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thür entgegentretende Seite iſt dazu da, um einer Conſole und weiblichen Büſte von carrariſchem Marmor als dunkler „Hintergrund zu dienen. Das ganze Gemach faſt iſt von großen und kleinen Kanapee's, Chaiſen und Tabourets, Tiſchen und Tabletten in verſchiedenſter Form ausgefüllt. Nur ein Gang von einer Thür zur andern und ein Raum wor dem Kamin ſind freigelaſſen. In dem Kamine glim⸗ Vor die glimmenden Kohlen iſt eine grüne Chaiſe⸗longue gerückt; daneben ſteht ein vergoldetes Tiſchchen mit einer Studirlampe, die, den übrigen Raum nur matt erleuchtend, dicht umher ein ſcharfes Licht wirft. Das Licht fällt auf die großen Blätter einer neu geſtoche⸗ mnen Partitur; eine kleine ſchmale Hand wendet die großen
Blätter um, und dieſe kleine Hand gehört der Zauberin
dieſes modernen Hörſelberges an, die keine Venus ſein will, weil ſie eine Egeria iſt, die Egeria der Ilm, welche ddie Sänger und Muſikanten von heutzutage verführt, um ſſie zu führen zur Vollführung eines neuen Kunſt⸗Evange⸗ lliums, des Evangeliums der Muſik der Zukunft.
Es wird bekannt ſein, daß die Partei der muſikaliſchen Zukunft oder zukünftigen Muſik auf der Altenburg bei Weimar ihren Mittelpunkt findet. Die verwitwete Groß⸗ lherzogin Mutter von Weimar hat Franz Liszt, dem Groß⸗ herzoglichen Hofkapellmeiſter, dieſes Schloß zur Wohnung eingeräumt. Liszt hat daſſelbe der Frau Fürſtin von Sayn⸗Wittgenſtein, die es in der erwähnten Weiſe für ſich einger m Nüberlaſſen, unter der Bedingung, daß er wäh⸗ rend der Saiſon ſeiner amtlichen Verpflichtungen die Lo⸗ talitäten des Erdgeſchoſſes für ſich in Anſpruch nehmen dürfe. Die Fürſtin, Polin von Geburt, Ruſſin durch ihre (ehemalige Vermählung, lebt nur für die Bewegungen der
gegenwärtigen muſikaliſchen Welt. Sie iſt ſeit Jahren Eiszt's geiſtige Freundin, regend ſeinen Ehrgeiz, vertheidigend ſeine Schöpfungen. Die Schlagworte, die jetzt im Kampfe um die Muſik der Zukunft und Vergangenheit durch alle Journale gehen,
bewundernd ſein Spiel, an⸗
hat ſie erfunden. Mit derſelben Energie und Aufopferungs⸗ fähigkeit, mit der die Polinnen früher in die Politik ſich warfen, hat ſie in der Kunſt Epoche zu machen verſtanden. Ja, man ſagt ſogar politiſche Motive, Motive eines ge⸗ kränkten patriotiſchen Ehrgeizes ſeien es geweſen, die ſie in die Bahn der künſtleriſchen Concurrenz getrieben, um hier zu zeigen, was ſie für den Ruhm eines Mannes, für den Erfolg einer guten Sache zu thun vermöge. Wie dem auch ſei, jedenfalls werden deutſche Kunſt und deutſche Journaliſtik ſich gratuliren eine Gönnerin gefunden zu haben, die ſo viel Geiſt und ſo viel Geld für ſie zu ver⸗ wenden bereit iſt. Denn das ſoll nicht in Abrede zu ſtel⸗ len ſein, wie Männer von Urtheil verſichern, daß der Ver⸗ ſtand dieſer vornehmen Frau ein außergewöhnlicher ſei; ſie iſt in deutſcher, franzöſiſcher, engliſcher, italieniſcher und natürlich auch ſlaviſcher Literatur beleſen, wie kaum ein Journaliſt von Fach es iſt, und nicht nur beleſen iſt ſie, auch die Gabe, die empfangenen Eindrücke zu beurtheilen und die beurtheilten in ſprudelnder Converſation charak⸗ teriſtiſch hinzuſtellen, beſitzt ſie in imponirender Weiſe. Muſik und Plaſtik, Malerei und Poeſie, Philoſophie, Na⸗ turgeſchichte, bisweilen auch ein wenig Politik zieht ſie in den bunten Wechſel ihres Redefluſſes, und es gibt unter alle dem, was ſie berührt, nichts, über das ſie nicht ein brillantes Urtheil ſo apodiktiſch hinſtellen könnte, daß man auch bei dem Bewußtſein widerſprechender Ueberzeugung ihr zu widerſprechen nicht im Stande ſein dürfte. Es ſoll etwas von der Herrſcherkraft einer moskowitiſchen Herrin von hundertauſend und mehr Seelen in ihr liegen, das auch über die muſikaliſchen und unmuſikaliſchen Seelen der deutſchen Muſikwelt ſeine Herrſchaft auszuüben beſtrebt iſt. Wenn es wahr wäre, was intime Freunde der Frau Fürſtin ſagen, daß ſie ſelbſt nicht einmal eigentlich muſikaliſch ſei, ſo wäre auch das nur ein neues Zeichen ihres außerordent⸗ lichen Geiſtes, da dieſelben Freunde der hohen Frau zu⸗ gleich die geiſtvollſten Apologien zuzuſchreiben bereit ſind,
ie Vaterſtadt Merkwürdiges oder Wiſſenswerthes nach den ver⸗
nde ſchöpfen, welche auch in andern Städten Nach⸗ Ahmung zu finden verdient und zweifelsohne finden wird. 1.
Miscellen.
umd Schönheit, ohne welchen ihre Rollen durch die Anſpielungen und leider ſieht ängliche jugend⸗
ern deſt ſie ſeit einer lan nürklich jugendliche Darſtellerinnen arch Ausnahmen von der abzutenen, zunntlerin über ihrer Kunſt ueer die gewöhnliche Grenze der Zeit hi halten hat. Ein Leiſpiel einer ſolchen Ausnal hinaus erſalten, Ladeſe Leiſpie hme rühmte fro Kzuuhran lulchtn, Ans war die berühmte franzöſiſche eits weit hinter ſich, als ſie noch alle jugendlichen Rollen mit ener Feinheit, Anmuth und 3 1u 4
ſchauer unwillkürlich hingeriſſen wurden und ihr Alter vergaßen. Vor ihr hatte zu Ende des 17. Jahrhunderts auf demſelben Thea⸗
ter eine Dll. Chameloy bis zu ihrem hohen Alter die Zuſchauer
Berlin), Frau Neumann⸗Haitzinger(in
durch ihre ſchöne Stimme, ihren Wuchs, ihren Anſtand und ihr Spiel ſelbſt in den jugendlichſten Rollen zum Beifall fortgeriſſen. Auf den deutſchen Bühnen können Frau Stich⸗Crehlinger(in n Wien) und Frau Günther⸗ Bachmann(in Leipzig) als Belege für dieſe Ausnahme von der Regel gelten. a.
fürſt Talleyrand als Roch.
Fürſt Talleyrand, damals noch einfacher Biſchof von Autun, erhielt im Jahre 1794 den Befehl, London, wohin er ſich vor den Stürmen der Revolution geflüchtet hatte, binnen 24 Stunden zu verlaſſen. Pünktlich kam er dem Befehle nach und ging als Paſſa⸗ gier an Bord eines däniſchen Schiffes, welches im Begriffe ſtand nach Amerika unter Segel zu gehen.
Auf hoher See begegnete der Däne nach einiger Zeit einer engliſchen Fregatte, und dieſe machte Gebrauch von dem Durch⸗ ſuchungsrechte, welches die Engländer ſich noch bis auf den heuti⸗ gen Tag anmaßen. Die Fregatte ſchickte ein Boot ab, um die Durchſuchung des däniſchen Schiffes vorzunehmen, und da die Engländer in Kriegszeiten nie den Grundſatz anerkannt haben, daß die neutrale Flagge Perſonen und Waaren ſchützt, hegte Talley⸗ rand die Beſorgniß als Kriegscoͤntrebande erkläft und wieder nach England zurücktransportirt zu werden. Das wollte er um jeden Preis vermeiden, und er flehte daher den Schiffscapitain an, ihn nicht als den zu bezeichnen, der er wirklich war. Der Capitain


