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Nr. 23.]
——
Dritte
Martin Ulrich lag ausgeſtreckt auf dem eiſenhart gepol⸗ ſterten Kanapee. Unter den Kopf hatte er ſich einen Spen⸗ der der Mutter geſchoben und eine Schürze derſelben hing ihm quer übers Geſicht. Dieſe ſeltſame Verſchleierung ſtel Marianne auf. Sie war jedenfalls überflüſſig, da die Fliegen noch Niemand incommodirten. Da ſie indeß glaubte der Vater ſei eingeſchlafen, ſo ſtellte ſie ihr Singen ein, deckte ſchnell den Tiſch, was wenig Zeit erforderte, und beugte ſich dann lauſchend über den unbeweglich liegenden Vater. Es ward ihr doch nicht ganz wohl zu Muthe, als ſte bemerkte, daß der Vater nicht ſchlafe. Sein Auge traf die Tochter mit hartem Blick, ein Wort aber ging eben ſo wenig über ſeine Lippen, als es ihm einfiel ein Glied zu ruühren. 3
Als Frau Eliſabeth das Eſſen auftrug, erhob ſich Mar⸗ tin unaufgefordert, trat in die Geſindeſtube, wo Knechte, Mägde und Arbeiter ſchon ſeiner harrten, und begann das übliche Mittagsgebet, das ziemlich lang war und in das nach und nach ſämmtliche Anweſende einfielen.
Ueber Tiſche ſprach der Bauer ebenfalls kein Wort, nicht einmal auf ein paar direct an ihn gerichtete Fragen erhielt Frau Eliſabeth Antwort.
Marianne verhielt ſich neutral, ſie trug aber die unbe⸗ fangenſte Heiterkeit zur Schau. Es war ihr lieb, daß ſie nicht nöthig hatte lange um den offenbar ſehr erbitterten, über irgend einem Plane brütenden Vater zu ſein. Sie eilte mit Beſeitigung ihrer häuslichen Geſchäfte und ging dann wieder aufs Feld.
Während des ganzen Nachmittags ließ der Vater ſich icht wieder blicken. Er blieb im Hauſe oder richtiger, er ſtich um ſein ganzes Gehöft, das aus fünf einzelnen Ge⸗ bäuden beſtand, die nur durch Planken mit einander ver⸗ bunden waren, als ſuche er etwas, das er nicht zu entdecken vermöge.
An der einen Seite ſeines Hauſes wucherte breitäſtig
ein Fliederbaum. Den ſah ſich Martin Ulrich lauge an, befühlte die ſperrigen Aeſte, rüttelte daran und holte ſich endlich ein kleines Handbeil aus dem Schuppen. Dies unter ſeiner Jacke verbergend, kehrte er zurück zu dem Flie⸗ derbaume. Er ſah ſich rundum, ob auch Jemand in der Nähe ſei. Da er Niemand gewahrte, auch der nach dem Garten vorgeſchobene Backofen ihn nach zwei Seiten hin deckte, zog er raſch das Beil unter der Jacke hervor und ſchlug mit ſcharfen kurzen Hieben die meiſten Aeſte des Bau⸗ mes, ohne einen einzigen derſelben wirklich abzuhauen.
„So,“ ſagte er ſchmunzelnd zu ſich ſelbſt,„der Weg wäre beſtens verſperrt. Nun laß ihn ankommen, wenn er Courage hat!“
Zufrieden mit ſeinem Thun ſchlenderte Martin nun⸗ mehr durch den Baumgarten nach dem Ufer des Fluſſes, der nur etwa hundert Schritte unterhalb ſeines Hofes zwiſchen ſteilen, mit Gebüſch bedeckten Ufern über Granit⸗ trümmer rauſchte und ziemlich fiſchreich war. Dies ver⸗ anlaßte den Bauer zur Anlegung eines Fiſchbehälters. Gegen Erlegung eines geringen Pachtgeldes an den Mül⸗ ler, dem der Nießbrauch des Waſſers allein gehörte, erhielt er das Recht Reuſen zu ſtellen. So betrieb er denn aus reiner Liebhaberei auch den Fiſchfang, der ihm zwar eben ſo wenig einbrachte wie der Vogelheerd im Birkicht, ſtets aber doch ſo viel Fiſche lieferte, daß er zu jeder Zeit ent⸗ weder ſelbſt ein Gericht ſich gönnen, oder Freunden und Bekannten ein ſolches zum Geſchenk machen konnte.
Martin fütterte ſeine Krebſe im Hälter, ſah dann nach den Reuſen und ſtellte ſich, zurückkehrend in den Hof, ſo breitbeinig unter die Hausthür, daß Niemand ohne ſeine Bewilligung die Flur betreten konnte.
Wie die Sonne hinter den Bergen hinabſank, trat Ma⸗ rianne in den zum Hofraume führenden Thorweg. Sie war die Erſte, welche vom Felde heimkehrte. Sie hing den
Rechen unter den Schuppen und ging heiter dem Hauſe zu.
zedruckt. Danach zog der ganze Sturmpetitionszug nach der Feſtung Ofen und befreite den dort in Haft gehaltenen demokrati⸗ ſchen Schriftſteller Stancſics. Im April und Mai hielten Petöfi und ſein ihm darin weit überlegener Freund Vasväary öffentliche ſeden, theils in den Straßen, theils vor dem Nationalmuſeum. Als der neue Reichstag in Peſth zuſammentrat, wollte ſich Petöfi
Len von Seiten ſeines politiſchen Rivalen vereitelt, worauf unſer dichter dieſen ſonſt völlig namenloſen und unbedeutenden Gegner
dis zum nächſten Frühjahre erſchienen nun zahlreiche polit iſche Hedichte und Kampflieder von Petöſi, welche nur theilweiſe im driginal in den zu Leipzig erſchienenen„Hangok a multböl' und iterſetzt in den„Ungariſchen Nationalliedern“ von Vasfi und Smtö geſammelt ſind. Inzwiſchen machte er viele kleine Aus⸗ lige bis hinab nach Debreczin, meiſt in Begleitung ſeiner Frau, wilche an Allem lebhaft Antheil nahm, auch ſelbſt politiſche Ge⸗ dithte ſchrieb und deren Portrait mit ſeinem auf einem Blatte da⸗ nels in allen Bilderläden prangte. In dieſer Periode geſchah es, ſaß er einmal durch ein Dorf fuhr, wo man ihm die Päſſe abver⸗ lagte, da ſchon ein Cordon gezogen war. Unſer Dichter ſagte iug dem Dorfrichter:„Ich heiße Alexander Petöfi!“—„Freut nich,“ erwiderte der Mann,„jedoch ich habe nicht die Ehre dieſen ſunen zu kennen.“ In ſeiner Citelkeit verletzt, reichte ihm der anſonnier grob den Paß hin und gab auch im nächſten Dorfe ſie Legitimation ſchweigend dem Pfarrer, einem halbblinden, ſeſßhaarigen Greis; dieſer ſetzte ſeine Brille auf und las, doch lislich rief er jubelnd:„Wie, Alexander Petöſi, der größte Poet unſers Vaterlandes, in meiner armen Hütte? Nun, Herr! laſſe
in denſelben wählen laſſen, ſeine Wahl wurde jedoch durch Intri⸗
. ſammte Publicum von den Sitzen und blieb pordern ließ, welcher ſich aber nicht ſtellte. Dieſe ganze Zeit uͤber
deinen Diener eingehen in die ewige Ruhe, denn ſeine Augen haben ihn geſehen, der der Stolz unſers Volkes iſt!“ Und es hätte we⸗ nig gefehlt, ſo würde der Dichter ſelbſt mit ſeinem ehrwürdigen Bewunderer geweint haben, welchem die hellen Thränen über die Wange liefen und der für dieſen Abend den theuern Gaſt durch⸗ aus nicht mehr weiterziehen laſſen wollte.
In Debreczin warteten ſein aber noch größere Ehren. Als Petöfi im Theater daſelbſt in ſeine Loge trat, erhob ſich das ge⸗ todtenſtille ſtehen, bis unſer Dichter Platz genommen hatte, dann aber brach das Haus in einen Sturm von Eljenrufen aus. Und das geſchah dem⸗ ſelben jungen Mann, welcher vier Jahre vorher eben dies Theater nicht mehr betreten durfte, da er an Kleidung und Ausſehen ſo herabgekommen, daß er von der Laune der dicken alten Billetrice abhängig war!
Im October 1848 trat Petöfi in die Kämpferreihen. Er wurde Hauptmann im 27. Honvodbataillon und nahm an den Vorgängen an der untern Donau und im Banate lebhaft Antheil. Im Januar 1849 ſtieß er zu Bem nach Siebenbürgen, der ihn wie ein Vater den Sohn liebte, deſſen Adjutant er wurde und deſſen franzöſiſche Correſpondenz er führte. Nun ſtand er oft im Feuer der Schlacht und ſtets muthig und verwegen; beim Rück⸗ zuge von Hermannſtadt auf Deva zeichnete er ſich beſonders aus; bei Mühlbach heftete ihm Bem eigenhändig den Tapferkeitsorden an die Bruſt. Doch infolge eines Streites mit dem Kriegsmini⸗ ſterium nahm er plötzlich ſeine Entlaſſung und ging nach Klauſen⸗ burg und Debreczin. Aber im Juli traf er wieder mit Bem in der Moldau zuſammen und kam mit ihm nach Marosväſärhely. Und nun trat die räthſelhafte Kataſtrophe ſeines Verſchwindens ein.
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