlagt ſolchen annäherungsweiſe auf faſt 120 ½ Mill. Eimer oder auf 10,684,080,000 Flaſchen; eine andere Quelle gibt 182,350,000 Eimer oder 16,046,800,000 Fla⸗
ſchen an und ſchätzt die Weinanlagen in ganz Europa auf 20,968,000
Morgen oder 976 Quadrat⸗Meilen. Rechnet man den Eimer im Durchſchnitt zu 10 Thlr., ſo repräſentirte der geſammte Wein⸗ ertrag Europa's in jedem Jahre eine Summe von 1214 Mill. Thalern, ein Ertrag, der den des Zucker⸗, Kaffee⸗ und Theebaues weit überragt.—
Sehen wir von den Kindern ab und nehmen wir die Zahl der Erwachſenen in ganz Europa zu 116 Mill., ſo kommt auf jeden ohne Unterſchied des Geſchlechts jährlich 138 Flaſchen, alſo noch nicht auf den Tag eine halbe Flaſche. Nach ſtatiſtiſchen Aufſtel⸗ lungen wird dieſer Genuß nicht einmal den Bewohnern der Wein⸗ länder zu Theil.⸗Es kommen auf den Kopf in Frankreich 120, in Oeſtreich 94 ½, im deutſchen Zollverein nur 8 ½ und im nörd⸗ lichen Deutſchland gar nur 2 ½ Flaſchen Wein, während hier auf jeden Kopf mehr als 10 Quart Branntwein treffen.
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