IV. Jahrg
t haben wollt
sfübrlichen M
Zeit entnehne
twa ſiebenge Alter
u Alter nur nac
nem Wunderpul
mittel überflüſſt ſer Panacee„ui ach ſeiner An
t und bezog ſit w geweſen, ohn rmöge. Den
ine Chre,;
untſchaft g
qui avaie de soumettre tain temps
Saint d
nglich nicht abg niſſen Nutzen
main aber,
bälthiſſen
ren deutſch wer Auflage
der er namne
Nr. Dritte shalb bei ſeiner Schweſter, der verwitweten Kurfürſtin Naria Antonia, ob es wahr ſei, daß ſich in Dresden ein Nann aufhalte, der über zweihundert Jahr alt ſei, und hielt die Beſtätigung dieſes Umſtandes, was ihn in einem griefe zu der Bemerkung veranlaßte,„Si ce St. Germaip veritablement 200 ans sans le paroitre, c'est indubi- ublement un adepte.“ Es hieß ſogar, man habe St. Ger⸗ main einen bedeutenden Poſten in Dresden angeboten. der preußiſche Geſandte, von Alvensleben, mit dem St. hexmain ebenfalls in Verbindung trat, erzählt hierüber: Um jour qu'il étoit question entre lui et moi de la place de controleur général, qu'on disoit qu'il avoit été sur le wimt d'obtenir, il assuroit, qu'il n'avoit pü refuser cette ſawe, puisqu'elle ne lui avoit jamais été offerte, mais qu'il voit très vrai, qu'on avoit dit en plein conseil, qu'il falloit controleur général une tête comme la sienne et qu'on moit eu raison de le dire, quoique lui, qui étoit Prince, erciit très Gloigné d'accepter une place qui avoit été occupé nur des gredins, des gens de rien.“ Wir ſehn wohl, die beintrauben waren ſauer! St. Germain fand, wie er dem
ſteußiſchen Geſandten ſagte, in Dresden das Theater für
ſim Genie zu klein und beſchloß, ſeine Dienſte Rußland der Preußen anzubieten. Herr von Alvensleben, der ihn ſters ſprach, ſchreibt über ihn: er ſei„un homme de den ucoup de génie et d'un esprit très vif, mais manquant usclument de jugement et n'ayant usurpé cette reputation ingulière que par la flatterie la plus basse, la plus crapu- kuse, qui jamais ait guidé un éêtre pensant et par le don ab la parole, qu'il possède dans un grade éminent, surtout Son se laisse entrainer à la chaleur et à l'enthousiasme
aec lequel il a le talent de s'énoncer, qui parle toujours
golge.
zar les ames faibles et qui encore est masqué de toutes les
onrmoissances superficielles et des faits rassemblés dans le
urs de ses voyages, mais qui mal arrangés dans une téête
ussi peu solide que la sienne, ne portent qu'a un dérai-
nrnement perpétuel, dès qu'il se mêle à vouloir tirer de 7
285
Une c'est le premier ressort qui fait jouer toute la machine, et cette vanité doit être parfaitement contentée, s'il est juif
son creux, des idées nouvelles. vanité débordée,
de son origine, pour lequel les personnes qui croient le mieux l'apprécier, le prennent.“ Der Geſandte legte ihm einſt die Fragen vor, warum er gerade Rußland zu be⸗ glücken beabſichtige, da er ihm doch ein Buch gezeigt habe, worin er die fünf Fürſten eingetragen, die er vorzugsweiſe bewundere, nämlich König Friedrich II., Katharina II. von Rußland, den Kaiſer Joſeph II., den König von Sardi⸗ nien und ſchließlich den Markgrafen von Baden? warum er ſo ſpät anfange die Menſchen zu beglücken? ob er wirk⸗ lich eine Mediein, welche das Leben verlängere, beſitze? Ueber die Antwort erzählt Alvensleben:„A chaque question, il s'est approché de moi d'un air mystérieux en m'assurant, qu'il étoit obligé de me dévoiler un grand se- cret, qui au fond a consisté à me dire de grands mots et a filer un bavardage si décousu, qu'il seroit impossible ou- d'en rendre le précis ou de concevoir, comme cela devoit aboutir à me donner les éclaircissemens que j'avois de- St. Germain theilte übrigens dem Geſandten für den König von Preußen ein vollſtändiges Verzeichniß aller ſeiner nutzbringenden Geheimniſſe mit, indem er ver⸗ ſicherte, dieſelben hätten ihm Millionen gekoſtet, ihre Rea⸗
mandé.““
liſirung aber werde jährlich mindeſtens zwölf Millionen
einbringen. Er ſagte dabei„Je tiens la nature entre mes mains et comme Dieu créa le monde, je puis également tirer du néant tout ce que je veux.“ Das Verzeichniß enthält neun und zwanzig Nummern. Es ſind meiſtens chemiſche Operationen, induſtrielle Unternehmungen, mit weuig Worten bezeichnet und ohne nähern Aufſchluß, z. B. die Kunſt, dem Leder brillante Farben zu geben, Farben zu bereiten(insbeſondere ein ſchönes Weiß, ſowie eine der Cochenille ähnliche Farbe), ſchlechtes Leder wie Schafleder
zu verbeſſern, das Leinen zu bleichen, Seide zu verbeſſern
und zu färben u. ſ. w.
Außerdem kommt vor: ein Mittel
epringers, Läufers. Der dramatiſche Charakter kann ebenſo we⸗ ig ſeinem Weſen untreu werden, wie ein Thurm oder Läufer von r Linie abgehen dürfen und in die hüpfenden Touren des Röſ⸗ ſyrungs verfallen. Vom Schachſpiele mag der Dramatiker über⸗ des die Beſchränkung auf eine beſtimmte Zahl zur Entſcheidung anthwendiger Figuren lernen, ebenſo die Beſchränkung auf einen Liſt umten Zweck, zu welchem alle Figuren gemeinſam wirken. Ser König ſoll matt geſetzt werden— das iſt der letzte und einzige Zwick des Schachs. Ein gleiches„Matt“ ihres Helden verlangt di Tragödie, während ſich das Luſtſpiel mit einem Patt begnügt. Soim Drama wie vom Schachſpiele gilt, daß jeder einzelne zug des letzte Ziel im Auge habe. Das iſt die Einbeit des Spiels aſd die Einheit des Drama's, der geniale Durchblick nach dem ßten Endzweck, ohne den es keinen großen Dramatiker und keinen zoßen Schachſpieler gibt. Minder Begabte verſtricken ſich in mhnſächliche Verwickelungen und verlieren dies letzte Ziel aus dm Auge. Mit den beſtimmten Figuren des Schachs iſt nun eine oſe Menge von Combinationen und Variationen möglich; ähn⸗ ij mit den Geſtalten des Drama's. Entſcheidend aber iſt im Shuch die kürzeſte und ſchlagendſte Combination, die am raſche⸗ tin zum Ziele führt. Und wie der geniale Schachſpieler durch dch. berechnete und doch überraſchende Opfer den Sieg davonträgt: ſaſigt der geniale Dramatiker durch blendende Züge, die aber nur ineke Nothwendigkeit der Sache, blöden 4s verſteckt iſt, in überraſchender Weiſe aufdecken. Manche Inationen ſind im Drama wie im Schach gleichgültig, indem wei einer gleichen Zahl von Zügen zum Ziele führen. Unnöthi⸗ 1 Schlagen und Ablauſchen, das durchaus keinen Vortheil bringt, ſtin Schach tadelnswerth, im Drama das Hinopfern der Figu⸗
die dem blödern Auge an⸗
ren, wenn es ohne Einfluß auf den Fortgang der Handlung bleibt.
„Dieſe Vergleichung mag Manchen müßig erſcheinen, und doch erläutert ſie das Weſen der dramatiſchen Technik beſſer als eine ſelbſtändige Abhandlung. Ja eins ihrer Hauptgebeimniſſe,
oG df. 351 welches wir als das dramatiſche Tempo bezeichnen, läßt ſich voll⸗ ſtändig nur durch einen Blick auf das Schachſpiel klar machen.
Hier kommt es nicht nur darauf an, daß der richtige zug gemacht
werde, ſondern auch, daß er zur rechten Zeit geſchehe. Derſelbe
Zug, ein Tempo ſpäter, führt zum Verluſt des Spiels, während
er ein Tempo früher es gewonnen hätte. Ganz ebenſo verhält es ſich im Drama. Es iſt nicht gleichgültig, wann eine Perſon in die Handlung eingreift, wann eine oder die andere Scene eingefügt wird, wann eine Kriſe oder Kataſtrophe eintritt— ein Tempo früher oder ſpäter macht einen großen Unterſchied für die mehr oder minder energiſche Entwickelung der Handlung. Der Schluß des Drama's iſt dann am glücklichſten herbeigeführt, wenn er, ähnlich einem Schachräthſel, mit logiſcher Nothwendigkeit in eine
beſtimmte Zahl von Zügen die letzte Entſcheidung zuſammendrängt. Je kühner und überraſchender dieſe letzten Züge, deſto glänzender
die Auflöſung des Räthſels und der Abſchluß des Drama's.“
Miscellen.
Wer hatte Recht?
Dr. John Wolcott(Peter Pindar, geb. 1738, geſt. 1819) be⸗ fand ſich eines Tages in einer Taverne, wo unter mehreren Gäſten
auch Thomas Payne zugegen war. Der Letztere brachte das Ge⸗


