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Die Kameraden lachten bei den Worten des jungen Officiers, der eine Art Schooßkind im Regimente war und in ſeinem friſchen Uebermuth manche Unbeſonnenheit her⸗ vorſprudelte, die man bei Anderen gerügt haben würde. Aber dunkle Wolken lagen auf des Grafen Stirn, und mit ernſtem, ſtrengem Tone erwiderte er:
„Ich bitte Dich dringend, Waldemar, Deine Laune, Deine Witze an einem anderen Gegenſtande zu probiren, meinen Namen aber niemals mit dem jenes Mädchens zu⸗ ſammen zu nennen!“
„Und leidet der erlauchte Name denn darunter?“—
fragte eine ſcharfe, ſpitze Stimme, und von dem anderen Ende des Saales nahte ſich ein hoher, ſchlanker Mann, deſſen dunkle Augen ſich herausfordernd auf Ohlen richteten.
Kalt und ruhig hielt dieſer dem Blicke Stand, ſo kalt und feſt, daß ſich endlich des Anderen Wimper davor ſenkte, dann ſagte er mit eiſiger Höflichkeit:
„Liegt Ihnen ſo ganz beſonders viel an Beantwortung dieſer Frage, Herr Baron Clairmont, ſo wiſſen Sie, daß ich es für keine Ehre halte, meinen Namen in dieſer Art mit dem einer Kunſtreiterin genannt zu hören.“
Während dieſer Antwort hatte Clairmont eines der Fenſter, welche auf den Garten führten, wie zufällig geöff⸗ net, und da trotz der herbſtlichen Jahreszeit eine milde, feuchte Luft hereindrang, blieb es unverſchloſſen.
„Herrmann, Du gehſt zu weit.“„Ohlen, Sie ſind ungerecht, Ihre Grundſätze ſind zu ſtreng, zu engherzig“ — ſchallte es dem jungen Manne entgegen.
„Beſſer als gar keine Grundſätze“— antwortete er kurz.
„Wie ſchade, daß Graf Ohlen nicht der Vorſteher einer Erziehungsanſtalt iſt! Solche Principien der heranwachſen⸗ den Jugend einzuprägen, wäre wirklich ein unſterbliches Verdienſt“— rief Clairmont mit ſeinem ſpitzen, ſar⸗ kaſtiſchen Lachen.
Royeſlen⸗Zeitung.
„Jedenfalls würde ich den Muth und die Kraft haben, unnütze, naſeweiſe Knaben zu züchtigen und zu bändigen“ — war des Angeredeten ſcharfe Erwiderung.
(Fortſetzung folgt.)
V Zur Zeſchichte der Erde').
1I. Die Geſetze des Himmels.
Der Name des trefflichen franzöſiſchen Rechners und Weltbau-Erforſchers La-Place begegnet uns in allen deutſchen Büchern, wo der Geſchichte der Entſtehung un⸗ ſerer Sonne und der Gruppe von Wandelſternen, nebſt ihren Folgeſternen, welche ſie umkreiſen, auch nur der kür⸗ zeſte Abſchnitt gewidmet iſt. La⸗Place in ſeinen berühm⸗ ten Werken:„Weltgebäude“(Systeme du monde) und „himmliſches Uhrwerk“(Mécanique céleste) genannt, ent⸗ wickelte, von der Anordnung dieſer unſerer Sternengruppe und ihrer Bewegungen ausgehend, Vermuthungen über die Entſtehung dieſer Ordnung und dieſes Ganges, gegen welche ſchwerlich jemals ſchreitende Klippen aus dem Grunde der Wiſſenſchaft ſelbſt auftauchen werden— aber deren wirkliche Beweiſung von der Wiſſenſchaft jemals zu hoffen allerdings auch unſerem Zeitalter als Vermeſſenheit er⸗ ſcheinen muß. La⸗Place ſchrieb ſeine Werke auf der Grenz⸗
I ſcheide des vorigen und dieſes Jahrhunderts. Immanuel
V— V
*) Nach: Erde und Ewigkeit. Die natürliche Geſchichte der rde als kreiſender Entwicklungsgang im Gegenſatze zur natur⸗ idrigen Geologie der Revolutionen und Kataſtrophen. Von⸗ G. H. Otto Volger. Frankfurt a. M., Verlag von Meidinger 1857.
S
Sohn und Comp.
Geſundheit der großen Künſtlerin untergruben und die Rachel vor der Zeit in das Grab ſenkten.
Einige Ausflüge in der Nähe von Paris abgerechnet unter⸗ nahm Dlle. Rachel erſt im Jahre 1841 eine größere Kunſtreiſe, indem ſie einer Einladung nach London folgte, wohin ihr Vater und ihre Mutter ſie begleiteten und wo ihr Talent ſowohl bei Hofe als im Publicum die glänzendſte Anerkennung fand. Die Königin bethätigte dieſelbe durch ein prachtvolles und koſtbares Armband mit der Inſchrift: An Rachel, Victoria, Königin.
— a.
Die Rachel erhielt einſt ein in jeder Hinſicht merkwürdiges 1 es beſtand in einem Diadem von antiker Form, aus Linem Golde mit ſechs Edelſteinen geſchmückt. Die Steine wa⸗ ren ſo eingeſetzt, daß die Anfangsbuchſtaben nicht allein den Na⸗
men der berühmten Bühnenkünſtlerin bildeten, ſondern ſie bezeich⸗
neten zugleich ihre Hauptrollen, wie es folgende Zuſammenſtellung veranſchaulicht:
Subin, Soxane, methyst, ménaide, Oornalin, Qamille, gemalit, Sermione, Sméraude(Smaragd), milie, apis-lazuli. Saodice.
Dieſes finnige Geſchenk gelangte auf eine eben ſo ſiünige Weiſe in die Hände der Künſtlerin.
ſtimmt war. Als man den Fiſch aufſchneidet, kommt das Diadem
Die Rachel hatte nämlich bei Ehevet einen Rheinkarpfen holen laſſen, der für ihr Diner be⸗
zum Vorſchein. Der Bewunderer ihres Talentes, der ihr ein ſo ſchmeichelhaftes Präſent gemacht, ſoll ſtets unbekannt geblieben ſein.(2) 7..
Aus der Gegenwart. Schlaglichter von Otto Panck. (Aus deſſen„Gedichte.“ Leipzig, Carl Fr. Fleiſcher. 1858.) Humane Geſinnung.
Nur wen’ge Menſchen ſah ich ruhig ſcheinen Beim eignen Mißgeſchick; doch niemals fand ich Einen, Der nicht mit chriſtlicher Ergebenheit Ertragen hätte ſeines Nächſten Leid.
Beneidenswerth. Den Literaten iſt ringsum Das beſte Erdenloos beſchieden: Mit guten iſt das Publigalm, Die ſchlechten ſind mit ſich zufrieden.
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Weitere Auskunft.
Du biſt unter den Autoren. Was der Schornſteinfeger unter den Mohren
Arslex mars. Jeder Dreſcher hat ſeinen Flegel, Jeder Narr hat ſeinen Zopf;
Jahrg.
auf laſſ Him eine herve mit Welta
Wertt
der von gung der
Ein
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