Soll der Froſt die Roſe küſſen? Nimmer! Morgen nach Navarra In des Abends Finſterniſſen!
„Rauſcht es nicht? Trägt nicht die Luft. Weiter Wort und Schwur und Plan?“
„— Sicher iſt die Myrtenlaube Und die Furcht ein ſcheuer Wahn!“ Seine Küſſe, welch Entzünden!
Nie geahnter Schauer ſinket
Auf ihr dürſtend Herz, das wogend Im Verlangen faſt ertrinket.
Liebe fühlet kein Vergehn,
Fühlt nur ſich und ſich allein!
Und die Seelenangſt, die ſüße, Endlich ewig eins zu ſein!
„Ach, ade! und morgen fliehn wir!“ Und im dunklen Abendſchatten Scheiden ſie, denn er muß heimwärts, Und ſie muß ins Schloß zum Gatten.
Zögernd weilt er noch im Park, Denn ſein Herz iſt überwach;
Und er denket ungeduldig
Morgen an den langen Tag,
Prüft im Geiſte ſeine Waffen, Seinen Muth und ſein Beginnen, Und es kommt wie Fieberſchlummer Ruheloſen, müden Sinnen.
Träumt er's? Nacht und Tag vergehn!
Und der letzte Strahl verſinkt,
Und es naht die ſcheue Stunde
Der Entführung, eilbeſchwingt. Bebend reitet er zur Pforte,
Läßt ſein Roß im Graſe warten, Eilet zum Orangenhügel
Durch den ſtillen Dämmrungsgarten.
Steht im ſchwarzen Mantel nicht Dort ſchon Blanca? Trunkne Luſt! Schnell umarmt er ſie, doch wehe! Denn ihm trifft ihr Dolch die Bruſt. Taumelnd flucht er der Geliebten; Doch es fallen die Gewande,
Und in heller Rüſtung vor ihm Steht ihr Gatte, Don Fernande.
„Fluche nicht dem armen Weib, Mich, nicht dich verrieth ihr Herz! Drum, bevor ich dich getroffen, Gab ich ihr denſelben Schmerz!“ Spricht's und biegt die Lorbeerhecke Von einander,— tief im Grunde Liegt die ſüße Donna Blanca,
In der Bruſt die Todeswunde.
Und er nimmt Alonſo's Hand, Die ſchon kalt im Tode bebt, Drückt ſie feſt in Blanca's Hände,
Roveſlen⸗-Zeitung.
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Als ob Braut und Bräut'gam lebt. „Zwiſchen liſtigen Verräthern
Sei nur ſo die Hochzeitfreude!“ Und ins eigne Herze ſtieß er
Todtend ſich des Dolches Schneide...
— Schaudernd ſchreckt Alonſo auf. Traum war Alles, doch die Hand Blanca's fühlt er wirklich zittern In der ſeinen; mit Fernand
Steht ſie vor ihm, bleich wie Marmor.
Heller Morgen ſtrahlt im Garten; Und ſein eignes Roß, ſein Diener Und ein leerer Zelter warten.
„Lebſt du, Blanca? Bin ich wach? Oder iſt's ein Traumgeſicht?“ 5 Und mit Hoheit ſpricht Fernando: „Ob du träumteſt, weiß ich nicht; Aber nun biſt du erwachet,
Ganz wie ich, da meine Ohren
Bei der ſtillen Myrtenlaube
Eurer Worte keins verloren.
Jüngling, träume nicht von Blut; In der Scheide bleibt das Schwert: Nur dem Thoren iſt ein treulos Weib des Rachekampfes werth. Jeglich Gut, doch ach! kein Herze Kann ich mir zurückerfechten,
Und was nimmer ganz mein eigen, Darum werd' ich nimmer rechten.
Deine Buhle, nimm ſie hin!
Nur was dein iſt, ſchenk' ich dir, Denn es würde ſchlecht ſich ſchicken, Pflegt' ich ſie für dich bei mir.
Ja, und ſelbſt im tiefſten Kerker Wäre frei ſie, ohne Schranken,— Denn ſie bräche doch die Treue Mit der Sünde der Gedanken!“
Don Alonſo ſteht erblaßt;
Ach! und Blanca ſchluchzt und bebt, Als ſie auf den wohlbekannten Zelter raſch der Gatte hebt.
„Fort auf ewig! und ihr werdet Segen haben, ungemeſſen,
Könnt ihr je, wie ich vergebe,
Mich und eure That vergeſſen!“
Und ſie ziehen ſchweigend hin.
— Wie in ſel'ger Ruhe Schoß Iſt's im Thal der Pyrenäen, Doch ihr Herz bleibt ruhelos. Will ſie nicht der Segen laben? Und ſie warten immer, immer,— Aber wehe! das Vergeſſen,
Ach! es kommet nun und nimmer!
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