gemalt hatte.. oliſchen Geſtalten wworfen hatte,
rhalten, oder zu Blu
Ein Con⸗ n dunkelt Gewiß
die Stadt it t er ihre Mand
rtrete, an G
barſönlichkeiten einzeln ins Auge zu faſſen. Wer von fentlichen Notabilitäten anweſend war, kann ich Ihnen ſmrchaus nicht ſagen. Lohndiener, die für ein Pourboire ins orientirt hätten, gab es natürlich nicht; der Herr Feſt⸗ geber, der uns eingeladen hatte, gelangte nicht zu der Ehre ums perſönlich kennen zu lernen, und die Pariſer, die man alſenfalls als Bekannte anreden durfte, hatten anderes zu thun als für Fremde Cicerones abzugeben. So wan⸗ dalten drei deutſche Seelen denn, auf ſich ſelbſt angewieſen, im Coſtüms, ſo elegant als die Reiſeverhältniſſe ſie eben er⸗ luubten, ſtaunend durch die Menge. Nur über die Da⸗ mientoiletten kann ich Einiges, was unſerer aufmerkſamen Wegleiterin auffiel, meinen Leſerinnen berichten. Vor allem düe Thatſache: die Robe à deux laies iſt eine Unmöglichkeit;
nücht ein halbes Dutzend veralteter Röcke dieſer Mode gab auf dem Balle. Das Ereigniß des Tages waren die weur Robes, die doppelten Röcke, Jupe mit Surjupe, meiſt veide von ſchwerer Seide, aus der Zeit des Puders und der Schönheitspfläſterchen! Wir ſahen Roben von weiß und violett, weiß und roth, auch violett und grün. Violett ſt: überhaupt jetzt allgemeine Modefarbe. Auch wo die Roben nicht verſchiedene Farbe hatten, ſah man über das weitere, ſchleppenartige Unterkleid den gleichfarbigen enge⸗ an Rock, bis über das Knie reichend. Toiletten mit zwei Furben, auch ohne dieſen Schnitt, waren hervorſtechend; ſäͤben Violett ſah man viel helles Grün, was ſich nament⸗ ich auch in Gaze vortrefflich machte. Ein Coſtüme von
rißſeidenem Unterkleid, grünen Gazevolants und ſchwar⸗
eun Spitzenbeſatz, doch ſo, daß das Schwarz ſtets die un⸗ ire, das Weiß die obere Stufe einnahm, war eigenthüm⸗ ſch. Obgleich— oder vielleicht weil— die höchſte Ari—
ofratie hier wenig vertreten, ſondern die Geſellſchaft vor⸗
amlich bourgeoiſe war, ſah man immenſe Brillanten, ganze Ach! und wo
Kittergüter, an Armen, Hals und Stirn.
Drilte folge.
3 9 5-. 5„ 8‿4 Rrillanten zu ſehen waren, meiſt an was für Armen, Häl⸗
in und Stirnen! Die Schönheit gilt auch hier an ſich
noch immer genug; erſt wo ſie verſchwindet und der Weis⸗ heit Raum geben ſollte, ſucht man im erborgten Glanze aus dem Mineralreich Entſchädigung für ſie. Bei Beginn des Balles war ich erſtaunt, einige unverſtellte und unver⸗ kennbare Vertreterinnen des ehrwürdigen Standes der Müt⸗ ter abgerechnet, gar keine über das Stadium der reifen Blüthe hinausgegangene Damen zu erblicken. Schönhei— ten, nichts als Schönheiten, Schönheiten ſelbſt unter den Brillanten. Aber ſiehe da, als die Stunde kam, wo der Hahn zum erſten Male krähte, da offenbarten ſich die Zei⸗ chen des Verrathes und die am kunſtvollſten geheuchelte Schönheit konnte ihre Gewiſſensbiſſe nicht verleugnen. Als die Bewegung beim Tanze, die Hitze des Abends, vielleicht ein leichtſinniges Berühren mit dem Mouchoir die geſell— ſchaftliche Maske allmählich abgeſtreift hatten, ſiehe, da erſchienen ſie, die ich ſo lange vermißt, ſo lange geſucht hatte, die rothen Näschen, die blauen Augenränderchen, die orangegelben Hälschen. Die fröhlichſten Locken waren in trauriges Schmachten zerfloſſen; die keckſten Coiffüren gingen der Aufloͤſung entgegen. Die üppigſten Volants ließen troſtlos matt die Augen hängen und ſchienen zu trauern über die zerfetzten Spitzen und zertretenen Blu⸗ men, die wie die zerſtückten Glieder eines Schlachtfeldes am Boden umhergeſtreut lagen. Die aufgeblaſenſten Crino— linen ſelbſt konnten einen Anflug von Schwermuth nicht verleugnen, und die mit all' dieſen Genoſſen des Balles am ſehnſüchtigſten ſein Ende erwarteten,— da lagen ſie in den Nebenſalons, die Vertreter der männlichen und der natür⸗ lichen Crinoline, die alten Herrn vom ſtattlichen Embon⸗ point, die braven Väter oder eiferſüchtigen Gatten, deren junge reizende Töchter und Weiber ſo graziös und üppig dort unter den unverkennbaren Portraits der Mediceiſchen und der Kallopyge tanzten. Warum mußte ich bei dieſen würdigen Phyſiognomien der Börſe an Bendemann's Trauernde über den Trümmern Jeruſalems denken? Auch Ihr habt Trümmer zu beklagen, die Trümmer dieſes Bal⸗
ne Zweifel aufgeklärt werden. Es iſt die außerordentlichſte That⸗ ſce, die in dieſer Art ſeit dem berühmten Grafen de Sainte Hé⸗ kne vorgekommen iſt, deſſen Geſchichte allerdings dramatiſcher dch nicht eerſtaunenswerther erſcheint. f 2 Ein Gegenſtück zu dieſer Traveſtirung hat ſich vor einigen aülcen in Brüſſel ereignet. Bei dem Tode eines Diviſionschef im Zitiſterium der auswärtigen Angelegenheiten ſtellte ſich nämlich eallgemeiner Verwunderung heraus, daß dieſer hohe Beamte dem mihlichen Geſchlechte angehörte. Sie war als Supernumerarius ude Verwaltung eingetreten, hatte alle ſubalternen Stellen durch⸗ Auſen und war zuletzt bis zu dem Poſten eines Diviſionschef auf⸗ Aſteegen, wo ſie die politiſche Correſpondenz zu beſorgen hatte, zns von ihr mit großer Geſchicklichkeit ausgeführt wurde. C.
Ein armer chineſiſcher Mönch.
n Del. gegenwärtigen anglo⸗franzöſiſchen Beſetzung des an mliſchen Reiches“ lag in dem Kloſter zur himmliſchen Kbl ckſeligkeit ein Bataillon Engländer unter dem Befehle des
orfſt Hocker. Vor dieſem erſchien eines Tages ein armer Prieſter
Bei der
ten mit ſich fortzunehmen.
und, ſeine kleinen Erſparniſſe. Der Prieſter empfing ohne große Mühe dieſen Befehl, und den Augenblick erſpähend, als Obriſt Hocker zu einer größern Recognoscirung ausgezogen war, erſchien er in Begleitung von vier Trägern, überreichte dem wachhabenden Officier den Befehl und erhielt darauf die Erlaubniß, ſeine Effec⸗ Aber wie erſtaunten die Engländer, als der arme Prieſter aus dem Fußgeſtelle eines Götzenbildes einen ſchweren Goldbarren hervorzog, aus einem andern ein Käſtchen mit Edelſteinen und aus ähnlichen Verſtecken eine Menge der reichſten Kleidungsſtücke, beſetzt mit dem koſtbarſten? Zelzwerk oder
ggeſtickt mit Gold, Edelſteinen und Perlen.
„Die engliſchen Soldaten ſahen mit großem Unwillen der Entführung dieſer Schätze zu, die ſie ahnungslos in ihrer Gewalt
gehabt hatten, und es läßt ſich nicht bezweifeln, daß nach der Ent⸗
fernung des Mönchs zu erfreuen hatten,
ud wuß e brelen 4 fr na dwußte durch die Schilderung des Elends, welches er auszu⸗
¹ 6* gehabt, ſeitdem er durch die Soldaten mit ſeinen übrigen 8 jern aus dieſem Kloſter vertrieben worden war, das Mitleid udaiſchen Officiers zu gewinnen.— Die Kleider, in denen amhem erſten Schrecken entflohen war, zerfielen buchſtäblich in aimn en, und er flehte daher den Oberſt um einen Befehl an, durch nermächtigt würde, aus dem Kloſter das mit ſich fortnehmen ndrfen,
was ihm perſönlich gehörte, namentlich ſeine Kleider
die Götzenbilder ſich einer Aufmerkſamkeit welche ihnen bis dahin keineswegs zu Theil geworden war. q.
Ein Mittel zur Abwendung des Selöſtmordes.
Getäuſchte Hoffnungen ſtürmten von verſchiedenen Seiten auf M., einen jungen Kaufmann, ein. Das Leben erſchien ihm unerträglich und er beſchloß die drückende Laſt deſſelben abzu⸗ ſchütteln. Ohne Zögern lud er eine Piſtole, aber wie er ſie ſo prüfend in der Hand hielt, begann ſein Muth zu wanken. Ihn neu zu beleben holte er ſich eine Flaſche Wein, ſetzte ſich dann an den Tiſch, um durch einige Abſchiedsworte ſeine Angehörigen zu trö⸗ ſten und ihnen die Gründe auseinanderzuſetzen, welche ihn zu dem


