(V. Jahr
denn das bl
ie nicht genug da waren nicht me Franzöſiſch nliches W blich und bier meine Reden eer vorgefaßter in der Lehrerin geſtanden ihr Sih ſch keine Tochter ſo überbildetes, würde, und das räulein Sturnn en au, mit den — Es bewies
mauch ein Gott!
ad deckte mit St
as Land gerufen,
6 zu ſein. Bdi
Fay ſie mich Ue unſer Päi
ſchwer vontollu
Wit viele in n
zen, und wenn le
rmethode ein, wel um Nachden,
wenig, und Fra⸗
or Denken und d.
ommen; doch iie
dſtunden 34 90 Lehrert 1 Infange 4
baben mes
ſſer. 21.) „Vieles!“ erwiderte ich.„Ihre Schönheit, Ihre Bil⸗ dumg könnten in anderer Lage Ihnen große Geltung ver⸗ ſhaffen, während man Ihnen hier einen Fehler daraus nacht. Warum haben Sie ſich in dieſe kleinen Verhält⸗ iifſe gezwängt, die Ihnen nicht zuſagen?“ „Weil es ganz gleich iſt, wo ich bin 24 verſetzte ſie amſt;„denn von mir ſelbſt konnte ich doch nirgends ſchei⸗ den. Aber— ſprechen wir davon nicht!— Laſſen Sie niech lieber hier erwähnen, wie glücklich ich es getroffen, daß ch in Ihnen das ſeltene Gut eines wahren Freundes ge⸗ unden.“— Sie reichte mir dabei die Hand, welche ich im beigriffe war an meine Lippen zu ziehen, als meine öchweſter in das Zimmer trat. So ließ ich ſie denn fah⸗ mm und wandte mich ab; aber ich ſchloß in der Nacht kein 8 Wer war ſie? Woher kam ſie? Nie ſprach ſie von Irer Familie, nie von ihrer Jugend, nie von den Verhält⸗ iſfſen, in welchen ſie gelebt. Was war es, das ſie ver⸗ nocht dieſen Beruf und dies einſame Leben zu wählen?— Zum Weihnachtsfeſte gab es einige Wochen Ferien und hh erwartete, daß ſie dieſe zu einer Reiſe benutzen werde. lles ich ſie darum befragte, ſah ſie einige Augenblicke nach⸗ mniklich vor ſich hin und erwiderte dann:„Es iſt beſſer ir mich, wenn ich„ſo verborgen fortlebe.“ Nach dieſer leulzerung zu urtheilen, hatte ſie Urſache ſich zu verſtecken. Us am Abend der Chriſtbaum für meine kleine Tochter an⸗ ünd rd, mußte ſie Zeugin ſein und die mancherlei ſa Eltern und Schülerinnen bei mir in Em⸗ famg Men. Von mir ſelbſt hatte ich ihr Leſſing's Kerke beigelegt, die zu beſitzen gewünſcht.— Als ſie dieſe Gaben erblige, malte ſich eine tiefe Rührung in een Mienen und endlich perlten helle Thränen über ihre Vangen.— Ich wandte mich von ihr ab, um ihr Zeit zu zin nen ſich zu faſſen, dann, als ſie ihrer Bewegung Herr enorden, trat ich wieder zu ihr hin und ſagte:„Seien zie heiter mit uns, theures Fräulein! Die große Kunſt 36 Lebens iſt, ſich des Augenblickes zu freuen. Glücklich
—
iſt man ja, wenn man ſich des Wohlwollens Anderer be⸗ wußt wird, ſagt Goethe; folglich müſſen Sie es bei uns ein.“
Sie ſah mich mit einem Blicke der tiefſten Dankbarkeit an.„Verkennen Sie mich nicht!“ ſprach ſie und reichte mir die Hand.„Ich bin dem Schickſale wahrhaft dank⸗ bar, daß es mich ſo gut geführt. Doch ſind Feſte immer ein Moment, wo man das, was war und was iſt, zuſam⸗ menſtellt und ſich oft in der neuen Lebensgeſtaltung wie eine fremde Erſcheinung vorkommt.— So geht es mir am heutigen Abend!— Als ich die Lichter brennen ſah, fiel mir meine Kindheit ein, und dann..... 5
Sie brach plötzlich ab und ging zu etwas Anderem über, als fürchte ſie mehr zu ſagen, als ſie ſagen wollte.— Wir verbrachten den Abend ſehr heiter; als meine kleine Tochter ſich zur Ruhe begeben, las ich uns vor und es wurde Mitternacht, bevor wir uns trennten.—
Ich hatte am nächſten Morgen einen Beſuch bei der Frau Bürgermeiſterin abzuſtatten, deren Kind erkrankt war, und fand dieſe Dame in der bitterſten Laune gegen die Lehrerin.„Nein, ſolche Arbeiten haben meine Töchter noch nie auf den Weihnachtstiſch geliefert,“ ſagte ſie vor Verdruß roth wie eine Centifolie.—„Früher wurde Zeit darauf verwandt, man ſtellte andere Stunden ein und hielt die Kinder gehörig an ihren Eltern eine angenehme Ueber⸗ raſchung zu bereiten; aber davon iſt hier keine Rede. Das Fräulein Sturmpogel behauptet, es ſei Zeitverſchwendung, es komme gar nicht darauf an viel zu ſticken, überhaupt viel Handarbeit zu machen; nur ſo viel müßten die Mäd⸗ chen lernen, um alles machen zu können, und weiter nichts. Nach beendigtem Schulunterrichte ſei es früh genug ſich damit zu beſchäftigen. Jetzt müßten ſie ihren Geiſt bilden und alle übrige Zeit zu Bewegung in der freien Luft ver⸗ wenden, um groß und ſchön zu werden. Sie nennt die Mädchen Blunnn, die der Sonne und der Luft zu ihrem Gedeihen bedürften. Es iſt ein entſetzlicher Unſinn.
iein anderes Local für ſie herrichten
zu laſſen, daß ich aber man
ortigen Neubau nicht verſprechen könne. Dieſe meine [ien aber den Herren nicht genügt zu haben. Denn als
8, er ſei nicht zu finden. Da blieb mir weiter nichts ulhun, als eroberungsweiſe einzuſchreiten. ß Raurer kommen und führte
sangrenzenden gedachten Saales.„Dieſe Mauer, mein Freund, at Ce.
ſugee ich, muß ſehr dick ſein, denn ſie trennt zwei verſchiedene ohnungspartien. Verſuchet doch einmal feſſt.“ Der Maurer isſechs herzhafte Schlaͤge gethan, als uund man durch die entſtandene Oeffnung ſchon einige ehrwürdige
erücken durchſchimmern ſah, womit man den Saal decorirt hatte. „Fihrt nur fort, mein Freund,
einem Arm voll Bücher,
Atteuen hielten ſich ſo raſch und thätig dazu, daß ſchon in weni⸗ an Tagen ſämmtliche Bücher in ihren Rehofitaßeſchan ſchönſter
·1 Die Herren Mediciner, ald darauf durch ihre gewohnte Thür in corpore in den - traten, waren ganz verblüfft, eine ſo große und unerwartete ßten nicht, was ſie ſagen ſollten, ck; aber ſie bewahrten mir alle
Morgen hinſchickte, um mir den Schlüſſel ausbitten
miſche mich nicht in Goethe's
einen heimlichen Groll. Doch wenn ich ſie einzeln ſehe und beſon⸗ ders wenn ich einen oder den andern von ihnen bei mir zu Tiſch habe, ſo ſind ſie ganz charmant und meine ſehr lieben Freunde. Als ich dem Großherzog den Verlauf dieſes Abenteuers erzählte, das freilich mit ſeinem Einverſtändniß und ſeiner völligen Zuſtim⸗ mung eingeleitet war, amüſirte es ihn königlich, und wir haben recht oft darüber gelacht. Später als ich wegen großer Feuchtig⸗ keit der Bibliothek einen ſchädlichen Theil der ganz nutzloſen alten Stadtmauer wollte abreißen und hinwegräumen laſſen, ging es mir nicht beſſer. Meine Bitten, guten Gründe und vernünftigen Vorſtellungen fanden kein Gehör, und ich mußte auch hier endlich eroberungsweiſe zu Werke gehen. Als nun die Herren der Stadt⸗ verwaltung meine Arbeiter an ihrer alten Mauer im Werke ſahen, ſchickten ſie eine Deputation an den Großherzog, der ſich damals in Dornburg aufhielt, mit der ganz unterthänigen Bitte, daß es doch Seiner Hoheit gefallen möge durch ein Machtwort mir in dem gewaltſamen Einreißen ihrer alten ehrwürdigen Stadtmauer Einhalt zu thun. Aber der Großherzog, der mich auch zu dieſem Schritt heimlich autoriſirt hatte, antwortete ſehr weiſe:„Ich Angelegenheiten. Er weiß ſchon, was er zu thun hat, und muß ſehen wie er zurecht kommt. Gehit doch hin und ſagt es ihm ſelbſt, wenn Ihr die Courage habt.““ Die andere Geſchichte erzählt Luden. Im Jahre 1823 trat der weimar'ſche Landtag zuſammen und verlangte Rechnungsab⸗ lage. Goethe, der an der Spitze der Immediatcommiſſion für Wiſſenſchaft und Kunſt ſtand, die über 17,787 Thaler zu verfügen hatte, ließ zuerſt die Aufforderung zur Rechnungsablage unbeach⸗ tet, doch verlautete bald, er ſei ſehr ungehalten über den Landtag, daß derſelbe ſich herausnehme von ihm über eine ſo lumpige
4.
329


