chte mehr Geſund achte ich denn das Aufruf in den; Damen, welche den Frobel und Bo ahren, unter we
einverſtan Köpfe.— nan ſich an einen nd mit dem Geiſt ich mich indeſſen was ich in der! zu ſehen, und ie n Urtheile nach r Geſtalt, als!
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ffllichte man meiner Meinung bei und wähle ſie, oder ich dcge mein Amt als Vorſtand nieder.
Das hieß mit andern Worten, man ſolle mit mir irechen, und um es dazu nicht kommen zu laſſen, willigte nan ein den Verſuch mit der Lehrerin zu machen; doch plllte ſie einſtweilen nur auf ein Jahr engagirt werden. Seo ſchieden wir.
Ziemlich verſtimmt kehrte ich in meine Wohnung zu⸗ tück, denn ich hatte nun eine große Verantwortung auf mir. Jeder Vorwurf, der die künftige Lehrerin traf, fiel auſch zugleich auf mich, und mir ahnte ſchon, daß es daran nicht fehlen würde. Trotzdem ſchrieb ich an ſie und ſchloß ſie Sache ab.
Voll Erwartung ſah man nun dem Zeitpunkte ent⸗ geigen, wo dies neue Wunder der Welt eintreffen ſollte, und s fehlte während deſſen nicht an Anſpielungen auf die Seittenloſigkeit großer Städte, emancipirte Frauen, Ama⸗ ſonen mit Cigarren im Munde, weibliche Aerzte und der⸗
azleichen Bezüglichkeiten. Doch that ich, als hörte ich nichts ſavon, alle verſteckten Phraſen glitten an tauben Ohren be, und auf mehr directe Anreden erwiderte ich: daß die zaitruns über alles belehren werde.
Was täglich vor unſer Ohr gebracht wird, läßt jedoch undlich einen Nachhall bei uns zurück, man malt den Teu⸗ ſll nicht umſonſt an die Wand, und Momente kamen, in ſemen ich ſelbſt zu fürchten begann, die neue Lehrerin möge in ihrer Erſcheinung etwas Fremdartiges haben, das un⸗ ſrn Begriffen des Schicklichen entgegen ſei.
Näher und näher rückte nun der Tag ihrer Ankunft, ſis endlich ein Brief aus Hamburg Tag und Stunde der Umkunft der Gefürchteten nannte. Ich verheimlichte deſſen Ernpfang, denn ich wußte, daß der halbe Ort thr entgegen⸗ türze, ſobald man davon unterrichtet. Ich wollte ihr al⸗ ein entgegen eilen, ſie allein empfangen und wo möglich durch kleine Winke vorbeugen, daß ſie den Bewohnern
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nicht gleich zu auffallend erſcheine. Ich beſtellte alſo einen Wagen und fuhr auf das nächſte Poſtamt, um ſie von dort, wie ein verbotenes Gut, in die Stadt zu bringen. Als ich zum Thore hinausfuhr, drückte ich mich in eine Ecke, als ob die Vorübergehenden auf meinem Geſichte meine Ab⸗ ſicht leſen könnten.—
Ich war noch zu früh an Ort und Stelle und mußte warten. Der Poſtmeiſter trat indeſſen zu mir und fragte mich, ob ich hier einen Patienten in der Nähe beſuche. Das machte mich förmlich verlegen. Die Wahrheit wollte ich nicht bekennen, und ſo ſuchte ich noch nach einer Ant⸗ wort, als die ſchwere Kutſche des Weges gerollt kam und mich erlöſte. Mehrere Herren ſtiegen aus, von den Damen aber keine. So trat ich denn auf den Tritt und muſterte den Inhalt, ob unter den Zurückgebliebenen nicht meine Emancipirte ſich befinde. Drei Frauen ſaßen noch darin. Ein junges Mädchen mit blöden, lichtblauen Augen blin⸗ zelte mich mit einfältigem Erröthen an; eine alte Dame mit einer Brille zog ein Butterbrod aus der Taſchez das konnte kein Zögling von Bock ſein, denn mit dieſem Alter würde er ihre Ausbildung nicht mehr verſucht haben; und die Dritte, welche das dunkele Auge zum Himmel auf⸗ warf und in den Wolken die Wahrheit zu ſuchen ſchien, war viel zu jung und ſchön für eine Dame, welche ſich der Anatomie gewidmet.
Wer aber war dann meine Lehrerin?
Zum Ueberfluſſe ließ ich die Frage ergehen: ob nicht ein Fräulein Sturmvogel aus Wien unter den Paſſagieren ſei, und zu meiner Ueberraſchung richteten ſich die ſchönen ſchwarzen Augen ſogleich auf mich, und eine artige Nei⸗ gung des Kopfes antwortete mir bejahend.
„Dürfte ich dann bitten auszuſteigen?“ ſagte ich nun, meinen Hut ziehend.„Ich bin mit meinem Wagen hier, um Sie abzuholen.“
Sie ſah mich verwundert an.„Darf ich erfahren, warum Sie ſich dieſer Mühe unterzogen, mein Herr, da
ie ja der„Frauen natürlichſte Waffe“ ſeien. Ich weiß wohl, ſie wollte mir etwas weißmachen; und obgleich ich nachher hörte, es zeſchähe, um zu ſehen, ob ſie jeden Morgen ſorgfältig gereinigt vüren, ſo finde ich den Gebrauch nicht ſehr ſchmeichelhaft für uns junge Damen.
Als ich an die Reihe kanrewöar ich geſonnen ihr die dllem Ernſte zu zeigen⸗ denn ich ſcämend und entwürdigend— doch
(uidd bei dieſer freundlichen Berührung ſchloſſen meine Lippen ſich unwillkürlich. Sie erkundigte ſich, wie ich geſchlafen habe, und tialte mich einem Fräulein Plumper vor, die, wie ſie ſagte, mich zeld aufbeitern und in deren Geſellſchaft ich mich behaglich füh⸗ ln würde. Der Anblick dieſer kleinen, kugelrunden, dumm und ſcläfrig ausſehenden Perſon machte mir keine großen Hoffnungen. Uann meine geſunkenen Lebensgeiſter auf deren Aufmunterung und Anregung warten ſollen, da wird ihnen die Zeit des Harrens ſang genug erſcheinen.
Daß ich nicht lecker bin, daß ich es ſogar als eine Sünde be⸗ ſrchte zu viel auf gutes Eſſen zu geben, das weißt Du, Nina— lber dieſe dicken Brodſtücken mit einer Idee von Butter darauf, tyas war mir doch niemals vorgekommen! diuſe nicht ſo verwöhnt, daß ich mir jemals erlaubt hätte etwas n meinem Frühſtück zu tadeln, aber dennoch konnte ich mich nicht iſchließen eines dieſer harten, dicken Brodſtücke zu nehmen, welche pie die Breter auf einem Zimmerplatze(mit denen ſie die größte Lonlichkeit hatten) aufgeſtapelt lagen. Und nun die armen hung⸗ igen Mädchen zu ſehen! Wär's Hochzeitkuchen geweſen, ſie hätten hi nicht freudiger begri ſen, nicht haſtiger verzehren können!
Ich gedachte der köſtlichen goldbraunen Kringel, die noch ganz
nen Zähne in -fand dieſe Behandlung be⸗
ſo Man hat mich zu
ſie nahm ſanft meine Hand,
warm und knusprig, von der ſchönſten, friſcheſten Butter(das Pfund koſtete zwölf Groſchen) durchzogen, zu Hauſe mein Früh⸗ ſtück bildeten— und ich ſeufzte ſchwer, daß ich nicht mehr dort war.
Fanny fragte mich, ob ich Mehl oder Roggen lieber möchte? Che ich Zeit hatte ihr zu antworten, daß ich niemals eines von beiden gekoſtet, rief Frau Werner: ob ich Cacao oder Kaffee zu trinken wünſche? Eine Taſſe voll des letzteren wurde mir gebracht, wenn ich aber nicht gewußt, daß es Kaffee ſein ſollte, vermuthet hätte ich es niemals. Er ſah dem Waſſer des Stadtgrabens merk würdig ähnlich.„Mehl iſt beſſer“— flüſterte mir Fanny ins Ohr, und als ſie meinen verwunderten Blicken begegnete, erklärte ſie mir, daß in dem Schulwörterbuche„Mehl“ Cacao bedeute und „Noggen“ das deutſche Wort für Kaffee ſei; Beides käme von dem allgemein verbreiteten Glauben her, für welchen ſie in ihren Kaffeetaſſen den beſten„Grund“ fänden, daß dieſe einfachen, in ländiſchen Erzeugniſſe den Hauptbeſtandtheil ihres Morgen⸗Ge⸗ tränkes bildeten.
Fanny Scharf iſt ein allerliebſtes Mädchen, Nina, ſo klug und voll Witz und Laune, mit großen, glänzend ſchwarzen Augen und einem Geſicht, auf dem ſprudelnder Uebermuth und das Ver⸗ gnügen Poſſen zu ſpielen aus jedem Zuge lacht; man wird ordentlich froh, wenn man ſie anſieht. Ich fühle ſchon, daß ich ſie ſehr lieben werde, aber nicht ſo ſehr als Dich, meine einzige Nina..
Nach dem genoſſenen Frühſtück ſagte Fanny dem Fräulein Plumper, daß 5 mich jetzt unter ihre Obhut nehmen und den „Aelteſten“ vorſtellen wolle. Indem ſie mich bei der Hand nahm und mich bat mich nicht zu ängſtigen, führte ſie mich zu einer Gruppe großer junger Mädchen, und in einer wohlgeſetzten, mit


