tlich t nſtatirt. N gers von Choiſt en, nach And Bordeaux un ten Verſte geweſen ſein. A eignen Aeuße 1710 anzunehm 1 geboren und do
bis ins 22.
Geſchlecht ent
oh tondo, ein bem
Beſtimmt von der Mitted nn von et lich alch
n Ertheilung eines Lobes,
Dritte
un, daß man einen Augenzeugen zu hören glaubte; er ſhilderte, wenn er z. B. von Franz lI. ſprach, die Perſo⸗ ſen, ihr Aeußeres, ihre Mienen, das Zimmer, in welchem in Ereigniß ſich zugetragen, bis auf die geringſten Details und es geſchah ihm dann, wenn er Gläubige vor ſich hatte, zaß er in anſcheinender Zerſtreuung ſich ſelbſt unter den zandelnden Perſonen mit aufführte und z. B. ſagte: le roi de tourna vers moi, wo er dann aber, ſich ſelbſt verbeſſernd, gerichtigte, vers le duc un tel. Spaßvögel benutzten den Ruf St. Germains, um die Pariſer noch mehr zu myſtifi⸗
kiren. Sie brachten einen Menſchen, der, weil er die Eng⸗
linder in ihren Eigenthümlichkeiten gut nachzumachen ver⸗
tand, Mylord Gower genannt ward, unter St. Germains Namen in Geſellſchaften im Marais, wo er ſeine Rolle ſo
zut ſpielte, daß er, durch den Erfolg ermuthigt, mit den
folge.
wunderbarſten Erzählungen die Neugierde befriedigte. Er
tlüeb nicht bei Jahrhunderten ſtehn, die er durch ein Le⸗
denselixir gewonnen, ſondern ſtieg bis in Jahrtauſende
ninauf, rühmte ſich ſeiner genauen Bekanntſchaft mit Jeſus Ehriſtus u. ſ. w., und ſo entſtand u. a. die in Paris damals
dexbreitete Anekdote von der alten Kammerfrau, die, einer
Flaſche des Germain'ſchen Lebenselixirs zu ſtark zu⸗ pprechend, immer jünger und zuletzt wieder ein Säugling ward. St. Germain ſelbſt aber wußte ſeine Leute wohl zu beurtheilen und äußerte ſich, als bei der Marquiſe Pom⸗ padour von ſeinem angeblich mehr als fünfhundertjähri⸗ jen Alter die Rede war, unbefangen: Quelques fois je
mamuse non pas à faire croire, mais à laisser croire, que
ſal vécu dans les plus anciens temps. Den Umſtand, daß nehrere Perſonen von hohem Alter verſicherten, ſie hätten 5t. Germain vor funfzig und mehr Jahren gekannt und er habe ſich ſeitdem nicht verändert, erklärte er ſelbſt, der bompadour gegenüber, auf die einfachſte Weiſe, indem er, uls dies von der Gräfin von Gergy erzählt ward, lächelnd jemerkte: cela n'est pas impossible, mais je conviens, qu'll
est encore plus possible que cette dame, que je respecte,
V
radote. Er leugnete übrigens nicht, daß er ein Lebenseli⸗ rir beſitze(das aber nur in Sennesblättern beſtanden haben ſoll), weigerte ſich aber es dem König zu geben, in⸗ dem er auf das Andringen der Pompadour erwiderte: Ah Madame, que je m'avise de donner au roi une drogue inconnue, il faudrait que je fusse fou. Großes Aufſehn erregte er durch die Menge der koſtbarſten Edelſteine— meiſt farbige Steine— die er, obwohl ſonſt in ſeiner Tracht einfach, in Ringen und an ſeiner Doſe trug bei verſchiedenen Gelegenheiten zeigte, und die ſelbſt von Ken⸗ nern für echt erklärt wurden. Er hütete ſich aber dieſe Pretioſen aus den Händen zu geben, und nur einmal ſoll es dem Markgrafen von Brandenburg zu Ansbach, als ſich St. Germain bei ihm aufhielt, gelungen ſein, einen Stein durch die Feile ſeines Juweliers prüfen zu laſſen, wobei ſich denn die Unechtheit erwieſen. Wahrſcheinlich hatte er auch ein Geheimniß entdeckt, Diamanten von Flecken zu reini⸗ gen, welche ſie bisweilen beſitzen; wenigſtens erzählt Ma⸗ dame du Hauſſet in ihren Memoiren, daß er dies au einem Diamant, der König Ludwig XV. gehörte, gethan und dadurch deſſen Werth ſehr erhöhet habe. Ein Talent, welches allerdings einzig in ſeiner Art war, beſaß er: er konnte mit beiden Händen zugleich ſchreiben, und zwar ſo, daß die eine Handſchrift der andern völlig glich. Wir wollen hier nicht Alles wiederholen, was bereits gedruckte Quellen über des Wundermannes Treiben in Paris, wo man ihn ungeſtört eine myſtiſche Geſellſchaft gründen und den Eingeweihten Geiſter citiren ließ, enthalten, ſondern hier zunächſt einige noch ungedruckte Mittheilungen an⸗ ſchließen.
Aus England ward er nach einem Aufenthalte im Haag
alsbald nach ſeiner Ankunft wieder weggewieſen und ſcheint
ſich von da nach Petersburg begeben zu haben. Dort hat er bei der Revolution, welche Katharina auf den Thron brachte, eine Rolle geſpielt, die ihm Auszeichnungen und den Titel eines Generals verſchafft haben ſoll. Wir fin⸗
indet keine Rechnung bei dieſer Verwerthung einer Pflanze oder Er ige deſſen er nicht mehr bedarf.— Der zuſtgärtner Seidel z. B. hat ein Capital von 300,000 Thalern für ſeinen Betrieb in Umlauf, und 32 Gärtner ſind unter ihm in ſinem Geſchäfte thätig. Alljährlich verſendet er wenigſtens 22,000 Camelien nach Petersburg, und Tauſende von Pflanzen dehen nach Chili, wofür er zurückerhält, was die tropiſche Zone ſefert. Die ſich weit und breit erſtreckenden Glashäuſer glelchen iſem Labyrinthe, aus dem herauszuwinden nur durch den Führer niglich ſcheint. Die botaniſchen Gärten des halben Europa wer⸗ en von hier aus verſorgt, die mediciniſchen Schulen holen von er ihre Pflanzen, und was die Kunſt des Gärtners an neuen Spielarten erzeugen kann, bietet ſich hier dem Auge des Wißbe⸗ gierigen dar. 1
Ein Haus mit den ſchönſten C fülle hoch über unſere Köpfe empor ſelffnet; in ſeiner Mitte ſendet e ſine Waſſer hinauf, ein duftig ſeine Baſſin und erfriſcht das Farben und Blüthen, einen Leſtärkt zu ſchauen.
Weil Dresden nun des Sehensw in Fremden bietet, geht ſeine Blume uunz verloren, und Wenige genieß in Ganzen des Anblicks dieſe
amelien, deren reiche Blüthen⸗ ragt, iſt für den Schauluſtigen in Springbrunnen plätſchernd er grüner Teppich zumgibt das Auge, wenn es, überſättigt von
nzucht dem Auge meiſtens Ben des Vortheils, ſich im Großen 2 s Reichthums von Gewächſen zu feuen, die uns erſt recht eigentlich belehren, wie viel des Schönen zuſ dieſem kleinen Erdenrund zu finden, wie groß und reich und maanigfach die Schöpfung iſt.
Während aber die Induſtrie, wie in dieſem, ſo auch in allen
Moment zu ruhen wünſcht, um neu
erthen ſchon ſo vieles für
andern Zweigen, ſicher ihren Weg wandelt und Wohlſtand erzeugt, iſt die Kunſt immer gleich ſehr dem Proletariat anheimgegeben; denn ſie bedarf, um zu gedeihen, der Mäcene, und ſolche finden ſich in Dresden nicht.
Kunſtausſtellungen und Kunſtvereine ſind in das Leben ge⸗
treten, um durch den Socialismus die fehlende Protection zu er⸗
gänzen, und jetzt hat der Landtag noch 5000 Thaler jährlich be⸗ willigt, um mit dieſer Summe etwas für die Kunſt der Gegen⸗ wart zu thun, Preiſe auszuſchreiben, Beſtellungen zu machen, oder irgend ein gutes Bild anzukaufen. Die Gemäldegalerie iſt ſeit langer Zeit nicht mehr durch Meiſterwerke unſerer beſten deutſchen Künſtler geſchmückt, in der Geſchichte des Fortſchrittes und der Entwickelung der Kunſt iſt dadurch eine bedeutende Lücke einge⸗
treten, die man auf dieſe Weiſe, wenn auch nicht ausfüllen— denn
das iſt eine Sache der Unmöglichkeit— doch nicht weiter einreißen laſſen will. Für die bedeutenden in Dresden lebenden Künſtler iſt es allerdings eine größere Genugthuung, durch eins ihrer beſten Bilder an dieſem Orte ſich zu verewigen, als für ein fremdes Land zu ſchaffen, wo die Anerkennung weniger hoch wiegt, weil ſie den Vergleich ausſchließt. 3
Der kleine Künſtler wird dabei nun allerdings nicht gewinnen, und ſein Schickſal darf uns auch weniger am Herzen liegen; denn nur zu oft hat er aus falſchem Ehrgeiz eine Bahn betreten, für die er eigentlich nicht berufen war.— Im Mittelalter gab es in jedem Handwerk Leute, welche ihr Geſchäft zu einer Kunſt erhoben
und ſo geſchmackvoll meißelten, daß wir noch jetzt mit Staunen betrachten, was ihre fleißige Hand vollbrachte. Dieſe Claſſe von Leuten finden wir in heutiger Zeit nicht mehr. Zeigt ein Knabe nur das geringſte Talent zum Zeichnen, iſt ſein Auge oder ſeine


